Buch lesen: "Mineralogia Polyglotta"
Christian Keferstein
Mineralogia Polyglotta

Veröffentlicht im Good Press Verlag, 2020
EAN 4064066118679
Inhaltsverzeichnis
Erstes Kapitel. Allgemeine Namen.
Zweites Kapitel. Gemmen und Verwandtes.
§. 1. Diamant.
§. 2. Perlen .
§. 3. Rothe Gemmen und verwandte Steine.
§. 4. Grüne Gemmen und verwandte Gesteine .
§. 5. Gelbe Gemmen und verwandte Gesteine .
§. 6. Blaue Gemmen und verwandte Gesteine .
§. 7. Weisse Gemmen und verwandte Steine .
§. 8. Die 12 Gemmen im Schmucke der Hohenpriester bey den Hebräern.
Drittes Kapitel. Steine, Erden und Verwandtes.
§. 1. Quarz-Gruppe .
§. 2. Feldspath-Gruppe.
§. 3. Glimmer, Talk und Thon-Gruppe.
§. 4. Kalk-Gruppe.
§. 5. Flussspath-Gruppe.
§. 6. Phosphorsaurer Kalk .
§. 7. Gyps oder schwefelsaurer Kalk .
§. 8. Baryt-Gruppe.
§. 9. Strontian-Gruppe.
§. 10. Borax-Gruppe.
Viertes Kapitel. Salze und Verwandtes.
§. 1. Kochsalz .
§. 2. Salpeter .
§. 3. Glaubersalz .
§. 4. Bittersalz .
§. 5. Alaun .
§. 6. Mineralalkali, Natron, Soda .
§. 7. Kali, Potasche und Verwandtes .
§. 8. Borax, Tinkal .
§. 9. Ammonium .
§. 10. Vitriol .
Fünftes Kapitel. Brennliche Mineralien, d.i. die kohligen und überhaupt diejenigen, welche man unter diesem Namen gewöhnlich verstehet.
§. 1. Bergbalsam .
§. 2. Naphtha .
§. 3. Erdöl .
§. 4. Erdpech .
§. 5. Gagat .
§. 6. Kohle .
§. 7. Graphit .
§. 8. Schwefel .
Sechstes Kapitel. Metalle und Verwandtes.
§. 1. Metall, Erz, Erzstufe .
§. 2. Gold .
§. 3. Silber .
§. 4. Quecksilber .
§. 5. Platina nebst den verwandten damit vorkommenden Metallen, Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium.
§. 6. Tellur oder Silvan .
§. 7. Kupfer .
§. 8. Nickel.
§. 9. Eisen .
§. 10. Mangan, Braunstein .
§. 11. Chrom .
§. 12. Titan .
§. 13. Wolfram oder Scheel .
§. 14. Molybdän, Wasserblei .
§. 15. Kobalt .
§. 16. Wissmuth .
§. 17. Blei .
§. 18. Zinn .
§. 19. Zink .
§. 20. Spiesglanz oder Antimon .
§. 21. Arsenik .
Ausführlicher Inhalt.
Erstes Kapitel. Allgemeine Namen.
Inhaltsverzeichnis
A. Mineralien, Fossilien.
Begreift Alles, was dem Steinreiche angehörig aus der Erde gefördert wird.
dhatu, tschakranamen im Sanscrit;—habyuna-khuna-sa-kyi-kamasa im Tibetanischen;—kong im Chinesischen;—meaden im Persischen;—moedeni, ricas, kani, kaejsur im Arabischen;—metchaphrono im Syrischen.
kopalny im Polnischen (von copak, graben), daher kopalnia der Bergbau, kopalnopismo die Mineralogie; i krolestwo rzeczy kopalnych ist das Steinreich;—kow im Czechischen, auch kopanina (das Gegrabene, von kopan graben);—kopalnic auch rudouina im Windischen (Krain); —kopaonik im Slavonischen (von kopati graben);—rudarski im Croatischen.
mein im Gälischen (heisst auch die Grube), daher meinneolas die Mineralogie, meinearach der Mineralog; auch cloddydd (von clod der Stein, cloddio die Grube);—maen im Wälschen (ist auch der Stein);—mineralia im mittelalterlichen Latein;—mineral im Englischen, Französischen, Spanischen, Portugiesischen und Teutschen;—minerale im Italienischen;—mineraal im Holländischen und Dänischen;—mineralier im Schwedischen.
