Buch lesen: "Tapfere junge Susanne!"

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Lise Gast

Tapfere junge Susanne!

Die Geschichte einer Kameradschaft

Saga

Tapfere junge Susanne!

© 1936 Lise Gast

Alle Rechte der Ebookausgabe: © 2016 SAGA Egmont, an imprint of Lindhardt og Ringhof A/S Copenhagen

All rights reserved

ISBN: 9788711510087

1. Ebook-Auflage, 2017

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach Absprache mit Lindhardt und Ringhof und Autors nicht gestattet.

SAGA Egmont www.saga-books.com – a part of Egmont, www.egmont.com

Susanne zieht den Riemen noch einmal enger, obwohl der Rucksack schon fest genug auf dem Gepäckträger des Rades sitzt. Jetzt kommt der Abschied. Wär’ er doch schon vorbei! Werden denn die Eltern nie begreifen, dass es viel besser ist, sich nur die Hand zu schütteln mit einem: „Leb wohl und bleib gesund!“ Weiss man denn nicht auch ohne grosse Worte genau, wie es den andern ums Herz ist? Susanne weiss es. Jedesmal, wenn sie nach den Ferien wieder in die Stadt fährt, fühlt sie, dass es der Mutter schwerfällt, ihr Kind herzugeben. Liebe alte, graue Mutter! Kinder bleiben halt nicht daheim, selbst wenn sie es könnten, wenn sie nicht in die Höhere Schule müssten, die es hier nicht gibt. Kinder müssen lernen, allein mit dem Leben fertig zu werden.

Allein? Nein, gottlob nicht ganz allein. Da drüben hinterm Schuppen taucht Gerd Wielands blonder Schopf auf; er hat noch ein paar Kiefernzweige abgeschnitten. Susanne fühlt, wie ihr Herz leichter wird. Wer einen so guten Kameraden hat wie sie, der ist auch in der grossen Stadt nicht allein. Alles ist dann leichter zu ertragen, auch der Abschied von daheim.

Nun rollen sie zusammen durch die morgenfrische Heide, über der noch die Nebel hängen. „De Voss braut“, sagt der Heidjer. Sie müssen die grosse Landstrasse fahren, weil die kleinen Wege zu sandig für die Räder sind und weil sie eine weite Fahrt vor sich haben. Aber die Landschaft spricht auch hier zu ihnen. Sie beide kennen die Heide, o ja! Seit Susannes Eltern hergezogen sind, haben sie alle Grossen Ferien gemeinsam hier verlebt.

„Warum kann man mit Eltern nicht reden wie mit unsereinem?“ fragt Susanne nach einer langen Weile, die sie schweigend gefahren sind. „Mutter ist im Grunde eine so tapfere Frau; aber wenn ich wegfahre ... Du darfst mich nicht für schlecht halten, Gerd, aber es ist mir entsetzlich, wenn sie so weint.“

Gerd nickt vor sich hin, er kann das verstehen. Sie sind beide Kinder einer Zeit, in der man seine Gefühle nicht zeigt, sondern lieber krampfhaft lächelt oder sogar etwas ruppig wird, wenn man heulen möchte. Deshalb ist man doch nicht gefühllos. Er hält einen Augenblick im Treten inne, lässt das Rad im Freilauf fahren, so dass Susanne, die etwas hinter ihm war, an seine Seite rollt. „Meine Mutter ist auch so“, sagt er. „Weisst du, ich glaube, alle, die vor uns sind, ich meine unsere Eltern und Leute in ihrem Alter, die haben alle einen Knacks vom Krieg und der Inflation her, von all den verrückten Geschehnissen. Sie haben sehr Schweres erlebt, da muss man ihnen manches zugute halten.“

„Vielleicht.“ Sie sehen über die taublitzende Heide hin und schweigen. Beide haben denselben Gedanken: Wie werden wir sein, wenn wir so alt sind? „Immerhin“, fügt Susanne nach einer Weile hinzu, „wenn ich so werde wie meine Mutter ...“

„Bis auf das Jammern tadellos, Susanne“, bestätigt Gerd. Sie verstehen sich ohne viele Worte, und damit ist das Gespräch fürs erste abgeschlossen. Sie wissen nicht, dass es ihnen in nächster Zeit viel zu schaffen machen wird, dies Thema Eltern-Kinder, dass es in ihrer beider Leben eingreifen wird und dass sie und andere gezwungen sein werden, offen Stellung dazu zu nehmen, nicht nur in Worten, auch in Taten.

