Französisch für Anfänger

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Französisch für Anfänger
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Französisch für Anfänger: Französisch Lernen

Grammatik, Hör- und Leseverständnis Trainieren (mit Audiodateien und Übungen)

Einfach Französisch Lernen

Inhaltsverzeichnis

Introduction: La langue française dans le monde

Einleitung – Die französische Sprache in der Welt

Einige Worte zu diesem Buch

Leçon 1: La phonétique

Hörübung

Die Betonung

Die Nasalvokale

Stumme Konsonanten

Stummes e am Wortende

Homophone

Das Trema

Noch ein Wörtchen zu den Akzenten

Leçon 2: Des rencontres dans la rue

Dialog

Begrüßen in Frankreich: Von Wangenküsschen und Fettnäpfchen

Redemittel formell

Redemittel informell

Exercices

Redemittel: Sich vorstellen

Leçon 3: Le nouvel employé

Dialog

Die Personalpronomen

Die Genera im Französischen

Duzen und Siezen im Französischen

Sein und haben

Das eigene Alter nennen

Bestimmte und unbestimmte Artikel im Singular

Konjugation der Verben der 1. Gruppe

Exercices

Leçon 4: Dans une boutique de mode

Dialog

Redemittel: Einkaufen

Grammaire

Die Zahlen im Französischen

Fragen bilden

Exercices

Leçon 5: Des photos de famille

Französisches Familienleben

Wortschatz: Familie und Familienmitglieder

Grammaire

Die Bildung des Plurals

Die Possessivpronomen

Exercices

Leçon 6: Paris, une ville internationale

Übungstext

Die Franzosen und ihre Nation – unteilbar, und doch geteilt

Grammaire

Das Verb „venir“

Ortsangaben: „à“ vs. „en“

Herkunft: die Präposition „de“ und ihre Sonderformen

Die Verneinung

Die Konjunktion „mais“

Die Adjektive im Französischen

Redemittel: Herkunft, Sprache, Wohnort

Exercices

Leçon 7: Dans un restaurant

Vokabeln

Essen gehen in Frankreich

Grammaire

„Bitte“

Das Verb aimer

Wünsche ausdrücken, bestellen

Adjektive mit Stellung vor dem Nomen

Die Adjektive bon und mauvais

Die Verben savoir und connaître

Redemittel: Im Restaurant

Exercices

Leçon 8: Il faut faire des courses !

Einkaufen in Frankreich

Grammaire

Machen und tun

Können

Wollen

Brauchen

Das Verb falloir im Präsens

Unzählbare Mengen

Besonderheiten beim Plural von œuf

Exercices

Leçon 9: Qu’est-ce qu’on va faire ce soir ?

Vokabeln

Dialog

Grammaire

Soir vs. Soirée usw.: Ganzheit vs. Ablauf

Uhrzeiten ausdrücken: 12-Stunden- vs. 24-Stunden-System

Das Verb aller

Das futur composé

Die Adverbialpronomen y und en

Exercices

Leçon 10: Un cadeau d’anniversaire

Die spinnen, die Römer!

Grammaire

Unverbundene Personalpronomen

Direkte Objektpronomen

Indirekte Objektpronomen

Das Verb acheter

 

Das Verb préférer

Das Verb offrir

Das Verb plaire

Das Verb dire

Der Imperativ

Exercices

Leçon 11: Des préparations au voyage

Die wichtigsten Präpositionen

Grammaire

Das Verb mettre

Das Verb partir

Das Verb perdre

Das Verb voir

Das passé composé

Redemittel: sich entschuldigen

Exercices

Leçon 12: Tout était mieux avant !

