Buch lesen: "der bauschaden Spezial Feuchteschutz in der Altbausanierung"
Feuchteschutz in der Altbausanierung
Entfeuchtung und nachträgliche Bauwerksabdichtung
Klimatischer Feuchteschutz im Altbau
Rechtliche Besonderheiten in der Altbausanierung
Saad Baradiy
Guido Dietze
Reinhard Eberl-Pacan
Marc Ellinger
Michael A. Else
Martin Giebeler
Brigitte Hallschmid
Frank Hartmann
Florian Herbst
Martin Horn
Bernd Jäger
Peter Körber
Dominik Krause
Guido Sandmann
Thomas Schilling
Axel Schulze
Michael Siegwart
Christine Uske
Jürgen Weber
Axel Weisbach
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Titelfoto/-illustration: © Gina Sanders – Fotolia.com
Satz: mediaTEXT Jena GmbH, 07747 Jena
Druck: Druckerei Steinmeier, 86738 Deiningen
Printed in Germany 2017
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ISBN: 978-3-86586-812-1
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Vorwort
Bis heute besitzen viele Altbauten keine ausreichende Bauwerksabdichtung – z. B. weil die verwendeten Abdichtungsstoffe nicht dauerhaft waren, frühere Sanierungen fehlschlugen oder eine Instandsetzung nicht wirtschaftlich durchführbar war. Weitere Feuchteeinträge in Altbauten resultieren aus fehlerhaften energetischen Modernisierungen. So müssen eine luftdichte Bauweise, die Dämmung und der Mindestluftwechsel fachgerecht aufeinander abgestimmt und ausgeführt werden, damit später keine Feuchtigkeit an Wänden oder Fenstern kondensiert, sich in Bauteilen anreichert oder sogar Schimmelpilzbefall hervorruft.
Mit dem Buch „Feuchteschutz in der Altbausanierung“ aus der Reihe „bauschaden Spezial“ liegt nun ein Sanierungshandbuch mit Lösungen für die dauerhafte Vermeidung von Feuchteeinträgen vor. Sowohl für die Bauwerksabdichtung im erdberührten Bereich, wie auch aus Sicht der Bauphysik soll dieses Werk dem Bauprofi Empfehlungen geben, um den Feuchteschutz in Altbauten dauerhaft zu gewährleisten.
Das Kapitel „Entfeuchtung und nachträgliche Bauwerksabdichtung“ konzentriert sich auf Verfahren, mit denen die vertikale und horizontale Abdichtung nachträglich instand gesetzt werden kann – und zeigt diese anschaulich anhand von Objektbeispielen und beispielhaften Arbeitsabläufen. Da geschädigte Bausubstanz häufig eine zu hohe Feuchte für die Instandsetzung aufweist, werden zudem geeignete Trocknungsverfahren vorgestellt. Ein Beitrag zum Einsatz von Sanierputzsystemen als flankierende Instandsetzungsmaßnahme rundet die Thematik ab.
Das Kapitel „Klimatischer Feuchteschutz“ beleuchtet anschließend wichtige bauphysikalische Themen. Hier werden zunächst die grundsätzlichen Anforderungen der DIN 4108-3 an den klimabedingten Feuchteschutz erläutert. Es folgen – immer bezogen auf den Bestand – praktische Tipps zur Umsetzung der Luftdichtheit, ein Ansatz zur Berechnung des Mindestluftwechsels sowie Hinweise zur Planung von Innendämmungen und zur Umsetzung von feuchtegefährdeten Details.
Abschließend erhält der Leser Hinweise zu rechtlichen Besonderheiten der Altbausanierung.
Die langjährige Berufserfahrung der Autoren auf dem Gebiet der Instandsetzung von Altbauten, der Bauphysik sowie insbesondere des Wärme- und Feuchteschutzes ermöglichten es, ein informatives Werk mit hohem fachlichen Anspruch und praktischen Lösungsvorschlägen zu erstellen.
Die Autoren, im März 2017
Die Autoren
Dr. Saad Baradiy
Dr. Baradiy ist seit 1994 in einem Generalplanungsbüro in Chemnitz als Sachverständiger für „Bauphysik-Energieeffizienz-Nachhaltigkeit“ tätig. Er beschäftigt sich mit der bauphysikalischen Planung, Beratung, Begutachtung, Bauüberwachung, Messung und Qualitätssicherung in nationalen und internationalen Projekten. Dr. Baradiy ist Beratender Ingenieur und DGNB Senior Auditor.
