Buch lesen: "Die heißen Geheimnisse des Postfräuleins: Erotische Novelle"

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Britta Bocker

Die heißen Geheimnisse des Postfräuleins: Erotische Novelle

LUST

Die heißen Geheimnisse des Postfräuleins: Erotische Novelle ÜbersetzerGertrud Schwarz Original Postfrökens heta hemligheterCopyright © 2019, 2019 Britta Bocker und LUST All rights reserved ISBN: 9788726312799

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.Die heißen Geheimnisse des Postfräuleins

Es passierte zwar nicht so viel in der gemütlichen, kleinen Gemeinde, aber wenn doch etwas passierte, verbreitete sich das Gerücht wie ein Lauffeuer unter den Bewohnern. Es gab mehrere Tratschkanäle. Der wichtigste war wohl der Nähtreff der Kirche, der großen Einfluss auf die Dinge hatte, die geschahen – nicht nur, was Kirchendinge anging, sondern auch auf alles Große und Kleine, das im Dorf passierte. Auch im Jagdklub wurde viel geredet. Ein weiteres Zentrum für die Bewohner betreffende Informationen war die Poststelle. Dort arbeitete Fräulein Birgitta Moström. Auch wenn Fräulein Moström jedes Jahr mehr über jeden Bewohner der Gemeinde wusste, verließen diese Informationen nie das Postbüro. Fräulein Moström verriet keine Geheimnisse. Was sie erfuhr, behielt sie für sich.

Fräulein Moström war das, was viele als unansehnlich bezeichnen würden. Sie trug stets einen strengen Rock, der etwas unter dem Knie endete. Dazu trug sie eine diskrete Bluse in passender Farbe. Ebenso üblich waren bei ihrer Kleidung die einfache Strickjacke und die gesunden Schuhe mit niedrigen Absätzen, die sie mit größter Sorgfalt behandelte. Sie waren immer gleich gut geputzt. Ihr Haar war zu einem ordentlichen Knoten gebunden und auf der Nase saß eine schiefe Brille.

Fräulein Moström hatte nie den Richtigen getroffen. Sie war unverheiratet und Jungfrau. Vielleicht war es ihre strenge Art, die die wenigen Männer vergraulte, die doch ihren schönen Mund und ihre sanften blauen Augen bemerkt hatten.

Aber manchmal, wenn ihr die Zeit zwischen zwei Kunden im Postbüro lang wurde, fing Birgitta an zu träumen. Von dem großen Tollpatsch Karl, der ihr den Hof gemacht hatte, als sie jung war. Es war ihm egal, dass sie in Ruhe ihre Bücher lesen wollte. Er sprach mit ihrer Mutter und beide überredeten Birgitta, Karl zu einem Tanzfest zu begleiten. Aber Karl hatte schon den ein oder anderen Schluck getrunken und wurde schon beim ersten Tanz aufdringlich. Je liebevoller er wurde, desto steifer wurde Birgitta. Als er sie mit sich hinter die Scheune zog und sie küssen wollte, reichte es ihr. Sie riss sich los und rannte auf direktem Weg nach Hause. Danach war Birgitta Jungen gegenüber noch abweisender. Niemand wagte sich ihr nüchtern zu nähern. Doch ab und zu fragte sie sich, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn Karl sie hätte umarmen dürfen. Vielleicht hätte sie dann jetzt Mann und Kinder. Einen Mann, für den sie kochen konnte, und Kinder, denen sie bei den Hausaufgaben helfen und für die sie süße Kleider nähen würde. Naja, ihr Leben war ja nicht schlecht. Es gefiel ihr, dass sie etwas Geld verdiente, und wenn das nicht reichte, konnte sie sich an dem Erbe ihrer Eltern bedienen. Von dem Erbe hatte sie sich ihren kleinen Morris Minor gekauft. Sie liebte die Freiheit, die ihr ein eigenes Auto brachte. Aber wenn sie doch einmal in eine große Stadt fuhr, nahm sie den Zug.

Als Birgitta mit der Schule fertig war, half sie ihrem Vater, dem Jäger Moström, bei seiner Büroarbeit. Als die Stelle bei der Post frei wurde, bewarb sie sich erfolgreich darauf und wurde zum Postfräulein vom Dorf. Die Arbeit war perfekt für sie. Sie arbeitete gründlich und zuverlässig. Niemand würde auf die Idee kommen, dass sie die Informationen über die Bewohner, die die Post manchmal preisgab, auf irgendeine Weise missbrauchen würde.

Die Jahre vergingen und Birgitta arbeitete weiter treu in ihrem Postbüro. Die kleinen Unterschiede der Post, die durch ihre Hände gingen, ließen ihr die Arbeit nie langweilig werden. Natürlich konnte sie es manchmal vermissen, keine Familie zu haben, keinen zuverlässigen Mann, an dessen Schulter sie sich lehnen konnte, und keine Kinder, über die sie ihre Liebe ausschütten konnte. Aber eigentlich war sie froh, keine der Probleme und Reibereien zu haben, mit denen die meisten Familien zu kämpfen hatten. Ihr Leben verlief wohlgeordnet und hielt keine Überraschungen bereit. Das war ihre Sicherheit.

Irgendwann musste Birgitta auch den Telefondienst fürs Dorf übernehmen. Dadurch war sie sehr an die Schaltzentrale gebunden, da sie täglich die Telefongespräche zwischen neun Uhr morgens und neun Uhr abends verbinden musste, aber sie wurde so auch zu derjenigen im Dorf, die am meisten über alle anderen wusste. Sie erlaubte sich oft, bei Gesprächen zuzuhören. Es verlieh ihr ein herrlich kribbelndes Machtgefühl, wenn sie Bewohner traf, die keine Ahnung hatten, was sie alles über sie wusste. Es konnten Vergehen sein wie Wilderei und Diebstahl. Manchmal waren es ungehörige sexuelle Beziehungen – und das interessierte Birgitta am allermeisten.

Die kostenlose Leseprobe ist beendet.