Umfang 100 seiten
Frühling in der Schweiz
Über das Buch
Frühling in der Schweiz ist ein frühes autobiographisches Werk von Ricarda Huch, einer der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen und ersten weiblichen Mitglieder der Preußischen Akademie der Künste. Mit feinem Gespür für innere Entwicklung, Landschaft und geistige Atmosphäre schildert Huch in diesem Buch ihre prägenden Jahre in der Schweiz – eine Zeit des Aufbruchs, der Selbstfindung und der stillen Beobachtung.
Ricarda Huch, geboren 1864 in Braunschweig, war nicht nur eine Pionierin der Literatur, sondern auch Historikerin, Philosophin und eine mutige Stimme ihrer Zeit. Ihr Aufenthalt in der Schweiz fiel in eine Phase persönlicher wie intellektueller Reifung. In Frühling in der Schweiz verarbeitet sie diese Jahre mit einer Mischung aus zarter Melancholie, geistiger Klarheit und poetischer Kraft. Sie beschreibt nicht nur äußere Erlebnisse, sondern vor allem das innere Erleben – das Werden eines eigenen Standpunkts inmitten gesellschaftlicher Konventionen, akademischer Herausforderungen und landschaftlicher Schönheit.
Das Werk ist von einer stillen Intensität getragen, die ihre spätere schriftstellerische Haltung bereits erahnen lässt. In der Reflexion über die Schweiz entfaltet sich zugleich das Porträt einer jungen Frau, die ihren eigenen Weg sucht – mit Sensibilität, Entschlossenheit und dem unverkennbaren Blick einer großen Autorin.