Buch lesen: "KOMPASS - Zürcher Kompetenztraining für Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen"

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Bettina Jenny

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2, erweiterte und überarbeitete Auflage 2021

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-037134-7

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Autorenverzeichnis

Dr. phil. Bettina Jenny, Leitende Psychologin und Psychotherapeutin an der Fachstelle Autismus der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, Neumünsterallee 3, 8032 Zürich.

Lic. phil. Philippe Goetschel, Psychologe und Psychotherapeut, Schulpsychologischer Dienst Kanton Baselland, Baslerstrasse 255, 4123 Allschwil.

M. Sc. Maya Schneebeli, Doktorandin der Translational Neuromodeling Unit der Universität Zürich und ETH Zürich, Wilfriedstr.6, 8032 Zürich.

Lic. phil. Martina Rossinelli-Isenschmid, Ente Ospedaliero Cantonale, Ospedale Regionale di Bellinzona e Valli, Viale Officina 3, 6500 Bellinzona.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Hans-Christoph Steinhausen, emeritierter ordentlicher Professor an den Universitäten Zürich (CH) und Aalborg (DK), Titular-Professor am Institut für Psychologie, Universität Basel (CH), Adjunct Professor an der Süd-Dänischen Universität Odense (DK) und Honorary Senior Research Advisor am Centre for Child and Adolescent Mental Health, Capital Region Psychiatry, Kopenhagen (DK).

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Neumünsterallee 9

CH-8032 Zürich

Universität Basel

Institut für Psychologie

Klinische Psychologie und Epidemiologie

Missionsstrasse 62a

CH-4055 Basel

Süddänische Universität

Kinder, und Jugendpsychiatrie, Forschungseinheit

J.B. Vinsløws Vej 285

DK-5000 Odense C

Psychiatrie der Hauptstadtregion

Kinder- und Jugendpsychiatrisches Zentrum, Forschungseinheit

Kildegårdsvej 28

DK-2900 Hellerup

Inhalt

1  Autorenverzeichnis

2  Vorwort

3  1 Theoretische Einführung

4  1.1 Klassifikation und Diagnostik der Autismus-Spektrum-Störungen

5  1.1.1 Frühkindlicher Autismus (gem. ICD-10 F84.0)

6  1.1.2 Asperger-Syndrom (gem. ICD-10 F84.5)

7  1.1.3 Atypischer Autismus (gem. ICD-10 F84.1)

8  1.1.4 Nicht näher bezeichnete tiefgreifende Entwicklungsstörung (gem. ICD-10 F84.9)

9  1.1.5 High-Functioning-Autismus

10  1.1.6 Autismus-Spektrum-Störungen

11  1.2 Das klinische Bild des Asperger-Syndroms

12  1.3 Komorbidität

13  1.4 Epidemiologie und Verlauf der Autismus-Spektrum-Störungen

14  1.5 Ätiologie der Autismus-Spektrum-Störungen

15  1.5.1 Neuropsychologische und kognitive Aspekte der Autismus-Spektrum-Störungen

16  1.6 Interventionen

17  1.6.1 Inhalte und Ziele eines sozialen Kompetenztrainings

18  1.6.2 Zentrale Bausteine eines Sozialtrainings für Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung auf höherem Funktionsniveau

19  1.6.3 Übersicht über evaluierte Trainingsprogramme

20  1.6.4 Ausführliche Darstellung ausgewählter evaluierter Trainingsprogramme

21  1.6.5 Übersicht über nicht evaluierte Trainingsprogramme

22  1.7 Entwicklung des Zürcher KOMPASS-Trainings

23  1.7.1 Psychotherapeutischer Hintergrund

24  2 Konzeption des KOMPASS-Sozialtrainings in der Gruppe

25  2.1 Konzept

26  2.2 Aufbau

27  2.3 Indikation und Kontraindikation

28  2.3.1 Indikationsgespräch

29  2.3.2 Grenzen

30  2.4 Ziele

31  2.5 Rahmenbedingungen

32  2.5.1 Gruppenzusammensetzung

33  2.5.2 Räumlichkeiten

34  2.6 Elternarbeit

35  2.6.1 Informationsabende

36  2.7 Ablauf der KOMPASS-Gruppensitzungen

37  2.8 Arbeitsmaterialien des KOMPASS-Gruppentrainings

38  2.8.1 Ordner

39  2.8.2 Informationsblätter

40  2.8.3 Arbeits- und Protokollblätter

41  2.8.4 Übungen und Spiele

42  2.8.5 Trainingsaufgaben

43  2.8.6 Merkblätter

44  2.9 Trainingsdurchführung

45  2.9.1 Setting

46  2.9.2 Therapeuten

47  2.9.3 Dropouts und Fehlzeiten

48  2.9.4 Gebrauch des Praxishandbuchs

49  2.9.5 Unterschiede bei der Trainingsdurchführung in der Schweiz und in Deutschland

