Der Mensch – zu schlau zum Überleben

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Der Mensch – zu schlau zum Überleben
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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:



Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.



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Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.



© 2020 novum publishing



ISBN Printausgabe: 978-3-903271-71-5



ISBN e-book: 978-3-903271-72-2



Lektorat: Tobias Keil



Umschlagfoto: Adobe Stock: rolffimages



Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh



Innenabbildungen: siehe Bildunterschriften



Logo Seite 342: Dr. Matthias Meier





www.novumverlag.com






Vorwort




Kapitel 1





Kapitel 2

Das zentrale Nervensystem

Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass sich unser zentrales Nervensystem als Gehirn und Rückenmark im Schädel und in der Wirbelsäule befindet. Das Gehirn mit seinen geschätzten 80–85 Milliarden Zellen steuert alle Stoffwechselprozesse des menschlichen Körpers, seien es Gelenkstoffwechsel, Herzschlag, Verdauung, Hormonausschüttung u. a. Der gesamte Prozess ist so unglaublich komplex, dass fraglich ist, ob wir jemals die Details in ihrer Gesamtheit verstehen werden. Es ist in diesem Fall aber ausreichend zu wissen, dass das Gehirn unser zentraler Rechner ist, der die Kontrolle über Organe, Gelenke, Muskeln, Hormondrüsen, Haltung und Verarbeitung von Emotionen besitzt. Es kommuniziert über das Rückenmark und die daraus zwischen den Wirbelkörpern entspringenden Nervenwurzeln mit dem jeweiligen Endorgan. Diese Kommunikation geht in beide Richtungen, sodass das Gehirn auch ständig über die Stoffwechsellage aller Bereiche informiert ist. Diese Verbindung ist essenziell für Gesundheit, was einem logisch erscheint, aber in der Behandlung von Erkrankungen praktisch keine Rolle spielt. Dazu aber später.

Das zentrale Nervensystem baut sich aus verschiedenen Komponenten auf: das Gehirn, das Rückenmark und das autonome Nervensystem.

Das Gehirn ist unser Zentralkommando, das alles überwachende und omnipotente Zentrum. Von hier gehen alle Signale zu den jeweiligen Körperregionen, und hier enden alle Rückmeldungen von denselben. Jede Stellung jedes Muskels und jedes Gelenks wird sofort registriert und auf das Grad genau ausgerechnet und ggf. gegengesteuert, um eine möglichst aufrechte Haltung und eine präzise Koordination zu gewährleisten. Jedes










Quelle: Adobe Stock

Hormon wird Mikrogramm-genau ausgeschüttet und stressadaptiert vermehrt oder vermindert. Alle Sinneseindrücke werden blitzschnell weitergeleitet und sowohl logisch als auch emotional verarbeitet. Es entstehen Erinnerungen und Gefühle, und das vegetative Nervensystem reagiert mit erhöhtem Herzschlag, veränderter Verdauung, Anpassung der Atmung und vielem mehr. Am „Temporallappen“ des Gehirns gibt es eine große Furche, die den vorderen und hinteren Teil des Lappens teilt. Der vordere Teil (Gyrus präcentralis) ist in seinen Zellanteilen nach Körperregion aufgeteilt und dient der motorischen Steuerung. Von hier aus werden motorische Signale ausgesendet und enden direkt am Muskel, der die entsprechenen Befehle ausführt. Hinter der Furche ist der Gyrus postcentralis, der ebenfalls nach Körperregion aufgeteilt und für die Sensibilität zuständig ist sowie als Ziel von Signalen dient, die von der Peripherie nach zentral in das Gehirn geschickt werden.

