Buch lesen: "Sex-Abenteuer einer Erotik-Hypnotiseurin"
Sex-Abenteuer einer Erotik-Hypnotiseurin
von
Aimée

1. Auflage Mai 2021, ungekürzte Ausgabe
eISBN: 978-3-949107-04-7
© 2021 by Augenscheinverlag – All rights reserved, www.augenscheinverlag.de
Cover-Design: Marion Terasa, http://terasa-design.de
Cover-Foto: shutterstock.com
Lektorat E-Book-Version: Diana Glöckner
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Inhalt
Kapitel 1: Hypnotisches Vorspiel
Kapitel 2: Lustvolle Verwechslung
Kapitel 3: Das Fest
1Hypnotisches Vorspiel
Endlich war es so weit: Ich hatte den Raum meiner Träume gefunden. Die Zweiraumwohnung war für mein Vorhaben perfekt geschnitten: ein breiter Flur, in dem man zu Beginn einer Sitzung Überflüssiges ablegen kann, ein hübsches Büro, eine Teeküche, ein Bad mit Badewanne und ein riesiges, helles Zimmer mit Erker und Kamin. Schon bei der Besichtigung hatte ich mir vorgestellt, wie die Flammen darin lodern würden. Ich konnte förmlich hören, wie es an kalten Wintertagen prasselt und knackt, wenn ein Holzscheit Feuer fängt, und spüren, wie die Wärme tief in meinen Körper dringt, während ein potentieller Klient mir gegenübersitzend in die Tiefen seiner Sexualität eintaucht. Ein wohliger Schauer durchlief mich bei dem Gedanken.
Zudem besitzt der Raum große Doppelglasfenster, die in wunderschöne Holzrahmen gefasst sind, und das Licht, das hindurchflutet, erleuchtet den Raum in einer magischen Art und Weise. Es ist das perfekte Hypnosezimmer! Das Haus liegt in einer ruhigen, von Bäumen gesäumten Straße – diskret und doch sehr zentral mitten in der Stadt, sodass meine Kunden mich hervorragend erreichen können.
Ich richtete alles mit Liebe ein und konnte es bis zur Eröffnung kaum abwarten. Mein erster Kunde – oder Klient, wie es in diesem Metier heißt – hatte mir im telefonischen Vorgespräch erzählt, dass es ihm darum ging, einfach mal wieder abzuschalten. Er sei im Beruf sehr eingespannt, und seine Libido leide unter der enormen Arbeitsleistung, die ihm abverlangt wird. Und da sich nun just am Tag vor der eigentlichen Eröffnung meiner Praxis spontan eine Lücke in seinem überbordenden Terminkalender aufgetan hatte, bat er mich, diese zu schließen, indem ich ihn vorzog.
Eigentlich hatte ich noch viel zu viel tun, als dass ich von meinem Plan abweichen wollte oder gar konnte, doch seine Stimme war so eindringlich und fordernd, dabei gleichzeitig aber dermaßen sinnlich, dass ich meinen guten Vorsätzen einfach nicht treu bleiben konnte. Im Gegenteil … Während des Telefonats schlug mein Herz so stark, dass ich Angst hatte, er könnte es durch die Leitung hören. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass sich die Werbung, die ich im Vorfeld für die Praxis gemacht hatte, so schnell auszahlen würde. Nun war es aber so, also ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf. Zumindest versuchte ich, es mir so schönzureden. Ich arbeitete im doppelten Tempo, um das Unmögliche möglich zu machen. Allerdings war ich dabei so aufgeregt, dass ich mir selbst ein Bein nach dem anderen stellte. An besagtem Tag aber war alles wie von unsichtbarer Hand so weit erledigt, dass ich sogar noch die Muße finden konnte, das von mir Geschaffene in aller Ruhe zu begutachten.
Ich habe eine blutrote Couch gekauft, auf der sich die Klienten entspannt hinlegen können. Das Polster ist angenehm weich, sodass man darauf das Gefühl bekommt, versinken zu können, jedoch hart genug, um sich getragen zu fühlen. Und die Farbe steht eindeutig für Liebe, Lust und Leidenschaft. Es ist das perfekte Sofa für meinen ersten Besuch.
Die unterschiedlichen Brauntöne auf dem schönen, alten Parkett verschwimmen ineinander wie die Jahre, von denen sie erzählen. Sie wirken genauso lebendig wie das Knarzen unter jedem Schritt. Vor das Sofa habe ich einen dicken, cremefarbenen Teppich gelegt, auf dem ein flacher Glastisch steht, dessen Form an die Rundungen einer Frau erinnert. Und um das Bild abzurunden, verziert eine hohe Porzellanvase den Raum, die ich mit einem Strauß langstieliger roter Rosen gefüllt und ans Fenster gestellt habe. Für mich selbst habe ich einen hellbraunen Ledersessel im englischen Stil gewählt, der angenehm knautscht.
