Buch lesen: "Die schönsten Familienwanderungen in Salzburg"

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Übersicht

Salzburg Stadt und Umgebung

1 Hellbrunn

2 Rauchenbichl (Gaisberg)

3 Aigner Park

4 Kapuzinerberg

5 Leopoldskron und Mönchsberg

6 Untersberg und Schellenberger Eishöhle

7 Untersberg (Überquerung)

8 Aschauer Weiher – Märchenpfad

9 Johanneshögl bei Piding

Flachgau

10 Weidmoos, Ibmer Moor

11 Teufelsgraben bei Seeham

12 Naturpark Buchberg

13 Tiefensteinklamm

14 Naturerlebnisweg Seekirchen und Wenger Moor

15 Dichtlalm (Wunderfichte) und Ruine Lichtentann

16 Ruine Plainburg und Wolfschwang

17 Trockene Klamm

18 Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

19 Nockstein

20 Nocksteinschlucht

21 Gruberalm und Feichtensteinalm

22 Hintersee und Eiskapelle

23 Waldzauber Hintersee

24 Loibersbacher Höhe

25 Rund um den Kugelberg

26 Rund um den Fuschlsee

27 Wartenfels

28 Pitschenberg

Salzkammergut

29 Lindenkapelle

30 Großer Schoberstein

31 Steinklüfte

32 Zwölferhorn

33 Bleckwand

34 Über den Falkenstein

35 Schafberg

36 Vormauerstein

37 Schwarzensee

Tennengau

38 Bad Dürrnberg über den Knappensteig

39 Barmsteine

40 Ruine Gutrat

41 Vollererhof und Erentrudisalm

42 Adneter Moos und Marmorbrüche

43 Krispler Höhenweg (von Krispl nach Zillreith)

44 Wieserhörndl und Spielberg

45 Ladenberg- und Zisterbergalm

46 Tauglweg bei Bad Vigaun

47 Georgenberg bei Kuchl

48 Rabenstein bei Golling

49 Bluntautal

50 Seewaldsee

51 Trattberg und Hoher First

52 Lammeröfen und Wallingalm

53 Tricklfall, Dachserfall und Winnerfall

54 Seitenalm und Rocheralm

55 Mahdalm-Losegg-Rundweg

56 Stuhlalm und Theodor-Körner-Hütte

Pongau

57 Lammertaler Urwald

58 Ostermaisspitze

59 Mahdegg und Elmaualm

60 Mahdegg und Samerhof

61 Elmaualm und Wengsee

62 Werfenwenger Almpfad

63 Sound of Music Trail in Werfen

64 Sieben-Mühlen-Weg in Pfarrwerfen

65 Hochgründeck

66 Vier Hütten auf der Widdersbergalm

67 Penkkopf (Großarltal)

68 Amoseralmen

69 Gasteiner Höhenweg (Martin-Lodinger-Weg)

70 Gadauner Hochalmen

71 Poserhöhe im Kötschachtal

72 Bachlalm unter dem Rötelstein

73 Wildsee und Südwiener Hütte

Pinzgau

74 Loferer Alm

75 Vorderkaserklamm

76 Naturpark Weißbach

77 Birnbachloch

78 Steinalm und Einsiedelei am Palfen

79 Ritzensee in Saalfelden

80 Lettenalm und Gabühel

81 Erichhütte bei Dienten

82 Kitzlochklamm

83 Krumltal

84 Rauriser Urwald

85 Auf der Platte und Pihapper

Lungau

86 Naturpark Riedingtal und Franz-Fischer-Hütte

87 Tappenkarsee

88 Landawirseen im Göriachtal

89 Murursprung

90 Karwassersee

91 Königstuhl


Top-Sieben-Familienwanderungen


Aigner Park (Tour 3, Salzburg Stadt)

Einst einer der Besuchermagneten in Salzburg, ist es um diese wildromantische, versunkene Welt am Fuße des Gaisbergs still geworden. Aber es gibt noch genug Grotten, einsame Steige und Aussichtskanzeln zu entdecken und auch die vorgestellte Runde über Mahlbach folgt außergewöhnlichen Wegen.


Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg (Tour 18, Flachgau)

Zum Auftakt gibt es gleich die beeindruckende Waschlmühle mit den beiden riesigen Wasserrädern. Eindeutiger Höhepunkt aber ist die Plötz, ein Bachabschnitt, in dem sich der Rettenbach in allen nur erdenklichen Formen präsentiert. Ein 20 Meter hoher Wasserfall gehört genauso dazu wie ein romantisches Felsenbad


Vormauerstein (Tour 36, Salzkammergut)

Der Vormauerstein hoch über St. Wolfgang lässt sich lange nicht in die Karten schauen. Ganz oben aber, genau zum richtigen Zeitpunkt, breitet sich eine wunderbare Almlandschaft aus, in der es sich ganz entspannt rasten oder herumtollen lässt. Je nachdem.


Krispler Höhenweg (Tour 43, Tennengau)

Diese sonnige Höhenrundwanderung beginnt im Bergdorf Krispl und führt bis zum beliebten Gasthaus Zillreith. Dazwischen liegen herrliche Wälder, ideale Spielwiesen und eine überraschende Entdeckung, die man hier heroben wirklich nicht erwarten würde.


Penkkopf (Tour 67, Pongau)

Großarl ist das Tal der Almen. Diese Rundwanderung auf den sanften Penkkopf führt gleich zu vier von ihnen, wobei die Karseggalm mit ihrer offenen Feuerstelle eine der ältesten Almen des Tales ist. Die tollsten Spielgeräte stehen aber bei der Breitenebenalm.


Rauriser Urwald (Tour 84, Pinzgau)

Schon die Reise in das Zentrum der Goldberggruppe in den Nationalparkort Kolm Saigurn ist faszinierend. Ganz in der Nähe befi ndet sich der Rauriser Urwald, eine urtümliche Landschaftsform aus riesigen Felsblöcken, dunklen Moorlacken und mit Flechten behangenen Baumriesen.


Naturpark Riedingtal (Tour 86, Lungau)

Im Naturpark Riedingtal wird den Besuchern eine ganze Menge geboten. Ein Tälerbus fährt bis in das Talende zur Königalm und eröffnet viele Möglichkeiten. Eine davon ist eine „Alpenüberquerung“ zum Tappenkarsee, eine andere führt zur Franz-Fischer-Hütte und zu wunderbaren Bergseen.



Vorwort

Berge bringen neue Perspektiven. Aber nicht nur, wenn man auf einem Gipfel sitzt und die Spielzeuglandschaft darunter betrachtet. Die Vogelperspektive schafft zwar interessante Ansichten, für Kinder beginnt das Puzzlespiel aus Eindrücken aber bereits viel früher. Schon der Weg auf den Gipfel ist voller Abenteuer und überraschender Wendungen, die viel Zeit und Anteilnahme erfordern. Diese gemeinsame Zeit draußen in der Natur ist eine lohnende Investition, sich mit Kindern auf den Weg machen, ist immer ein Gewinn, ist eine Reise ins Glück. Egal, ob die Wanderung nun auf die Berge, zu ebener Erde oder ganz einfach durch das tägliche Leben führt.

Draußen sein tut Kindern und Jugendlichen in ihrer Entwicklung gut. Wandern verbessert die motorischen Fähigkeiten, stärkt den Zusammenhalt und das Selbstvertrauen, weckt Neugier und Mut. Noch dazu regt die Natur die Phantasie an – gerade wenn man dem kindlichen Blick auf Details Raum lässt. Auf den folgenden Seiten werden Vorschläge für gemeinsame Erlebnisse in der schönen Salzburger Bergwelt vorgestellt. Urtümliche Baumriesen, versteckte Bergseen oder geheimnisvolle Grotten versprechen abwechslungsreiche Abenteuer in der Natur und begeisterte Kinder.

Garantie gibt es keine, aber vielleicht entsteht auf den gemeinsamen Expeditionen ja jenes gemeinschaftliche Gefühl, von dem alle profitieren: die Natur durch Wertschätzung und natürlich wir selbst, durch gemeinsame Erlebnisse, die auch im Alltag nachwirken. Kann schon sein, dass die Begeisterung für Berge und Natur bei den Kleinen zwischendurch einmal verflacht, aber die Chance, dass hier ein Kern mit Nachhaltigkeitseffekt entsteht, ist groß. Wie auch immer, genießen wir im Hier und Heute bergeweise herrlich unbeschwerte gemeinsame Zeit!

