Buch lesen: "Das Buch der Bilder"

Schriftart:

Rainer Maria Rilke

Das Buch der Bilder


Veröffentlicht im Good Press Verlag, 2021

goodpress@okpublishing.info

EAN 4064066117184

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titelblatt

Text

DES ERSTEN BUCHES ERSTER TEIL




EINGANG



Wer du auch seist: Am Abend tritt hinaus

aus deiner Stube, drin du alles weißt;

als letztes vor der Ferne liegt dein Haus:

Wer du auch seist.

Mit deinen Augen, welche müde kaum

von der verbrauchten Schwelle sich befrein,

hebst du ganz langsam einen schwarzen Baum

und stellst ihn vor den Himmel: schlank, allein.

Und hast die Welt gemacht. Und sie ist groß

und wie ein Wort, das noch im Schweigen reift.

Und wie dein Wille ihren Sinn begreift,

lassen sie deine Augen zärtlich los....





AUS EINEM APRIL



Wieder duftet der Wald.

Es heben die schwebenden Lerchen

mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;

zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war,—

aber nach langen, regnenden Nachmittagen

kommen die goldübersonnten

neueren Stunden,

vor denen flüchtend, an fernen Häuserfronten

alle die wunden

Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.


Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser

über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.

Alle Geräusche ducken sich ganz

in die glänzenden Knospen der Reiser.





ZWEI GEDICHTE ZU HANS THOMAS SECHZIGSTEM GEBURTSTAGE




MONDNACHT



Süddeutsche Nacht, ganz breit im reifen Monde

und mild wie aller Märchen Wiederkehr.

Vom Turme fallen viele Stunden schwer

in ihre Tiefen nieder wie ins Meer,—

und dann ein Rauschen und ein Ruf der Ronde,

und eine Weile bleibt das Schweigen leer;

und eine Geige dann (Gott weiß woher)

erwacht und sagt ganz langsam:

Eine Blonde ...




RITTER



Reitet der Ritter im schwarzen Stahl

hinaus in die rauschende Welt.

Und draußen ist alles: der Tag und das Tal

und der Freund und der Feind und das Mahl im Saal

und der Mai und die Maid und der Wald und der Gral,

und Gott ist selber vieltausendmal

an alle Straßen gestellt.


Doch in dem Panzer des Ritters drinnen,

hinter den finstersten Ringen,

hockt der Tod und muß sinnen und sinnen:

Wann wird die Klinge springen

über die Eisenhecke,

die fremde befreiende Klinge,

die mich aus meinem Verstecke

holt, drin ich so viele

gebückte Tage verbringe,—

daß ich mich endlich strecke

und spiele

und singe.





MÄDCHENMELANCHOLIE



Mir fällt ein junger Ritter ein

fast wie ein alter Spruch.


Der kam. So kommt manchmal im Hain

der große Sturm und hüllt dich ein.

Der ging. So läßt das Benedein

der großen Glocken dich allein

oft mitten im Gebet....

Dann willst du in die Stille schrein

und weinst doch nur ganz leis hinein

tief in dein kühles Tuch.


Mir fällt ein junger Ritter ein,

der weit in Waffen geht.


Sein Lächeln war so weich und fein:

wie Glanz auf altem Elfenbein,

wie Heimweh, wie ein Weihnachtsschnein

im dunkeln Dorf, wie Türkisstein,

um den sich lauter Perlen reihn,

wie Mondenschein

auf einem lieben Buch.





VON DEN MÄDCHEN




I



Andere müssen auf langen Wegen

zu den dunklen Dichtern gehn;

fragen immer irgendwen,

ob er nicht einen hat singen sehn

oder Hände auf Saiten legen.

Nur die Mädchen fragen nicht,

welche Brücke zu Bildern führe;

lächeln nur, lichter als Perlenschnüre,

die man an Schalen von Silber hält.


Aus ihrem Leben geht jede Türe

in einen Dichter

und in die Welt.




