11 erotische Geschichten für einen sinnlichen Abend

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LUST Authors

11 erotische Geschichten für einen sinnlichen Abend

Lust

11 erotische Geschichten für einen sinnlichen Abend

Übersezt von LUST Translators

Titel der Originalausgabe: 11 erotic stories for a sensual evening

Originalsprache: Schwedisch

Coverbild/Illustration: Shutterstock

Copyright © 2021 Vanessa Salt und LUST, SAGA Egmont, Copenhagen

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 9788728109748

1. E-Book-Ausgabe

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.

Verbotene Orte: Die Krankenschwester - Erotische novelle

Sie ist hübsch. Nein, nicht nur hübsch, sie ist makellos. Noora heißt die Krankenschwester, die sich jeden Tag seit dem schweren Unfall um mich kümmert, bei dem ich beinah meine Beine verloren hätte. In der schneeweißen Tracht sieht sie wie ein Engel aus. Schmale Lippen, große Augen und eine hübsche kleine Nase, die sie rümpft, wenn sie nachdenkt. Ihre Augenfarbe ist minzgrün. Ich kann ihr Gesicht inzwischen auswendig, ich habe ihre Sommersprossen und Leberflecken gezählt und ich weiß, dass sie sich jeden zweiten Tag schminkt, als ob sie es gern immer tun möchte, aber nicht so oft schafft.

Heute ist ein Schminktag.

Obwohl das für mich egal ist, ich nehme es nur zur Kenntnis. Sie ist immer hübsch. Ich glaube, es ist ihr Lächeln, das mich verzaubert hat, oder vielleicht die Tonlage, in der sie spricht – als ob es niemand anderen auf der ganzen Welt gäbe, bei dem sie lieber wäre.

„Na du, Benjamin.“ Sie lächelt so breit, dass ich ihre weißen Zähne sehen kann. Sie sind nicht so weiß wie ihr Krankenhauskittel, aber im Vergleich mit der sonnengebräunten Haut leuchten sie geradezu. „Wie fühlt sich das an?“ Sie sieht pfiffig aus und ihr Blick funkelt. „Morgen wirst du entlassen. Kannst du dir das vorstellen? Du darfst wieder in deinem eigenen Bett schlafen.“

Ich ziehe ein Gesicht. Hier liege ich in meinem Krankenhausbett. Am Anfang war das hart, das stimmt schon, aber jetzt, einen Monat später, ist es ein Teil von mir. Als ob das Bett mit meinem Rücken verwachsen ist. In letzter Zeit bin ich aufgestanden und schon ein ganzes Stück gegangen, aber mehr als eine Viertelstunde schaffe ich noch nicht, ehe es in den Beinen zieht. Wenn Noora kommt, lege ich mich gern hin, in dieses helle Zimmer, das ich für mich allein habe. Es ist immer schön, wenn sich jemand um einen kümmert … besonders, wenn sie es ist.

Sie lacht ihr helles Lachen, mit geschlossenen Augen und geöffnetem Mund. Sie legt eine Haarsträhne hinters Ohr und wirft einen Blick auf den Bildschirm, der meine Gesundheit in Zahlen anzeigt. Aber irgendetwas passt nicht. Ist sie nicht ein bisschen zu heiter? Wie aufgesetzt? Ihre haselnussbraunen Haare sehen heute besonders sorgfältig gebürstet aus, aber wie immer bekommt sie die vorderen Strähnen nicht in den Griff. „Oder willst du für immer hier bleiben?“

Ich setze mich halb zwischen die weichen Kissen. Vage hört man die Geräusche vom Flur hinter der Tür: Schritte, Gespräche und Türenklopfen. Es ist, als ob da draußen eine andere Welt ist. Dasselbe gilt fürs Vogelzwitschern vor dem gekippten Fenster. Ab und zu kommt kühle Luft herein, die nach Sauerstoff und frisch gemähtem Gras riecht. Und ja, in ihrer Stimme war etwas Angespanntes, als sie die letzte Frage gestellt hat.

„Das wäre ja wohl echt schön“, pflichte ich ihr bei, „wenn ich nicht kochen, abwaschen, waschen und den ganzen Kram machen müsste. Und bei dir bleiben könnte.“ Ich zwinkere ihr zu.