Die rechte und die linke Hemisphäre des Gehirns sind mit einer Art Brücke verbunden, sodass Informationen ausgetauscht werden können. Im Zwischenhirn befinden sich Thalamus und Hypothalamus, die jeweils für Bewusstsein, Sinneseindrücke weiterleiten (Thalamus) und Hormonproduktionsstätte sowie Zentrum für Kreislauf, Atmung, Temperaturregelung und Schlaf-Wach-Rhythmus (Hypothalamus) wichtig sind. Im Mittelhirn werden viele Informationen verarbeitet und weitergeleitet, die mit Bewegungen zu tun haben. Augenbewegungen werden von hier kontrolliert. und Die Substantia nigra (schwarze Substanz) sorgt für Dopaminausschüttung, die durch Bewegung stimuliert wird und beispielsweise bei Parkinson Patienten in ihrer Funktion beeinträchtigt ist. Das Mittelhirn zählt bereits zum Hirnstamm, was phylogenetisch einen sehr alten Teil des Gehirns darstellt und sich im Laufe der Evolution des Menschen, im Gegensatz zum Großhirn, kaum verändert hat.

Das Rückenmark ist die Verlängerung des Hirnstamms und praktisch die Autobahn für Nervensignale in den Körper und transportiert alle Signale vom Gehirn überallhin (bis auf die Hirnnerven selbst, die Augen, Ohren, Innenohr, Zunge und Schlund, Gesicht etc. steuern). Die Nervensignale erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 120 Metern pro Sekunde, andere Nerven sind deutlich langsamer (Sie kennen das: Sie stoßen sich den Zeh an der Bettkante, lassen etwas darauf fallen oder klemmen ihn in der Garagentür ein. Sie wissen, was gleich kommt, aber der Schmerz lässt noch 1–2 Sekunden auf sich warten. Die Nerven, die dieses Signal senden, leiten es mit einer Geschwindigkeit von nur 1–2 Meter/Sekunde weiter, daher der verzögert einsetzende Schmerz). Die Geschwindigkeit der Weiterleitung hängt vom Nerventyp ab. Manche sind von einer Nervenscheide umgeben, die kleine Einschnürungen besitzt. Die elektrischen Signale springen dann von Ring zu Ring und erreichen damit die höchsten Geschwindigkeiten. Nervenscheiden bestehen hauptsächlich aus Cholesterin und werden bei der Erkrankung „Multiple Sklerose“ in ihrer Struktur beschädigt. Das Rückenmark gibt zwischen den Wirbeln kleine Nervenwurzeln ab, die nach rechts und links abbiegen und einzelne Körperareale mit Signalen versorgen und diese wieder zurücktransportieren.

Die Nervenwurzeln geben aber auch vegetative Nervenfasern ab, die Stoffwechsel und Dinge, wie auf Stress oder Ruhe adaptieren, kontrollieren. An der Brustwirbelsäule verbinden sich die großen vegetativen Zentren zu Längssträngen, die unter den Rippengelenken rechts und links bis zur oberen Lendenwirbelsäule den sogenannten „sympathischen Grenzstrang“ bilden. Dies ist unser Stresssystem und reagiert auf Stress mit Änderung von Hormonproduktion und Energieangebot, um den Körper in Notfallsituationen am Leben zu erhalten (erhöhter Herzschlag, erhöhter Blutzucker und erhöhtes Cholesterin, schnellere Atmung, erhöhter Muskeltonus, Weitung der Bronchien, Reduktion von Verdauung und Schilddrüsenfunktion). Diskrete Änderungen sind aber physiologisch und ändern sich innerhalb eines Tages, von Tag zu Tag und von Woche zu Woche und passen sich automatisch den äußeren Umständen an. Vom Hirnstamm und aus dem Steißbein kommen die großen parasympathischen Nerven, die wie ein Gegenspieler des Sympathikus fungieren. Sie fördern Schlaf, Verdauung und Heilung sowie Wachstum durch Stimulierung der Schilddrüse.















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Wer kennt es nicht? Eine kleine Drehung oder eine Bückbewegung und plötzlich schießt es in den Nacken, ein stechender Schmerz zwischen den Schulterblättern oder an der tiefen Lendenwirbelsäule. Was ist es, dass uns diese Misere beschert, die Tage oder Wochen braucht, um wieder zu verschwinden, und hat es eine tiefergehende Bedeutung? Kann man es abwarten oder sollte man es behandeln lassen?

