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Von ihren Partnern beherrscht
Interstellare Bräute® Programm: Band 3
Grace Goodwin


Inhalt

Willkommensgeschenk!

Interstellare Bräute® Programm

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Willkommensgeschenk!

Interstellare Bräute Programm

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Über Die Autorin

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Von ihren partnern beherrscht Copyright © 2020 durch Grace Goodwin

Interstellar Brides® ist ein eingetragenes Markenzeichen

von KSA Publishing Consultants Inc.

Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Autors weder ganz noch teilweise in jedweder Form und durch jedwede Mittel elektronisch, digital oder mechanisch reproduziert oder übermittelt werden, einschließlich durch Fotokopie, Aufzeichnung, Scannen oder über jegliche Form von Datenspeicherungs- und -abrufsystem.

Coverdesign: Copyright 2020 durch Grace Goodwin, Autor

Bildnachweis: Deposit Photos: nazarov.dnepr, magann

Anmerkung des Verlags:

Dieses Buch ist für volljährige Leser geschrieben. Das Buch kann eindeutige sexuelle Inhalte enthalten. In diesem Buch vorkommende sexuelle Aktivitäten sind reine Fantasien, geschrieben für erwachsene Leser, und die Aktivitäten oder Risiken, an denen die fiktiven Figuren im Rahmen der Geschichte teilnehmen, werden vom Autor und vom Verlag weder unterstützt noch ermutigt.

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Interstellare Bräute® Programm

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1


Leah

Ich versuchte, meine Gefühle zu unterdrücken. Ich versuchte es wirklich, aber der Schwanz, der mich ausfüllte fühlte sich einfach zu gut an. Ich hatte sogar versucht, ihm zu widerstehen aber das hatte mir nur das Paar Lederhandschellen an meinen Handgelenken eingebracht. Ich befand mich auf allen Vieren, mein Körper lehnte gegen einen eigenartigen, gepolsterten Tisch. Die Handschellen waren tief unten an Ringen befestigt, damit ich mich nicht rühren konnte. Ein oder zweimal zerrte ich an meinen Fesseln, aber sie gaben nicht nach. Mein Hintern ragte steil in die Höhe und der Schwanz meines Partners steckte tief in mir drin. Es war, als hätte man mich an ein merkwürdiges Holzpferd gebunden, während man mich bestieg. Ich war ihm komplett ausgeliefert und konnte nichts anderes ausrichten, als mich der Wucht seines Körpers zu ergeben, während er mich nahm.

Sein Schwanz mochte ein Teil seines Körpers gewesen sein, sein Fleisch und Blut — wenn auch äußerst hart und riesengroß — aber er handhabte ihn wie eine Waffe, die dazu da war, mich zu unterwerfen. Sobald er mich mit seinem Samen ausfüllen würde, sobald seine Essenz mein Inneres auskleiden und meinen Uterus von innen ummanteln würde, gäbe es kein Zurück mehr. Ich würde mich nach seinen Berührungen und seinem Geschmack sehnen. Ich würde ihn brauchen, er müsste mich ausfüllen, nehmen und meinen Körper für immer für sich beanspruchen. In diesem Moment, als er mich gekonnt auseinander dehnte, mein blanker Hintern vor stechendem Schmerz brannte und meine Muschi dank dem gekonnten Schlecken mit seiner virtuosen Zunge in Flammen stand, wollte ich ihm nicht länger widerstehen.

Vorher hatte ich Angst. Jetzt war ich einfach nur hungrig. Begierig.

Sein Vorgehen war aber nicht unbarmherzig; im Gegenteil. Als der Schwanz meines Partners sich in mir bewegte, mich ganz von hinten ausfüllte, bevor er ihn immer wieder herauszog, verlor ich meine Ängste. Ich gehörte jetzt ihm. Er würde mich ganz nehmen, meinen Körper und meine Seele, und er war stark, er war schließlich ein Krieger. Er würde mich beschützen. Und er würde mich ficken. Er würde mir mit seiner starken Hand Einhalt gebieten, aber er würde mich mit ihr auch verwöhnen und mir Sicherheit und ein Zuhause geben. All diese Gedanken kamen mir in den Sinn, als dieser mächtige Krieger mich für immer für sich beanspruchte, als sein Schwanz immer wieder in mich eindrang und ich mich öffnete.