Noora sammelt das Geschirr im Zimmer ein und stellt es klirrend auf einen Metallwagen. Sie arbeitet so schnell, dass ihr Dutt im Nacken wippt. „Mmh, aber deine Freundin ist bestimmt froh, wenn du wieder da bist. Sie kann dir am Anfang vielleicht ein bisschen helfen?“

„Sie hat mit ihrem Studium genug zu tun.“

Ich fummle an der Decke und schließe für ein paar Sekunden meine Augen. Freundin. Tania kommt manchmal her, aber nicht mehr so oft, und versucht dafür zu sorgen, dass alles wieder normal wird. Sie begreift nicht, dass ich mich verändert habe und dass nichts mehr so wird, wie es mal war. Sie glaubt, dass ich nur Zeit brauche, aber Zeit ist bereits vergangen. Der Autounfall hat eine Kerbe in mein Leben geschlagen, ein Ereignis, das so groß ist, dass es ein Vorher und ein Nachher gibt. Das Auto hat sich überschlagen, ist in eine Steinwand gekracht und ich dachte, ich wäre tot. Aber Noora hat mich zurück ins Leben gebracht. Jedenfalls fühlte es sich so an, als ich die Augen zum ersten Mal nach meinem „Tod“ öffnete und sie an meiner Seite sitzen sah. Sie hatte Tränen in den Augen, sie fühlte so viel Empathie für einen Fremden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich eine Woche lang im Koma gelegen und sie wollte wirklich, dass ich durchkomme. Ich bilde mir natürlich ein, dass sie sich schon damals zu mir hingezogen fühlte.

„Hallo? Bist du weggetreten?“ Noora füllt mir ein Wasserglas am Hahn auf. „Freust du dich denn gar nicht auf morgen?“

„Mir geht es gut hier.“

„Entschuldige, wenn ich von Tania angefangen habe, habt ihr euch zerstritten?“

Noora und ich kennen uns jetzt seit einem Monat und haben bereits über alles geredet, worüber man so reden kann. Dass sie Tania erwähnt, ist also nicht weiter merkwürdig. Innerhalb von kurzer Zeit sind wir … Freunde geworden? Es ist nur so, dass die Erwähnung meiner Freundin mir eine Gänsehaut verleiht.

„Wir haben uns nicht zerstritten.“

„Ich dachte nur, weil sie dich eine Weile nicht besucht hat.“ Sie stellt das volle Wasserglas auf den Klapptisch neben dem Bett. Das Kondenswasser glitzert auf der Außenseite. „Ich will nur, dass es dir gut geht.“

„Wirklich?“ Ich hebe eine Augenbraue und versuche, einen flirtenden Gesichtsausdruck hervorzurufen. Vor dem Unfall sah ich unverschämt gut aus, vielleicht zu gut für mein eigenes Wohl, da ich dadurch viel zu selbstsicher wurde. Eingebildet, fanden manche. Ich war Frauen-drehen-sich-auf-der-Straße-nach-mir-um-hübsch. Breite, kräftige Baumfällerschultern, ein buschiger Bart, Tätowierungen, raspelkurze Haare und all die Muskeln vom Ringen. Dazu ein Gesicht wie ein Hollywood-Schauspieler.

Und jetzt? Jetzt habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder richtig viele Haare – dick und dunkelbraun, ein wenig gewellt. Meinen Bart rasiert Noora einmal pro Woche. Trotzdem ist der größte Unterschied zu vorher eine große Narbe, die über mein ganzes Gesicht verläuft, nur eine Haaresbreite vom rechten Auge entfernt. Ich bin entstellt. Aber Noora hat nie angeekelt ausgesehen, wenn sie mich ansah. Anders als Tania.

„Ich glaube“, sage ich selbstsicher, „dass du gefragt hast, ob ich mit Tania zerstritten bin, weil du wissen wolltest, ob ich Single bin.“

Sie umschließt das Glas so fest mit den Fingern, dass ihre Knöchel weiß werden. „Ha! Das solltest du lieber nicht glauben.“

„Ich weiß, dass du dich nach mir verzehrst, du wolltest mich, seit du mich zum ersten Mal gesehen hast. Es ist die Narbe, nicht wahr?“ Ich mache eine Geste zu meinem Gesicht. „Du stehst auf sowas.“

„Aha, ich verzehre mich nach dir?“ Sie grinst noch breiter, stellt einen Stuhl an meine Bettkante und setzt sich hin. „Und was lässt dich zu solchen Schlüssen kommen, wenn ich fragen darf?“

„Du bist traurig, weil ich entlassen werde.“

„Ich werde schon überleben.“

Ich mache einen Schmollmund. „Klar, versuche nur, erleichtert auszusehen, aber ich sehe, wie du in deinem Inneren leidest. Deine Seele wird vor Sehnsucht nach mir zerspringen.“

„Benjamin!“ Sie greift sich an die Brust, wie eine gehobene Dame im neunzehnten Jahrhundert. Aber ihr Blick flackert.