Viel Spaß beim Entdecken wünschen

Christian Heugl und Wolfgang Tonis

Nützliche Hinweise

Was die Berge betrifft, wird es den Familien in Salzburg leicht gemacht. In diesem Wanderparadies gibt es wirklich für jeden Anlass und für jede Altersstufe das passende Angebot. Die geologischen Verhältnisse schaffen einen spannenden Bogen, der von der sanft hügeligen Flyschzone im Alpenvorland über die Berge der Nördlichen Kalkalpen (u.a. Berchtesgadener Alpen, Chiemgauer Alpen, Loferer- und Leoganger Steinberge, Tennengebirge, Dachsteingebirge und Osterhorngruppe) bis zur südlich anschließenden Grauwackenzone in das Gebiet der mächtigen Hohen Tauern bzw. der östlich angrenzenden Niederen Tauern reicht. Die Einteilung der Touren in diesem Buch orientiert sich an den fünf Salzburger Gauen, zusätzlich werden aber noch die Begriffe „Salzburg-Stadt und Umgebung“, sowie „Salzkammergut“ verwendet.

So wie die Auswahl der Wanderziele von den kinderleichten Hügeln im Alpenvorland bis in die Vorhöfe der höchsten Berge Österreichs reicht, erstreckt sich auch das Altersprofil von den einigermaßen gehfesten Zweijährigen bis in das Jugendlichenalter. Wobei der Hinweis auf die richtige Altersstufe nur ein ungefährer ist, denn zu groß sind da die individuellen Unterschiede. Als Orientierung diente der Alpenvereinsrichtwert, wobei die Tour im Kindergartenalter maximal drei bis vier Stunden dauern soll, während Schulkinder bereits zu kleineren Tagestouren in der Lage sind. Aber nicht vergessen: Das wohl wichtigste Kriterium beim Wandern mit Kindern ist der Spaß.

Dementsprechend schwierig ist auch die Zeitangabe, die der großzügig bemessenen Normalgehzeit für Erwachsene entspricht. Also in der Stunde 350 bis 400 Höhenmeter und etwa drei bis vier Kilometer Streckenlänge. Sind Sie mit kleineren Kindern unterwegs, bitte den eineinhalbfachen Wert zugrunde legen. Wenn nicht anders vermerkt, beziehen sich die Angaben auf die gesamte Strecke, also Auf- und Abstieg.

Die abgebildeten Karten sind Ausschnitte der ÖK (Österreichische Karte) des BEV (Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen) im Maßstab 1:50.000. Die Blattangabe bezieht sich auf das neue, weltweit standardisierte UTM-System (Universale Transversale Mercator System), das die bisher verwendete Gauß-Krüger-Projektion ablöst. In Klammer sind die Kartenangaben nach diesem alten System aber noch vermerkt.

Einige nützliche Internet-Adressen, die Verkehrsmittel betreffen:

www.salzburg-verkehr.at, www.oebb.at, www.postbus.at, www.taelerbus.at, www.mobilito.at, www.stadtbus.at, www.nationalpark.at/Nationalparktaxis

Nützliche Apps: ÖBB-App, SalzburgMobil, Sbg Verkehr

Hütteninformationen im Internet: www.alpenverein.at, www.alpenvereinshuetten.at, www.oenj.at, www.salzburg.naturfreunde.at

Wetterinformationen im Internet: www.zamg.ac.at/wetter/prognose/salzburg/, www.wetter.orf.at/sbg

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Der Hinweis auf die Tauglichkeit für geländegängige Kinderwagen erfolgt auch, wenn nur Teile der Tour dafür geeignet sind.
Die meisten der Touren sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Genauere Details zu den Bussen oder Zügen stehen im Infoteil.
Zum größten Teil sind die beschriebenen Touren als Rundwanderung angelegt.
Weil es bei den Kindern sehr gut ankommt, trifft man bei sehr vielen Touren auf irgendeine Art der Bademöglichkeit.

