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Wie Algorithmen Menschen in Extreme treiben
Über das Buch
Radikalisierung beginnt heute nicht mehr im Hinterzimmer – sie beginnt auf dem Bildschirm. Dieses Buch untersucht, wie digitale Plattformen durch algorithmische Empfehlungssysteme gesellschaftliche Polarisierung erzeugen, extremistische Inhalte verstärken und Nutzer schrittweise in Echokammern treiben – ohne dass eine einzelne Entscheidung bewusst getroffen wird.
Anhand dokumentierter Fälle aus Europa und Nordamerika rekonstruiert dieses Werk die Mechanismen algorithmischer Radikalisierung: Engagement-Optimierung als struktureller Treiber von Empörung, die systematische Benachteiligung moderater Inhalte und die Rolle von Plattformarchitekturen, die Profit über gesellschaftliche Stabilität stellen. Im Mittelpunkt stehen nicht Einzeltäter, sondern die institutionellen Entscheidungen von Technologiekonzernen, die Konsequenzen ihrer Systeme kannten – und sie in Kauf nahmen.
Gestützt auf interne Unternehmensdokumente, parlamentarische Untersuchungen und sozialwissenschaftliche Forschung bietet dieses Buch eine historisch fundierte Analyse der digitalen Gegenwart. Es ist kein technisches Handbuch, sondern ein Werk über Macht, Verantwortung und die Frage, wer haftet, wenn Systeme Menschen schaden. Ein notwendiges Buch für alle, die die Gegenwart als das verstehen wollen, was sie ist: Geschichte, die gerade geschrieben wird.