Seine breiten Hände fuhren über meinen Rücken, bevor er sich über mich beugte und mich die Hitze eines gestählten Kriegers bedeckte. Seine Finger ruhten an der Stelle, wo meine Hände an den Tisch gefesselt waren. Je länger er mich nahm, desto fester umgriff er die Tischbeine und desto weißer wurden seine Fingerknöchel.

Seine glatte Brust lag auf meinem Rücken und er presste mich gegen die Bank; ich fühlte mich ihm immer stärker ausgeliefert. Ich konnte nicht einmal seinen schroffen Atemzügen ausweichen, das lustvolle Stöhnen seiner Lippen drang direkt in mein Ohr.

“Spürst du das?” knurrte er hervor, als er den Eingang meiner Gebärmutter mit der festen Spitze seines Schwanzes traf. Er war sehr geschickt darin, die geheimen, empfindlichen Stellen in meinem Inneren zu streicheln und das ließ meinen Körper jedes Mal erbeben. Mein Verstand setzte aus und ich unterwarf mich ihm ohne Widerworte. Niemand sonst konnte mich derartig in den Wahnsinn treiben. Niemand sonst hatte je meinen Körper derartig verwöhnt.

Als ich auf der Bank lag, hingen meine Brüste nach unten und sehnten sich danach, endlich berührt zu werden. Mein Kitzler war angeschwollen und wenn er auch nur mit der Fingerspitze kurz darüber fahren würde, müsste ich kommen. Aber soweit würde es jetzt noch nicht kommen. Er würde mir den Höhepunkt vorenthalten, bis ich es nicht mehr aushalten könnte und bis ich ihn darum anflehen müsste.

Ich konnte mich nicht davon abhalten, meinen Lippen ein gehauchtes “Ja” entweichen zu lassen. Ich konnte hören, wie die feuchten Fickgeräusche—der beste Beweis für meine Erregung—den Raum erfüllten.

“Du hattest Angst vor meinem Schwanz, aber er bringt nichts als Vergnügen. Ich hab’ dir gesagt, dass er passen wird, und dass wir füreinander geschaffen sind.” Er redete, während er mich fickte. Wie kannte er sich mit meinem Körper so gut aus, wenn das unser erstes Mal war? Ich war vorher nie mit einem Schwanz in mir gekommen, sondern nur, wenn ich im Bett meinen Kitzler rieb, und zwar allein. Aber jetzt durfte ich es mir nicht mehr selbst besorgen. Mein Partner bestand darauf, dass ich nie mehr ohne Erlaubnis einen Orgasmus haben durfte. Sollte ich es trotzdem tun, würde ich zur Strafe lange und fest den Arsch versohlt bekommen. Jetzt, wo ich ihm gehörte, würde ich nur noch kommen, wenn er es so wollte und mich mit seiner Zunge, seiner Hand oder seinem riesigen Schwanz zum Höhepunkt bringen würde … oder auch nicht.

“Deine Lust gehört mir.”

“Ja.” antwortete ich.

“Drück meinen Schwanz.”

“Ja.” ich schrie und drückte nochmal seinen Schwanz. Das war alles, was ich entgegnen konnte, denn ich hatte keine Kontrolle mehr. Ich war ihm vollkommen ausgeliefert und würde alles tun, was er von mir verlangte.

“Du wirst nicht kommen, bis ich es dir erlaube.” Er löste seine Hände vom Tisch, um meine Brüste zu streicheln. Zuerst liebkoste er mich nur ganz sanft, danach drückte er so fest zu, dass ich anfing zu wimmern, als er mich schließlich schnell und entschlossen durchknetete. Er entlockte mir eine Mischung aus Schmerz und Genuss und ich stand total darauf. “Du gehörst mir. Deine Muschi gehört mir.”

 

“Ja.” wiederholte ich unaufhörlich.

Er hörte nicht auf mich zu besteigen, mich zu ficken, mich auszufüllen, mich zu nehmen. Mich für sich zu beanspruchen. Ich kam dem Höhepunkt immer näher, bis ich den Kopf vor und zurückwarf und verzweifelt die Griffe der Bank umfasste. Ich fürchtete, dass mein Herz in meiner Brust explodieren würde. Ich bekam keine Luft mehr. Mein Verstand setzte aus. Ich konnte mich nicht länger zurückhalten. Ich war bereit, bereit … zu kommen. Die Hand meines Partners strich über meine Hüfte, sie wanderte über die weichen, fleischigen Rundungen meines Körpers bis sie meinen Kitzler fand. Er kreiste mit den Fingerspitzen um meinen Kitzler herum. Das Geräusch, das meiner Kehle entwich, war das einer gequälten, verzweifelten Kreatur, die keinen Ausweg mehr wusste. Nichts existierte mehr für mich außer seinem Körper, seinem Atem und seinen Berührungen.