Ich fahre mir mit der Hand durch die Haare. Sie riechen noch immer nach dem Krankenhausshampoo vom Morgen. Anfangs hat Noora mich gewaschen, aber jetzt kann ich es leider allein. Es war Noora, die meine Haarwurzeln massiert hat, Noora, die mit warmem Wasser meine Haut abgespült hat, Noora, die mich an allen möglichen Stellen eingeseift hat. Ja, auch da. Als ich noch richtig schwach war, musste ich auf einem Stuhl in der Dusche sitzen, während sie schnell und effektiv mit ihren Händen über meinen Schwanz glitt, um ihn zu säubern. Dann tat sie dasselbe mit dem Sack.

Für sie war es Routine, aber für mich war es Erotik vom Feinsten. Mein ganzer Körper schmerzte nach dem schweren Unfall, und trotzdem war das einzige, woran ich denken konnte, wie schön es war, als sie meine glänzende, nasse Eichel eingeseift hat. Es kribbelte herrlich im Sack, aber die ersten Male wurde ich nicht hart. Ich glaube, dafür hatte ich noch zu viele Schmerzen. Nach einer Woche oder so funktionierte allerdings wieder alles.

Einmal wurde ich schon steinhart, als Noora mich nur auf den Stuhl setzte, und es gab keine Möglichkeit, das zu verbergen. Sie tat, als wäre nichts, bis auf ein leises Lächeln im Mundwinkel, und ich wäre beinah gestorben, als ihre Hände endlich meinen blaulila Ständer berührten. Die massierenden Daumen und die Finger, die ihn einseiften. Ich wäre beinah in ihre schaumigen, heißen Handflächen gekommen, aber ich konnte mich gerade noch zurückhalten.

Sobald sie mich danach im Bett allein ließ, noch feucht und frisch geduscht, kam ich unter meiner Decke. Ich weiß noch, wie lange es dauerte, wie wunderbar es sich anfühlte, als das nasse Sperma herausbrach und alles einnässte. Meine Hand lag um meinen Schwanz, sie fühlte sich sehr männlich an, aber dennoch tat ich so, als würde Noora mich zum Orgasmus massieren. Und irgendwie tat sie es ja auch.

 

„Hallo?“ Noora schüttelt den Kopf. Sie sitzt noch immer neben dem Bett. „Benjamin? Woran denkst du eigentlich?“

An dich. Nackt. Mit meinem steifen Schwanz in der Muschi.

„Nenn mich Ben, das habe ich doch schon gesagt.“

„Ich bin deine Krankenschwester, nicht deine Freundin.“

„Das eine schließt das andere nicht aus.“

„So lange du mein Patient bist …“

„… ist es sehr viel einfacher, wenn man gern …“

Sie gibt vor, aufzustehen. „Wage es nicht einmal, den Satz zu Ende zu sprechen.“

„… ganz harmlos flirten möchte.“ Ich grinse breit. „Was dachtest du denn, was ich sagen wollte?“

„Ich weiß, was du sagen wolltest, und ‚flirten‘ war es nicht.“

Schnell lege ich meine auf ihre warme Hand, und sie zieht sie nicht weg. „Schön, dass du mich so gut kennst, Noora. Vielleicht sogar ein bisschen besser, als eine Krankenschwester ihren Patienten kennen sollte?“

„Das hier ist mein Arbeitsplatz. Unabhängig davon kann ich nicht einfach … auf Patienten fliegen.“

„Patient im Singular, hoffe ich. Ich mag zwar unkeusch aussehen, aber ich bin ein Mann, der lieber monogam lebt.“

Ihre Augen werden etwas schmaler. Grün wie die Wiesen am Morgen, wenn der Nebel darüberhängt. Oder wie Wald an einem alltäglichen Regentag. „Sagt der Mann, der eine Freundin hat, und trotzdem mit der Krankenschwester flirtet.“