Einige Tipps für einen erfolgreichen Familienwandertag

Die Kinder stehen im Mittelpunkt. Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“! Spielend einfach geht’s mit gleichaltrigen Freunden oder Geschwistern.

Monotone Strecken vermeiden. Am Bergbach entlang läuft es sich wie von alleine, auch gegen den Strom. Lange Forststraßen hingegen sind ein Motivationskiller.

Klingt nach Binsenweisheit, aber besonders bei den Vorschulkindern trifft es punktgenau zu: Der Weg ist das Ziel. Die „Sensationen“ am Wegesrand sind vielleicht wichtiger als der Gipfel. Später, im Jugendlichenalter, etwa ab 13 Jahren, kann es natürlich schon ein „vorzeigbarer“ Gipfel sein.

Das Jausenweckerl im Rucksack ist gut fürs Gemüt und für die Stimmung, der ausreichende Trinkvorrat aber ist lebenswichtig. Kinder dehydrieren schnell und machen unter Umständen zu spät auf Flüssigkeitsmangel aufmerksam.

Jungen Hunden und Kindern ist eines gemeinsam: viele, viele zusätzliche (Höhen-)Meter während eines Ausflugs. Beide (Hund und Kind) ermüden sehr schnell, sind aber auch ebenso rasch wieder am Damm. Daher Pausen einlegen, wann immer sie danach verlangen.

Der eigene Rucksack ist wichtig, soll aber die richtige Größe haben. Als Faustregel gilt, dass er bei den Drei- bis Fünfjährigen maximal ein Kilogramm, bei den Sechs- bis Achtjährigen drei Kilogramm und bei den Neun- bis Zwölfjährigen nicht mehr als fünf Kilogramm wiegen sollte.

Während im Kinderrucksack vielleicht bloß der Lieblingshase sitzt, muss im Rucksack der Großen Platz für Getränke (und Proviant), Erste-Hilfe-Packerl, Wanderkarte, leichte Stirnlampe und Schlechtwetterausrüstung (Handschuhe, Haube …) sein.

Eine gute Ausrüstung macht sich bezahlt. Manchmal reichen ja solide Sportschuhe, Bergschuhe bieten aber den besseren Halt.

Das Alpine Notsignal sollte nur dann zur Anwendung kommen, wenn es unbedingt nötig ist. Es basiert auf einem Signal beliebiger Art, das sechsmal in der Minute wiederholt wird. Dann folgt eine Pause von einer Minute, bevor wieder sechs Signale abgesetzt werden. Die Europäische Notrufnummer lautet 112, die Nummer der Österreichischen Bergrettung 140.



1 Hellbrunn


Kalte Schnauze, g’sunder Hund. Hellbrunn zum Angreifen.


Hellbrunn ist wirklich ein Fest für alle Sinne. Eine abwechslungsreiche Schnuppertour durch die verspielte Wunderwelt des Salzburger Barock.

Alter: ab drei Jahren

Voraussetzung: ausreichende Gehlust

Ausrüstung: Turnschuhe

Mountainbuggy: ja

Anfahrt, Ausgangspunkt: über die A 10, Ausfahrt Salzburg Süd Richtung Anif, in die Morzgerstraße nach Hellbrunn

Öffentliche Verkehrsmittel: Bus 25, Bushaltestelle Fürstenweg, Schloss Hellbrunn

Beste Zeit: ganzes Jahr

Wegcharakter: breite Gehwege

Gehzeit: 1:30 Std.