Seit 1998 ist Dr. Baradiy öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger auf dem Gebiet der Thermischen Bauphysik und Bauakustik.
Kontakt
Internet: www.iproplan.de E-Mail: baradiy.saad@iproplan.de
Dipl.-Ing. (FH) Guido Dietze
Guido Dietze, Jahrgang 1974, studierte Bauingenieurwesen an der Fachhochschule in Hildesheim und im Anschluss daran Bauphysik an der Hochschule für Technik in Stuttgart. Von 2002 bis 2013 war er in einem Ingenieurbüro für Bauphysik in Schorndorf/Württ. als Projektingenieur in allen Bereichen der klassischen Bauphysik tätig.
Von 2009 bis 2014 war er Vertretungsprofessor für Bauphysik an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim mit dem Schwerpunkt Bau- und Raumakustik sowie thermische Bauphysik. Er ist Autor von Fachbüchern und Fachbeiträgen und Referent bei Fachtagungen.
Seit 2013 betreibt er ein Ingenieurbüro für Akustik und Bauphysik in Hildesheim.
Kontakt
Internet: www.dietze-bauphysik.de E-Mail: info@dietze-bauphysik.de
Dipl.-Ing. Reinhard Eberl-Pacan
Reinhard Eberl-Pacan ist Inhaber des Büros Eberl-Pacan Architekten + Ingenieure Brandschutz, seit 1989 freischaffender Architekt und seit 2007 Planer für den vorbeugenden Brandschutz in Berlin. Seine Vortragstätigkeiten finden u. a. beim Berliner Brandschutz-Fachgespräch (BBF) und beim FeuerTRUTZ-Kongress für Brandschutz statt. Er ist freier Redakteur für das FeuerTRUTZ Magazin für Brandschutz und schreibt Bücher und Fachartikel zu Architektur, Holzbau und Brandschutz.
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Internet: www.eberl-pacan.de E-Mail: architekten@eberl-pacan.de
Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger
Nach dem Studium der Baubetriebslehre an der FH Karlsruhe war Marc Ellinger 16 Jahre im Schlüsselfertigbau, Ingenieurbau und Massivholzbau für mittelständische Bauunternehmen in Südbaden auf unterschiedlichen Hierarchieebenen tätig. Seit 2006 ist er Inhaber des B4 Bau-Beratungs-Büros Bernau. Als Bausachverständiger widmet er sich vor allem der baubegleitenden Qualitätskontrollen. Seit 2012 leitet er die WTA-Akademie. Zudem ist Marc Ellinger Softwarecoach, Referent, Dozent und Fachautor. Mit Leidenschaft setzt er sich für die substanzgerechte Erhaltung historischer Bausubstanz und Vermeidung von Mängeln in Bauplanung und -ausführung ein.
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Internet: www.bauberatungbernau.de E-Mail: info@bauberatungbernau.de
Michael A. Else
Michael A. Else ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Partner der Kanzlei else.schwarz Rechtsanwälte Partnerschaft in Wiesbaden. Seit über 10 Jahren ist er mit dem Denkmalschutzrecht befasst und berät und vertritt Denkmaleigentümer und Planer.
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Internet: www.else-schwarz.de
Dipl.-Ing. (FH) Martin Giebeler
Martin Giebeler ist Inhaber des Ingenieur- und Sachverständigenbüros Bau-Expert im südhessischen Zwingenberg. Seine Arbeitsfelder sind Beratung, Schadensdiagnose und Sanierungskonzeption bei Feuchte- und Schimmelschäden, Messdienstleistungen (Feuchte, Raumklima, Thermografie, Behaglichkeit, Luftdichtheit), Gutachten sowie Qualitätssicherung. Daraus ergibt sich eine ausgedehnte Vortrags- und Autorentätigkeit. Kunden, die von seiner 25jährigen Erfahrung profitieren, sind Wohnungsgesellschaften, Hausverwaltungen, Hauseigentümer, Bauherren, ferner Kreise/Kommunen, Gerichte und Institute/Bildungsträger.