“Komm, jetzt.” befahl er mir. Sein Schwanz glich einem Kolben, seine Finger saßen fest und unnachgiebig auf meinem Kitzler.

Mein Orgasmus glich einer Explosion in meinem Inneren, ich hatte keine andere Wahl. Ich konnte mich nicht zurückhalten. Ich hatte keinerlei Kontrolle mehr. Ich war nicht länger ich selbst, ich gehörte jetzt ihm. Ich schrie vor Erleichterung, mein Körper zuckte um seinen Schwanz herum zusammen und zog ihn tiefer, um ihn ganz in meinem Inneren zu behalten. Es war so, als würde mein Körper nach seinem Samen gieren, als ob er ihn verzweifelt brauchen würde.

Mein Orgasmus ließ ihn ebenfalls kommen und ich spürte, wie er stärker anschwoll und größer wurde, bis er in mein Ohr knurrte und heiße Schwalle seines Samens mich füllten. Begierig molk mein Körper den Samen aus seinem Schwanz und nahm in tief in sich auf.

Genau wie er es mir versprochen hatte, löste sein Samen bei mir eine physische Reaktion aus und zwang mich, ein zweites Mal zu kommen.

“Ja, mein Liebes. Ja, nimm jeden Tropfen. Dein Körper verändert sich. Er kennt mich. Er braucht mich. Du wirst darum flehen, meinen Schwanz zu bekommen; du wirst nach meinem Samen lechzen. Du wirst ihn brauchen, ihn lieben, genau so wie ich dich brauche und liebe.”

“Ja!” ich schrie erneut und wusste, dass er mir die Wahrheit sagte. Eine heiße Woge des Genusses sickerte durch meinen Körper, geradewegs aus meiner Muschi und dann in alle Richtungen. Er hatte Recht; jetzt, als ich seine Macht zu spüren bekam und wusste, was er mir geben konnte, wurde ich zu seiner Sklavin. Ich wurde zu einer Sklavin für seinen Schwanz.

“Miss Adams?”

“Ja.” antwortete ich noch einmal, als ich aus meinem Traum erwachte.

“Miss Adams, ihre Testrunde ist beendet.”

Ich schüttelte mit dem Kopf. Nein. Ich war an einem Sex-Möbel angebunden und wurde gefickt und mit Samen gefüllt. Ich wollte dort nicht weg. Ich wollte … mehr davon.

“Miss Adams!”

Die Stimme war jetzt streng und laut. Ich zwang mich dazu, die Augen zu öffnen.

“Oh Gott.” ich keuchte und versuchte, wieder zu Atem zu kommen, während meine Muschi sich nach den Orgasmen weiter zusammenzog und pulsierte. Ich war aber nicht an einer Bank festgebunden. Und da war kein gestählter, männlicher Körper, der sich gegen meinen Rücken presste. Ich befand mich im Abfertigungszentrum für interstellare Bräute und hatte nur einen Untersuchungskittel an. Meine Handgelenke waren mit medizinischen Handfesseln gesichert, die an den Enden eines unbequemen Untersuchungsstuhles befestigt waren, der so ähnlich wie ein Zahnarztstuhl aussah. Es waren die letzten Vorbereitungen, bevor ich den Planeten verlassen würde. Ich hatte nicht mitbekommen, wie Kabel und Sensoren an mir befestigt worden waren, und dass ich in einem erotischen Traum enden würde. Die Nachwirkungen machten mir noch zu schaffen. Meine Muschi war nass, die Rückseite des rauen Krankenhauskittels war feucht. Meine Nippel waren hart und meine Hände waren zu Fäusten geballt. Ich fühlte mich wie durch die Mangel genommen und verbraucht. Ich war erfüllt.