Blockierungen an der Wirbelsäule in all ihren Abschnitten führen zu einer gestörten Biomechanik, was die Beweglichkeit der kleinen Wirbelsegmente einschränkt, Druck auf die Bandscheiben ausübt und deren Nährstoffversorgung reduziert. Sie können die Weiterleitung von Nervensignalen stören. Dies ist eine entscheidende Erkenntnis, da die Nervenwurzeln Signale für den Stoffwechsel der Muskeln, Sehnen, Gelenke, Organe und Hormondrüsen weiterleiten. Eine dauerhaft gestörte Weiterleitung kann somit zu einer chronischen Erkrankung in dem Versorgungsgebiet der Nerven führen (beispielsweise Schwindel bei Blockierungen der oberen Halswirbelsäule, Herzrhythmusstörungen bei Blockierungen der oberen Brustwirbelsäule oder Kniearthrose bei Blockierungen der mittleren Lendenwirbelsäule und vielem mehr). Eine Blockierung ist genau genommen ein Schutzmechanismus des Gehirns, um bestimmte Wirbelsegmente davor zu bewahren, zu sehr in eine Fehlstellung zu geraten, beispielsweise nach einem Unfall oder bei Bandscheibendegeneration. Muskeln, die die einzelnen Wirbel stabilisieren, bekommen das Signal, sich zu kontrahieren und anzuspannen. Das schützt zwar das Segment vor weiterer Fehlstellung, bedeutet aber auch eine Verschlechterung der Biomechanik und einen physischen Stress für den Menschen. Um optimal zu funktionieren, ist es wichtig, dass Schädel und Wirbelsäule mit Becken in ihrer physiologischen Struktur und Stellung bestehen. Ein Auffahrunfall oder ein Sturz, ein Schlag auf den Hinterkopf oder andere als banal gewertete Ereignisse können die gesunde Biomechanik der Wirbelsäule aufheben, auch wenn keine Frakturen oder Bandscheibenschäden festgestellt werden können. Schutzblockierungen verursachen eine zwar minimale, aber für die Physiologie bedeutsame Seitneigung, Kompression und Rotation des Wirbels, die dadurch die Bewegung auf der Bandscheibe einschränken und den Druck verstärken sowie die Nährstoffzufuhr zur Bandscheibe vermindern. Wenn diese nicht gelöst werden, kommt es langfristig zu Verformungen der Wirbelsäule und weiterer Degeneration von Bandscheiben und Arthrose in den Wirbelgelenken. Dies führt auch dazu, dass die Nerven, die aus diesen Segmenten herauskommen, immer mehr unter Druck geraten, was eine Weiterleitung des Nervensignals verhindert. Die Nerven haben verschiedene Aufgaben, zu denen Motorik, Sensibilität, inklusive Schmerz und Stoffwechselsteuerung gehören. Diese Zuordnung von Nerven und peripheren Gelenken, Organen, Hormondrüsen, Muskeln und Faszien ist gut dokumentiert und für alle Menschen praktisch gleich.










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Ein Beispiel aus dem echten Leben: Eine junge Frau erleidet auf dem Weg zur Arbeit einen Auffahrunfall und geht ins Krankenhaus, um sich untersuchen zu lassen. In der Notaufnahme wird standardmäßig eine Röntgenuntersuchung der Halswirbelsäule durchgeführt, um eine Fraktur auszuschließen. Es wird Entwarnung gegeben, keine Fraktur, nur eine Steilstellung der Halswirbelsäule, wie sie bei Auffahrunfällen häufig auftritt.