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Internet: www.bau-expert.org E-Mail: info@bau-expert.org
Dipl.Ing. (FH) Brigitte Hallschmid
Brigitte Hallschmid ist Innenarchitektin, beim BAFA gelistete Energieberaterin, Ausstellungsberechtigte im Rahmen der Bauvorlageberechtigung und nach EnEV 2014 § 16 Abs. 2 und 3 und § 21 Abs. 1 Nr. 2 für bestehende Wohngebäude sowie Baubiologin (IBN) und Bausachverständige. Außerdem ist sie Autorin der Fachpublikation „Das Baustellenhandbuch für den Innenausbau“, erschienen bei der FORUM VERLAG HERKERT GmbH.
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Internet: www.trazado.de
Florian Herbst
Florian Herbst ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Er vertritt für REMBERT.Rechtsanwälte bundesweit Bauunternehmen, Bauträger, Architekten und Ingenieure bei der Durchsetzung ihrer Rechte und Ansprüche.
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Internet: www.rembert-rechtsanwaelte.de E-Mail: hamburg@rembert-rechtsanwaelte.de
Dipl.-Ing. Franz-Josef Hölzen
Franz-Josef Hölzen ist eingetragener Architekt der Kammer Niedersachsen sowie von der Handwerkskammer Oldenburg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Holz- und Bautenschutzgewerbe.
Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen, z. B. von Fachbeiträgen zur Gebäudeinstandsetzung und Bauwerksabdichtung sowie der Fachbücher „Abdichtung von Gebäuden“ und „Kein Wärmeschutz ohne Feuchteschutz“.
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E-Mail: hoelzensv@t-online.de
Dipl.-Ing. Martin Horn
Martin Horn studierte an der IS Friesack, Universität Rostock/IHS Berlin-Wartenberg mit Abschluss als Dipl.-Ing. für Maschinenbau. In den Jahren 1991 und 1992 war er als Bauleiter einer Abdichtungsfirma in Boostedt tätig, anschließend als Geschäftsführer einer Abdichtungsfirma in Fehrbellin. Von 1997 bis 2006 qualifizierte er sich zum Sachverständigen und war als freier Sachverständiger für Abdichtungen tätig. Seit 2006 ist er für das Sachgebiet Abdichtungen durch die Brandenburgische Ingenieurkammer öffentlich bestellt und vereidigt.
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Internet: www.ingbuero-mhorn.de E-Mail: info@ingbuero-mhorn.de
Dipl.-Ing. Peter Körber
Peter Körber ist beratender Ingenieur, Fachingenieur für den Bautenschutz, Mitglied der Ingenieurekammer und der Architektenkammer Niedersachsen, Tegova Recognized European Valuer sowie öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Fachgebiete Schäden an Gebäuden sowie Wertermittlung. Zudem leitet er ein Sachverständigenbüro mit Standorten in Springe, Hannover, Hamburg und Potsdam.
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Internet: www.architekt-koerber.de
Dominik Krause
Dominik Krause ist seit 2003 Rechtsanwalt in Bremen. Er ist schwerpunktmäßig in den Bereichen des Bau- und Architektenrechts tätig sowie Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Bau- und Architektenrecht des Deutschen Anwaltvereins.
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E-Mail: krause@kravo.de
Guido Sandmann
Guido Sandmann ist als Gründer und Partner bei Sandmann Rechtsanwälte in München tätig. Als Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht ist er auf die Schwerpunkte Bau- und Immobilienrecht sowie WEG-Recht spezialisiert.
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Internet: www.immobilienrecht-münchen.de E-Mail: guido.sandmann@muenchen-immobilienrecht.de
Dr.-Ing. Gregor A. Scheffler
Gregor Scheffler ist Bauingenieur, nach Studium und Promotion an der TU Dresden. Nach Stationen in Wissenschaft und Industrie bearbeitet er seit 2013 energetische, bauphysikalische und anlagentechnische Fachplanungen im Ingenieurbüro Dr. Scheffler & Partner GmbH, das er seit 2016 leitet. Als Leiter des Referates 6 – Bauphysik innerhalb der WTA und Mitglied des Normungsausschusses „NA 005-56-99 AA – Feuchte“ ist er aktiv an der Erarbeitung technischer Regelwerke beteiligt. Gregor Scheffler ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu bauphysikalischen Themen sowie des Buches „Bauphysik der Innendämmung“.
