Buch lesen: "Parkinson"

Die Herausgeber

Univ.-Prof. Dr. med. Carsten Eggers ist Facharzt für Neurologie, Zusatzbezeichnung Neurologische Intensivmedizin, und stellv. Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg. Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Parkinson-Syndrome mit Fokus auf Neuropsychologie, Bildgebung und Versorgungsfragen. Umfangreiche Erfahrungen hatte er als Leiter des Kölner Parkinson Netzwerks mit der Implementierung und wissenschaftlichen Analyse von innovativen Versorgungsstrukturen. In nationalen wie internationalen Fachgesellschaften arbeitet er an den wissenschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für eine Verbesserung der Versorgung von Parkinson-Patienten.

Prof. Dr. med. Carsten Buhmann ist Facharzt für Neurologie, Zusatzbezeichnung Neurologische Intensivmedizin, und Leiter des Fachbereichs Neurologie im Ambulanzzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sowie Oberarzt der Parkinson-Tagesklinik der Klinik für Neurologie im UKE. Sein klinischer Schwerpunkt sind Bewegungsstörungen mit Fokus auf Parkinson-Syndrome. Aufgrund seiner Tätigkeit in der ambulanten kassenärztlichen Versorgung und im universitären teilstationären und stationären Bereich sind seine wissenschaftlichen Aktivitäten auf die systematische Untersuchung praxisrelevanter klinischer Aspekte der Parkinson-Syndrome ausgerichtet. Er ist Autor zahlreicher nationaler und internationaler Publikationen und regelmäßig Referent zum Thema »Parkinson«.
Carsten Eggers, Carsten Buhmann (Hrsg.)
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1. Auflage 2021
Alle Rechte vorbehalten
© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
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ISBN 978-3-17-035070-0
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Autorenverzeichnis
Prof. Dr. Norbert Brüggemann, Oberarzt, Klinik für Neurologie und Institut für Neurogenetik, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck. Email: norbert.brueggemann@neuro.uni-luebeck.de.
Prof. Dr. Carsten Buhmann, Leiter Ambulanzzentrum Bereich Neurologie, Oberarzt Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg. Email: buhmann@uke.de.
Dr. Ilona Csoti, Ärztliche Direktorin, Gertrudis-Klinik Parkinson-Zentrum GmbH, Karl-Ferdinand-Broll-Str. 2–4, 35638 Leun-Biskirchen. Email: icsoti@parkinson.de.
Richard Dano, Parkinson-Nurse, Klinik für Neurologie, Uniklinik Köln, Kerpener Str. 62, 50937 Köln. Email: richard.dano@uk-koeln.de.
Prof. Dr. Georg Ebersbach, Chefarzt, Neurologisches Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen/Parkinson. Straße nach Fichtenwalde 16, 14547 Beelitz-Heilstätten. Email: Ebersbach@kliniken-beelitz.de.
Prof. Dr. Carsten Eggers, stellvertretender Direktor, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, Baldingerstr., 35033 Marburg. Email: carsten.eggers@uk-gm.de.
Dr. Reinhard Ehret, Facharzt für Neurologie, Praxis Neurologie-Berlin, Schloßstraße 97, 12163 Berlin. Email: dr.ehret@neurologie-berlin.de.
Dr. Ann-Kristin Folkerts, Gerontologin, Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies & Centrum für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI), Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Universität zu Köln. Kerpener Str. 62, 50937 Köln. Email: ann-kristin.folkerts@uk-koeln.de.
Dr. Odette Fründt, Assistenzärztin, Ärztin der Parkinson-Tagesklinik, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg. Email: o.fruendt@uke.de.
Prof. Dr. Björn Hauptmann, Chefarzt, Fachklinik für Parkinson und Bewegungsstörungen, Neurologisches Zentrum, Segeberger Kliniken, Hamdorfer Weg 3, 23795 Bad Segeberg; Department Performance, Neuroscience, Therapy and Health, MSH – Medical School Hamburg, Am Kaiserkai 1, 20457 Hamburg. Email: bjoern.hauptmann@segebergerkliniken.de.
