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Über das Buch
Als Videospiele Mitte der 90er Jahre den massiven Sprung von 2D auf 3D wagten, standen Entwickler vor einem gigantischen Problem: Die Kamera. In einer dreidimensionalen Welt gleichzeitig zu laufen, die Kamera manuell zu drehen und ein Schwert auf einen beweglichen Feind zu richten, überforderte die motorischen Fähigkeiten fast aller Spieler. Die ersten 3D-Kämpfe waren ein frustrierendes, unübersichtliches Chaos.
Die Lösung für dieses Problem lieferte 1998 «The Legend of Zelda: Ocarina of Time» mit einer Mechanik, die die Industrie für immer verändern sollte: Dem Z-Targeting. Auf Knopfdruck wurde die Kamera fest an den Feind gebunden, der Spieler bewegte sich fortan auf einer unsichtbaren Kreisbahn um sein Ziel herum. Plötzlich waren präzise Ausweichrollen, Blocken und gezielte Gegenangriffe in einem 3D-Raum mühelos möglich.
Dieses Buch analysiert die Genialität hinter dieser scheinbar simplen Mechanik. Wir blicken hinter die Kulissen der Entwicklung und zeigen, wie ein Besuch in einer japanischen Ninja-Show die Nintendo-Programmierer zu dieser revolutionären Lösung inspirierte.
Verstehen Sie, wie das Z-Targeting die DNA von praktisch jedem modernen Action-Rollenspiel – von «Dark Souls» bis «The Witcher» – geprägt hat. Eine Hommage an den unsichtbaren Faden, der das Chaos der dritten Dimension endlich kontrollierbar machte.