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Internet: www.ib-scheffler.de
Dipl.Ing. Thomas Schilling
Thomas Schilling ist seit der Gründung des Planungsbüros Schilling 2002 in München als Architekt mit zahlreichen realisierten Projekten und als Sachverständiger zu Schäden an Gebäuden mit den Schwerpunkten energiesparendes Bauen und Sanieren sowie Schimmel und Schadstoffe tätig. Versicherungen, Hausverwaltungen, Gewerbetreibende und Privatpersonen sind Kunden des Büros, das im Jahr rund 80 Begutachtungen durchführt.
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Internet: www.pb-schilling.de
Dipl.-Ing. Axel Schulze M.Sc.
Axel Schulze ist Möbelrestaurator, Dipl.-Ing. Holzingenieurwesen, M.Sc. Bauforschung und Denkmalpflege sowie geprüfter Sachverständiger für Holzschutz und historische Bauwerke.
Er ist seit sechs Jahren als freischaffender Gutachter verstärkt an unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden tätig.
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Internet: www.bauforschung-schulze.de
Dr. Michael Siegwart
Dr. Michael Siegwart ist eingetragen in die Liste Beratender Ingenieure des Landes Baden-Württemberg. Im Jahr 2009 machte er sich nach langjähriger Erfahrung als Experte und Projektleiter bei internationalen Hoch- und Tiefbauprojekten im Bereich Bauschadenerkennung und Sanierung selbstständig. Er ist Autor zahlreicher Fachveröffentlichungen über Bauschäden, Bauwerksüberwachung und -sanierung.
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Internet: www.ibsiegwart.de
Dipl.-Ing. (FH) Christine Uske
Architektin Christine Uske ist Autorin und Herausgeberin von Fachpublikationen über Energieeinsparung im Bereich des „Bauen im Bestand“. Sie hat ein eigenes Architekturbüro in München mit dem Tätigkeitsschwerpunkt, zukunftsorientierte Nutzungs- und Energiekonzepte für Neu- und Umbauten zu entwickeln, zu planen und umzusetzen.
Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Weber
Jürgen Weber absolvierte von 1973 bis 1975 eine Lehre als Säureschutzfacharbeiter, ab 1980 ein Studium in der Fachrichtung Hochbau und ab 1985 ein Studium der Technologie der Bauproduktion in Leipzig. 1994 war er Mitbegründer der Bürogemeinschaft für Bausachverständige in Leipzig. 1993 wurde er zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Handwerkskammer zu Leipzig für Maurer- und Betonbauerhandwerk sowie Holz- und Bautenschutz berufen, ab zum 2011 öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der IHK zu Leipzig und ab 2016 zum Sachverständigen der Ingenieurkammer Sachsen für Feuchteschutz von Mauerwerk – Mauerwerkstrockenlegung.
Kontakt
Internet: www.weber-bauschaden.de E-Mail: juergen@weber-bauschaden.de
Axel Weisbach
Rechtsanwalt Axel Weisbach ist Partner der Kanzlei Meidert & Kollegen Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Augsburg, München, Kempten. Er ist als Fachanwalt für Verwaltungsrecht in der Kanzlei Meidert & Kollegen Ansprechpartner in Fragen des Öffentlichen Bauordnungs- und Bauplanungsrechts sowie des Umweltrechts. Er berät hierzu zahlreiche Firmen, Kommunen und Privatpersonen.
Kontakt
Internet: www.meidert-kollegen.de
Gesamtinhaltsverzeichnis
Deckblatt
Impressum
Bedienung des E-Books
Vorwort
Die Autoren
Gesamtinhaltsverzeichnis
Entfeuchtung und nachträgliche Bauwerksabdichtung
Techniken der Bauteiltrocknung
Nachträgliche Bauwerksabdichtung erdberührter Bauteile
Stoffe zur nachträglichen vertikalen Abdichtung
Planung und Ausführung vertikaler Abdichtungen am Beispiel
Bewährte und moderne Verfahren zur nachträglichen horizontalen Abdichtung von Mauerwerk
Anwendung von Sanierputzsystemen
Sanierungsbeispiele
Hausschwamm durch fehlende nachträgliche Abdichtung
Denkmalpflegerische Sanierung des Schlosskomplexes Hohenbocka
Klimatischer Feuchteschutz im Altbau
Anforderungen der DIN 4108-3 an den klimabedingten Feuchteschutz
Lüftung
Berechnung des Mindestluftwechsels in Altbauten
Lüftungsanlagen contra Schallschutz
Umsetzung der Luftdichtheit im Altbau
Planung von Innendämmungen
Innendämmung bauphysikalisch sicher planen und einsetzen
Auswahl der richtigen Innendämmung
Umsetzung von Details
Einbindung von Holzbalkenköpfen
Holzfenster: Austausch oder Instandsetzung?