Sie fahren an diesem letzten Tag ihrer gemeinsamen Grossen Ferien durch die Sommerwelt, nehmen Abschied von Freiheit und Land, denn die Schule ruft. Für Gerd wird es eine harte Zeit werden; es geht aufs Abitur zu.

Die meisten der Pensionäre, die bei Wielands wohnen, sind schon wiedergekommen, als Gerd und Susanne eintreffen. Es sind Mädel und Jungen in ihrem Alter, die das Gymnasium oder die Höhere Mädchenschule der Stadt besuchen und denen allen Frau Wieland ein Stückchen Mutter sein muss. Der letzte Ferientag ist immer etwas unruhig; da werden Koffer geschleppt und Türen geworfen, da gibt es viel Hin und Her, fröhliche Begrüssungen und kleine Reibereien, bis alle wieder in den Trott des Alltags zurückgefunden haben. Gerds Mutter kommt erst am Abend dazu, ein Stündchen ruhig mit ihrem Sohn zu sprechen, Photos anzusehen und sich an seiner Bräune zu freuen, die sein Haar noch heller erscheinen lässt. Sie sitzen zu dreien auf dem schmalen Balkon vor dem Wohnzimmer. Gerd und Susanne erzählen.

„Und wie geht dir’s, Mutter?“ fragt Gerd schliesslich.

„O danke, sehr gut! Nur mit Eva hab’ ich Sorgen“, sagt die kleine Frau und zieht heftig den Faden durch die Ferse der Socke, die sie gerade stopft. „Ich weiss nicht, was mit ihr ist.“

„Mit Eva?“ fragt Gerd nicht sehr interessiert. Eva ist eine der jüngeren Pensionärinnen, fünfzehn oder sechzehn Jahre alt vielleicht. Er nimmt wieder das Bild des Hünengrabes in die Hand, das so gut gelungen ist, und überlegt, ob man es vergrössern soll; es ist immerhin möglich, dass ein Heimatkalender es nimmt.

Susanne, durch das Gespräch über die Eltern hellhöriger als sonst, sieht auf. Bisher hat sie es immer als selbstverständlich hingenommen, dass Frau Wieland die Fragen nach ihrem eigenen Ergehen stets unbeachtet lässt. So sehr lebt sie für andere, denkt Susanne und fühlt etwas wie Beschämung in ihrem siebzehnjährigen Herzen. Vielleicht ist doch mehr an ihnen, an der Generation der Eltern, als an uns, wenn sie auch ängstlich sind und es merken lassen, wenn’s ihnen zum Heulen ist. Nur nach uns hat sie gefragt, sich nur für uns interessiert, und musste die ganzen wundervollen sechs Sommerwochen hier die heisse Asphaltluft schlucken. Kein Urlaub, keine Reise. Und wenn man wiederkommt und vielleicht mechanisch, gedankenlos fragt, wie es ihr geht, da ist ihre ganze Antwort nichts als die Sorge um ein fremdes Mädel. Sie hebt die hellen Augen zu Frau Wieland auf, und irgend etwas treibt sie, nach einem der zerrissenen Strümpfe zu greifen und nach Nadel und Faden. „Ist Eva nicht wiedergekommen?“

„Doch, sogar vorgestern schon. — Susannchen, lassen Sie doch! Sie haben doch noch Ferien.“

„Ach, wenn man so dasitzt ...!“ Susanne hasst Strümpfestopfen; sie trägt aus diesem Grund von März bis Oktober Söckchen. Aber vielleicht geht das andern Leuten ähnlich. Rasch und möglichst sorgfältig beginnt sie zu flicken, während Frau Wieland erzählt, dass Eva fast kein Wort gesprochen hat, seit sie da ist, und ein paarmal verweinte Augen hatte.