50  3 Einführungsmodul: Kennenlernen

51  3.1 Administratives

52  3.2 Arbeits- und Protokollblätter

53  3.3 Übungen und Spiele

54  3.4 1. KOMPASS-Sitzung

55  3.5 Verzeichnis der Übungen in Kapitel 3

56  4 Modul 1: Emotionen

57  4.1 Einführung in das Modul »Emotionen«

58  4.1.1 Materialien

59  4.1.2 Überblick über die Gefühle

60  4.2 Benennen von Gefühlen

61  4.2.1 Informationsblätter

62  4.2.2 Arbeits- und Protokollblätter

63  4.2.3 Übungen und Spiele

64  4.3 Erkennen von mimisch-gestischen Darstellungen von Gefühlen

65  4.3.1 Informationsblätter

66  4.3.2 Arbeits- und Protokollblätter

67  4.3.3 Übungen und Spiele

68  4.4 Mimisch-gestisches Darstellen von Gefühlen

69  4.4.1 Informationsblätter

70  4.4.2 Arbeits- und Protokollblätter

71  4.4.3 Übungen und Spiele

72  4.5 Gefühle und Stimme

73  4.5.1 Informationsblätter

74  4.5.2 Arbeits- und Protokollblätter

75  4.5.3 Übungen und Spiele

76  4.6 Verbinden von Gefühlen und Situationen: Konventionelle und persönliche Verbindungen

77  4.6.1 Informationsblätter

78  4.6.2 Arbeits- und Protokollblätter

79  4.6.3 Übungen und Spiele

80  4.7 Typisches Reagieren auf Gefühle

81  4.7.1 Informationsblätter

82  4.7.2 Arbeits- und Protokollblätter

83  4.7.3 Übungen und Spiele

84  4.8 Verzeichnis der Übungen in Kapitel 4

85  5 Modul 2: Small Talk und Telefongespräch

86  5.1 Einführung in das Modul »Small Talk und Telefongespräch«

87  5.2 Hintergrund des Small Talks

88  5.2.1 Informationsblätter

89  5.2.2 Arbeits- und Protokollblätter

90  5.2.3 Übungen und Spiele

91  5.3 Die Nähe-Distanz-Skala

92  5.3.1 Informationsblätter

93  5.3.2 Arbeits- und Protokollblätter

94  5.3.3 Übungen und Spiele

95  5.4 Ablauf von Small Talk: Übersicht

96  5.4.1 Informationsblätter

97  5.4.2 Arbeits- und Protokollblätter

98  5.4.3 Übungen und Spiele

99  5.5 Ablauf von Small Talk: Begrüßung

100  5.5.1 Informationsblätter

101  5.5.2 Arbeits- und Protokollblätter

102  5.5.3 Übungen und Spiele

103  5.6 Ablauf von Small Talk: Einleitungssatz

104  5.6.1 Informationsblätter

105  5.6.2 Arbeits- und Protokollblätter

106  5.6.3 Übungen und Spiele

107  5.7 Ablauf von Small Talk: Antwortsatz, Kommentar und Fortsetzungsfrage

108  5.7.1 Informationsblätter

109  5.7.2 Arbeits- und Protokollblätter

110  5.7.3 Übungen und Spiele

111  5.8 Ablauf von Small Talk: Brückenkommentare

112  5.8.1 Informationsblätter

113  5.8.2 Arbeits- und Protokollblätter

114  5.8.3 Übungen und Spiele

115  5.9 Ablauf von Small Talk: Persönliches Erzählen

116  5.9.1 Informationsblätter

117  5.9.2 Arbeits- und Protokollblätter

118  5.9.3 Übungen und Spiele

119  5.10 Ablauf von Small Talk: Abschlusssatz und Verabschieden

120  5.10.1 Informationsblätter

121  5.10.2 Arbeits- und Protokollblätter

122  5.10.3 Übungen und Spiele

123  5.11 Zusammenfügen der einzelnen Bausteine I: Strukturierte Small Talk-Übungen