μεταλλα im Griechischen (von meiteal im Gälischen das Erz), auch ορυκτα, das Gegrabene (woher Oryktognosie);—ορυκτον, σκαφτον im Neugriechischen;—metatta im Lateinischen auch fossilia (von ffosi graben im Wälschen, ffos die Grube).
B. Erde.
Hier vorzugsweise, im Gegensatze von Stein, das Lockere, nicht Feste. Im Speciellen unterscheidet man: staubige Erde (mo im Schwedischen), trockene (mull) und fette oder thonige (lera).
ty, tu, thou im Chinesischen, ngan ist Staub;—sa im Tibetanischen;—zi im Japanischen;—na im Mandschu; nai im Malaiischen;—gasar, gadsar im Mongolischen;—tanah im Javanischen;—tui im Samojedischen;—myg im Ostiakischen;—ma, mua, muld im Finnischen (woher wohl mo, mull im Schwedischen);—erthe, ierd, irth im Alt-Finnischen;—ma, mag im Wogulischen;—föld im Magyarischen.
mira, musa in den kaukasischen Sprachen;—mitza, gim im Georgischen.
ir, yirda im Tartarischen;—jer, jerda, er, erez im Türkischen;—scher im Kirgisischen;—ser im Tschouwassischen.
kah, kahi, ertosi im Koptischen, uan ist Staub;—mydr im Aethiopischen;—maret, im Abessinischen;—midra, medhro, ge, gi, artho im Syrischen;—erez, adamah, pich, gusch im Hebräischen, aphar ist Staub;—erez, ara, artha im Chaldäischen, abka ist Staub;—erz, airdhi, rems, tarb, torab im Arabischen;—ard im Maltesischen;—ard, hagh, jergir im Armenischen;—er, ar, erri im Baskischen;—
γη, γαια im Griechischen (mag mit ge im Syrischen oder mit einem verwandten Worte im Phönizischen zusammenhängen);—γη, χωρα im Neugriechischen.
semlä im Russischen;—semla im Windischen;—zemlya in Croatien;—zema im Sorbischen;—semja im Wendischen;—ziemia im Polnischen;—zeme im Czechischen und Litthauischen;—zemglja im Bosnischen und Ragusanischen;—sema im Lettischen;—glina im Serbischen.
tir, daer im Wälischen, pridd ist Dammerde, maran ist Marsch, vom Meere abgesetzt;—ter, tir, daer im Gälischen;—daor im Bretonischen, auch ter, das veraltet ist, sich aber in Zusammensetzungen findet; terra im Lateinischen Italienischen, Portugiesischen;—terre im Französischen;—tierra im Spanischen.
airtha, eard im Gothischen;—erthe, jerd, irth im Alt-Friesischen, mull ist staubige Erde;—earth im Englischen, dust ist Staub;—eordhe im Angelsächsischen, myll ist Staub;—aert im Flammländischen;—aard im Holländischen, mul ist Staub;—herda im Alt-Fränkischen und Allamannischen;—jord, joerd im Isländischen (wie jerd im Alt-Finnischen), mold ist Staub;—jord im Schwedischen und Dänischen, mo, muld, mull ist Staub (wie im Finnischen).
pament im Walachischen, prafu ist Staub;—de, stere im Albanischen.