Das fällt auch Susanne auf, als sie am nächsten Tag das Mädel trifft. Verweint sind die Augen, aber eigentlich schön, das sieht Susanne zum erstenmal. Gelbbraun sind sie, wie Moorwasser, durch das die Sonne scheint. Susanne muss an zu Hause denken, an die Heide, und sie fühlt eine plötzliche Wärme für dies Mädel, das ihr bisher gleichgültig war. „Na, Eva, fällt der Schulanfang so schwer?“ fragt sie freundlich. „Das geht uns allen so, dagegen ist nichts zu machen.“

Eva lächelt; es ist ein dankbares und zugleich schrecklich trauriges Lächeln. „Im Gegenteil, Susanne. Ich wünschte, ich könnte noch oft ...“ Und da bebt es um den jungen Mund, er schliesst sich und das Gesicht kämpft um Fassung.

„Komm!“ sagt Susanne erschrocken und mitleidig und zieht Eva mit sich in ihr Zimmer. „Komm! Ich wollte dir doch meine Ferienbilder zeigen.“

Dann sitzen sie zusammen auf Susannes Bettrand, und von Bildern ist keine Rede mehr. Erst ist Eva noch befangen, müht sich, das Weinen zurückzuhalten, aber dann bricht es doch durch und mit den Tränen die ganze Geschichte.

Eva soll Michaelis aus der Schule genommen werden. Ihr Vater hat sie in einer Haushaltungsschule angemeldet, damit sie alles lernt, was man können muss, um einer Wirtschaft vorzustehen. Sobald das erreicht ist, will er sie zu Hause behalten, damit endlich der Ärger mit den Wirtschafterinnen aufhört. Evas Mutter ist seit ein paar Jahren tot, der Vater hat eine Apotheke in einem Städtchen am Harz.

Das also ist es. Susanne ist zum Fenster gegangen, das geschlossen war; jetzt fällt warmes Sonnenlicht herein. Sie setzt sich auf die Kante ihres Tischchens, das sie mit viel List und Tücke als Schreibtisch zurechtgemacht hat, und stützt die Füsse auf ihren Papierkorb. So sitzt sie da, sieht in die hellbraunen Augen ihr gegenüber und denkt nach. „Weisst du, Eva, ich muss sagen, solch ein Posten hat was Schönes. Wenn ich selbständig wirtschaften könnte — und es erst sogar noch lernen, richtig, nicht nur durchs gelegentliche Abgucken und Selbstprobieren —, das könnte mich geradezu locken. Ich finde, das ist doch ein Beruf, ein gar nicht leichter und sehr vielseitiger. Aber du möchtest wohl sehr gerne das Abitur machen?“ fügt sie zögernd hinzu.

„Ach, Susanne, das ist es nicht! Mein Vater will mich zu Hause haben; er ist so allein, seit Mutter tot ist, ganz und gar allein. Er ist ein bissel sonderbar, weisst du.“

„Hm, Apotheker sind das manchmal“, sagt Susanne verständnisvoll. „Das kommt daher, dass sie dauernd mit kleinen und kleinsten Einheiten zu rechnen haben, abzuwiegen und so.“ Dann schweigt sie. Sicher kommt noch etwas nach, Eva hat doch noch mehr auf dem Herzen; aber es scheint nicht leicht zu sein.