124  5.11.1 Informationsblätter

125  5.11.2 Arbeits- und Protokollblätter

126  5.11.3 Übungen und Spiele

127  5.12 Zusammenfügen der einzelnen Bausteine II: Small Talk-Trainingsparcours

128  5.12.1 Informationsblätter

129  5.12.2 Arbeits- und Protokollblätter

130  5.12.3 Übungen und Spiele

131  5.13 Zusammenfügen der einzelnen Bausteine III: Small Talk mit Außenstehenden

132  5.13.1 Informationsblätter

133  5.13.2 Arbeits- und Protokollblätter

134  5.13.3 Übungen und Spiele

135  5.14 Zusammenfügen der einzelnen Bausteine IV: Small Talk mit KOMPASS-Gruppenmitgliedern

136  5.14.1 Informationsblätter

137  5.14.2 Arbeits- und Protokollblätter

138  5.14.3 Übungen und Spiele

139  5.15 Telefongespräch

140  5.15.1 Informationsblätter

141  5.15.2 Arbeits- und Protokollblätter

142  5.15.3 Übungen und Spiele

143  5.16 Verzeichnis der Übungen in Kapitel 5

144  6 Modul 3: Nonverbale Kommunikation

145  6.1 Einführung in das Modul »Nonverbale Kommunikation«

146  6.2 Erster Eindruck und höfliches Verhalten

147  6.2.1 Informationsblätter

148  6.2.2 Arbeits- und Protokollblätter

149  6.2.3 Übungen und Spiele

150  6.3 Nonverbale Kommunikation: Einführung

151  6.3.1 Informationsblätter

152  6.3.2 Arbeits- und Protokollblätter

153  6.3.3 Übungen und Spiele

154  6.4 Körperhaltungen und Nähe-Distanz

155  6.4.1 Informationsblätter

156  6.4.2 Arbeits- und Protokollblätter

157  6.4.3 Übungen und Spiele

158  6.5 Nonverbale Kommunikation: Gestik

159  6.5.1 Informationsblätter

160  6.5.2 Arbeits- und Protokollblätter

161  6.5.3 Übungen und Spiele

162  6.6 Nonverbale Kommunikation: Blickkontakt

163  6.6.1 Informationsblätter

164  6.6.2 Arbeits- und Protokollblätter

165  6.6.3 Übungen und Spiele

166  6.7 Nonverbale Kommunikation: Mimik

167  6.7.1 Informationsblätter

168  6.7.2 Arbeits- und Protokollblätter

169  6.7.3 Übungen und Spiele

170  6.8 Nonverbale Kommunikation: Stimme

171  6.8.1 Informationsblätter

172  6.8.2 Arbeits- und Protokollblätter

173  6.8.3 Übungen und Spiele

174  6.9 Nonverbale Kommunikation: Zusammenfügen aller Elemente

175  6.9.1 Informationsblätter

176  6.9.2 Arbeits- und Protokollblätter

177  6.9.3 Übungen und Spiele

178  6.10 Verzeichnis der Übungen in Kapitel 6

179  7 Evaluation

180  7.1 Fragestellungen der KOMPASS-Evaluation

181  7.2 Datenerhebung

182  7.3 Vorgehensweise

183  7.3.1 Therapeutinnen und Therapeuten

184  7.3.2 Eingangsdiagnostik

185  7.3.3 KOMPASS-Basistraining

186  7.3.4 KOMPASS-F für Fortgeschrittene

187  7.3.5 Externe KOMPASS-Basisgruppen

188  7.3.6 Missing Data

189  7.3.7 Wartegruppe

190  7.3.8 Dropout

191  7.3.9 Gruppentherapiedauer

192  7.4 Bemerkungen zur Stichprobe

193  7.4.1 Komorbiditäten

194  7.4.2 Medikation

195  7.4.3 Psychotherapie

196  7.4.4 Schule und Ausbildung

197  7.4.5 Sozioökonomischer Status

198  7.4.6 Nationalität

199  7.5 Statistische Modelle

200  7.6 Vergleich der KOMPASS-Basisgruppe mit der Warte-Kontrollgruppe

201  7.7 Vergleich der KOMPASS-F-Gruppe mit der Katamnesegruppe des Basistrainings (Kontrollgruppe)

202  7.8 Angaben von Aussenstehenden: Lehrpersonen und Ausbilder

203  7.9 Angaben der Teilnehmer (KOMPASS-F)