Florian Hof zum Berge, Assistenzarzt, Klinik für Neurologie der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef-Hospital Bochum, Gudrunstr. 56, 44791 Bochum. Email: florian@hofzumberge.de.
Ann-Kristin Hoffmann, Physiotherapeutin,, Fachklinik für Parkinson und Bewegungsstörungen, Neurologisches Zentrum, Segeberger Kliniken, Hamdorfer Weg 3, 23795 Bad Segeberg. Email: ann-kristin.hoffmann@segebergerkliniken.de.
Prof. Dr. Günter Höglinger, Direktor, Klinik für Neurologie, Medizinische Hochschule Hannover & Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V., Standort München. Email: Hoeglinger.Guenter@mhhannover.de.
Prof. Dr. Elke Kalbe, Leiterin Medizinische Psychologie, Medizinische Psychologie, Neuropsychologie und Gender Studies & Centrum für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI), Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Universität zu Köln. Kerpener Str. 62, 50937 Köln. Email: elke.kalbe@uk-koeln.de.
Gesche Ketels, Gesundheitsökonomin B.A., Physiotherapeutin, Physiotherapie-Leitung, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg. Email: ketels@uke.de.
Prof. Dr. Sylvia Kotterba, Chefärztin, Klinik für Geriatrie, Klinikum Leer gGmbH. Augustenstr. 35–37, 26789 Leer. Email: sylvia.kotterba@rub.de.
PD Dr. Inga Liepelt-Scarfone, Neuropsychologin, Abteilung für Neurodegeneration, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und Hertie Institut für klinische Hirnforschung, Universität Tübingen. Hoppe Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen. Email: inga.liepelt@uni-tuebingen.de.
Dr. Matthias Löhle, Oberarzt, Leiter der Neurologischen Ambulanz/Spezialsprechstunde für Bewegungsstörungen, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsmedizin Rostock & Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock. Email: Matthias.Loehle@med.uni-rostock.de.
Prof. Dr. und Univ.-Prof. für Palliative Care (PMU Salzburg) Stefan Lorenzl, Dipl. Pall. Med. (Univ. Cardiff), Professur Palliative Care, PMU Salzburg, Research Associate, LMU München, Chefarzt Neurologie, Krankenhaus Agatharied. Norbert-Kerkel-Platz, 83734 Hausham. Email: stefan.lorenzl@pmu.ac.at.
Dr. Michael Lorrain, Nervenarzt, Neuroärzte Gerresheim – Pempelfort, Dreherstr. 3–5, 40625 Düsseldorf. Email: dr.lorrain@volggerconsult.de.
Prof. Dr. Walter Maetzler, stellvertretender Direktor, Leiter Neurogeriatrie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Klinik für Neurologie, UKSH, Campus Kiel. Arnold-Heller-Str. 3, 24105 Kiel. Email: w.maetzler@neurologie.uni-kiel.de
Dr. Dipl. Psych. Franziska Maier, Dipl.-Psych., Assistenzärztin, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg und Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln, Universität zu Köln. Kerpener Str. 62, 50937 Köln. Email: franziska.maier@uk-koeln.de.
Dr. Tina Mainka, Assistenzärztin, Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie, Sektion Bewegungsstörungen und Neuromodulation, Charité Universitätsmedizin Berlin, Berlin Institute of Health, Charitéplatz 1, 10117 Berlin. Email: tina.mainka@rub.de.
Dr. phil. Grit Mallien, Dipl.-Patholinguistin. Berkaer Str. 41, 14199 Berlin. Email: info@doktor-logo.de.
Cand. med. Jan-Dominique Möhr, Medizindoktorand, Klinik für Neurologie, St. Joseph Hospital Berlin-Weißensee, Gartenstraße 1, 13088 Berlin. Email: Jan-dominique.mohr@student.med.wroc.pl.