Grammaire

Das imparfait

Die reflexiven Verben

Komparative und Vergleiche

Der/die ganze bzw. alle

Exercices

Leçon 13: Une excursion dans la ville

Von A nach B in Frankreich: Transport und Verkehr

Grammaire

Die Ordnungszahlen

Das Verb devoir

Das Verb suivre

Das Verb espérer

Exercices

Herzlichen Glückwunsch

Audiodateien

Lösungen

Leçon 2: Exercices

Leçon 3: Exercices

Leçon 4: Exercices

Leçon 5: Exercices

Leçon 6: Exercices

Leçon 7: Exercices

Leçon 8: Exercices

Leçon 9: Exercices

Leçon 10: Exercices

Leçon 11: Exercices

Leçon 12: Exercices

Leçon 13: Exercices

Introduction: La langue française dans le monde

Einleitung – Die französische Sprache in der Welt

Sie haben sich also entschieden, Französisch zu lernen. Erst einmal unseren Glückwunsch zu diesem Vorhaben! Mit fast 300 Millionen Sprechern weltweit ist es eine echte Weltsprache. Sie wird nämlich nicht nur in unserem westlichen Nachbarland Frankreich gesprochen, nach dem sie benannt ist, sondern ist auch Amtssprache in Belgien, der Schweiz, Luxemburg, Monaco und Kanada. Auch in den ehemaligen französischen Kolonien Nord- und Westafrikas ist Französisch noch immer als Amts- und Verkehrssprache gebräuchlich. Selbst im Libanon und Vietnam wird man damit oft verstanden, und es wird Sie überraschen, wenn Sie hören, dass man auch in den Sümpfen Louisianas manchmal Französisch zu hören bekommt!

Lange Zeit war Französisch auch die Lingua Franca der Welt, wurde an allen Höfen Europas gesprochen und hat in dieser Zeit auch ihre Spuren im Deutschen hinterlassen. Man denke nur an Wörter wie Hotel, Restaurant, Orange und Café. Diese einstige Größe mag wohl mit ein Grund sein, weshalb sich viele Franzosen mit Fremdsprachen etwas schwertun. Ein Grund mehr für Sie, sich für einen Frankreichaufenthalt mit den entsprechenden Kenntnissen zu rüsten, sei es für einen Urlaub, ein Auslandssemester oder beruflich.

Französisch gehört zu den romanischen Sprachen, die sich alle aus dem gesprochenen Latein entwickelt haben, und ist deswegen mit Italienisch, Spanisch, Rumänisch und Portugiesisch verwandt. Sollten Sie eine dieser Sprachen schon sprechen, sind Sie definitiv im Vorteil. Auch hier gilt aber: Vorsicht vor „falschen Freunden“.

Einige Worte zu diesem Buch

Ziel dieses Lehrbuch soll es sein, ein möglichst brauchbares, im Alltag anwendbares Französisch zu vermitteln. Im Gegensatz zu vielen anderen Lehrbüchern haben wir uns deshalb bewusst dazu entschieden, auch auf die Umgangssprache einzugehen und deren Unterschiede zur Hochsprache. Manchmal kann es deshalb etwas unübersichtlich werden. Gerade Anfängern empfehlen wir immer, die korrektere Variante zu wählen, besonders gegenüber Unbekannten. Die Erfahrung zeigt aber, dass man von vielen französischen Muttersprachlern kein gestochenes, druckreifes Akademie-Französisch erwarten kann. Wenn wir hier auf typische, umgangssprachliche Verschleifungen eingehen, so deshalb, um Ihnen solche Überraschungen zu ersparen.

Das Lehrbuch enthält auch einige Hinweise zu landestypischen Alltagserscheinungen, Verhaltensregeln und Mentalität. Uns ist bewusst, dass sich Frankreich mit seinen 60 Millionen Einwohnern und seiner regionalen Vielfalt unmöglich in ein paar Sätzen auf einen Punkt bringen lässt, ganz zu schweigen vom Rest der französischsprachigen Welt. Diese Hinweise basieren auf den subjektiven Eindrücken und Erfahrungen eines seit fünf Jahren in einer mittelgroßen Stadt in Ostfrankreich lebenden Exil-Deutschen, der mit einem Franzosen verheiratet ist. Sie sollten niemals Ihre Offenheit für Ihre ganz persönlichen Eindrücke hemmen oder als Vorurteile und Verallgemeinerungen verstanden werden.

Damit Sie nicht nur Grammatik und Vokabeln lernen, sondern das Gelernte auch verstehen und sprechen können, gibt es zu jedem Text und zu vielen Übungen Audiodateien, die Sie über Dropbox abrufen und auf Ihr Smartphone oder Ihren PC laden können. Die Audiodateien finden Sie im Kapitel Audiodateien am Ende dieses Buches.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf Ihrer Reise in die französische Sprache.


Zum Glück wird die französische Sprache mit dem gleichen Alphabet geschrieben, wie das Deutsche, nämlich dem lateinischen. Vieles ist deshalb ähnlich, aber der Teufel lauert, wie so oft, im Detail.

Im Folgenden haben wir Ihnen eine Tabelle zusammengestellt, die Ihnen die Aussprache der meisten Buchstaben erklärt.