„Jetzt hör mir mal zu, sie wird sicher nicht mehr lange meine Freundin sein.“

„Nein, nein …“

„Außerdem hatten wir ewig keinen Sex mehr.“

Noora räuspert sich. „Too much information.“

„Ich lebe praktisch zölibatär und bin gar nicht monogam mit jemandem, vielen Dank auch.“

Sie legt den Kopf schräg und ein kleines Grübchen bildet sich auf der linken Wange. Ein paar Haarsträhnen gleiten wieder hinterm Ohr hervor. Sie riechen gut. Nicht nach Parfüm, das dürfen sie hier sicher nicht auflegen, aber natürlich. Natürlich gut. „Du hast es schon sehr schwer, oder?“

„Eine scharfe Zunge, würden meine Liebhaberinnen sagen.“

Sie steht auf und ich greife nach ihrem Handgelenk.

„He, hallo, stopp, warte, das war ein Witz! Bitte, bleib noch.“

„Ich habe noch mehr Patienten, um die ich mich kümmern muss.“

„Bitte?“

„Bitte was?“

Langsam ziehe ich sie näher, streichle ihre bleiche Haut mit meinen breiten Fingern. „Bitte … verbring Zeit mit mir. Spürst du denn die Anziehung zwischen uns nicht? Wir sind wie Magneten und du willst mich. Ich weiß, dass du mich willst. Und morgen ist es zu spät.“

Sie öffnet ihre glänzenden, hellroten Lippen, als ob sie mich zurechtweisen will, aber dann schließt sie sie wieder. Ihre Lider flackern ein paarmal, ein bisschen zittrig und sexy. Wie ein Raubtier. Ich habe ihr Interesse eingefangen und sie ist kurz davor, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Ich spüre es.

„Noora. Ich weiß nicht, was ich ohne dich tun soll. Einen Monat lang warst du mein Licht, mein schönstes, hellstes Licht, und nur deinetwegen habe ich all das hier überlebt.“

„Das kannst du so nicht sagen. Du übertreibst.“

„Nein, das stimmt. Jeden Morgen habe ich mir vorgenommen, zu kämpfen und gesund zu werden. Weil ich es schaffen wollte, hier mit dir zu sitzen und zu reden. Du bist wunderbar, und ich hoffe, dass … du jemand anderen findest, wenn du mich nicht willst.“

Sie windet sich aus meinem Griff, beugt sich zu mir und legt mir ihre schlanken Hände auf die Schultern. „Ich will dich, Benjamin, du brauchst nichts anderes zu glauben. Ich habe noch nie jemanden wie dich getroffen.“

Die Berührung lässt alles in mir brennen und pochen. Unter der Decke wachse ich. Mein Schwanz kribbelt und mein Sack blubbert. Ich muss sie haben, es gibt keine Alternative. Sie ist eine Droge für meine Seele. Ich fühle mich fieberheiß, trotz der Brise vom Fenster. Oh, wenn sie mich doch streicheln könnte! Es ist elendig lange her, dass ich in der Dusche ihre Hände an meinem Schwanz hatte. Mehrere Wochen ist es her. Wie oft bin ich nicht aus reinem Frust gekommen? Den Kopf voll mit Bildern von ihr?

Ich winde mich vorsichtig im Bett aus der Hose, lege eine Hand um den Schaft und seufze leise. Schon halb hart. Bald wird der Lusttropfen die Decke benässen, denn in Nooras Gegenwart kann ich mich nicht aufdecken. Merkt sie, dass ich mich selbst anfasse? Sieht sie die Bewegungen unter der Decke? Ich werde mit jeder Sekunde größer und brauche nur an das zu denken, was sie gesagt hat. Ich habe noch nie jemanden wie dich getroffen. Oh, ja, jetzt gelangen ein paar Tropfen an meinen Daumen. Ich reibe die Eichel damit ein.