“Wie ich ihnen bereits mitgeteilt habe ist ihre Testrunde jetzt vorbei.” Vor mir stand die Aufseherin Egara, eine ernste, junge Frau mit dunkelbraunem Haar, die mit Adleraugen über alle Einzelheiten des Auswahlvorgangs wachte. Sie schaute auf ihr Tablet, während ihr Finger darüber glitt. “Sie sind erfolgreich zugeordnet worden.”

Ich befeuchtete meine trockenen Lippen und versuchte, mein wild pochendes Herz zu beruhigen. Schweißnass bekam ich plötzlich eine Gänsehaut. “Dieser Traum … war er echt?”

“Das war kein Traum.” antwortete sie in einem nüchternen Tonfall. “Wir verwenden gespeicherte Daten von früheren Bräuten, um den Auswahlvorgang zu erleichtern.”

“Wie bitte?” Gespeicherte Daten?

“Eine neuronale Verarbeitungseinheit oder NPU, wird in ihren Schädel eingepflanzt, bevor sie die Erde verlassen. Das NPU hilft ihnen mit der Sprache und erleichtert es ihnen, sich in ihrer neuen Welt zurechtzufinden.” Sie grinste und dieser Anblick war zugleich erschreckend und gemein. “Der NPU ist darauf programmiert worden, ihr Paarungsverhalten aufzuzeichnen und die Daten zur Erde zurückzusenden.”

“Ich werde zusammen mit meinem neuen Partner überwacht?”

“Ja. Das Protokoll sieht das so vor. Alle Verpartnerungszeremonien werden überprüft, um sicherzustellen, dass unsere Bräute sicher und ordnungsgemäß vermittelt wurden.” Sie klemmte das Tablet unter ihren Arm und ich bemerkte den steifen Kragen und den gestärkten Rock, der Teil ihrer Uniform war. Sie hatte keine einzige Falte und kein einziges Haar stand von ihrer strengen Duttfrisur ab. Sie sah fast so aus wie ein Roboter. Das Leuchten in ihren Augen aber verriet ihre Leidenschaft und ihre Hingabe für ihren Beruf. Ihre Überzeugung wurde mit den nächsten Worten deutlich. “Wir setzen alles daran, dass unsere Krieger ebenbürtige Bräute bekommen. Sie sind für uns alle da, sie beschützen die Erde und alle Mitgliedsplaneten vor dem sicheren Ende. Das System bedient sich den Reaktionen ihres Körpers, um ihr Unterbewusstes, ihre dunkelsten Fantasien und ihre geheimsten Bedürfnisse zu erforschen. Dinge, für die sie sich nicht interessieren, wurden sofort aus dem Auswahlprogramm entfernt. Die Sinneseindrücke wurden gefiltert, bis wir einen Krieger von einem anderen Planeten fanden, der perfekt zu ihnen passt.”

Das war also mein Partner? Unmöglich. “Ich kann nicht einem Mann zugeteilt werden, der mich fesselt. Das war nicht, was ich mir vorgestellt habe, als ich mich freiwillig gemeldet habe.”

Sie zog ihre dunklen Augenbrauen hoch. “Miss Adams, anscheinend ist das genau das, was sie sich wünschen. Der Test bringt immer die Wahrheit hervor, auch wenn ihr Verstand sich dagegen sträubt.”

Ich grübelte über ihre Worte, während sie um den Tisch herumlief und sich mir gegenüber setzte. Die steife Uniform vom Programm für interstellare Bräute passte zu ihrer kühlen Art. “Sie sind ein ungewöhnlicher Fall, Miss Adams. Wir hatten zwar schon einige Freiwillige, aber wir hatten noch nie eine Braut, die es aus denselben Gründen wie sie tun wollte.”

Einen Moment lang blickte ich zu der verschlossenen Tür und dachte, dass sie vielleicht meinen Verlobten angerufen hatte und ihn herbestellt hatte. In schierer Panik zerrte ich an den Fesseln.

“Keine Sorge.” sagte sie und hob eine Hand, um mich zu beruhigen. “Sie sind hier in Sicherheit. Sie haben angegeben, dass die Blutergüsse an ihrem Körper durch einen Sturz herbeigeführt wurden; ich hielt es für notwendig sicherzustellen, dass niemand sie hier besuchen kommen darf, bevor ich sie ins Weltall schicke.”