Hörübung

Hören Sie sich die französischen Buchstaben und die Beispielwörter an. Versuchen Sie, sie nachzusprechen.


BuchstabeFranzösische BuchstabierungIPA-SymbolAusspracheBeispielwort
a[a][a] [ɑ]Kurzes, offenes a wie in „Anwalt“. Manchmal langes a wie in „Haseavocat [avɔ“ka] „Anwalt“
à[a aksɑ̃ˈgʀav][a]Der accent grave hat lediglich eine orthographische Bedeutung und beeinflusst die Aussprache nicht.là [la] „da“
â[a aksɑ̃siʀkɔ̃ˈflɛks][a] [ɑ]Das a mit accent circonflexe wird korrekt als längeres a wie in Nase ausgesprochen, von vielen Sprechern aber oft genauso wie a ohne Akzent.pâte [pɑt] „Teig“
ai, ay[ɛ] [e]Kurzes, offenes e bzw. ä wie in „Händler“, teils langes e wie in „Esel“. Die Kombination ay kommt fast nur in Familien- und Ortsnamen vor.mais [mɛ] „aber“
an, am[ɑ̃]Nasal ausgesprochenes aantenne [ɑ̃nˌtɜn] „Antenne“ampoule [ɑ̃ˌpul] „Ampulle, Glühbirne“
ain, aim[ɛ̃]Nasal ausgesprochenes enain [nɛ̃] „Zwerg“faim [fɛ̃] „Hunger“
au, eau[o]Langes, rundes o wie in „Ofen“Automobile [otomɔˈbil] „Automobil“
B[be][b]Ähnlich wie im Deutschen, nur unbehaucht. bébé [be’be] „Baby“
c[se][s]Nach i, y und e wie ß in „reißen“, auch am Anfang eines Wortescitoyen [sitwa’jɛ̃] „Staatsbürger“
[k]Nach a, u, o wie k in „Kakao“cacaouète [kaka’wɛt] „Erdnuss“
cc[ks]Nach nachfolendem i, y, oder e wie „x“ in Hexeaccident [aksiˌdɑ̃] „Unfall“
ç[seˈdij][s]Das c mit cédille wird immer immer als ß wie in „reißen“ ausgesprochen, auch nach a, o, u.maçon [maˈsɔ̃] „Maurer
ch[ʃ]Wie sch in Schlammchat [ʃɑ] „Katze“
[k]In Fremdwörtern, die aus dem Griechischen stammen, wie deutsches k in „Kakao“, nur unbehauchtpsychologue [psikɔˈlog] „Psychologe“
e[ə][ɛ]Zu Anfang des Wortes kurzes e wie „hell“elle [ɛl] „sie“ (3.pers.Sg.f.)
[ə]Flüchtiges e wie in Endeleçon [ləˈsɔ̃] „Lektion“
è[əaksɑ̃ˈgʁɑv][ɛ]Das e mit accent grave ist immer kurzes e bzw. ä wie in „hell“mère [mɛʁ] „Mutter“
ê[ə aksɑ̃siʁkɔ̃ˈflɛks][ɛ]Wie e mit accent grave, oft etwas länger ausgesprochen. Der accent circonflexe hat vor allem eine orthographische Bedeutung.extrême [ɛksˈtʁɛm] „extrem“
é[əaksɑ̃teˈgy][e]Das e mit accent aigu wird immer als langes, breites e wie in Elend ausgesprochenélectricité [elɛkt ʁisiˈte] „Elektrizität“
en[ɑ̃]Nasal ausgesprochenes adent [dɑ̃] „Zahn“
eu[ø] [œ]Teils kurzes ö wie in „öffnen“, teils langes, gedehntes ö wie in „Österreich“.chanteur [ʃɑ̃ˈtœʁ] „Sänger“chanteuse [ʃɑ̃ˈtøz] „Sängerin“
f[ɛf][f]Wie im Deutschenfemme [fam] „Frau“
g[ʒe][ʒ]Nach i,y und e als stimmhaftes sch wie in Garagegens [ʒɑ̃] „Leute“
[g]Nach a, o und u wie im Deutschen gehen, nur unbehaucht. gant [gɑ̃] „Handschuh“
gu[g]Immer wie deutsches g in gehen, nur unbehaucht.guerre [gɛʁ] „Krieg“
gn[ɲ]Wie eine Kombination aus n und j in Svenjaguignol [giˈɲɔl] „Kasperle“
h[aʃ]-Wird nicht ausgesprochen und kann bei manchen Wörtern anzeigen, dass keine liaison stattfindet (mehr dazu in Lektion 2)hérisson [eʁiˈsɔ̃] „Igel“
i[i][i]Immer langes, spitzes i wie in Igelimage [iˈmaʒ] „Bild“
in[ɛ̃]Nasal ausgesprochenes eIngénieur [ɛ̃ʒeˌnjœʁ] „Ingenieur“
ien[jɛ̃]Kurzes j wie in Jäger, gefolgt von einem nasal ausgesprochenen echien [ʃjɛ̃] „Hund“
J[ʒi][ʒ]Immer stimmhaftes sch wie in GarageJe [ʒə] „ich“
k[ka][k]Wie deutsches k in Kakao, nur unbehaucht. Kommt selten und vor allem in Fremdwörtern vor. koala [kɔaˈla] „Koalabär“
l[ɛl][l]Wie im Deutschenlangue [lɑ̃g] „Sprache“
ll[j] [l]Nach i teils wie deutsches j, teils wie l.fille [fij] „Mädchen“/ „Tochter“mille [mil] „tausend“
