Hensel & Gretel

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Hensel & Gretel
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Andrea Appelfelder

Hensel & Gretel

Hexenjäger

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Epilog

Quelle

Impressum neobooks

Prolog

Andrea Appelfelder

Hensel & Gretel

Hexenjäger

Das folgende Werk ist rein fiktionaler Natur und beruht frei auf dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm.

Jegliche Ähnlichkeiten zu bereits existierenden Namen, Figuren und Orten sind reiner Zufall und haben nichts mit diesen zu tun.

Es war einmal in einem fernen und unbekannten Land, tief in einem dunklen und furchterregenden Wald. Die Nadelbäume ließen kaum den Sonnenschein auf den Erdboden scheinen und alles wirkte gespenstisch, aber noch viel tiefer in diesem gottverlassenen Stück Erde war ein riesiges herrschaftliches Anwesen, das dem eines Königs schon fast glich.

Dieses ungewöhnliche, aber auch düstere Märchenschloss glänzte weiß im Mondlicht und golden im Schein der Sonne.

In diesem einzigartigen Haus lebte ein alter, von der harten Arbeit geformter Mann, der durch das Holzfällen und den daraus resultierenden Verkauf des Holzes zu etwas Geld gekommen war.

Dieses vermehrte sich sogar noch auf wundersame Weise nachdem er seine Frau, eine Heilerin aus dem Nachbarort, kennen und lieben gelernt hatte. Sie war hoch angesehen für ihre Künste und wurde sogar zu Königen bestellt. Einer dieser hatte ihr und ihrer Familie zum Dank für die Errettung eines Königskindes dieses Schloss geschenkt.

Viele, die neidisch auf den plötzlichen Reichtum waren, erzählten, dass die rothaarige, augenscheinlich ewig junge Frau, die alle Krankheiten heilen konnte, eine Hexe sei. Dies war aber nicht der Fall, sie war lediglich bei der Geburt von Gott mit Glück gesegnet worden.

Das Paar kümmerte sich aber nicht darum und lebte weiter für sich allein im Wald. Was die anderen sagten, interessierte sie nicht. Sie lebten dort viele Jahre glücklich und zufrieden.

Aber eines Tages geschah ein Missgeschick und seine geliebte Frau, die ihm vor einigen Jahren ein wunderhübsches Kind geschenkt hatte, tödlich verunglückte. Niemand konnte genau sagen, ob es ein Unfall gewesen war, sie von einem Tier getötet worden war oder sie auf dem Weg nach Hause überfallen und dann ermordet worden war.

Ihr Mann glaubte an den Groll der Nachbarn und er pflegte stets melancholisch zu sagen, dass das ihr in die Wiege gelegtes Glück nichts gegen einen wütenden und neidischen Mob half, aber er sagte auch, das sie schöne Jahre hatten.

Seit diesen Tagen hielt sich der Holzfäller aus dem Nachbardorf fern und machte seine Geschäfte lieber weiter weg, allerdings erfuhr er, dass es den Leuten aus dem Dorf immer schlechter ging und sah dies als Schuldeingeständnis.

Seit dem Tod seiner Frau lebten also nur noch er, sein Sohn Hensel und der Hausvorstand und Student, der den Namen Gretel trug, im entlegenen Haus. Alle anderen Bediensteten, die bis zum Ableben der Frau das Haus bewohnt hatten und es in Schuss gehalten hatten, hatten sich das Maul über das Schicksal der gefallenen Hausherrin zerrissen und waren entlassen worden. Sie hatten auch darüber gesprochen, dass sie nicht mit Gott, sondern mit dem Teufel im Bunde gewesen war.

Das Leben der drei war glücklich und floss nur so vor sich hin, bis der junge Hensel schließlich siebzehn Jahre alt war.

Der Vater fühlte sich mit fortschreitenden Zeit aber doch zu einsam und so brachte er eine neue Frau, die das Loch in seinem Herzen füllen sollte, in das Haus seiner einstigen glücklichen Familie.