C. Stein.
(Zu vergleichen ist der Artikel: Kieselstein.)
chi, che, sce, schi, chap im Chinesischen (pan ein grosser Stein, kiang ein kleiner harter, lien, ly-tso ein roher, hing ein Mühlstein, king ein klingender, tchu ein rother Stein);—rdo, to, rdo-ba, kar, gora-mia im Tibetanischen;—batu, arang, wato im Malaiischen;—watu im Javanischen;—ouche, dschalo im Tartarisch-Mandschu;—tscholon im Kalmückischen;—ujarak im Grönländischen;—poinah, jola, hyma im Tungusischen; tu, tol in [im] Koreanischen;—itsi im Japanischen;—is im Permischen; pü, pai, po, pyl, phi, fualla im Samojedischen;—guwwen, guvien im Korjäkischen;—poina im Kurulischen;—kual im Kamtschadalischen.
kiwi, kü, tschiwi im Finnischen;—kiwwi im Esthnischen;—kiw, keu, kewu, py im Ostiakischen;—kow, achtys im Wogulischen;—kallia im Finnländischen;—kedke im Lappischen;—kowa, kö, keü im Magyarischen.
kwa, kua, kach im Georgischen;—kara, kera, miwweh im Tscherkessischen;—kara, gul, hizo, teb, izo in den übrigen kaukasischen Sprachen.
tasch, kar im Tartarischen und Kirgisischen;—tasch, chas, aeghiar im Türkischen, ejjer ist harter Stein, qaja Fels.
khar, kuar, gadskhar, ljear im Armenischen.
onr in der alten aegyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;—one, ene, al im Koptischen;—ibn im Abessinischen und Aethiopischen, kekuh ist Fels;—ehena, danegaja, baledete im Amharischen, mefetche ist kleiner Stein, marege Fels;—eben im Hebräischen, keph, zur ist Fels;—eben, perid, peririn im Chaldäischen, pesiphas ist kleiner Stein, tinar, zunm ist Fels;—abhno, kefa, kiph im Syrischen;—itsa, hagr, hadschar, hygiar, rockhan, daeka, düsta im Arabischen, zolaat ist glatter Stein, narval weisser Stein, lachfat ist weicher dünner Stein, radal, car Fels, dschebel Berg;—hhagar im Maltesischen;—adgragr, kitla im Berberischen und Kabylischen;—klugi im Dungulischen;—emmenick im Tigrisischen (Nordafrica).
açman, çila, kalla, prastara, patharo, kascha im Sanscrit, giri, mali ist Fels;—pathara im Bengalischen;—sung im Hindu, gara, khara ist Fels;—galle im Singhalesischen auf Ceylon;—kallou im Malabarischen;—lochou im Nepalischen.
djerera in Pehlvi;—char, khara, pad, senk im Persischen, senkin ist steinern;—senk im Bucharischen,—kani im Afghanischen.
akmen, akmins im Litthauischen (wie im Sanscrit);—akmins im Lettischen, akmins kalns ist Fels;—kamen im Russischen, Czechischen, Croatischen, Windischen, Illyrischen, Bosnischen, Slawonischen, skala ist Fels;—kaman im Dalmatischen, kars ist Fels;—kam, kammen im Ragusanischen;—kamien im Polnischen, kamioka sind Steinarten, orcel, orcla der Bruchstein, cale überhaupt das Gestein unter der Erde, fliza die Fliesse.
arri, arria, harria, arcanta im Baskischen, arroca ist Fels, auch acha, aitza, arcaitza.
chalitz (ob mit cal im Gälischen zusammenhängend?) auch gkur, zourre, sourre im Albanischen;—piatrè, petra im Walachischen, bolavan ist Fels.
maen, careg im Wälschen, caregan ist ein kleiner Stein, maenaid steinig, maen gwerthfawr ein werthvoller Stein, maen melin ein Meilenstein, llech ein platter, schiefriger Stein, craig ist Fels, carn Fels, auch Steinhaufen, daher wohl in der Schweiz kar, karre für Fels;—maen, mein (woher mine im Französischen), auch lach, lech, crag im Bretonischen, meingle ist Steinbruch, roch Fels (woher roche im Französischen);—clach, cal, gal, cled, cloch, bil, balon, baleyn, felyen im Gälischen, cloiche ist steinig, leac ein platter Stein, fly, flynt ein harter feuerschlagender Stein, cleddiwig ist Steinbruch (carreria im Schottischen), carr (daher carriere im Französischen), roc, craig, agaun (wie agaunum im Alt-Gallischen) ist Fels, tur hoher Berg (daher Tauren im Schweizerischen).