m[ɛm][m]Wie im Deutschenmère [mɛʁ] „Mutter“
n[ɛn][n]Wie im Deutschennon [nɔ̃] „nein“
o[o][ɔ]Offenes, kurzes o wie in „offen“offre [ɔfʁə] „Angebot“
[o]Manchmal langes, rundes o wie in „Ofen“chose [ʃoz] „Sache“
on[ɔ̃]Nasal ausgesprochenes ooncle [ɔ̃kl] „Onkel“
ô[o aksɑ̃siʁkɔ̃ˈflɛks][o] [ɔ]Das o mit accent circonflexe wird in den meisten Fällen wie ein langes, rundes o gesprochen, in manchen Ausnahmefällen kurz.hôtel [oˈtɛl] „Hotel“rôtisserie [ʁɔtisˈ ʁi] “Grillrestaurant“
oi, oy[wa]Wie ein Diphthong aus u und a. Die Kombination oy kommt fast nur in Familien- und Ortsnamen vor.poids [pwa] „Gewicht“
œ, œu[ədɑ̃ˈlo][œ]Das e dans l’o ist eine Ligatur aus o und e, die wie ein offenes ö in „öffnen“ ausgesprochen wird, nur etwas länger. Teils wird stattdessen auch oe geschrieben, vor allem, wenn keine entsprechende Tastatur verfügbar ist.sœur [sœʁ] „Schwester“
ou[u]Langes u wie in „Dusche“douche [duʃ] „Dusche“
p[pe][p]Wie im Deutschen, nur unbehaucht.père [pɛʀ] „Vater“
ph[f]Kommt nur in Fremdwörtern vor, die aus dem Griechischen stammen. Wie deutsches f.téléphone [teleˈfɔn] „Telefon“
qu[ky][k]Wie deutsches k, nur unbehauchtqui [ki] „Wer“
r[ɛʁ][ʁ]Wie ein deutsches r. Im Gegensatz zum Deutschen wird es, außer in Ausnahmefällen, auch nach Vokalen und am Wortende ausgesprochen.rôti [ʁoˈti] „Braten“
s[ɛs][s]Am Wortanfang und nach anderen Konsonanten stimmloses ß wie in „reißen“.Sanglier [sɑ̃gliˈe] „Wildschwein“danser [dɑ̃ˈse] „tanzen“
[z]Zwischen zwei Vokalen stimmhaftes s wie in „reisen“se raser [ʁaˈze] „rasieren“
ssImmer stimmloses ß wie in „reißen“.chaussure [ʃoˈsyʁ] „Schuh“
t[te][t]Wie im Deutschen, nur unbehaucht.théâtre [teˌɑtʁ] „Theater“
[s]In der Silbe -tion, meist in Wörtern lateinischen Ursprungs, wie stimmloses ß wie in „reißen“nation [nasˈjɔ̃] „Nation“
u[y][y]Fast immer langes, gedehntes ü wie in „Übung“unique [yˈnik] „einzigartig“
[ɥ]Vor anderen Vokalen halbvokalisches, spitzes ü. Dieser ist für das Französische charakteristisch und für Ausländer oft schwer erlernbar.huit [ɥit] „acht“muet [mɥɛ] „stumm“
[u]In wenigen Fremdwörtern wie deutsches u in „du“tofu [toˈfu] „Tofu“
um[ɔ]In einigen lateinischen Wörtern, die auf -um enden, offenes o wie in „offen“sérum [seˌʁɔm] „Serum“
un, um[ɛ̃] [œ̃]Nasal ausgesprochenes e oder öun [ɛ̃] [œ̃] „eins“parfum [paʁˌfœ̃] „Parfüm, Duft, Aroma“
v[ve][v]Immer wie deutsches w in „wer“victoire [vikˈtwaʁ] „Sieg“
w[dubləˈve][w]Kommt fast nur in Fremdwörtern vor, meist wie im Englischen als halbvokalisches u ausgesprochenweekend [wikˈɛnd] „Wochenende“
x[iks][ks] [gz]Am Wortanfang meist g mit stimmhaftem s, sonst wie deutsches x.Xénophobie [gzenɔfɔˈbi] „Fremdenfeindlichkeit“saxophone [saksɔˈfɔn] „Saxophon“
[s] [z]In einigen Fällen: am Wortende stimmloses ß wie in „reißen“ und zwischen zwei Vokalen stimmhaftes s wie in „reisen“dix [dis] „zehn“dixième [dizˈjɛm] „zehnte/r“
y[iˈgʁɛk][i] [j] Das i grec, wörtlich „griechisches i“ wird entweder als langes, spitzes i wie in „Igel“ ausgesprochen, nach nachfolgenden Vokalen als j wie in „Jäger“. Bei nachfolgenden Nasallauten kann die Aussprache entweder wie ein j oder eine Kombination aus langem i und j sein.psychologie [psikɔlɔˈʒi] „Psychologie“il y a [ilˈja] „es gibt“Lyon [ljɔ̃]/ [ liˌjɔ̃]
z[zɛd][z]Stimmhaftes s wie in „reisen“.zèbre [zɛbʁə] „Zebra“
[dz]In einigen italienischen Fremdwörtern als Kombination zwischen d und stimmhaftem spizza [piˈdza] „Pizza“