204  7.10 Angaben der Therapeuten

205  7.11 Katamnese der KOMPASS-Basisgruppe

206  7.12 Katamnese der KOMPASS-F-Gruppe

207  7.13 Verlauf der KOMPASS-Basis- und Fortgeschrittenengruppe mit Unterskalen

208  7.14 Testpsychologische Verlaufsergebnisse

209  7.15 Vergleich der internen KOMPASS-Basisgruppen mit den externen Gruppen

210  7.16 Moderierende Faktoren

211  7.17 Behandlungszufriedenheit

212  7.18 Zusammenfassung der Ergebnisse

213  7.19 Diskussion

214  7.19.1 Wirksamkeit

215  7.19.2 Das KOMPASS-Konzept

216  7.19.3 Untersuchungsdesign

217  7.19.4 Stichprobe

218  7.20 Limitationen und Stärken

219  Literatur

220  Anhang: Übersicht der Materialien zum Download

Vorwort

Im vorliegenden Praxishandbuch1 werden das Zürcher Gruppentraining KOMPASS, Kompetenztraining für Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen, und die Daten zu dessen Evaluation vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Training sozialer Kompetenzen, das sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von rund zwölf bis 25 Jahren richtet, die an einer Autismus-Spektrum-Störung mit hohem Funktionsniveau (Asperger-Syndrom, Atypischer Autismus, High-Functioning-Autismus) leiden. Sie wünschen sich Kontakt und Freundschaft, wissen allerdings nicht, wie sie diese aufbauen oder aufrechterhalten können. Tag für Tag empfinden viele ihre Andersartigkeit, fühlen sich von Gleichaltrigen nicht akzeptiert und stoßen aufgrund ihrer sozialen Ungeschicklichkeit nicht selten auf Ablehnung. Diese tägliche Auseinandersetzung mit den eigenen Schwierigkeiten und der zunehmende soziale Anpassungsdruck im Jugend- und Erwachsenenalter führen zu einem wachsenden Leidensdruck. Der Begriff KOMPASS soll nicht nur als Abkürzung verstanden werden, sondern auch verdeutlichen, dass den Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung damit eine Orientierungshilfe in der sozialen Welt zur Verfügung gestellt wird.

Bislang ist das Behandlungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Autismus-Spektrum-Störung auf höherem Funktionsniveau im deutschsprachigen Raum meistens nicht spezifisch auf deren besondere Bedürfnisse zugeschnitten. Die beiden Erstautoren2 Bettina Jenny und Philippe Goetschel haben auf diese Versorgungslücke mit der Entwicklung ihres KOMPASS-Sozialtrainings reagiert. Bettina Jenny hat den theoretischen Hintergrund formuliert, das Praxishandbuch konzipiert und aufgrund eines Vorentwurfs von Martina Isenschmid geschrieben. Hans-Christoph Steinhausen hat das Forschungsprojekt zu einem Sozialtraining in der Gruppe für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Autismus-Spektrum-Störung wie auch die Erstellung des Praxishandbuchs gefördert.

Das KOMPASS-Praxishandbuch bietet im 1. Kapitel eine theoretische Einführung in die Klassifikation der Autismus-Spektrum-Störungen, das klinische Störungsbild und die Komorbiditäten, die Epidemiologie sowie Hinweise auf die Ätiologie und im Besonderen neuropsychologische Aspekte. Ferner gibt es einen Überblick über evaluierte Interventionsprogramme in der Gruppe, die Ziele eines Sozialtrainings und die zentralen Bausteine einer Gruppenintervention für Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Das Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der Entwicklungsgeschichte des KOMPASS-Gruppentrainings.

Das 2. Kapitel schildert den Hintergrund des KOMPASS-Sozialtrainings: Es geht auf das Konzept und den Aufbau ein, Indikation und Ziele, Rahmenbedingungen, Gruppenzusammensetzung und Räumlichkeiten sowie die Eltern- und Bezugspersonenarbeit und beschreibt neben den Materialien und deren Gebrauch auch die Durchführung des Gruppentrainings.