II



Mädchen, Dichter sind, die von euch lernen

das zu sagen, was ihr einsam seid;

und sie lernen leben an euch Fernen,

wie die Abende an großen Sternen

sich gewöhnen an die Ewigkeit.


Keine darf sich je dem Dichter schenken,

wenn sein Auge auch um Frauen bat:

denn er kann euch nur als Mädchen denken:

das Gefühl in euren Handgelenken

würde brechen von Brokat.


Laßt ihn einsam sein in seinem Garten,

wo er euch wie Ewige empfing

auf den Wegen, die er täglich ging,

bei den Bänken, welche schattig warten,

und im Zimmer, wo die Laute hing.


Geht!... Es dunkelt. Seine Sinne suchen

eure Stimme und Gestalt nicht mehr.

Und die Wege liebt er lang und leer

und kein Weißes unter dunklen Buchen,—

und die stumme Stube liebt er sehr.

... Eure Stimmen hört er ferne gehn

(unter Menschen, die et müde meidet)

und: sein zärtliches Gedenken leidet

im Gefühle, daß euch viele sehn.





DAS LIED DER BILDSÄULE



Wer ist es, wer mich so liebt, daß er

sein liebes Leben verstößt?

Wenn einer für mich ertrinkt im Meer,

so bin ich vom Steine zur Wiederkehr

ins Leben, ins Leben erlöst.


Ich sehne mich so nach dem rauschenden Blut;

der Stein ist so still.

Ich träume vom Leben: das Leben ist gut.

Hat keiner den Mut,

durch den ich erwachen will?


Und werd ich einmal im Leben sein,

das mir alles Goldenste gibt,—

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _


so werd ich allein ,

weinen, weinen nach meinem Stein.

Was hilft mir mein Blut, wenn es reift wie der Wein?

Es kann aus dem Meer nicht den Einen schrein,

der mich am meisten geliebt.





DER WAHNSINN



Sie muß immer sinnen: Ich bin... ich bin....

Wer bist du denn, Marie?

Eine Königin, eine Königin!

In die Kniee vor mir, in die Knie!


Sie muß immer weinen: Ich war ... ich war....

Wer warst du denn, Marie?

Ein Niemandskind, ganz arm und bar,

und ich kann dir nicht sagen wie.


Und wurdest aus einem solchen Kind

eine Fürstin, vor der man kniet?

Weil die Dinge alle anders sind,

als man sie beim Betteln sieht.


So haben die Dinge dich groß gemacht,

und kannst du noch sagen wann?

Eine Nacht, eine Nacht, über eine Nacht,—

und sie sprachen mich anders an.

Ich trat in die Gasse hinaus und sieh:

die ist wie mit Saiten bespannt;

da wurde Marie Melodie, Melodie ...

und tanzte von Rand zu Rand.

Die Leute schlichen so ängstlich hin,

wie hart an die Häuser gepflanzt,—

denn das darf doch nur eine Königin,

daß sie tanzt in den Gassen: tanzt!...





DIE LIEBENDE



Ja, ich sehne mich nach dir. Ich gleite

mich verlierend selbst mir aus der Hand,

ohne Hoffnung, daß ich Das bestreite,

was zu mir kommt wie aus deiner Seite

ernst und unbeirrt und unverwandt.


... jene Zeiten: O wie war ich Eines,

nichts was rief und nichts was mich verriet,

meine Stille war wie eines Steines,

über den der Bach sein Murmeln zieht.


Aber jetzt in diesen Frühlingswochen

hat mich etwas langsam abgebrochen

von dem unbewußten dunkeln Jahr.

Etwas hat mein armes warmes Leben

irgendeinem in die Hand gegeben,

der nicht weiß, was ich noch gestern war.





DIE BRAUT



Ruf mich, Geliebter, ruf mich laut!

Laß deine Braut nicht so lange am Fenster stehn.

In den alten Platanenalleen

wacht der Abend nicht mehr:

sie sind leer.