Die Betonung

 

Hier ist das Französische sehr einfach: die Betonung liegt immer auf der letzten Silbe eines Wortes.

Das gilt auch dann, wenn es sich um Fremdwörter handelt und die Betonung in der Herkunftssprache anders lautet, z.B.:

internet [ɛ̃tɛʁˈnɛt] mozzarella [mɔdzaʁɛˈla] l’Anschluss [ɑ̃ˈʃlus] paella [paɛˈlja]

Die Nasalvokale


Typisch für den Klang des Französischen sind die Nasalvokale. Leider bereiten sie manchen Französischlernern auch so ihre Schwierigkeiten. Hier muss man es aber sehen wie beim Sport: die Hantel ist vielleicht anfangs schwer, aber wenn man sie oft genug hochhebt, wird sie irgendwann federleicht.

Insgesamt gibt es im Französischen vier Nasalvokale. Ein Vokal wird in der Regel immer dann nasal ausgesprochen, wenn er vor einem n oder m steht:

an [ɑ̃] „Jahr“ on [ɔ̃] „man“, „wir“ un [œ̃] „eins“ Inde [ɛ̃d] „Indien“ moins [mwɛ̃] „weniger“

Einen Sonderfall bildet e. Normalerweise wird es wie ein nasales a ausgesprochen, z.B.:

endurance [ɑ̃dyˈʁɑ̃s] „Ausdauer“

Nach einem i oder u wird es allerdings wie ein nasales i ausgesprochen, z.B.:

chien [ʃjɛ̃] „Hund“ suint [sɥɛ̃] „Wollfett“

Bei manchen Sprechern ist, je nach Region, zwischen [ɛ̃] und [œ̃] kein großer Unterschied zu hören. Brin „Halm“ und brun „braun“ klingen daher oft beide wie [bʁɛ̃].

Ein Vokal wird allerdings trotz eines n oder m nicht nasal ausgesprochen, wenn weitere Vokale folgen, z.B:

âne [ɑn] „Esel“ onyx [ɔˈniks] „Onyx“ unité [yniˈte] „Einheit“ inhalation [inalaˈsjɔ̃] „Inhalation“

chienne [ʃjɛn] „Hündin“ moine [mwan] „Mönch’

Zudem gibt es eine Reihe von Fremdwörtern, vor allem aus dem Englischen, die nicht nasal ausgesprochen werden, z.B.

gin [dʒin] shopping [ʃɔˈpiŋ] sérum [seˈʁɔm]

Stumme Konsonanten


Jetzt wird es etwas schwierig: das Französische kennt sehr viele stumme Zeichen, das heißt also Buchstaben, die zwar geschrieben, aber nicht (mehr) ausgesprochen werden. Dass sie dennoch Teil der Rechtschreibung sind, hat sprachgeschichtliche Gründe und auch damit zu tun, dass man sog. Homophone vermeiden will (dazu mehr im übernächsten Abschnitt).