Nutzerverhalten versus klimatischer Feuchteschutz in historischen Gebäuden
Sanierungsbeispiel: Schimmelfreie Umnutzung von historischen Kellerräumen
Rechtliche Besonderheiten in der Altbausanierung
Haftung von der Bestandsaufnahme bis zur Objektüberwachung
Entstehung und Erhalt des Bestandsschutzes
Denkmalschutz und bauliche Veränderungen
Bedeutung und Einhaltung von DIN-Normen
Abweichungen von den allgemein anerkannten Regeln der Technik im Bestand
Bauprodukte und Bauarten mit Verwendbarkeitsnachweis
Stichwortverzeichnis
Weiterführende Informationen
Entfeuchtung und nachträgliche Bauwerksabdichtung
Techniken der Bauteiltrocknung
In Gebäuden wird durch die klassischen Bauweisen eine erhebliche Menge an feuchteempfindlichen Baustoffen eingesetzt. Bei unplanmäßiger Feuchtebelastung der Bauteile, bei einem Wasserleitungsschaden oder bei Hochwasser ist der Schaden meistens hoch. Die letztendliche Schadenshöhe wird durch die Art und Weise der Bautentrocknung erheblich beeinflusst.
Von Jürgen Weber
Vorbemerkung und Planung
Eine unplanmäßige Wassereinwirkung auf feuchteempfindliche Baustoffe kann jederzeit durch Leitungswasserschaden, nicht bestimmungsgemäßen Austritt von Wasser aus Entwässerungsleitungen oder durch andere Ursachen erfolgen. Um größeren Schaden zu vermeiden, ist eine möglichst zeitnahe und v. a. dem Einzelfall sinnvoll angepasste Bautrocknung durchzuführen.
Die mehrschichtigen Bauweisen und der Einsatz feuchteempfindlicher Baustoffe, wie z. B. Gipskartonplatten, ökologische Dämmstoffe oder Holzwerkstoffe, haben sich im Bauwesen in den letzten Jahrzehnten durchgesetzt. Die modernen Baustoffe sind aber nicht nur wegen ihrer Porenstruktur und dem entsprechenden Material feuchteempfindlicher, sondern weisen auch überwiegend eine geringe Resistenz gegenüber mikrobiologischem Befall auf.
Damit eine technische Bautrocknung im Einzelfall die schnellstmögliche Wirkung entwickelt und zudem wirtschaftlich durchgeführt wird, ist die nachfolgende Vorgehensweise notwendig:
| 1. | Feststellung der Ursache und Beseitigung der Wassereinwirkung auf die Bauteile |
| 2. | Feststellung des Umfangs und der Intensität der Wassereinwirkung |
| 3. | Feststellung der vorhandenen Baustoffe und konstruktiven Gegebenheiten der geschädigten Bauteile |
| 4. | Überprüfung des Vorhandenseins biogener Massen oder mikrobiellen Befalls im mittelbaren und unmittelbaren Schadensbereich |
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind zu dokumentieren und dienen als Grundlage, eine entsprechende Trocknungsplanung in Bezug auf die jeweiligen bauphysikalischen Randbedingungen und auf den Einzelfall bezogen zu erstellen. Ohne eine Planung ist eine wirtschaftliche und technisch optimal angepasste Bautentrocknung kaum oder nur durch Zufall möglich.
Ein Sanierungskonzept ist die wesentliche Grundlage einer erfolgreichen Bautrocknung. Es muss alle Arbeiten berücksichtigen, welche zur Schadenbeseitigung und zur Erreichung des Sanierungsziels zwingend erforderlich sind.