„Nimm mich“, sage ich und sehe Noora in die Augen. So viel habe ich noch nie gewagt, aber es ist der letzte Tag und ich weiß nicht, ob ich je so geil war wie im Moment. Es ist übermächtig, ich halte es nicht aus. „Ich meine es ernst. Nimm mich. Vögel mich. Wer sollte es merken?“

„Du bist komplett verrückt.“

„Verrückt nach dir.“

„Du willst mich nur, weil ich die Einzige bin, die immer da ist.“ Sie steht auf und geht einen Schritt in Richtung Tür. „Das ist nicht echt. Morgen wirst du es merken … und du wirst in dein altes Leben zurückkehren. Zum Ringen, zu Tania und zur Arbeit als LKW-Fahrer.“ Sie fummelt an der Tasche von ihrem Krankenhauskittel herum. „Du bist fast wieder ganz gesund, du brauchst mich nicht mehr.“

„Noora.“ Meine Stimme ist heiser vor Verlangen. „Ich werde dich immer brauchen. Wenn du nichts in mir siehst, dann geh. Das ist okay. Aber wenn du auch die Anziehung zwischen uns spürst …“

„Ja?“

„Dann bleib. Nur einmal. Mach Liebe mit mir und dann sehen wir, was passiert. Was ist das Schlimmste, was passieren kann?“

„Das wir erwischt werden, dass ich rausgeschmissen werde, und dass ich mich in dich verliebe.“

Ich drücke mit der rechten Hand fester zu. Der erwartungsvolle Saft tritt komplett hervor. Es pocht warm und kribbelt im ganzen Körper. Ich winde mich. „Ist Liebe etwas Schlechtes?“

„Nein, aber … vielleicht macht sie mir ein bisschen Angst. Ich bin glücklich als Single.“

„Ich habe dir keinen Antrag gemacht. Du kannst ja weiter Single sein, wenn du das willst. Singles können auch Sex haben, das weißt du schon, oder? Nur ausprobieren und mal sehen, wie es sich anfühlt.“ Ich stöhne weich. Stromstöße fahren von der Eichel in meinen haarigen, verschwitzten Sack. Ich könnte kommen, aber ich will es noch rauszögern.

„Du fasst dich an.“

„Ja.“

„Sieht schön aus.“ Langsam kommt sie näher. „Darf ich gucken?“

Fortschritt. „Klar. Guck du nur.“ Mit der linken Hand werfe ich die Decke zu Boden – und mein Schwanz ist entblößt. Hart und gebogen wankt er in der Freiheit, als ob er ihr zuwinken möchte. Ich halte ihn nur mit zwei Fingern an der Wurzel. Der Lusttropfen glitzert wie das Kondenswasser am Trinkglas, das Noora auf den Tisch gestellt hat. Runde, kleine Tropfen, die von einer feuchten Zunge abgeleckt werden wollen.

„Wie findest du ihn?“, fahre ich fort, während uns der Duft von Geschlecht umschließt. Ich befriedige mich vor ihren Augen, ziehe die Vorhaut über die Eichel und wieder zurück, stoße in meine eigene Hand, hebe den Hintern hoch und kneife ihn zusammen. Umschließe ihn. Wie würde sich wohl Nooras Muschi anfühlen?

„Genau so, wie ich ihn erinnere. Du warst manchmal hart, oder? Wenn ich dich in der Dusche gewaschen habe.“

„Steinhart. Tut mir leid.“

„Kein Ding.“ Sie leckt sich den Mund und zieht sich das Haargummi aus dem Dutt. Sie schüttelt ihre braune Mähne. „Bereit, wenn du es bist.“

„Du musst mich nur ansehen, wenn du wissen willst, ob ich bereit bin.“

Ohne mich aus den Augen zu lassen, beugt sie sich vor und öffnet ihre weißen Schuhe. Lässig zieht sie sie aus und wirft sie ihm hohen Bogen von den Füßen, dann zieht sie sich die Krankenhaushose aus. Schöne, bleiche Knie werden unter dem Kittel sichtbar. Am Ende führt sie sich eine Hand zwischen die Beine, geht ein wenig in die Knie und zieht sich ein lila Spitzenhöschen aus. Schlampig. Von Lust getrieben. Ich sehe wie verhext bei der Szene zu, die sich vor meinen Augen abspielt. Der Stoff sieht nass aus, als ob sie das Höschen bereits mit ihren Säften angefeuchtet hat, bevor sie meinen sehnsüchtigen Schwanz sah.