Und kommst du mich nicht in das nächtliche Haus

mit deiner Stimme verschließen,

so muß ich mich aus meinen Händen hinaus

in die Gärten des Dunkelblaus

ergießen....





DIE STILLE



Hörst du, Geliebte, ich hebe die Hände—

hörst du: es rauscht....

Welche Gebärde der Einsamen fände

sich nicht von vielen Dingen belauscht?

Hörst du, Geliebte, ich schließe die Lider,

und auch das ist Geräusch bis zu dir,

hörst du, Geliebte, ich hebe sie wieder....

... Aber warum bist du nicht hier.


Der Abdruck meiner kleinsten Bewegung

bleibt in der seidenen Stille sichtbar;

unvernichtbar drückt die geringste Erregung

in den gespannten Vorhang der Ferne sich ein.

Auf meinen Atemzügen heben und senken

die Sterne sich.

Zu meinen Lippen kommen die Düfte zur Tränke,

und ich erkenne die Handgelenke

entfernter Engel.

Nur die ich denke: Dich

seh ich nicht.





MUSIK



Was spielst du, Knabe? Durch die Gärten gings

wie viele Schritte, flüsternde Befehle.

Was spielst du, Knabe? Siehe, deine Seele

verfing sich in den Stäben der Syrinx.


Was lockst du sie? Der Klang ist wie ein Kerker,

darin sie sich versäumt und sich versehnt;

stark ist dein Leben, doch dein Lied ist stärker,

an deine Sehnsucht schluchzend angelehnt.—


Gib ihr ein Schweigen, daß die Seele leise

heimkehre in das Flutende und Viele,

darin sie lebte, wachsend, weit und weise,

eh du sie zwangst in deine zarten Spiele.


Wie sie schon matter mit den Flügeln schlägt:

So wirst du, Träumer, ihren Flug vergeuden,

daß ihre Schwinge, vom Gesang zersägt,

sie nicht mehr über meine Mauern trägt,

wenn ich sie rufen werde zu den Freuden.





DIE ENGEL



Sie haben alle müde Münde

und helle Seelen ohne Saum.

Und eine Sehnsucht (wie nach Sünde)

geht ihnen manchmal durch den Traum.


Fast gleichen sie einander alle;

in Gottes Gärten schweigen sie,

wie viele, viele Intervalle

in seiner Macht und Melodie.


Nur wenn sie ihre Flügel breiten,

sind sie die Wecker eines Winds:

Als ginge Gott mit seinen weiten

Bildhauerhänden durch die Seiten

im dunklen Buch des Anbeginns.





DER SCHUTZENGEL



Du bist der Vogel, dessen Flügel kamen,

wenn ich erwachte in der Nacht und rief.

Nur mit den Armen rief ich, denn dein Namen

ist wie ein Abgrund, tausend Nächte tief.

Du bist der Schatten, drin ich still entschlief,

und jeden Traum ersinnt in mir dein Samen,—

du bist das Bild, ich aber bin der Rahmen,

der dich ergänzt in glänzendem Relief.


Wie nenn ich dich? Sieh, meine Lippen lahmen.

Du bist der Anfang, der sich groß ergießt,

ich bin das langsame und bange Amen,

das deine Schönheit scheu beschließt.


Du hast mich oft aus dunklem Ruhn gerissen,

wenn mir das Schlafen wie ein Grab erschien

und wie Verlorengehen und Entfliehn,—

da hobst du mich aus Herzensfinsternissen

und wolltest mich auf allen Türmen hissen

wie Scharlachfahnen und wie Draperien.


Du: der von Wundern redet wie vom Wissen

und von den Menschen wie von Melodien

und von den Rosen: von Ereignissen,

die flammend sich in deinem Blick vollziehn,—

du Seliger, wann nennst du einmal Ihn,

aus dessen siebentem und letztem Tage

noch immer Glanz auf deinem Flügelschlage

verloren liegt.

Befiehlst du, daß ich frage?