Offensichtlich glaubte die Aufseherin Egara kein Wort meiner lächerlichen Geschichte, aber die Entschlossenheit, mit der sie mich beschützen wollte, beruhigte mich. Ich war noch nie in meinem Leben Skifahren gewesen. Wo ich lebte, gab es weit und breit keine Berge, aber ich brauchte eine glaubhafte Erklärung für die Verletzungen an meinem Körper und ein Skiunfall war dabei das erste gewesen, was mir in den Sinn gekommen war.

Obwohl ich davon ausgegangen war, dass man die Prellungen entdecken würde, ahnte ich nicht, dass man mich für die medizinischen Tests ganz ausziehen und dann in einen Krankenhauskittel stecken würde, um mir vollkommen unangebrachte Bilder und Videoclips zu zeigen. Ich musste wohl eingeschlafen sein, denn so etwas hätte ich mir niemals ausdenken können.

“Danke sehr.” antwortete ich.

Ich war nicht daran gewöhnt, dass Leute nett zu mir waren. Sie sagte kein Wort, als ob sie darauf warten würde, dass ich ihr die Wahrheit erzählte. Sollte ich ihr wirklich sagen, was ich jetzt alles über meinen Verlobten wusste? Er war so bezaubernd und zuvorkommend gewesen, bis ich die Wahrheit herausfand. Ich hatte mitbekommen wie er einen seiner Männer damit beauftragte, jemanden umzubringen, weil er einen seiner Immobiliendeals hatte platzen lassen. Ich dachte, seine Leute wären nur Mitarbeiter und Bodyguards, aber es waren gewaltsame Vollstrecker. Die Männer schikanierten andere und töteten für ihn. Als ich eingewilligt hatte, ihn zu heiraten teilte er mir zwei seiner Männer als persönliche Bodyguards zu. Selbst zu diesem Zeitpunkt ging ich davon aus, dass er einfach nur reich war und ich den extra Schutz benötigte. Ich dachte, er wäre rücksichtsvoll und fürsorglich und würde über mich wachen. Ha! Wie dumm ich damals war. Noch dümmer von mir war, als ich ihm mitteilte, dass ich Zweifel an unseren Hochzeitsplänen hatte. Er rastete aus, packte mich und gab mir zu verstehen, dass er mich niemals gehen lassen würde. Niemals.

Als ich damit drohte ihn zu verlassen, erklärte er mir ruhig und entschlossen, dass ich ihm gehörte. Ich war zu seinem Eigentum geworden, als ich seinen Verlobungsring auf meinen Finger gesteckt hatte. Er würde jeden Mann töten, der es wagen sollte, mich zu küssen und er würden jeden foltern, der es wagen sollte, mich auch nur zu berühren. Und für diese Ärgernisse würde er mich dann bestrafen.

In diesem Moment war mir klar, dass ich abhauen musste, aber ich musste erst einen Weg finden, um zu flüchten. Mit meinem Auto fuhr ich wie immer ins Einkaufszentrum. Die Männer, die mich immer bewachten parkten ihren Wagen neben meinem und folgten mir durch das Einkaufszentrum. Sie ließen mich aber allein in den Geschäften stöbern. Vorsichtshalber drehte ich direkt in Richtung Unterwäscheabteilung ab, weil ich wusste, dass sie mir dorthin niemals folgten. Dann schlängelte ich mich durch einige andere Geschäfte, ließ mein Handy zwischen zwei Kleiderständern liegen und eilte zur Bushaltestelle, um mit dem Bus ans andere Ende der Stadt zu fahren. Von dort aus nahm ich ein Taxi und fuhr direkt zum Abfertigungszentrum für interstellare Bräute.

Ich hatte keine Familie mehr, keine Freunde mehr übrig. Als wir anfingen, miteinander auszugehen, beseitigte er systematisch all die Menschen, die für mich von Bedeutung gewesen waren. Für Einen nach dem Anderen fand er Gründe, warum der Umgang mit ihnen nicht mehr angemessen war, warum der Kontakt mit ihnen nicht mehr zumutbar war. Ich war jetzt vollkommen allein auf der Welt, ich war von ihm abhängig. Er hatte mich sogar davon überzeugt, meinen Job zu kündigen. Also hatte ich auch kein eigenes Einkommen.

Gott stehe mir bei, aber sogar ein Alien wäre besser als ein psychotischer, eifersüchtiger Ehemann dessen Vorstellung von Bestrafung ein aggressives Boxen beinhaltete, und ich sollte dabei als Sandsack herhalten. Ich hatte es einmal über mich ergehen lassen. Nie wieder würde er das mit mir machen. Ich mochte dumm, naiv und vor Liebe blind gewesen sein, aber damit war es jetzt vorbei.