Bis zum Eintreffen des Klienten hatte ich nun tatsächlich noch einige Zeit übrig, und so setzte ich mich probehalber in den Sessel und übte ein bisschen für die kommende Sitzung. Ich hatte mir ein paar Notizen gemacht und sie griffbereit auf den Glaskörper vor mir gelegt. Da ich noch allein im Zimmer war, zog ich die Beine an und machte es mir im Sessel ein wenig gemütlich. Ein kurzer Blick auf die Wanduhr über dem Sofa sagte mir, dass ich sogar noch knapp eine Stunde, also genügend Zeit hatte, noch einmal alles ordentlich durchzugehen.
Ich stellte mir jetzt also vor, wie der Mann das Zimmer betrat und sich mir gegenüber niederließ. Allein diese Vorstellung ließ mein Herz schneller schlagen, sodass ich bewusst tief ein- und ausatmen musste, um mich wieder unter Kontrolle zu bringen. Himmel, wenn das schon so anfängt, kann das ja nichts werden, rief ich mich zur Räson. Ich richtete mich ein wenig auf und konzentrierte mich wieder. Kurz überlegte ich, ob es effizienter wäre, ihn gleich zu bitten, sich hinzulegen, oder ob er mir im Sitzen noch einmal sein Anliegen schildern sollte. Quatsch, natürlich nicht noch einmal alles durchkauen, das hatte er ja schon getan, schalt ich mich.
Ich rief mir seine angenehme Stimme ins Gedächtnis, die ich noch klar im Ohr hatte. So charmant, wie er am Telefon war, so sympathisch musste bestimmt auch seine Ausstrahlung sein. Er hatte erzählt, dass er ein Geschäftsmann sei. Also stellte ich ihn mir mit einem Anzug und einer Krawatte vor. Dabei versuchte ich jedes Details zu berücksichtigen. Den aparten Schnitt seiner Hose genauso wie den seidigen Stoff seines Hemds und das lässig fallende Jackett darüber. Aber ein wenig bequemer sollte er es schon haben. Schließlich ging es ja darum, dass er sich entspannte. Und mit einer eng sitzenden Krawatte am Hals war das ja wohl eher ungünstig. Ich forderte ihn also gedanklich auf, seine Kleidung ein wenig zu lockern. Dabei löste sich jedoch gleichfalls etwas in meinem Hals, und ich musste unwillkürlich husten.
Wie gut, dass ich das alles noch einmal übe, schoss es mir in den Kopf, während ich aufsprang, um mir ein Glas Wasser aus der Küche zu holen. Ich füllte für alle Fälle zudem noch eine Glaskaraffe und stellte sie auf den Tisch im Behandlungszimmer. Nachdem ich meine Kehle beruhigt hatte, machte ich es mir wieder bequem und beschwor das Bild des Klienten erneut vor mir herauf.
In meiner Vorstellung forderte ich ihn also auf, seine Kleidung etwas zu lockern, und während er seine Krawatte löste, betrachtete ich ihn genauer. Er war recht groß, und unter seinem Hemd zeichnete sich ein muskulöser Oberkörper ab, der umso besser zur Geltung kam, als er nun auch noch sein Jackett ablegte. Ich musste unwillkürlich schlucken und wunderte mich über mich selbst. Aber dieser Mann hatte etwas an sich, das mich fesselte. Er blickte mich aus stahlblauen Augen an. Mein Atem stockte, doch der Griff zur Karaffe bewahrte mich vor einem neuerlichen Hustenanfall. Ich stürzte das Glas Wasser hinunter, ohne ihn dabei aus den Augen zu lassen. Es war, als ob sein Blick mich wie eine Hand körperlich greifen würde. Ich saß plötzlich stocksteif da, während er gelassen die Knöpfe seines Hemdes öffnete. Knopf für Knopf entblößte er seinen Oberkörper.
Mit einem Ruck zog er jetzt das offene Hemd aus der Hose und streifte anschließend fast zärtlich den Stoff der Ärmel von seinen Schultern, wobei ich das Gefühl hatte, es wären meine Hände, die ihn berühren. Schwer atmete ich ein und stieß beim Ausatmen einen Ton aus, der mich aufschrecken ließ. Was um alles in der Welt tat ich hier? Doch schob sich das Bild von der glatten Brust und dem straffen, muskulösen Bauch so schnell zurück vor mein inneres Auge, dass keine Zeit blieb, dieser Frage nachzugehen. Stattdessen bewunderte ich unverhohlen das Trugbild.