Prof. Dr. Thomas Müller, Chefarzt Klinik für Neurologie, St. Joseph Hospital Berlin-Weißensee, Gartenstraße 1 13088 Berlin. Email: Th.Mueller@alexianer.de.
Dr. Matthias Oechsner, Leitender Arzt, Leiter Parkinsonzentrum; Rehaklinik Zihlschlacht, Hauptstrasse 2–4, 8588 Zihlschlacht (TG)/Schweiz. Email: M.Oechsner@rehaklinik-zihlschlacht.ch.
PD Dr. David Pedrosa, Oberarzt, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg. Baldingerstr., 35033 Marburg. Email: pedrosac@staff.uni-marburg.de.
PD Dr. Monika Pötter-Nerger, Oberärztin Neurologie, Schwerpunkt Bewegungsstörungen, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg. Email: m.poetter-nerger@uke.de.
Prof. Dr. Kathrin Reetz, Oberärztin, Klinik für Neurologie, RWTH Aachen Universität. Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen. Email: kreetz@ukaachen.de.
Dr. Gesine Respondek, Oberärztin, Klinik für Neurologie, Medizinische Hochschule Hannover & Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V., Standort München. Email: Respondek.Gesine@mh-hannover.de.
Beate Schönwald, Parkinson-Nurse, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg. Email: b.schoenwald@uke.de.
Dr. Jan Springob, Studienrat im Hochschuldienst, Leiter Internationalisierung, Zentrum für LehrerInnenbildung, Universität zu Köln. Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln. Email: jan.springob@uni-koeln.de.
Prof. Dr. Lars Tönges, Oberarzt, Bereichsleiter Parkinsonerkrankungen und Bewegungsstörungen, Klinik für Neurologie der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef-Hospital, Gudrunstr. 56, 44791 Bochum. Email: lars.toenges@rub.de.
Dr. Josefine Waldthaler, Oberärztin, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg. Baldingerstr., 35033 Marburg. Email: waldthaj@staff.uni-marburg.de.
Prof. Dr. Tobias Warnecke, Leiter des Bereichs Parkinson-Syndrome und andere Bewegungsstörungen, Geschäftsführender Oberarzt, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Münster, Albert-Schweitzer Campus 1, 48149 Münster. Email: Tobias.Warnecke@ukmuenster.de.
Dr. Michael Weiss, Oberarzt, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Klinik für Neurologie, UKSH, Campus Kiel, Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie, Schön Klinik Neustadt, Am Kiebitzberg 10, 23730 Neustadt in Holstein. Email: miweiss@schoen-klinik.de.
Dr. Ingmar Wellach, Verantwortlicher Arzt Kompetenzfeld Neurologie, Evangelisches Amalie Sieveking-Krankenhaus, Haselkamp 33, 22359 Hamburg; Praxis für Neurologie & Psychiatrie Hamburg Walddörfer, Wiesenkamp 22c, 22359 Hamburg. Email: ingmar.wellach@immanuelalbertinen.de.
Prof. Dr. Dirk Woitalla, Chefarzt, Klinik für Neurologie, Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel gGmbH, Heidbergweg 22–24, 45257 Essen. Email: d.Woitalla@contilia.de.
PD Dr. Martin Wolz, Ärztlicher Direktor ELBLANDKLINIKUM Meißen, Leiter ELBLANDKLINIKEN-Zentrum für Neurologie und Geriatrie, ELBLANDKLINIKUM Meißen. Nassauweg 7, 01662 Meißen. Email: martin.wolz@elblandkliniken.de.
Inhalt
1 Autorenverzeichnis
2 Vorwort
3 A Der Parkinson-Patient in verschiedenen Krankheitsstadien
4 1 Der neu diagnostizierte Patient
5 Florian Hof zum Berge und Lars Tönges
6 2 Der jugendliche Patient
7 Norbert Brüggemann
8 3 Wann ist eine genetische Testung sinnvoll?