MARTYRINNEN



Martyrin ist sie. Und als harten Falls

mit einem Ruck

das Beil durch ihre kurze Jugend ging,

da legte sich der feine rote Ring

um ihren Hals und war der erste Schmuck,

den sie mit einem fremden Lächeln nahm:

aber auch den erträgt sie nur mit Scham.

Und wenn sie schläft, muß ihre junge Schwester

(die, kindisch noch, sich mit der Wunde schmückt

von jenem Stein, der ihr die Stirn erdrückt,)

die harten Arme um den Hals ihr halten,

und oft im Traume fleht die andre: Fester, fester.

Und da fällt es dem Kinde manchmal ein,

die Stirne mit dem Bild von jenem Stein

zu bergen in des sanften Nachtgewandes Falten,

das von der Schwester Atmen hell sich hebt,

voll wie ein Segel, das vom Winde lebt.


Das ist die Stunde, da sie heilig sind,

die stille Jungfrau und das blasse Kind.


Da sind sie wieder wie vor allem Leide

und schlafen arm und haben keinen Ruhm,

und ihre Seelen sind wie weiße Seide,

und von derselben Sehnsucht beben beide

und fürchten sich vor ihrem Heldentum.


Und du kannst meinen: Wenn sie aus den Betten

aufstünden bei dem nächsten Morgenlichte

und, mit demselben träumenden Gesichte,

die Gassen kämen in den kleinen Städten,—

es bliebe keiner hinter ihnen staunen,

kein Fenster klirrte an den Häuserreihn,

und nirgends bei den Frauen ging ein Raunen,

und keines von den Kindern würde schrein.

Sie schritten durch die Stille in den Hemden

(die flachen Falten geben keinen Glanz)

so fremd und dennoch keinem zum Befremden,

so wie zu Festen, aber ohne Kranz.





DIE HEILIGE



Das Volk war durstig; also ging das eine

durstlose Mädchen, ging die Steine

um Wasser flehen für ein ganzes Volk.

Doch ohne Zeichen blieb der Zweig der Weide,

und sie ermattete am langen Gehn

und dachte endlich nur, daß einer leide,

(ein kranker Knabe, und sie hatten beide

sich einmal abends ahnend angesehn).

Da neigte sich die junge Weidenrute

in ihren Händen dürstend wie ein Tier:

jetzt ging sie blühend über ihrem Blute,

und rauschend ging ihr Blut tief unter ihr.





KINDHEIT



Da rinnt der Schule lange Angst und Zeit

mit Warten hin, mit lauter dumpfen Dingen.

O Einsamkeit, o schweres Zeitverbringen....

Und dann hinaus: die Straßen sprühn und klingen,

und auf den Plätzen die Fontänen springen,

und in den Gärten wird die Welt so weit.—

Und durch das alles gehn im kleinen Kleid,

ganz anders als die andern gehn und gingen—:

O wunderliche Zeit, o Zeitverbringen,

o Einsamkeit.


Und in das alles fern hinauszuschauen:

Männer und Frauen; Männer, Männer, Frauen

und Kinder, welche anders sind und bunt;

und da ein Haus und dann und wann ein Hund

und Schrecken lautlos wechselnd mit Vertrauen—:

O Trauer ohne Sinn, o Traum, o Grauen,

o Tiefe ohne Grund.


Und so zu spielen: Ball und Ring und Reifen

in einem Garten, welcher sanft verblaßt,

und manchmal die Erwachsenen zu streifen,

blind und verwildert in des Haschens Hast,

aber am Abend still, mit kleinen steifen

Schritten nach Haus zu gehn, fest angefaßt—:

O immer mehr entweichendes Begreifen,

o Angst, o Last.


Und stundenlang am großen grauen Teiche

mit einem kleinen Segelschiff zu knien;

es zu vergessen, weil noch andre gleiche

und schönere Segel durch die Ringe ziehn,

und denken müssen an das kleine bleiche

Gesicht, das sinkend aus dem Teiche schien—:

O Kindheit, o entgleitende Vergleiche.

Wohin? Wohin?