Das erste von vier Modulen folgt im 3. Kapitel. Erläutert wird das Einführungsmodul »Kennenlernen« (E) mit den administrativen Informationen und dem gegenseitigen Kennenlernen der Gruppenmitglieder. Im 4. Kapitel steht das Modul »Emotionen« (M1) mit den Gefühlsbegriffen, dem Erkennen und Ausdrücken von Emotionen sowie dem Reagieren auf Gefühle im Vordergrund. Das Modul »Small Talk« (M2) mit dem wechselseitigen, sozialen Plaudern und dem Telefongespräch wird im 5. Kapitel dargestellt. Im 6. Kapitel folgt das Modul »Nonverbale Kommunikation« (M3) mit Übungen zum Ersteindruck und höflichen Verhalten, zur kommunikativen Mimik und Gestik, zu Körperhaltung und Stimme. Für jede Einheit werden Informations-, Protokoll- und Arbeitsblätter sowie Übungen und Spiele beschrieben. Das notwendige Material wird in einer Übersicht im Anhang ( Übersicht der Materialien zum Download) einzeln aufgelistet und steht auf der Internetseite des Kohlhammer Verlags (https://dl.kohlhammer.de/978-3-17-037134-7) zur Verfügung. Im Text wird des Öfteren mit einer halbfett gedruckten, drei- bis fünfstelligen Zeichenfolge auf dieses Material verwiesen; dabei geben die ersten beiden Zeichen das Modul und die letzten ein bis drei Zeichen die Materialart an, z. B. EM10 für das Einführungsmodul, Material 10, oder M3A12 für Modul 3, Arbeitsblatt 12.

Die Ergebnisse der Evaluation des KOMPASS-Gruppentrainings werden im 7. Kapitel dargestellt und diskutiert. Den Schluss bilden das Literaturverzeichnis sowie der Anhang mit einer Übersicht über alle elektronisch verfügbaren Trainingsmaterialien. Die neue Auflage umfasst zusätzliches Material: Es kamen drei neue Arbeitsblätter, zehn neue Materialien und 22 neue Tondateien hinzu. Zudem wurden 42 neue Übungen entwickelt, sodass sich das Übungsmaterial um einen Drittel vergrößert hat. Manche Übungen wurden überarbeitet und präzisiert und einige wenige, für die zum Beispiel Computerprogramme nicht mehr zur Verfügung stehen, gestrichen. Zudem wurde das Konzept im 2. Kapitel noch weiter präzisiert. Das 7. Kapitel zur Evaluation ist komplett neu. Es umfasst die abschließende Evaluation, die auszugsweise und mit Anpassungen aus Jenny, Goetschel, Schneebeli, Köpfli & Walitza (2019) übernommen worden ist.

Wir danken lic. phil. Martina Isenschmid, die ihre Masterarbeit zu KOMPASS geschrieben hat, M.Sc. Peter Rötlisberger und M.Sc. Camille Schär, unsere ehemaligen wissenschaftlichen Hilfsassistenten, M.Sc. Sandra Schneebeli, die früher einmal als Teilnehmerin KOMPASS besucht hat, M.Sc. Susanne Köpfli, die ihre Masterarbeit zur KOMPASS-Evaluation geschrieben hat, sowie M.Sc. Maya Schneebeli und für die Dateneingabe. Die umfassende abschließende statistische Auswertung erfolgte durch den großen Einsatz von M.Sc. Maya Schneebeli, teilweise im Rahmen ihrer Arbeit an der Forschungsabteilung der KJPP. Herzlichen Dank auch an Dr. sc. nat. Matthias Staib für die große Unterstützung in statistischen Fragen. Dr. med. Ronnie Gundelfinger, der leitende Arzt der Fachstelle Autismus der KJPP, hat die Entwicklung und Evaluation von KOMPASS immer unterstützt.

Besonders dankbar sind wir den Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung, von denen wir viel lernen durften und die unsere Sicht auf die Welt und die sozialen Mechanismen des Zusammenlebens erweitert haben. Ihnen und ihren Familien gilt unser Respekt dafür, wie sie den komplexen sozialen Alltag bewältigen.

Zürich, im Herbst 2011

Ergänzungen im Herbst 2020

Bettina Jenny,

Philippe Goetschel,

Maya Schneebeli

Martina Rossinelli-Isenschmid und

Hans-Christoph Steinhausen

1 Der Theorieteil des Manuals stellt einen Teil der Dissertation der Erstautorin dar.

2 Zur besseren Lesbarkeit wird im Manual die grammatisch männliche Form in herkömmlicher Weise auch als geschlechtsneutrale Kollektivform verwendet. Aufgrund der ungleichen Geschlechterverteilung bei Autismus-Spektrum-Störungen bilden männliche Jugendliche ohnehin die größere Klientengruppe.

Genres und Tags

Altersbeschränkung:
0+
Veröffentlichungsdatum auf Litres:
30 Juli 2025
Umfang:
525 S. 60 Illustrationen
ISBN:
9783170371361
Rechteinhaber:
Bookwire
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