λιθος im Griechischen (wohl zusammenhängend mit leac, llech, lach im Keltischen, woher auch lapis), ferner λαας; (wie das keltische clach), selten στια, στιον (ähnlich wie im Gothischen), ψηφος ist kleiner Stein (wie das chaldäische pesiphas), πετρος ist Fels (wie petra im Walachischen);—χαλικι (wie im Albanischen), auch πετρα im Neugriechischen;—
peiro im Provençalischen;—pierre im Französischen, auch cailliou (von cal), roche ist Fels;—piedra im Spanischen, auch laxa (von lach im Keltischen), roca, serra ist Fels;—pedra im Portugiesischen, rocha ist Fels;—pietra im Italienischen, rocca ist Fels.
stain im Gothischen;—stein, steiern im Isländischen, rock ist Fels;—stan im Angelsächsischen;—sten im Schwedischen, fjallsten, field ist Fels (ob vielleicht aus dem Finnischen?);—steen im Dänischen, klintsteen ist Fels;—steen im Holländischen, rotssteen ist Fels;—stien im Alt-Friesischen;—stain im Alt-Teutschen, ullins ist harter Stein (vielleicht mit flynt zusammenhängend);—stone im Englischen, rock ist Fels (beym englischen Bergmanne heisst das feste Gestein carrack, quarr, wohl von car im Keltischen).
D. Juwel, Edelstein, Gemme.
tschendju, vou-fou, tche-kü im Chinesischen; po, pou ein rother Edelstein; chao, chao-pao, chao-yo, kieou ein schöner Edelstein; mo, lo, min, jen, yng, tsin, tse, yao ein Stein, ähnlich den Edelsteinen; fou, ein Stein schlechter als ein Edelstein; hiay ein schwarzer Edelstein; ly, lieou ein durchsichtiger Edelstein; tsching, vou, tou, lang Edelsteine den Perlen ähnlich; yeou, ngo, ky, kouen weisse Edelsteine; yang, hia fleischfarbige; nao, mano weiss mit schwarzen Adern; py blau und durchsichtig; men, fang, hiang rothe Edelsteine;—rdo-rye-badsa, rina-po-ehhe, nora-pu im Tibetanischen, auch muddi und mani (wie im Sanscrit);—kou, fiaham, koufiahan im Tartarisch-Mandschu.
mani, prastara im Sanscrit, auch upala, opala (mit Opal zusammenhängend);—gahana in Bengalen, auch dschouhara (wie im Persischen), dschouhari ist Juwelier;—manikan im Malaiischen.
kallis kiwwi im Esthnischen;—draga kö, gyongy im Magyarischen;—agn, markarid im Armenischen.
aann, anm in der ägyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;—anamei, one-emme, oni, emmei, bnooni im Koptischen;—enku, baheri im Aethiopischen;—ebem jekarah im Hebräischen; puch ist Schmuck, migdanoth, peninin kostbare Waare, Pretiosen;—juhadin, joharin, gmar, aban, taba im Chaldäischen;—dabho, margenijath im Syrischen.
giauher, gewher, jöhar, gewahir, javakit, farid im Arabischen; hadschara muthammana in der vulgären Sprache; giohari, giauhari, geuheri der Juwelier (auch im Türkischen und Persischen gebräuchlich), nadhm aldschanaber, nadham aldorara, nethraldorrt ist Schmuck, eine Reihe von Juwelen;—gavhar im Maltesischen;—kimetlii tasch, eska, gieuher, dgiauler, dschewahir im Türkischen;—gawher im Bulgarischen;—gioahr im Kurdischen;—kyimelii tus, ghiauher, gewher, dschewher im Persischen; pure ist Schmuck.