In diesem Moment des Umbruches beginnt unsere Geschichte über ewige Jugend, dunkle Magie und Mord.

Kapitel 1

Hensel blickte gedankenverloren in die unendlichen Weiten des blauen Himmels und schien über etwas nachzudenken. Er war extrem angespannt und versuchte verzweifelt sich wieder zu beruhigen. Er wünschte sich, dass ihm in diesem Moment alles egal sein könnte, aber es gelang ihm nicht.

Der Junge war so vertieft, in seine Gedanken, dass er nicht einmal bemerkte, dass sich jemand in einem schicken, schwarzen Anzug neben ihn kniete und ihn sanft an der Schulter berührte: „Hensel, was hast du?“

Der junge Mann, der ähnlich gekleidet war, nur dass er ein lavendelfarbenes Hemd statt einem weißen trug, erschrak kaum merklich und drehte sich zu dem Fragenden, der nur einige Jahre älter war, als er selbst. „Gret, ich habe dich gar nicht bemerkt. Tut mir Leid.“

Während sich der blonde Hensel gerade hinsetzte und die Grasreste von seiner Kleidung entfernte, lächelte Gret seinen Schützling mit dem ebenmäßigen und noch jungenhaften Gesicht an: „Das habe ich gemerkt. Du warst so sehr in Gedanken versunken, dass ich mich sorgte. Was ist denn mit dir los?“

Hensel sah Gret mit seinen himmelblauen Augen in dessen smaragdgrüne Augen: „Heute ist der Tag, an dem diese merkwürdige Frau in unser Haus einziehen wird. Ich habe sie nur einmal kurz gesehen und ich hatte nicht den Eindruck, dass sie darüber, dass ich auch hier lebe, glücklich ist. Wenn du mich fragst, ist sie nur hinter dem Vermögen meines Vaters her, so wie sie darauf gedrängt hat, dass er sie heiratet. Das wäre für mich die einzige Erklärung. Was meinst du? Wieso sollte sonst eine alleinstehende, wunderhübsche Frau bei einem verwitweten, schon etwas altersschwachen Mann einziehen, der einen jugendlichen Sohn hat und den sie erst vor einem Monat kennengelernt hatte?“

Gret lachte nur noch mitfühlender, streifte sich durch sein ebenfalls blondes, etwas längeres Haar und setzte sich zu ihm auf den Rasen. „Ach Hensel, wenn sie schon so schnell miteinander leben wollen, ist es glaube ich Liebe. Du kennst das nicht, weil es hier niemanden in deinem Alter gibt. Aber hab keine Angst. Ich bin sicher, dass sie dich auch schon bald lieben wird, wenn sie dich nur besser kennt. Du bist einfach nur liebenswert, schließlich habe ich mich auch in dich verliebt.“

Hensel blickte den jungen Mann, der Mitte zwanzig war und ein wohlgeformtes Gesicht besaß, schüchtern und durchdringend an, hinterfragte aber nichts. „Vielleicht hast du recht, aber ich bin froh, dass du an meiner Seite bist und dass ich immer auf dich bauen kann.“

Nach einer kurzen Pause fand Hensel, der mit seinen fast achtzehn Jahren noch sehr jungenhafte Züge an sich hatte, seine Stimme wieder: „Darf ich dich etwas Persönliches fragen?“

Der 1.80 m große Mann blickte auf seinen zehn Zentimeter kleineren Freund. „Da ich schon seit so vielen Jahre hier bin, musst du mich doch nicht mehr fragen. Sag es einfach frei heraus.“

Hensel blickte wieder in den Himmel. „Wieso haben deine Eltern dir den Namen Gretel gegeben obwohl du doch ein Junge bist? Außerdem sagtest du doch einmal, dass deine Eltern und älteren Brüder alle Jäger seien, also warum bist du dann als Studierender und dann Hausvorstand hierhergekommen statt ihnen nachzueifern? Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, ich bin nur neugierig. Ich habe dich nämlich sehr gern und wünsche mir, dass du für immer hier bleibst bei mir.....äh uns.“

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