Weglänge: 4,7 km, geringer Höhenunterschied

Einkehrmöglichkeiten: Hellbrunn, Gastronomie in Morzg

Attraktionen: Schlosspark, Spielplatz, Wasserspiele, Steintheater, Tierpark

Informationen: www.stadt-salzburg.at, www.hellbrunn.at

Karte: ÖK 1:50.000 Blatt 3210 (63)

Hellbrunn! Schon der Name ist Programm, hier strömt Wasser in allen erdenklichen Formen. Dazu gehören natürlich auch die einzigartigen Wasserspiele: nicht nur Ausdruck barocker Lebenslust, sondern auch ein technisches Meisterwerk aus dem 17. Jahrhundert. In Richtung großer Parkwiese wurde dann vor einiger Zeit ein kleiner Parcours mit neuen Wasserspielstationen inklusive Kneippbecken errichtet. Natürlich übt auch der phantastische Spielplatz bei den großen Weiden eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Herrlich ebenso die Wiese: hier wird gepicknickt, gespielt und Platz genug für luftige Drachentänze ist auch noch da. Südländisches Lebensgefühl auf englischem Rasen! Wirklich einzigartig dann wieder das Steintheater, in dem schon vor beinahe 400 Jahren barocke Opern aufgeführt wurden und in dem nun das Kinderlachen die lebendige Hauptrolle spielt.


Blick in fremde Gärten: Schloss Emslieb an der Hellbrunner Allee.

Der Weg: Von den Parkplätzen geht es über den Fürstenweg an der Schlossmauer entlang ein paar Meter aufwärts zum Zebrastreifen über die Morzgerstraße (Bushaltestelle). Über den Zebrastreifen, dann rechts in die Zufahrt und gleich wieder rechts durch die Obstbaumallee auf den Montforterhof zu. Am prachtvollen Herrensitz über das Feldwegerl rechts vorbei auf den an der Rückseite verlaufenden Weg, nun nach links am sonnigen Morzgerhügel entlang, dann rechts durch den Wald, den Dossenweg queren und vor dem Fußballfeld rechts in die Siedlung Morzg. An der Kirche vorbei die Morzgerstraße queren und kurz dem Bliemhofweg folgen. Links erhebt sich Schloss Emsburg, 1619 im Auftrag von Markus Sittikus angeblich für die von ihm verehrte Frau von Mabon erbaut. Edle Pferde traben auf der Wiese Richtung Hellbrunner Allee und es scheint, als ob sie sich der Exklusivität dieses Ortes recht bewusst wären. Dann geht es nach rechts in die Hellbrunner Allee, in der es sogar noch einige Baumriesen aus der Entstehungszeit (1613–1615) gibt. Auch Schloss Emslieb auf der linken Seite wurde in dieser Zeit errichtet. In Auftrag gab es ein Neffe Markus Sittikus’, der sich allerdings auf Grund seiner Maßlosigkeit nicht sehr lange in diesem Prachtbau aufhielt. Eine interessante Verbindung zur Moderne schafft der jetzige Benutzer, der bekannte Salzburger Galerist Thaddäus Ropac. Faszinierende Skulpturen verzaubern den Park und das Schloss. Am Ende der Allee öffnet sich aber erst die Wunderwelt von Hellbrunn, wo die barocke Schatzsuche so richtig beginnen kann. Schön ist es hier zu jeder Jahreszeit und los ist in diesem einzigartigen Park auch immer was. Genauso wie im Tiergarten Hellbrunn, der immer einen Besuch wert ist.


Im Zoo um die Ecke wartet das echte Nashorn.


2 Rauchenbichl (Gaisberg)


Der Abstieg über den alten Fagerweg.


Zum Glück für die Stadt-Salzburger gibt es beinahe direkt vor der Haustüre den Gaisberg. Die herrliche Rundwanderung über den Rauchenbichl kann sogar ab der O-Bushaltestelle Glasenbach beginnen.

Alter: ab vier Jahren

Voraussetzung: ausreichende Basiskondition

Ausrüstung: Wanderausrüstung

Mountainbuggy: nein

Anfahrt, Ausgangspunkt: von der A 10, Abfahrt Salzburg Süd, über die Alpenstraße und die Hellbrunner Brücke nach Glasenbach. Im Kreisverkehr (Ausgangspunkt O-Bushaltestelle) rechts und gleich wieder links in die Auffahrt „Oberwinkl, Vorderfager“. Nach 2,2 km Parkplatz Vorderfager (links).

Öffentliche Verkehrsmittel: städt. O-Buslinie 7 (Haltestelle Glasenbach)

Beste Zeit: Frühling bis Herbst

Wegcharakter: Wald- und Wiesenwege

Gehzeit: ab Glasenbach 3:30 Std., ab Vorderfager 2 Std.