Auf dem gesamten Weg zum Abfertigungszentrum hatte ich besorgt über meine Schulter geschaut, denn ich hatte Angst, dass sie mich verfolgen und abfangen würden, bevor ich das Gebäude erreichte. Im Abfertigungszentrum fühlte ich mich etwas sicherer, aber ich würde ihnen erst dann entkommen, wenn man mich ins Weltall geschickt hatte. Erst dort könnte ich wieder durchatmen, denn mein Verlobter würde mich dann niemals mehr finden können.

Ich hatte vor über einem Jahr vom Programm für interstellare Bräute gehört und wusste, dass die meisten teilnehmenden Frauen Gefängnisinsassen waren, die nach einer Alternative zu ihren harten Gefängnisstrafen Ausschau hielten. Einige von ihnen waren auch Freiwillige, aber keiner Braut war es gestattet, jemals zur Erde zurückkehren. Sobald sie einem außerirdischen Alien zugewiesen und zu ihm ins Weltall geschickt wurden, waren sie nicht länger Bewohner der Erde und konnten daher nicht zurückkehren. Zuerst hörte sich das Ganze beängstigend und ziemlich lächerlich an. Wer würde denn schon freiwillig die Erde verlassen wollen? Wie schlimm musste das Leben sein, um überhaupt auf den Gedanken zu kommen? Jetzt wusste ich es besser. Das Leben einer Frau konnte sich wirklich zum Schlechten wenden.

 

Ich musste so weit wie möglich von meinem Verlobten wegkommen und ich befürchtete, dass kein Ort auf der Erde ein sicheres Versteck für mich bieten könnte. Er würde mich überall finden und dann …

Ich hatte geglaubt, er wäre meine neue Familie. Familie. Er wollte mich zu seiner Frau machen, weil ich niemand anderen hatte. Ich hatte kein soziales Netz, niemanden, der mich beschützen und davon abhalten würde, dieses Arschloch zu heiraten. Er würde niemals meine neue Familie werden. Niemand auf der Erde liebte mich. Als freiwillige Braut war ich erleichtert zu wissen, dass ich nie mehr zurückkommen würde. Ich wollte nicht länger auf der Erde bleiben. Ich wollte nicht den Rest meines Lebens in Angst verbringen. Deshalb würde ich von der Erde verschwinden, hin zu einem Ort, an dem er mich niemals finden würde. Niemals.

Und nun fand ich mich mit einem kratzenden Krankenhauskittel bekleidet unter dem prüfenden Blick der Aufseherin Egara wieder.

“Haben sie noch Fragen?”

Ich befeuchtete nochmals meine Lippen. “Mein Partner … woher soll ich wissen, dass er … nett sein wird?” Obwohl ich für den Auswahlprozess zahlreiche Tests durchlaufen hatte, war mein einziges Kriterium für meinen zukünftigen Partner, dass er nett sein sollte. Ich wollte nicht mit jemandem verpartnert werden, der mich schlug. Dafür könnte ich auch einfach auf der Erde bleiben und meinen Verlobten heiraten.

“Nett? Miss Adams, ich denke, dass ich den Grund für ihre Besorgnis verstehe, aber ihr Partner hat den gleichen Auswahlprozess durchlaufen. Genau genommen durchlaufen die Krieger noch ausführlichere Tests als unsere Bräute. Haben sie keine Angst vor ihrem Partner, denn ihr Unterbewusstsein ist für die Auswahl des passenden Partners entscheidend. Ihre Wünsche und Bedürfnisse sind genau aufeinander abgestimmt. Allerdings müssen sie sich im Klaren darüber sein, dass auf anderen Planeten auch andere Sitten herrschen. Sie werden sich in einer fremden Kultur wiederfinden. Sie werden sich anpassen müssen und ihre Vorurteile und veralteten Ansichten ablegen müssen. Sie werden ihre Angst vor Männern ablegen müssen. Lassen sie ihre Ängste hier auf der Erde zurück.”

Ihre Worte klangen weise, aber sie ließen sich nicht ganz so einfach umsetzen. Ich würde noch lange Vorbehalte gegenüber Männern hegen, da war ich mir sicher. “Wohin werde ich geschickt?”

