Buch lesen: "Madame 2: Dirty talk - Erotische Novelle"
Valery Jonsson
Madame 2: Dirty talk - Erotische Novelle
Übersetzt Gertrud Schwarz
Lust
Madame 2: Dirty talk - Erotische Novelle ÜbersetztGertrud Schwarz Original Madame 2: Dirty talkCoverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2020 Valery Jonsson und LUST All rights reserved ISBN: 9788726390704
1. Ebook-Auflage, 2020
Format: EPUB 3.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.
Madame blieb zwischen den riesigen Fabrikgebäuden stehen. Groß, heruntergekommen und sehr grau standen sie dennoch stolz und selbstsicher im Industriegebiet, umgeben von deutlich kleineren und unansehnlicheren Gebäuden. Man würde erwarten, dass so ein imposantes Gebäude voller Leben wäre, aber der Platz davor war komplett leer. Keine Seele. Kein Laut. Das große, stolze Gebäude stand schon seit vielen Jahren leer. Man würde auch glauben, dass so ein imposantes Gebäude einen großzügigen Eingang hätte, aber die Tür vor Madame war klein und unansehnlich.
Madame war natürlich aus einem Grund hier. Sie wusste, dass es nicht so leer und verlassen war, wie es den Anschein hatte.
Sie ging hinein, schloss die Tür hinter sich und fand ein Zimmer, an dem Umkleide Damen stand. Sie hängte ihren langen, weiten Mantel in diesem anscheinend unbenutzten Raum auf. Es schienen nicht viele Damen in dieser Location anwesend zu sein. Vielleicht war sie die erste?
Auf jeden Fall gab es einen Spiegel, also kontrollierte Madame, dass alles so saß, wie es sollte. Sie richtete das kreideweiße Korsett und das ebenso weiße Strumpfband, das die reinen, weißen Netzstrümpfe hielt. An den Füßen trug sie weiße Glitzerstilettos mit einem schmalen Riemen an den Knöcheln. Ihre Haare waren lang und blond. Sie lockten sich hübsch den Rücken herab und vorn bis auf die Brüste. Wie immer war sie eine Offenbarung. Ein Victoria’s-Secret-Engel. Nur ohne Flügel.
Heute hatte sie nur sich selbst mit, was an und für sich ausreichte. Nach einem letzten Blick in den Spiegel verließ sie die Damenumkleide und folgte den Schildern in den Maschinenraum.
Er war riesig und sehr maskulin. Große Maschinen und Werkzeugregale standen aufgereiht da, aber trotz ihrer Menge war der Mittelgang bestimmt zehn Meter breit und komplett leer. Alles war aus Stahl. Stahlmassen. Blank und glänzend.
Sie ging den Mittelgang entlang. Ihre hohen Schuhe klackerten hallend auf dem Betonboden. Sie war das perfekte Gegenteil zu dem Ort, an dem sie sich befand.
Ein Stück den Gang runter blieb sie stehen, machte eine Vierteldrehung nach rechts und sah auf einen jungen Mann. Mit sicherem Schritt ging sie auf ihn zu und betrachtete seine Erscheinung von oben bis unten. Grobe Schuhe, überall Dreck, Zweitagebart. Über die Haare konnte sie nichts sagen, weil er eine umgedrehte Schirmmütze auf dem Kopf trug.
Sie lächelte ihn an. Erfreut über seinen verwirrten Ausdruck. Sie nahm an, dass nicht allzu viele Frauen in dieses Gebäude kamen. Besonders nicht, da es nicht länger benutzt wurde und er vermutlich nicht wollte, dass jemand etwas über seine Anwesenheit erfuhr.
Aber Madame wusste es. Und sie wusste auch, wie sie die Situation am besten für sich nutzen konnte.
„Ich bin Madame“, sagte sie. „Wer bist du?“
Der junge Mann schluckte, ehe er antwortete. „Ich arbeite hier“, sagte er.
Madame sah sich in der verlassenen Halle um.
„Du arbeitest hier?“
„Ja.“
„Womit?“
„Ich bediene die Maschine da.“
Er zeigte mit dem Finger in die Halle, aber es waren Regale im Weg, sodass man die von ihm gezeigte Maschine nicht sehen konnte. Falls es sie gab.
Es war vollkommen klar, dass er log. Niemand arbeitete mehr hier. Es war auch klar, dass er nicht wollte, dass jemand herausfand, dass er hier war, obwohl er das nicht so direkt sagte.
Aber Madame hatte kein Problem damit, ein Geheimnis zu behalten. Nicht, wenn sie im Gegenzug das bekam, was sie wollte.
Sie ging näher auf ihn zu. Stellte sich direkt vor ihn und strich mit dem Finger über seine Bartstoppeln. Sie waren rau und verlockend. Und sie würden schön an ihrer Muschi reiben.
„Ich verspreche, dass ich nichts verrate“, sagte sie. „Wenn du mir bei einer Sache hilfst.“
Der Mann entspannte sich deutlich. „Ja, klar“, sagte er. „Was immer du willst.“
Madame lächelte. „Was immer ich will?“, wiederholte sie.
„Ja“, sagte er.
Sie griff sein Kinn und strich mit dem Daumen über seine Lippen. Eine leichte Röte breitete sich über seinen Wangen und seinen Hals aus. Er war nicht nur ohne Erlaubnis im Gebäude. Er war auch noch schüchtern. Es wurde immer nur besser und besser.
„Du musst genau das tun, was ich dir sage“, sagte Madame.
„Ja, klar“, sagte der Mann.
„Zuerst müssen wir ein paar Regeln aufstellen“, sagte Madame. „Die erste ist, dass du immer Madame sagen musst, wenn du mit mir sprichst.“
Die kostenlose Leseprobe ist beendet.