Höhenunterschied, Weglänge: ab Glasenbach (O-Bushaltestelle) 500 Hm., 7 km, ab Vorderfager 300 Hm., 4,4 km

Einkehrmöglichkeiten: Rauchenbichlhütte (geöffnet Freitag, Samstag und Sonntag), Gasthof Mitteregg

Attraktionen: Wandern in der Stadt, Rauchenbichlhütte

Karte: ÖK 1:50.000 Blatt 3210 (64)

Den Salzburger Hausberg, den ehrwürdigen Gaisberg, braucht man wohl nicht mehr extra vorzustellen. Und trotzdem hat auch dieses beliebte Wanderziel der Stadt-Salzburger seine weniger bekannten Seiten. Dazu gehört vielleicht auch der südliche Vormugl Rauchenbichl und noch vielmehr die Rauchenbichlhütte. Diese auf den ersten Blick recht einfache Hütte der Salzburger Naturfreunde liegt ziemlich versteckt zwischen dem Gasthof Mitteregg und der Zistelalm. Die vorzügliche Hüttenküche ist, obwohl nur an den Wochenenden geöffnet, allerdings alles andere als einfach. Zu diesem Feinschmeckerziel führen zwei unterschiedliche Genussvarianten: die längere beginnt direkt bei der O-Bushaltestelle in Glasenbach, die andere, halb so lange Runde startet einen Stock höher auf dem Wanderparkplatz Vorderfager.


Wie ein verstecktes Hexenhäuschen: der Feinschmeckertreffpunkt Rauchenbichlhütte.


Ein Schauerlebnis hoch über der Stadt Salzburg.

Der Weg: Von der Bushaltestelle Glasenbach Kreisverkehr geht es quer über die Straße zur Abzweigung der Auffahrt „Vorderfager, Oberwinkl“. Der angeschriebene Weg 10 (oder Weitwanderweg 810) Richtung Rauchenbichl quert in der Folge noch zweimal die Bergstraße. Der schöne Buchenwald ist wohl zu jeder Jahreszeit attraktiv, egal ob im frühlingshaft frischen Grün oder leuchtend gelb im Herbst. Nach einer halben Stunde bei den ersten Häusern wird das Gelände offener, hier stoßen nun die Wanderer mit dem Ausgangspunkt „Parkplatz Vorderfager“ dazu. Am linken, äußeren Waldrand entlang geht es sehr aussichtsreich mit dem Weg 10 zügig bergan. Nach einer schönen Lichtung führt der Steig noch einmal über eine kurze Steilstufe in den Wald, links zweigt hier der kurze Abstecher auf den nicht wirklich lohnenden Rauchenbichlgipfel (985 m) ab. An jener Stelle, wo der nun flache Waldweg wieder auf eine Lichtung hinausführt, zweigt ein unmarkierter Wiesenpfad nach rechts zur nahen Rauchenbichlhütte (950 m) ab. Der Rückweg folgt der Hauszufahrt, dann wenige Meter nach rechts entlang der Straße zum Gasthof Mitteregg und hier mit der Route 10a „Elsbethen über Oberberg“ abermals nach rechts (S). Großteils über eine breite Wegtrasse geht es an einem ehemaligen Bergbauernhof vorbei zurück auf den Parkplatz Vorderfager. Der weitere Abstieg zur O-Bushaltestelle orientiert sich nun 300 Meter an der Gemeindestraße Richtung Elsbethen, zweigt dann aber in Höhe des schönen Fagerhofes (Straßenkilometer 1,8) nach links ab und folgt rechter Hand der alten Fagerwegtrasse. Dieser Abschnitt ist in schneereichen Wintern eine beliebte Rodelbahn, die in der ersten Kurve der Gemeindestraße endet. Entlang dieser 300 Meter zum Kreisverkehr in Glasenbach (O-Bushaltestelle).


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Altersbeschränkung:
0+
Veröffentlichungsdatum auf Litres:
09 November 2024
Umfang:
473 S. 406 Illustrationen
ISBN:
9783710767937
Rechteinhaber:
Bookwire
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