In einem qualitativ ausreichenden Sanierungskonzept sind mindestens folgende Sachverhalte zu beschreiben:
| • | Sofortmaßnahmen festlegen |
| • | geschädigte Bauteile oder Gebäudebereiche dokumentieren |
| • | mikrobiell gefährdete oder bereits befallene Bauteile zum Ausbau festlegen |
| • | zur Trocknung ungeeignete und geschädigte Baustoffe und Bauteile zum Ausbau vor Trocknung bestimmen |
| • | erforderliches Trocknungsziel definieren |
| • | Notwendigkeit einer technischen Trocknung einschätzen und gegebenenfalls Trocknungsverfahren, abgestimmt auf die geschädigten Bauteile, festlegen |
| • | Einsatz der Trocknungsgeräte bestimmen und vermutliche Einsatzzeit festlegen |
| • | Art und Weise sowie die Zeitintervalle der Zwischenprüfung festlegen |
| • | Abschottungsmaßnahmen festlegen |
Die Feuchtebeaufschlagung von Bauteilen bei überwiegend vorhandener, hygroskopischer Feuchte kann nicht effektiv und sinnvoll mit einer technischen Trocknung reduziert werden. Hier sollte ein sofortiger Ausbau der salzbelasteten Bauteile erfolgen. Gleiches gilt für Baustoffe, die ein hohes Risiko von materialspezifischen Veränderungen nach Durchfeuchtung oder Temperaturbeaufschlagung sowie von mikrobiellem Befall aufweisen.
Eine technische Bautentrocknung ist immer durch sachkundiges Personal zu überwachen. Selbst bei einer sorgfältigen Planung und Ausführung der Bautentrocknung ist es möglich, dass sich der geplante Verlauf der Trocknung ändert oder das Trocknungsziel nicht erreicht wird. Durch eine angemessene Bauüberwachung der Maßnahme kann auf ungeplante Verläufe der Bautrocknung zeitnah und sachgerecht eingewirkt werden.

Bild 1: Wassergehalt eines trocknenden Bauteils ((Quelle: Zimmermann u. a. 2006[1]))
Trocknungsverhalten {Trocknungsverhalten}
In mineralischen porösen Baustoffen finden im Wesentlichen Feuchtetransportprozesse statt, wie
| • | Kapillarleitung, |
| • | Oberflächendiffusion und |
| • | Dampfdiffusion. |
Bei Baustoffen, welche kein starres Porengefüge haben (z. B. Kunststoffe), findet aufgrund von Anlagerung der Wassermoleküle an die polymeren Makromoleküle eine Lösungsdiffusion statt. Die Lösungsdiffusion ist in der Bautentrocknung aber ohne Bedeutung.
Als mögliche Methoden zum Trocknen von Bauteilen, Gebäudebereichen bzw. von gesamten Gebäuden gelten:
| • | Lüftung (Fensterlüftung) mit und ohne Ventilatoren und Heizung |
| • | Luftentfeuchtung mit Trocknungsgeräten mit und ohne Ventilatoren und Heizung |
| • | Aufheizung der Bauteile mit Infrarotflächenheizern (30 bis 60 °C) oder Mikrowellenverfahren |
| • | thermisch-konvektive Trocknung (Aufheizung mit Heizstabtechnik) |
| • | Trocknung durch Lufteinblasen mit Mikrodüsen |
| • | provisorische Sockelheizung |
| • | Einleitung von Luft in den Keller aus beheizten Obergeschossen |
Die Trocknungsmethoden haben Vor- und Nachteile sowie unterschiedliche Wirkungsgrade.

Bild 2: Ventilator zur Erhöhung der Luftzirkulation (Quelle: Trotec GmbH & Co. KG, Heinsberg)
Genaue Untersuchungen über das Trocknungsverhalten von mineralischen Baustoffen in Bestandsgebäuden, die allgemeingültige Ergebnisse vorweisen, fehlen nach wie vor. Das theoretische Trocknungsverhalten von Bauteilen kann aber grundsätzlich in vier Phasen unterteilt werden:
| Phase | Kennzeichnung | Resultat der Trocknung |
| 1. | klimatische Bedingung mit hohen Außen- und Innenfeuchten; geringe Bauteiltemperatur; rasche Temperaturwechsel | Trocknung ohne Trocknungsverfahren kaum möglich |
| 2. | hoher kapillarer Wassertransport in Wänden und Decken | intensiver Austrocknungsprozess |
| 3. | geringere Bauteilfeuchte; dadurch nimmt der kapillare Wassertransport ab | langsamere Austrocknung |
| 4. | Bauteil ist im Bereich der praktischen Baufeuchte aufgrund der äußeren und inneren Temperatur- und Feuchtelast im ungestörten Fall |
Tab. 1: Theoretisches Trocknungsverhalten (Quelle: Bauforschungsbericht F 2511[2])
Die notwendige Zeit der Trocknung {Trocknungszeit} von mit Wasser beaufschlagten Bauteilen ist abhängig vom Umfang der Feuchtebelastung, welche zum einen aus der Dauer der Wassereinwirkung und dem vorhandenen hydrostatischen Druck in der Einwirkzeit resultiert. Zum anderen haben das Saugverhalten und die stoffliche Zusammensetzung der Bauteile einen Einfluss auf die Trocknungszeit.