Dass das h nicht ausgesprochen wird, haben wir schon der Tabelle entnehmen können. Wir hören also nur einen normalen Vokalanlaut bei Wörtern wie

hérisson [eʁiˈsɔ̃] „Igel“ harpe [aʁp] „Harfe“ haricot [aʁiˈko] „Bohne“

Vor allem Wortende bleiben ebenfalls viele Konsonanten stumm. Am häufigsten sind hier die Buchstaben s und x. Zwei der größten Städte Frankreichs werden deshalb folgendermaßen ausgesprochen:

Paris [paˈʁi] Bordeaux [bɔʁˈdo]

Dasselbe gilt auch für ein t oder d am Wortende. Das gilt auch dann, wenn vor diesem ein b, d, p, t, c oder k steht bzw. weitere Buchstaben:

bonnet [bɔˈnɛ] „Mütze“ pied [pje] „Fuß“ rond [ʁɔ̃] „rund“ doigt [dwa] „Finger“

Auch andere Konsonanten bleiben am Wortende häufig stumm:

trop [tʁo] „zu viel“ assez [aˈse] „genug“

Stummes e am Wortende


Ein weiterer Buchstabe, der fast immer stumm bleibt, ist eine (ohne Akzent) am Wortende. Das e zeigt hier nur an, dass der vorige Konsonant ausgesprochen werden muss:

dame [dam] „Dame“ pointe [pwɛ̃t] „Spitze“ verte [vɛʁt] „grün“ (f) blonde [blɔ̃d] „blond“ (f)

In Liedern und Gedichten sowie in Südfrankreich wir dieses e manchmal auch, ähnlich wie im Deutschen, wie [ə] ausgesprochen. Dieselben Wörter können also, je nach Sprecher, auch zweisilbig ausgesprochen werden:

dame [damə] pointe [pwɛ̃tə] verte [vɛʁtə] blonde [blɔ̃də]

Homophone

Von Homophonen spricht man dann, wenn mehrere Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung unterschiedlich geschrieben, aber gleich ausgesprochen werden. Sie sollten wissen, dass es im Französischen davon leider nicht wenige gibt. Diese sind für Franzosen oft eine unerschöpfliche Quelle für Wortspiele und Humor, für Französischlernende hingegen oft etwas verwirrend. Manchmal muss man deshalb zum Beispiel aus dem Zusammenhang erraten, ob mit [sɑ̃] nun cent „Hundert“ oder sans „ohne“ gemeint ist. Deshalb ist es auch umso wichtiger, die richtige Rechtschreibung zu lernen.

Das Trema

Jeder kennt sie wohl, die französische Automarke Citroën. Und Sie werden sich vielleicht schon gefragt haben, was die zwei Punkte auf dem e machen. Keine Angst, die gehören da schon hin. Sie zeigen nämlich an, dass die beiden Vokale getrennt voneinander ausgesprochen werden, also [sitʁɔˈɛn]. Auch wenn dieses Zeichen eher selten vorkommt, sei es hier der Vollständigkeit halber erwähnt.

Noch ein Wörtchen zu den Akzenten

Wie Sie gesehen haben, unterscheidet das Französische zwischen mehreren Akzenten. Teils sind sie rein orthographisch, teils ändern sie auch die Aussprache. Auf jeden Fall sind sie kein bloßer Zierrat.

Beachten Sie allerdings, dass es Fälle geben kann, in denen die Akzente weggelassen werden, vor allem dann, wenn nur in Großbuchstaben geschrieben wird. Wundern Sie sich also nicht, wenn auf dem Schild von einem Café-Restaurant „CAFE-RESTAURANT“ geschrieben steht. Das ist schon richtig so.

Das alles wirkt auf den ersten Blick etwas abschreckend, aber man kann zusammenfassend eines zur französischen Rechtschreibung sagen: man kann von den geschriebenen Wörtern meistens problemlos auf die Aussprache schließen. Umgekehrt ist es allerdings oft sehr schwer. Deshalb sollten Sie, wenn Sie ein neues Wort zum ersten Mal hören, notfalls fragen, wie es geschrieben wird.