9 Kathrin Reetz
10 4 Ist es überhaupt Parkinson?
11 Gesine Respondek und Günter Höglinger
12 5 Wenn Parkinson junge berufstätige Patienten (be)trifft – psychosoziale und sozialmedizinische Herausforderungen
13 Michael Lorrain
14 6 Der zitternde Patient
15 David Pedrosa
16 7 Wenn L-Dopa nicht hilft
17 Dirk Woitalla
18 8 Der Patient mit Freezing
19 Ann-Kristin Hoffmann und Björn Hauptmann
20 9 Der ältere und multimorbide Patient
21 Matthias Löhle
22 10 Der stürzende Patient
23 Michael Weiss und Walter Maetzler
24 11 Der Patient wird krumm
25 Georg Ebersbach
26 12 Physiotherapie bei Gangstörung und Stürzen
27 Gesche Ketels
28 13 Der Patient ist nicht zu verstehen
29 Grit Mallien
30 14 Pumpe oder Tiefe Hirnstimulation?
31 Monika Pötter-Nerger
32 15 Nichts hilft – ein Fall für Cannabis?
33 Tina Mainka und Carsten Buhmann
34 16 Der Patient im Pflegeheim
35 Ingmar Wellach
36 17 Der sterbende Patient
37 Stefan Lorenzl
38 B Spezielle nicht-motorische Probleme
39 18 Der depressive Patient
40 Inga Liepelt-Scarfone
41 19 Der demente Patient
42 Ann-Kristin Folkerts, Franziska Maier und Elke Kalbe
43 20 Der halluzinierende Patient
44 Ilona Csoti
45 21 Der Patient träumt wild
46 Sylvia Kotterba
47 22 Der Patient sieht doppelt
48 Josefine Waldthaler
49 23 Der Patient hat Schmerzen
50 Martin Wolz
51 24 Patienten mit Hypersexualität
52 Reinhard Ehret
53 25 Dem Patienten ist schwindelig
54 Matthias Oechsner
55 26 Der Patient verschluckt sich
56 Tobias Warnecke
57 C Spezielle psychosoziale Probleme
58 27 Der Patient mit Migrationserfahrung
59 Jan Springob, Richard Dano und Carsten Eggers
60 28 Der Patient will nicht trainieren
61 Beate Schönwald
62 29 Der Patient nimmt seine Medikamente nicht
63 Thomas Müller und Jan-Dominique Möhr
64 30 Die schwierigen Angehörigen
65 Odette Fründt
66 Stichwortverzeichnis
Vorwort
Trotz zahlreicher guter Lehrbücher zum Thema »Parkinson« haben wir häufiger ein praxisnahes, fallbezogenes interdisziplinäres Lehrbuch vermisst, welches anhand von PatientInnenfällen diagnostische und therapeutische Hilfestellungen zu konkreten motorischen und/oder nicht-motorischen Problemen gibt. Obwohl sich die Parkinson-Erkrankung individuell höchst unterschiedlich präsentieren kann, sind bestimmte Symptomenkomplexe wie Wirkfluktuationen und Dyskinesien, Gangstörungen und Stürze, psychische Störungen wie Demenz, Halluzinationen oder Impulskontrollstörungen sowie Schmerzen, Schlafstörungen und autonome Störungen, aber auch Adhärenz und Kommunikationsprobleme, regelhaft und in oft ähnlicher Form eine Herausforderung.
In diesem Buch präsentieren »aus der Praxis« und »für die Praxis« verschiedene ärztliche und therapeutische ParkinsonexpertInnen »typische« problematische Parkinsonfälle, setzen diese einleitend in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext und beschreiben konkrete diagnostische und therapeutische Maßnahmen.
Der Behandler bzw. die Behandlerin individueller Parkinson-Patient-Innen soll somit bei Fragen oder Problemen in diesem Buch möglichst jeweils einen »passenden« Fall und eine Anregung zur Problemlösung finden.