Sie richtet sich wieder auf, wackelt mit den Hüften und lässt das Höschen um ihren Zeigefinger kreisen. Der Geruch von männlichem vermischt sich mit dem von weiblichem Geschlecht. Ich atme tief ein, befriedige mich schneller und werde erst langsamer, als der Orgasmus näherkommt. Pochend. Dröhnend. Mein Herz klopft im Takt mit den Schwanzmuskeln. Ich will jetzt ihre Muschi an mir spüren, möchte, dass sie sich wie eine Reiterin auf mich setzt und die Erektion in ihr heißes Inneres gleiten lässt.

„Hier.“ Sie wirft mir das Höschen aufs Gesicht, lacht verlockend und klettert auf das Krankenhausbett, das unter unserem gemeinsamen Gewicht ächzt.

Genau, wie ich es mir heimlich gewünscht habe, setzt sie sich auf mich, aber statt ihre Muschi über meinen Schwanz zu senken, beugt sie sich mit dem Mund darüber. Mit daunenweichen Lippen umschließt sie meinen Ständer. Ich stöhne so laut, dass sie mich ermahnt, aber das Gefühl ist so stark, dass es alles übertrifft. Lippen, Lippen, Lippen. Eine warme Zunge, die um meine Eichel wirbelt und zu dem kleinen Loch hinwandert. Ihr feuchtwarmes Höschen an meiner Wange. Ich stoße unerlässlich zu und hoffe nur, dass sie bei dem schnellen Tempo mithalten kann. Es scheint gut zu gehen. Sie hebt und senkt den Mund über dem Schwanz und kommt jedem Stoß wie eine Meisterin entgegen. Gleichzeitig hält sie meinen Schwanz an der Wurzel fest, während sie mit der anderen Hand meinen Sack massiert.

„Oh, Himmel“, keuche ich zur Decke, lege mir das Höschen an die Nase und atme tief ein. „Himmel, Himmel, Herrgott.“

„Ich wusste nicht, dass du religiös bist.“ Noora sieht ein paar Sekunden lang zu mir. Ihr Blick ist vernebelt und mein Ständer glänzt von Speichel und Lusttropfen. Auch ihre Lippen schimmern nass. „Ich meine, du warst dreimal kurz vorm Sterben und ich habe nie gehört, dass du gebetet hast. Aber jetzt …“

„Hör nicht auf, bitte …“

Lachend macht sie mit dem Blasen weiter. Und wie sie bläst! Ich brumme dumpf, als Nooras ganzer Mund zu arbeiten scheint, um mir Genuss zu verschaffen. Sie drückt alles heraus, was ich geben kann, presst und bemüht sich, dass ich in ihr komme.

„Ich werde gleich kommen, wenn du so weitermachst.“

„Komm doch“, murmelt sie mit meinem Schwanz im Mund. „Spritz in mich rein.“

Sie muss mich nicht zweimal bitten. Ich hebe meinen Hintern an und drücke ihr meine Vollbluterektion so tief wie möglich in ihren weit geöffneten Schlund. Und dann kommt es. Ich vergrabe meine Finger in Nooras Haaren und drücke ab. Sie keucht im Takt mit mir. Mein Sperma fließt. Hinein, hinein in sie. Ich schreie vor Lust, so etwas habe ich seit Jahren nicht gefühlt. So anders, als wenn man es alleine macht! So anders als mit Tania, die immer nur samstags Sex haben wollte und niemals so. Niemals kinky, nie oral. Das hier fühlt sich viel intimer an als penetrierender Sex. Vielleicht, weil Noora leise und sexy stöhnt, mich mit Raubtieraugen ansieht und sich die Lippen ableckt. Sie legt ihren Kopf schräg, ihre Haare sind verwuschelt. Sie ist so verdammt bereit.

„Setz dich auf meinen Schwanz. Jetzt.“

„Ach, das hättest du gern?“

„Jetzt!“

Sie kriecht zu meiner Brust hoch, setzt sich auf meine Schenkel und streichelt ihre spitzen Brüste unter dem Kittel. Mein Schwanz schwankt vor ihr mit seinen weißen Spermaflecken. Sie legt einen Finger an die Eichel, nimmt einen Tropfen auf und führt ihn an den Mund.

„Jeeeeeetzt“, wimmere ich.

„Du bist so ungeduldig, Benjamin. Magst du es nicht möglichst lange genießen?“ Sie wirft mir einen langgezogenen Kuss zu.