Susanne tastet vorsichtig weiter. „Es ist nicht so einfach, sein Leben zu ändern, um den Eltern einen Gefallen zu tun. Wir leben vorwärts, bei ihnen aber geht es in festen Bahnen dahin. Etwas Vorläufiges zu übernehmen, mit dem Eigentlichen zu warten, unbestimmt, wie lange, das ist schwer, ich verstehe das. Aber sieh mal, könntest du das nicht als das Eigentliche ansehen? Du hättest einen Pflichtenkreis, in dem du fehlen würdest. Ist das nicht eigentlich das, was wir Frauen uns wünschen: dass wir für jemand dasein müssen, dass wir uns unentbehrlich machen? Sieh mal eine berufstätige Frau an! Wenn die krank wird, als Lehrerin zum Beispiel, dann legt sie sich halt hin. Die Kolleginnen vertreten sie, das geht ohne weiteres. Und wenn sie stirbt, ach, dann warten schon soundso viele darauf, an ihre Stelle zu rücken! Es ist doch so. Aber eine Mutter ... Ich erinnere mich, wie es daheim einmal war — ich war noch klein — als sich meine Mutter die Hand verbrüht hatte. Wir haben nie ein Mädel zur Hilfe gehabt oder eine Aufwartung. Ich sage dir, es war eine Katastrophe! Damals ging es mir zum erstenmal auf, wieviel tausend Kleinigkeiten eine Mutter täglich tut, forträumt, wie viele Hügelchen sie ebnet, die schon in ein, zwei Tagen, da sie es nicht kann, zu ungeheuren Bergen angewachsen sind. Und wenn eine Mutter stirbt, Eva, du weisst das ja, ich kann es nur ahnen, wie unersetzbar eine Mutter ist.“ Sie hat zuletzt ganz leise gesprochen, fast mehr zu sich selbst. Man müsste das der Mutter einmal sagen, denkt sie, nicht nur für sich wissen oder es hier aussprechen, wo sie es nicht hören kann; aber das geht nicht. Später vielleicht, wenn man selbst ... Nein, nein, nicht auf später warten! Vielleicht kann es plötzlich zu spät sein, zu spät, so wie bei diesem Mädel, das keine Mutter mehr hat.

„Eva“, sagt Susanne und wendet sich wieder der Jüngeren zu, „dir bietet sich doch eine Möglichkeit, einzuspringen in eine Lücke im Leben, einen unersetzlichen Menschen wenigstens zum Teil zu ersetzen. Tu es und tu es gern und fröhlich! Ist es denn gar nicht schön bei euch zu Hause?“

„Gar nicht schön? Ach, Susanne, herrlich ist es, ganz herrlich! Unser Haus liegt draussen vor der Stadt in einem grossen Garten. Es war früher ein Herrenhaus. Nirgends ist es so schön wie bei uns.“

„Na also!“ Susanne tritt zu Eva, erstaunt fragend. „Warum ...?“ Aber in den schimmernden Augen der Jüngeren liegt noch etwas, sie hat noch nicht alles gesagt.

„Hab doch Vertrauen, kleine Ev!“ sagt Susanne herzlich; „ich hab’ Zeit für dich, und wenn ich kann, will ich dir helfen. Was ist’s denn noch?“

„Es ist“ — Eva gibt sich einen Ruck — „ja, es ist noch etwas anderes. Ich ginge gern nach Hause, glaub mir; aber es handelt sich um Jürgen, meinen Bruder. Jürgen soll die Apotheke übernehmen — sie ist seit Geschlechtern in unserer Familie — und er will nicht. Deshalb will ich das Abitur machen und Pharmazie studieren, damit der Vater nicht allein bleiben muss später, und auch, damit die Tradition erhalten bleibt, denn ich finde das wichtig. Es ist wie bei einem Bauerngut; auch hier haben Vater und Grossvater und weitere Vorfahren daran gearbeitet. Jürgen wohnt hier bei einem Onkel, seinem Paten. Ich sollte eigentlich auch dort untergebracht werden, aber er hat nicht genug Platz in seiner Wohnung. Bis jetzt habe ich immer gedacht, Jürgen sei mit allem einverstanden. Es war so selbstverständlich; aber jetzt — Jürgen weiss genau, dass der Vater ihn sofort aus der Schule nehmen würde, wenn er etwas ahnte davon, dass Jürgen etwas anderes werden will als Apotheker. Er war so erschrocken, als er sich mir gegenüber verschnappte, dachte, ich würde es sofort dem Vater erzählen. Das tu’ ich doch nicht, ist ja klar! Im Gegenteil, helfen will ich ihm.“ Sie weint jetzt nicht mehr, ihre Hände sind ineinander-gerungen. „Beide sind solche Dickschädel, Jürgen und der Vater auch. Aber vielleicht, dachte ich, wenn ich die Apotheke übernehme, einigen sie sich doch noch später. Und nun soll ich Michaelis abgehen, und Jürgen ist noch in Unterprima.“