Im Wesentlichen werden technische Trocknungsmaßnahmen zur
| • | Neubautrocknung (z. B. Anmachwasser), |
| • | Wasserschadensbeseitigung, |
| • | Entfeuchtung von Bauteilen nach der Sanierung und |
| • | bei Hochwasser |
mit dem Ziel eingesetzt, die Austrocknungszeit durch die technische Trocknung erheblich zu reduzieren.
Der Zeitraum für eine Trocknung bei Bauteilen im Bestand bis auf die Sorptions- bzw. Ausgleichsfeuchte wird sehr häufig unterschätzt. Eine merkliche Trocknung von durchfeuchteten Bauteilen innerhalb von zwei Jahren ist nur bei optimalen Bedingungen oder durch Maßnahmen einer technischen Bautrocknung möglich.
In der Trocknungszeit ist die relative Feuchte der das Bauteil umgebenden Raumluft möglichst gering zu halten. Diese Grundvoraussetzung ist bei einer rein natürlichen Lüftung (Fensterlüftung), v. a. in den Sommermonaten in Kellern oder in Mieträumen (ohne Eigennutzer), problematisch und in der Praxis überwiegend nicht durchsetzbar. Aus diesem Grund und mit der Zielstellung einer schnellen „künstlichen“ Trocknung der betreffenden Bauteile zum Zweck einer uneingeschränkten Nutzung der Räume ist eine technische Bautrocknung unumgänglich. Durch diese wird aber ein nicht unerheblicher Kostenaufwand verursacht. Daher ist immer eine Abwägung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses bei der Festlegung von Maßnahmen zur Bautrocknung durchzuführen.
Die Trocknung von feuchten Bauteilen nach einer Wassereinwirkung oder/und einer erfolgten Sanierung ist von verschiedenen Randbedingungen abhängig, welche sich zudem noch untereinander beeinflussen. Hauptsächlich sind
| • | die örtlichen Gegebenheiten (z. B. Bauteil ein- oder beidseitig luftumspült), |
| • | Baustoffe des wasserbelasteten Bauteils, |
| • | örtliche Randbedingungen (z. B. Verputz oder sandgestrahlt), |
| • | Bauteilgeometrie (z. B. Wanddicke, Versätze), |
| • | Bauteil- und Umgebungstemperaturen sowie |
| • | Feuchtegehalte und relative Luftfeuchten der umgebenden Luft und Bauteile |
zu beachten. Sollen die einzelnen Bedingungen auf eine zunehmende zeitliche Beeinflussung grob eingeschätzt werden, ergibt sich nachfolgendes Bild:

Bild 3: Zeitlicher Einfluss von Randbedingungen ((Quelle: Jürgen Weber nach Zimmermann u. a. 2006[3]))
Die Trocknungszeit der Bauteile wird im Wesentlichen durch die hauptsächlich verwendeten Baustoffe bestimmt. Wenn gleiche oder ähnliche Randbedingungen vorliegen, kann dabei grob wie folgt ausgegangen werden:

Bild 4: Trocknungszeit von Baustoffen ((Quelle: Jürgen Weber nach Zimmermann u. a. 2006[4]))
Ein Bauteil kann nur bis zur Sorptionsfeuchte bzw. Ausgleichsfeuchte ohne Zwang trocknen. Die Ausgleichsfeuchte {Ausgleichsfeuchte} wird auch Gleichgewichtsfeuchte genannt. Alle mineralischen Baustoffe nehmen aus der Umgebungsluft mehr oder weniger Wasser in gasförmiger Weise auf und geben dieses auch wieder unter bestimmten Randbedingungen an die Umgebungsluft ab.