dragnzjennoi kamen im Russischen;—drahy kamen im Czechischen, Slowakischen, Illyrischen;—drogi kamien im Polnischen;—dragi kameni im Windischen, auch shlaten-kamen;—dahrgs axmins im Lettischen;—akmenelis brungus im Litthauischen.
bertaria, bertistea im Baskischen (von bert schön und ar Stein);—pietra cinstita, pietri scumpe im Walachischen, olor ist Kleinod;—gourre te pa tsmouare im Albanesischen.
gem, glain, maen gwerthfawr (werthvoller Stein), auch ceinion, ereiries (Juwel) im Wälschen, gemydd ist Juwelier, auch ceinionydd;—gem, geam, cloch-buaidh im Gälschen, auch uige (Juwel), usgar, seud, seudraid; gemmyd, seudair, seudachan ist Juwelier;—gowdy im Schottischen. γεμμα, τριγληνα im Griechischen;—ιθαρι, πετραδι, ατμητη πετρα im Neugriechischen;—gemma im Lateinischen;—jivia im mittelalterlichen Latein das Juwel (von uige im Gälischen);—gemme im Italienischen, auch gioja, gioies das Juwel, giojelliere der Juwelier;—gemme, pierre pretieuse im Französischen;—joyau ist Juwel, joaillier der Juwelier;—gems im Englischen; jewell das Juwel, jeweller der Juwelier, gimma, stan searo im Angelsächsischen;—gimsteiern, edalsteiern im Isländischen;—gimstein, aedelsteen im Schwedischen;—juwel ist Juwel;—edelsteen, juwel im Holländischen;—piedra pretiosa im Spanischen, joyel ist Juwel; joyelero der Juwelier, pedras pretiosas im Portugiesischen.
Zweites Kapitel. Gemmen und Verwandtes.
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§. 1. Diamant.
Inhaltsverzeichnis
Er ist der härteste Stein, hat das meiste Feuer (den höchsten Glanz), kommt aus Indien und Brasilien, dient vorzugsweise zum Schmuck, zu Schleifpulver, zum Schneiden des Glases u.s.w. Um das Feuer zu erhöhen, schleift man ihn gewöhnlich, und unterscheidet nach Art des Schnittes (der Form, die aus dem Schleifen hervorgegangen ist): Brillanten (wo viele Reihen regelmässiger Facetten so liegen, dass sich das Farbenspiel des Glanzes am schönsten darstellt), Rosetten, Tafelsteine u.s.w. Die Diamanten sind meist wasserhell oder grau, doch giebt es auch gefärbte, die aber der Juwelier meist mit andern Namen belegt. Man hat a) wasserhelle oder graue Diamanten, b) grüne, welche von den Juwelieren meist orientalische Smaragde genannt werden, c) rothe, d) gelbe, e) blaue, f) schwarze.
In den Edelstein-Wäschereien kommt häufig Magneteisenstein vor, der mit dem Diamanten gleiche Grösse und Kristallform hat, den schwarzen Diamanten oft sehr ähnlich ist, daher mag es kommen, dass in vielen, besonders orientalischen Sprachen (auch im Lateinischen) Diamant und Magneteisenstein mit gleichen oder ähnlichen Namen belegt werden.
kin-kang-chy, auch pa-tche-lo im Chinesischen;—
wadjira im Mongolischen;—wadjra, rdo-rye-pha-lama, auch rdo-rye-badsa (was auch Scepter, Donnerkeil, Edelstein heisst) im Tibetanischen;—intam, itam im Malaiischen;—itam im Malagarischen.