Um den verschiedenen Perspektiven in der Versorgung von PatientInnen mit Parkinson gerecht zu werden, wurden themenbezogen AutorInnen aus unterschiedlichen medizinischen Bereichen mit einem Schwerpunkt in der Parkinson-Therapie ausgewählt. Neben klinisch und wissenschaftlich orientierten KlinikärztInnen und niedergelassenen NeurologInnen haben PsychologInnen, Parkinson-Nurses, PhysiotherapeutInnen und LogopädInnen zum Gelingen dieses Werkes beigetragen.
Wir hoffen, dass dieser praktische Leitfaden hilft, die konkrete individuelle Behandlung »eigener« Parkinson-PatientInnen noch etwas zu verbessern.
Zugunsten der einfacheren Lesbarkeit wird im Folgenden nur die generische maskuline Form verwendet. Ist bspw. von Psychotherapeuten, Patienten, Ärzten oder Psychologen die Rede, stehen diese – sofern nicht ausdrücklich anders erwähnt – stets für alle Geschlechter bzw. Genderformen.
Carsten Eggers und Carsten Buhmann
Marburg/Hamburg, im Februar 2021
A Der Parkinson-Patient in verschiedenen Krankheitsstadien
1 Der neu diagnostizierte Patient
Florian Hof zum Berge und Lars Tönges1
Zusammenfassung
Erstdiagnose und aktuelle Diagnoseleitlinien 
Die Erstdiagnose erfolgt bei Parkinson-Syndromen oft erst nach einem längeren Zeitraum, in dem die Symptome von Patient und Angehörigen, aber auch dem ärztlichen Fachpersonal nicht zugeordnet werden können. Dies ist insbesondere bei nicht Tremor-dominanten Syndromen der Fall und bei atypischen Parkinson-Syndromen besonders erschwert. Die klinische Diagnose sollte sich an aktuellen Diagnoseleitlinien orientieren und neben den motorischen auch gleichzeitig nicht-motorische Symptome umfassend abbilden. Dann kann ohne weiteren Zeitverlust eine adäquate pharmakologische und auch nicht-pharmakologische Therapie beginnen. Somit kann es dem Patienten meist gut ermöglicht werden, ohne relevante Alltagseinschränkungen sein bisheriges Leben weiter fortzuführen. Patient und Angehörige sollten unter Berücksichtigung des individuellen Falls über die Erkrankung, mögliche Krankheitsverläufe und vor allem die guten Behandlungsmöglichkeiten informiert werden. Ziel sollte sein, dass der Patient die Erkrankung akzeptiert und den Lebensalltag so gestaltet, dass eine bestmögliche Kontrolle der Symptome und Abmilderung des Erkrankungsverlaufs möglich wird.
Einleitung
Nicht-motorische Symptome 
Neurodegenerative Parkinson-Syndrome manifestieren sich am häufigsten ab dem 60. Lebensjahr. Meistens treten vor den typischen motorischen Symptomen, teils Jahre zuvor, sogenannte nicht-motorische Symptome auf. Da diese großteils unspezifisch erscheinen, wird sowohl von Patienten als auch Ärzten lange kein ursächlicher Zusammenhang zu einer möglichen Parkinson-Erkrankung gesehen. Auch nach Auftreten motorischer Symptome kann sich die Diagnosestellung verzögern. Während der Tremor der Hände auch medizinischen Laien als Parkinsonsymptom bekannt ist, werden Rigor und Akinese – auch von einigen Ärzten – häufig als orthopädische Problematik oder normale Altersbeschwerden verkannt.
Frühzeitige Diagnosestellung 
Durch eine Sensibilisierung für diese Aspekte kann eine frühzeitige Diagnosestellung ermöglicht werden. Hiervon profitieren Patienten erstens durch eine Steigerung der Lebensqualität aufgrund der Einleitung einer effektiven Therapie. Zweitens kann ein Therapiebeginn im Frühstadium den Krankheitsverlauf insgesamt positiv beeinflussen.