Buch lesen: "Vivians Verlangen: Erotische Novelle"

Schriftart:

Camille Bech

Vivians Verlangen: Erotische Novelle

Übersetzt Rebecca Jakobi

Lust

Vivians Verlangen: Erotische Novelle ÜbersetztRebecca Jakobi Original LIDENSKAB - VivianCoverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 2017, 2020 Camille Bech und LUST All rights reserved ISBN: 9788726299687

1. Ebook-Auflage, 2020

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Vivians Verlangen

Er sah sie nicht, als sie die Straße überquerte. Sie verschwand im toten Winkel, und er fuhr geradewegs in sie hinein. Zum Glück war er nicht besonders schnell unterwegs. Als er aus dem Wagen stieg, um ihr zu helfen, war sie schon wieder auf den Beinen.

„Das tut mir leid, ist Ihnen was passiert?“

Er sah die Frau an, die bis auf etwas Verärgerung keinen Schaden erlitten zu haben schien.

„Ich glaube nicht, auf jeden Fall nichts ernstes.“

Sie stöhnte auf, als sie zur Seite humpelte. Er legte einen Arm um ihre Schulter.

„Haben Sie Schmerzen?“

„Vielleicht ein bisschen … aber es ist alles okay.“

Sie schaute ihn an, ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. „Soll ich Sie nach Hause fahren?“ Tatsächlich tat ihr der Knöchel weh, und sie war nicht sicher, ob sie den Heimweg allein schaffen würde. Der junge Mann wirkte freundlich, was sollte da schon passieren.

„Ja, danke ..., wenn Sie Zeit haben. Ich wohne nicht weit weg, also … danke.“ Er öffnete die Autotür und sagte, das sei das Mindeste, was er tun könne, wenn er sie schon angefahren habe.

„Ich habe Sie einfach nicht gesehen. Den Führerschein habe ich noch nicht so lange, und … ja, ich komme vom Land, den vielen Verkehr bin ich noch nicht gewohnt.“

„Vom Land, was verschlägt Sie denn hierher?“

„Das Studium … Jura, aber ich fahre selten Auto. Habe es nur von meinem Vater geliehen.“

Sie musste lächeln. Er war charmant, wie er sich ständig entschuldigte und gleichzeitig mit einer Strähne seines schwarzen Haares kämpfte, die ihm immer wieder in die Stirn fiel. Er war ungewohnt hübsch, durchtrainiert und gepflegt, hatte einen dunklen Teint und braune Augen.

„Es ist gleich hier, das nächste Haus auf der rechten Seite.“ Sie deutete auf das Mehrfamilienhaus, in dem sie wohnte, woraufhin er rechts ranfuhr. Er sprang aus dem Wagen und hielt ihr die Tür auf, ehe sie reagieren konnte.

„Ich helfe Ihnen, geben Sie mir die Tüten.“

Sie reichte ihm die Einkäufe und ihre Tasche. Auf dem Weg zum Eingang legte er vorsichtig einen Arm um sie. Sie wohnte im fünften Stock, es gab zum Glück einen Aufzug, aber er bot ihr trotzdem an, die Einkäufe nach oben zu bringen. Sie mochte ihn. Er war wesentlich jünger als sie, die gerade vierzig geworden war, vielleicht halb so alt, doch er wirkte reif und wohlerzogen.

„Vielen Dank“, sagte sie schließlich, als sie in ihrem kleinen Flur standen.

„Möchten Sie etwas trinken, einen Kaffee oder …“

„Kaffee klingt gut“, antwortete er und schaute sie an.

Sie war schön, das lange, rote Haar fiel ihr wallend über die Schultern, die enge Jeans betonte ihren Hintern. Sie lächelte über das ganze Gesicht. Ihre Augen funkelten verlockend, jedoch nicht bewusst, eher, als wäre das immer so. Sobald sie die Jacke ausgezogen hatte, fielen ihm ihre wohlgeformten Brüste auf. Der Strickpullover stand ihr gut, und er musste sich zusammenreißen, sie nicht anzustarren.

„Oh, Entschuldigung … Ich heiße übrigens Alexander, Alexander Hassan.“

Er setzte sich auf einen Küchenstuhl, sie setzte Wasser auf und stellte die Einkäufe ab. Während sie den Kaffee tranken, erzählte er von seinem Studium. Es war schön, sie genoss die Gesellschaft. Er war ein netter, junger Mann, wortgewandt und talentiert. Sie plauderten über alles Mögliche, er fragte, was sie beruflich machte und zeigte aufrichtiges Interesse.

„Also gut, Vivian … ich will dich nicht länger aufhalten. Gute Besserung, hier hast du meine Nummer, falls es Komplikationen geben sollte … ja, ruf mich einfach an.“

Die kostenlose Leseprobe ist beendet.