elmas, mas im Türkischen, kybrys elmasi ist der gelbe Diamant;—almas im Kurdischen;—almas, mas, elmas, hegerüs sejatjum im Arabischen; Taifaschi bemerkt in seiner Mineralogie: dass der almas stets in gleichwinkligen Gestalten vorkomme und seine Bruchstücke steis dreyeckig seyen; Arten führt er nicht an, aber bey dem smaragd-ähnlichen Steinen, erwähnt er den elmazet (was der Pluralis von elmas seyn wird) als von der Härte und Schwere des Diamanten.—ihn admas im Aethiopischen;—odomos im Syrischen, adamusojo ist diamantartig;—sabholon, sampirinon, samprin im Chaldäischen.
adamand im Armenischen, auch agn d.i. Edelstein; andamnant ist Magneteisenstein;—giement, gyemant, dijemanth im Magyarischen.
hira im Sanscrit, auch hiraka, wadjra, wadshra; ferner açira (d.i. unzerstörbar), abhedja (unspaltbar), wararaka (vorzüglicher Krystall), lohadshit (Metallbesieger), sutshimukha (Nadelmund), eine schlechte Art heisst radschapatta, radschapartta;—hira, hiraka in Bengalen;—iraa, iri, itas im Hindu; ira bey den indischen Diamantgräbern. In den Diamantgruben Indiens, besonders in Sumbhulpuru, wo ziemlich die meisten Diamanten gewonnen werden, theilt man sie ihrer Qualität nach in 4 Classen, welche mit den Hindu-Kasten gleiche Namen führen, in a) bramin, brahma, den wasserhellen, b) tschetter, chetra, den gelben, c) wassier, vysca, den nicht hellen, d) tschadrie oder sudra, den grauen; in manchen Gegenden unterscheidet man: a) montichul den ganz reinen, b) mank, den grünlichen, c) patanna, den röthlichen, d) bunsput, den dunkelgefärbten.—Der grösste Diamant ist der kohi-nur, das ist Lichtberg, im Besitze des Ranjet Singh in Lahore; er hat die Grosse und Form eines Hühnereies, ist rein, weiss und von ausserordentlichem Feuer.
mas, almas im Persischen; man unterscheidet: a) den wasserhellen, b) den pharaonischen, c) den olivenfarbigen, d) den schwarzen, e) den feuerfarbigen, f) den rothen, g) den grünen.
arturguina, diamantea im Baskischen.
almase, alsmas im Russischen;—dyament im Polnischen, paragon ist ein grosser Diamant;—dyamant im Czechischen;—djemant im Krainischen;—diamant im Slowakischen und Illyrischen;—gyemant, gemant im Croatischen;—deemants im Lettischen;—temanti kiwwi im Esthnischen.
diamantu im Walachischen;—diamant im Albanischen;—diamant im Bretonischen;—adamant, daoimean, auch leug chruaidh riomback im Gälischen;—αδαμας im Griechischen, der Name mag, vielleicht durch die keltischen Pelasgier, von den Armeniern entlehnt seyn, durch welche der Edelsteinhandel vermittelt seyn wird;—in ältester Zeit hiess αδαμας auch der härteste Stahl, αδαμαντινος stählern, αδαμαντος unbezwinglich, was vom Diamant entlehnt seyn mag;—διαμαντε im Neugriechischen;—adamas indicus der Römer; die andern Arten der Gattung adamas gehören zum Magneteisenstein; der androdamus ist Arsenikkies, der ziemlich gleiche Krystallform hat;—diamantes, auch amas im mittelalterlichen Latein.
demant im Isländischen und Holländischen (hier auch divelsten);—adamant im Alt-Hochteutschen (auch demuth);—diamant im Plattteutschen, Dänischen, Schwedischen; diamond im Englischen; aymant im Alt-Französischen; diamant im Französischen (die grossen nennt man paragones, die natürlichen Octaeder pointes natives, die brillantirten: brillants (von briller glänzen), das derartige Schleifen ist brillanter);—diamante im Spanischen (iman ist Magneteisenstein); diamante, dimao im Portugiesischen (naiffos sind die natürlichen Octaeder); diamante im Italienischen.
latschopar in der Zigeunersprache.