Mit einer Hand strich er sich jetzt über die Augenbraue und damit eine glänzend schwarze Strähne weg, die ihm aus seinem vollen Haar in die Stirn gefallen war. Allein diese Bewegung verursachte ein wohliges Ziehen in meinem Unterleib. Ich folgte seinen Händen und wäre am liebsten in seine Finger gekrochen. Als er sie nun an seinen Gürtel legte, konnte ich nicht anders, als laut aufzustöhnen. Verdammt, ich hatte mir einen Adonis in die Praxis geholt, dem ich nicht gewachsen war. Versonnen leckte ich mir über die Lippen.
Kurz schielte ich auf die Uhr. Ich hatte noch dreißig Minuten, um wieder in die Realität zurückzufinden. Das war genug, um noch ein kleines Weilchen in der Süße dieses Traums zu verweilen. Es blieb mir auch gar nichts anderes übrig. Denn die Vorstellung hatte eine solche Macht über mich gewonnen, dass sie mich wie ein Sog in sich hineinzog.
Das Energiefeld zwischen uns verdichtete sich immer mehr, bis es mich plötzlich gänzlich verschlang und ich eine Metamorphose vollzog. Ja, ich saß plötzlich nicht mehr bequem in meinem Sessel, sondern spürte, wie mein Körper dem seinen immer näher kam, so nah, dass ich in ihm aufging und mit ihm verschmolz. Mein Körper schrumpfte, schlüpfte in seine Finger hinein und wurde zu seinen Händen. So konnte ich durch unsere nunmehr gemeinsamen Gliedmaßen alles spüren, was sie berührten. Es war völlig verrückt. Ich war verrückt, hier zu sitzen und diesen Unsinn zu veranstalten. Aber ich war gefangen – in ihm und meiner eigenen Lust. Ich hatte mich selbst hypnotisiert und konnte nichts dagegen tun. Das Einzige, was ich versuchen konnte, war, dem Ganzen eine gute Richtung zu geben. Und weiß Gott, das tat ich! Denn durch seine Hände war ich ihm plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes hautnah.
So spürte ich nun durch seine Fingerkuppen das raue Leder des Gürtels. Es war, als ob es über meinen Rücken strich und meinen Po berührte. Der Duft, der davon ausging, war erdig und leicht animalisch. Er kroch in meine Nase, und ich roch das Tier, von dem er stammte. Himmel, war das geil. Meine Beine in Form seiner Finger spreizten sich dem Leder entgegen. Doch überlegte ich es mir anders. Mit einem schnellen Wechsel der Finger schnappte ich es mir, sodass es zwischen meinen Armen lag. Langsam zog ich jetzt daran, bis der Dorn sich aus dem Loch herausbewegte. Anschließend ließ ich den Gürtel durch die Schnalle gleiten.
Das Geräusch, wie das Leder durch die Öffnung schnellte, erregte mich tierisch. Noch nie war ich mit jeder Faser meines Körpers dem Zentrum der Lust so nah. Mir war leicht schwindelig. Ich schluckte, und mir wurde immer heißer. Schnell griff ich mir den Zipper des Reißverschlusses seiner Hose und presste ihn zwischen meine Schenkel. Kühl lag er auf meiner Haut. Dann zog ich ihn mit einem Ruck nach unten. Der metallene Klang durchdrang mich und hinterließ eine Gänsehaut. Wieder sog ich tief Luft in meine Lungen, um mich zu beruhigen. Stattdessen stieß ich vor lustvoller Freude einen spitzen Schrei in den Raum – ich hatte einen Schlitz geschaffen! Voller Begierde betrachtete ich den Stoff seiner Unterhose, die nun sichtbar war und unter der sich mit aller Gewalt seine Manneskraft emporwölbte. Sein Glied wollte sich regelrecht durch die enge Öffnung zu mir hindurchpressen. Ich rieb zärtlich an der warmen, etwas feuchten Stelle und roch den süßlich-herben Duft seines Geschlechts. Hart streckte es sich mir entgegen. Wider meiner eigenen Anweisungen begann ich zu stöhnen, so sehr erregte mich das Geschehen. Am liebsten hätte ich mich gleich auf ihn gestürzt und ihn mir einverleibt. Doch eins nach dem anderen … Lust ist schließlich auch das Empfinden von Begierde, die es noch zu stillen gilt. Und umso langsamer man sich dabei fortbewegt, desto intensiver ist das Empfinden.
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