„Was will er denn studieren?“ fragt Susanne.

„Das sagt er nicht, und das ist ja gerade das Schlimme. Man redet wie zu einem Stein. Ich weiss nur, dass er eben das eine nicht will.“

Susanne sitzt und denkt nach. Eltern und Kinder, eine grosse, grosse Kluft. Geht es denn nicht, die zu überbrücken, wenn man den guten Willen hat, wenn man seine Hände hinüberstreckt? Ist es wirklich ganz unmöglich? Ach ja, es ist wohl sehr oft unmöglich! Ihre Eltern — sie steht sich gut mit ihnen, besser als die meisten Kinder mit den ihren — würden es gewiss auch nicht verstehen, wenn sie zum Beispiel in den nächsten Grossen Ferien die Paddeltour machen würde, anstatt nach Hause zu fahren. Gerd schwärmt schon lange davon. Würden die Eltern fühlen, dass man sie trotzdem liebt, trotzdem ihr Kind bleibt, auch wenn man sich äusserlich mehr und mehr von ihnen entfernt? „Hör einmal, Eva“, sagt sie und richtet sich auf, „es gibt bestimmt einen Ausweg; immer gibt es einen Ausweg, man muss ihn nur finden. Darf ich mit Gerd davon sprechen, oder möchtest du das nicht? Gerd kann einem so gut raten, und er kennt auch Jürgen, glaub’ ich.“

„Das kannst du schon“, sagt Eva nach kurzem Zögern, „wenn du überhaupt ... Susanne, willst du wirklich versuchen, mir zu helfen? Ja? Ach, Susanne!“

„Dumme kleine Ev, natürlich will ich dir helfen, wenn ich nur kann! Ich allein trau’ mir ja nicht viel zu; aber mit Gerd zusammen werden wir schon eine Möglichkeit finden. Und nun guck ein bissel vergnügter in die Welt, Kleines! Komm, es reicht vor dem Abendbrot gerade noch zum Ringtennis unten am Stadtgraben! Fix, hol dein Rad! Sollst mal sehen, wie einem da alle trüben Gedanken vergehen!“

*

An einem der nächsten Tage fährt Susanne gegen Abend zum Spielplatz des Gymnasiums hinaus; Gerd hat sie darum gebeten. Er will versuchen, mit Jürgen zu reden. Gerd kennt Jürgen gut, sagt er. Erst war er gar nicht erbaut, als Susanne um die Vermittlung dieser Bekanntschaft bat; aber als er hörte, um was es sich handelt, versprach er gern, zu helfen, falls er könne. Susanne hat ein helles Sommerkleid über den Sportdress gezogen; es ist heiss heute. Als sie aus der staubigen Stadt heraus ist, atmet sie auf. Schön fährt es sich auf den feuchten, glattgestampften Erdwegen im Stadtgehölz. Man vermisst die Erde so sehr in der Stadt, überall sind nur Steine. Susanne muss rasch einmal abspringen und ein paar Schritte in das Farnkraut am Weg laufen; vielleicht stimmt es, dass die Erde Kraft gibt.

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60 S. 1 Illustration
ISBN:
9788711510087
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