“Viken.”

Ich runzelte die Stirn. “Von diesem Planeten habe ich noch nie gehört.”

Sie blickte auf ihr Tablet. “Hmm, sie sind die erste Braut von der Erde, die dorthin entsendet wird. Der Traum, den sie erlebt haben, gehörte zu einer Braut von einem anderen Planeten, die ebenfalls nach Viken gegangen ist. Wie sie sehen konnten, war der Partner ein rücksichtsvoller und dennoch energischer Liebhaber.”

Der Gedanke ließ mich rot anlaufen.

“Dem Testdurchlauf zufolge gehe ich davon aus, dass sie mit ihrem Partner sehr zufrieden sein werden.”

“Und falls nicht?” Was wäre, wenn sie sich irrte und der Typ gemein zu mir sein würde? Er mochte seinen Schwanz wie ein Pornostar herumschwenken, aber was wäre, wenn er mich einfach nur zu seiner Sklavin machen wollte? Was wäre, wenn er mich wie mein Verlobter schlagen würde?

“Sie können es sich dreißig Tage lang anders überlegen.” antwortete sie. “Denken sie daran, dass sie nicht nur zu einem Mann passen, sondern zum gesamten Planeten. Falls sie nach dreißig Tagen ihren Partner nicht wollen, dann können sie einen anderen Krieger anfordern, aber sie werden auf dem Planeten Viken bleiben.”

Das erschien mir fair zu sein. Ich seufzte erleichtert und entspannte mich bei dem Gedanken, dass ich am Ende doch noch ein Wörtchen mitzureden hatte—und nicht zur Erde zurückgeschickt werden würde.

“Sind sie zufrieden?” wollte sie wissen. “Haben sie weitere Fragen? Gibt es irgendwelche Gründe, ihren Transport zu verschieben?”

Sie schaute mich an, als würde sie mir eine letzte Chance geben. Eine Chance, die ich verstreichen lassen würde. “Nein. Es gibt keinerlei Gründe dafür.”

Sie nickte mit dem Kopf. “Ausgezeichnet. Für die Unterlagen, Miss Adams, sind sie verheiratet?”

“Nein.” Wäre ich nicht abgehauen, dann würde ich es bald sein. Nämlich in zwei Wochen.

“Haben sie Kinder?”

“Nein.”

“Gut.” Sie wischte wieder über ihren Bildschirm. “Sie wurden offiziell dem Planeten Viken zugeteilt. Akzeptieren sie die Partie?”

“Ja.” Solange der Typ sich nicht mies verhielt, würde ich überall hingehen, nur um hier raus zu kommen.

“Da sie zugestimmt haben, ist es jetzt offiziell. Sie verlieren damit ihre Bürgerrechte auf der Erde. Sie sind ab jetzt und für den Rest ihres Lebens eine Viken-Braut.” Sie blickte auf ihren Bildschirm und wischte erneut mit dem Finger darüber. “Den Bräuchen des Planeten Viken entsprechend werden an ihrem Körper einige Modifikationen vorgenommen, bevor sie transportiert werden können.”

Die Aufseherin Egara stellte sich neben mich.

“Modifikationen?” Was sollte das heißen? Was würde sie mit mir anstellen?

Sie drückte auf einen Knopf an der Wand über meinem Kopf und die Wand öffnete sich. Ich blickte über meine Schulter nach hinten, konnte aber nichts weiter als ein schwaches, blaues Licht erkennen. Dann bewegte sich ein langer Arm aus Metall aus der Wand heraus, an dem eine Nadel befestigt war. “Was ist das?”

“Keine Angst. Wir implantieren nur die NPU, das ist für alle Bräute so vorgesehen. Halten sie still. Es dauert nur ein paar Sekunden.”

Der Roboterarm bewegte sich auf mich zu und stach mich in den Nacken. Ich zuckte vor Schreck zusammen, aber es tat fast gar nicht weh. Eigentlich war es überhaupt nicht schmerzhaft. Als der Stuhl sich rückwärts in den Raum mit dem blauen Licht bewegte, blieb ich ruhig und entspannt. Ich war schläfrig.

“Sie brauchen jetzt keine Angst mehr zu haben, Miss Adams.” Als der Stuhl sich in das warme Wasser absenkte, fügte sie noch hinzu: “Ihre Abfertigung beginnt in drei … zwei … eins.”