AUS EINER KINDHEIT



Das Dunkeln war wie Reichtum in dem Raume,

darin der Knabe, sehr verheimlicht, saß.

Und als die Mutter eintrat wie im Traume,

erzitterte im stillen Schrank ein Glas.

Sie fühlte, wie das Zimmer sie verriet,

und küßte ihren Knaben: Bist du hier?...

Dann schauten beide bang nach dem Klavier,

denn manchen Abend hatte sie ein Lied,

darin das Kind sich seltsam tief verfing.


Es saß sehr still. Sein großes Schauen hing

an ihrer Hand, die ganz gebeugt vom Ringe,

als ob sie schwer in Schneewehn ginge,

über die weißen Tasten ging.





DER KNABE



Ich möchte einer werden so wie die,

die durch die Nacht mit wilden Pferden fahren,

mit Fackeln, die gleich aufgegangnen Haaren

in ihres Jagens großem Winde wehn.

Vorn möcht ich stehen wie in einem Kahne,

groß und wie eine Fahne aufgerollt.

Dunkel, aber mit einem Helm von Gold,

der unruhig glänzt. Und hinter mir gereiht

zehn Männer aus derselben Dunkelheit

mit Helmen, die wie meiner unstät sind,

bald klar wie Glas, bald dunkel, alt und blind.

Und einer steht bei mir und bläst uns Raum

mit der Trompete, welche blitzt und schreit,

und bläst uns eine schwarze Einsamkeit,

durch die wir rasen wie ein rascher Traum:

die Häuser fallen hinter uns ins Knie,

die Gassen biegen sich uns schief entgegen,

die Plätze weichen aus: wir fassen sie,

und unsre Rosse rauschen wie ein Regen.





DIE KONFIRMANDEN


(PARIS, IM MAI 1903)



In weißen Schleiern gehn die Konfirmanden

tief in das neue Grün der Gärten ein.

Sie haben ihre Kindheit überstanden,

und was jetzt kommt, wird anders sein.


O kommt es denn! Beginnt jetzt nicht die Pause,

das Warten auf den nächsten Stundenschlag?

Das Fest ist aus, und es wird laut im Hause,

und trauriger vergeht der Nachmittag....


Das war ein Aufstehn zu dem weißen Kleide

und dann durch Gassen ein geschmücktes Gehn

und eine Kirche, innen kühl wie Seide,

und lange Kerzen waren wie Alleen,

und alle Lichter schienen wie Geschmeide,

von feierlichen Augen angesehn.


Und es war still, als der Gesang begann:

Wie Wolken stieg er in der Wölbung an

und wurde hell im Niederfall; und linder

denn Regen fiel er in die weißen Kinder.

Und wie im Wind bewegte sich ihr Weiß,

und wurde leise bunt in seinen Falten

und schien verborgne Blumen zu enthalten—:

Blumen und Vögel, Sterne und Gestalten

aus einem alten fernen Sagenkreis.


Und draußen war ein Tag aus Blau und Grün

mit einem Ruf von Rot an hellen Stellen.

Der Teich entfernte sich in kleinen Wellen,

und mit dem Winde kam ein fernes Blühn

und sang von Gärten draußen vor der Stadt.


Es war, als ob die Dinge sich bekränzten,

sie standen licht, unendlich leicht besonnt;

ein Fühlen war in jeder Häuserfront,

und viele Fenster gingen auf und glänzten.





DAS ABENDMAHL



Sie sind versammelt, staunende Verstörte,

am ihn, der wie ein Weiser sich beschließt,

und der sich fortnimmt denen er gehörte,

und der an ihnen fremd vörüberfließt.

Die alte Einsamkeit kommt über ihn,

die ihn erzog zu seinem tiefen Handeln;

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€1,99

Genres und Tags

Altersbeschränkung:
18+
Veröffentlichungsdatum auf Litres:
16 Januar 2025
Umfang:
60 S. 1 Illustration
ISBN:
4064066117184
Verleger:
Rechteinhaber:
Bookwire
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