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Der behandelnde Arzt sagt der Patientin, es sei „muskulär bedingt“. Nach einigen Tagen bemerkt die Patientin einen zunehmenden Gesichtsschmerz auf der linken Seite und Hinterkopfschmerzen sowie einen Schwindel. Da es ein Arbeitsunfall war, stellt sie sich beim D-Arzt (behandelnde Unfallchirurg) vor und berichtet darüber. Um eine weitere Verletzung der hirnzuführenden Gefäße auszuschließen, wird eine MRT Untersuchung durchgeführt, die jedoch keinen weiteren Befund bringt. Es wird eine Rehabilitationsmaßnahme indiziert, die auch innerhalb von 2 Wochen beginnt. Die Patientin bekommt das gesamte Spektrum der Rehabilitationsmedizin inkl. Physiotherapie, Massagen, Fango, Elektrotherapie und psychologische Unterstützung. Nach 3 Wochen hatte sich noch keine Besserung ergeben, die Maßnahme wurde um 1 Woche verlängert, jedoch ohne positives Ergebnis. So langsam regte sich Unmut in der Belegschaft. Simulierte die Patientin etwa? Die Patientin wurde entlassen, wie sie aufgenommen wurde, mit der Maßgabe, sie könne wieder arbeiten gehen. Solche Patienten gibt es in Notaufnahmen und Reha-Abteilungen täglich, und viele Patienten profitieren auch von den durchgeführten Behandlungen. Aber wenn die Symptome nicht verbessert werden können, dann ist die Ursache der Problematik nicht erkannt worden. Die Lösung des Problems ist aber einfacher, als man denken mag. Wenn man sich die Röntgenaufnahmen dieser Menschen anschaut, wird man feststellen, dass die Wirbelsäule nicht in ihrer physiologischen Position steht. Entweder gibt es eine Seitneigung, eine Steilstellung (wie im Beispiel) oder sogar eine Umkehr der natürlichen Kurven, am häufigsten in der Hals- und Lendenwirbelsäule. Diese Veränderungen gehen mit einer vermehrten Spannung des Rückenmarks und den Segmentwurzeln einher und sorgen damit für eine Verschlechterung der Signalweiterleitung über die Nerven. Das Wiederherstellen der normalen Biomechanik führt zu einem Sistieren der Symptomatik. Bei der Patientin im Beispiel wurde durch 30 chiropraktische Behandlungen der gesamten Wirbelsäule inklusive Becken genau das erreicht.

Da die einzelnen Nervenwurzeln aus der Wirbelsäule bei allen Menschen den gleichen Verlauf und das gleiche Zielorgan haben, ist es leicht, einzelne Fehlstellungen einer Symptomatik zuzuordnen und dementsprechend zu behandeln.

Um Ursachen von Erkrankungen zu verstehen, sind die Anatomie und Funktion unseres „autonomen Nervensystems“ ganz entscheidend. Man kann sich das autonome Nervensystem ähnlich einer lebendigen Batterie in uns vorstellen, die Stoffwechsel, Energielevel, Schlafbedürfnis und -qualität, Verteilung von Durchblutung kontrolliert. Sie kann aufgeladen sein oder fast leer. Stress und Erholung sind von einer Balance der beiden Gegenspieler abhängig: dem Sympathikus und der Parasympathikus. Das sympathische Nervensystem ist unser Stresssystem und überlebenswichtig in bedrohlichen Situationen. Typische „sympathische“ Reaktionen sind: Erhöhung des Herzschlags, Blutdrucks, Cholesterinlevels der Fettsäuren sowie des Blutzuckers, Erniedrigung der Schilddrüsenaktivität, Verschlechterung der Verdauung und des Schlafs und die Erhöhung des Tonus der kleinen Wirbelmuskeln. Dies sind alles natürliche Reaktionen auf eine Stresssituation, wobei der Körper nicht zwischen emotionalem, chemischem oder körperlichem Stress unterscheidet. Er antwortet immer zuerst mit einer Erhöhung der Sympathikus Aktivität, und das ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Normalerweise sollte die akute Stresssituation irgendwann nachlassen und dementsprechend die Reaktion ausbleiben, wenn aber der Stress chronifiziert, ist das ein Problem. Die Konstellation erhöhter Blutdruck, erhöhtes Cholesterin, niedrige Schilddrüsenwerte, schlechte Verdauung und eingeschränkte Schlafqualität betrifft sehr viele Menschen. Oft werden vom Arzt ein Blutdruckmedikament, Cholesterinsenker, Schilddrüsenhormone, Abführmittel und Schlafmittel verschrieben. Ohne Medizin studiert zu haben, wird man nun aber verstehen, dass die Ursache für die Veränderungen nicht behandelt oder gar abgefragt wurde. Denn die verschiedenen Formen des Stresses sind weiterhin vorhanden und werden im Laufe der Zeit nicht von selbst weniger.

Typische emotionale Stressfaktoren sind Beziehungsprobleme, finanzielle Sorgen, Mobbing bei der Arbeit etc. Chemischer Stress sind Medikamente, Pestizide, schlechte Ernährung, Mineralienmangel etc. Physischer Stress bezieht sich vor allem auf Wirbelsäulenfehlstellungen, die im Röntgenbild offensichtlich von der Norm abweichen, jedoch in der Medizin nicht als Problem gewertet werden. Bei einer ganzheitlich orientierten Therapie sollte es immer Ziel sein, herauszufinden, um welcher Art Stress es sich handelt, und diesen (oder alle) zu reduzieren. Die Veränderungen von Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, Schilddrüsenwerten, Schlaf etc. werden sich dann wieder der physiologischen Norm annähern und machen Medikamente häufig unnötig.

Der Parasympathikus ist der Gegenspieler, der den Herzschlag reduziert, Schlaf reguliert, den Blutdruck senkt, die Schilddrüsenaktivität stärkt, die Verdauung angeregt und Gewebeheilung induziert. Am oberen Halsmark, unter der Schädelkalotte, sitzt der Kern des sogenannten „N. vagus“, einer der wichtigsten parasympathischen Nerven, der eine Vielzahl von Funktionen übernimmt, u. a. die Nervenversorgung von Bronchien, Lungen, Herz, Speiseröhre, Magen, Darm für muskuläre Kontraktion, aber auch, und sogar hauptsächlich, sensible Impulse aus dem Darm und den übrigen inneren Organen zum Gehirn weiterleitet und durch Blockierungen oder Fehlstellungen der oberen Halswirbelsäule oder des Schädels selbst in seiner Funktion eingeschränkt oder irritiert sein kann. Des Weiteren befindet sich vor dem Steißbein am Becken ein großes parasympathisches Nervengeflecht, dessen Funktionen bei Fehlstellungen des Beckens oder nach Unfällen oder nach Geburt eingeschränkt oder irritiert sein und zu Schlafstörungen, Verdauungsproblemen, Gemütsschwankungen und erhöhte Infektanfälligkeit führen können.

Das bedeutet, dass jegliche Einwirkung auf die Wirbelsäule auch Einwirkungen auf Organe, Muskeln, Gelenke, Faszien und Hormondrüsen haben kann. Unfälle oder andere äußere Gewalteinwirkungen sowie Mineralienmängel mit nachfolgender Degeneration von Bandscheibenmaterial werden strukturell negative Folgen für die Wirkungsweise der Wirbelsäule und des darin enthaltenen Nervensystems haben. Da Emotionen Ausdruck verschiedener biochemischer Vorgänge sind, werden sie auch beeinflusst.

Ohne hier auf Einzelheiten einzugehen, ist es wichtig zu verstehen, dass Sympathikus und Parasympathikus eine Balance halten müssen, mal ist der eine, mal der andere dominant, so wird der Stoffwechsel an die Umgebung angepasst und reguliert. Wenn allerdings eine ständige Dysbalance verhindert, dass sich der Stoffwechsel anpassen kann, kommt es zur Symptomatik, die je nach Wirbelsäulenkonfiguration unterschiedlich sein kann.

Quelle: https://www.vnsanalyse.de/de/

 herzfrequenzvariabilitaet/physiologische-grundlagen.html










Hoher Blutdruck ist unter diesem Gesichtspunkt also keine Erkrankung, sondern eine Adaption des autonomen Nervensystems an einen bestehenden Stressfaktor. Genauso kann man es für andere chronische Erkrankungen erklären (s. von A–Z) (1). Um dem Ganzen noch ein bisschen Schliff zu verleihen, kann man das autonome Nervensystem bildlich darstellen und vor/nach einer Behandlungsserie zeigen, wie sich die autonome Funktion (und damit die Gesundheit!)

 verbessert hat.

Anhand einer Herzfrequenzvariabilitätsmessung kann man das autonome Nervensystem bildlich darstellen. Das Prinzip beruht darauf, dass das Herz in einer bestimmten Frequenz schlägt. Der Abstand zwischen 2 Schlägen ist in Ruhe fast gleich, aber nicht genau. Die Unterschiede in den Zeitabständen zwischen Herzschlägen nennt man Herzfrequenzvariabilität. Wie variabel dieser Abstand ist, ist von der Aktivität