„Fühl doch zum Beispiel mal, wie nass ich bin. Guck mal, jetzt reibe ich meine Muschi an deinem Schenkel. Die schwarzen Haare an deinen Beinen werden sicher ganz feucht.“

„Oooh …“

„Mmh, dein Beinmuskel fühlt sich gut an an meiner Muschi. Deine Haare kitzeln. Ich bin rasiert, weißt du? Ich bin gern jederzeit auf unerwartete Geschehnisse vorbereitet.“

„Rasiert?“ Ich stöhne vor Lust. Mein Schwanz zuckt in ihren weißen Kittel und befleckt ihn mit seinem Saft, den man hoffentlich nicht zu sehr sehen wird.

 

„Im Gegensatz zu dir, du Wildtier. Überall Schamhaare, fast schwarz, und die Arme … der reinste Pelz.“

„Bist du langsam fertig?“

„Du Armer.“ Sie schneidet eine mitleidige Grimasse. „Okay. Dann steige ich auf deinen großen Schwanz. Sehnt er sich nach mir? Er ist doch schon gekommen, sollte er da nicht ein bisschen abschlaffen?“

„Was?“

Nach einem weiteren zugeworfenen Kuss betrachtet sie den pochenden Ständer und senkt sich auf ihn herab. Erst berührt er die Schamlippen, die traumhaft weich sind, dann werde ich von all dem Glatten begrüßt. Die Scheidenwände drücken sich gegen meinen Schwanz und ich möchte schreien. Mit einer einzigen Bewegung gleitet sie bis zur Wurzel an ihm herunter. Verschluckt mich.

Stöhnend bewege ich mich in ihr, lege die Hände an ihre schlanken Hüften und folge ihren Bewegungen. Sie wirft den Kopf nach hinten und schiebt die Brüste nach vorn. Schade, dass ich sie nicht sehen kann. Ich sehe nur weißen Stoff. Ich schiebe eine Hand an ihre Brust und greife in etwas Großes, Fülliges. Ich greife zu, bis die Brustwarzen so steif sind, dass ich sie durch den Stoff spüren kann.

Noora hat das Kommando über die Bewegungen und bewegt sich schneller, eiliger. Mein Schwanz genießt die Hitze in ihr. Bald fasst sie sich selbst an, kreist mit zwei Fingern über ihrer Klitoris und als sie gerade mit einem lustvollen Schrei kommt … klopft es an der Tür. Wir hören es gerade noch so.

Wir sehen schockiert in die Richtung, aber Noora bekommt den Mund nicht zu. Sie stöhnt noch immer und ich kann nicht aufhören, sie zu vögeln. Wir sind eins, wir müssen uns miteinander bewegen.

Es klopft erneut. Nicht mehr so zurückhaltend.

„Verdammt!“, zische ich. „Runter mit dir!“

Ich bin so nah dran, erneut zu kommen, kann mich aber beherrschen. Noora darf nichts Schlimmes geschehen, nur weil ich ungehemmt mit ihr geflirtet habe. Ich hätte es besser wissen müssen – und sie eigentlich auch – aber das Verlangen und die Lust aufeinander waren zu groß.

Mit einem leisen Stöhnen wälze ich sie zur Seite. Mein Schwanz gleitet schmatzend aus ihr raus und mich sehen ein paar verwunderte Augen an.

„Was ist gerade passiert?“

„Sei jetzt leise!“ Ich ziehe die Decke über uns und stelle mein Bein so auf, dass es wie ein Zelt aussieht. Vielleicht sind wir ganz bedeckt … vielleicht.

„Jaa“, krächze ich zur Tür, die bereits einen Spalt geöffnet ist. Ich sehe ein Paar Augen im Spalt sowie einen Mund, der sich bewegt.

„Hi, ich bin Jessica. Ich dachte, ich hätte was gehört, als ob du gerufen hättest oder so … Außerdem suche ich Noora. Ich dachte, sie wollte bei dir reinsehen.“

Verdammt, verdammt, verdammt, Jessica … Ich habe sie im Laufe der Woche mal gesehen, besonders, wenn Noora frei hatte. Offenbar arbeiten sie jetzt zeitgleich.

Jessica öffnet die Tür etwas weiter. „Ich sollte sie ablösen, aber sie wollte sich noch ein bisschen extra um dich kümmern, weil es doch dein letzter Tag hier ist.“

„Nein, also, ich weiß nicht … Ich habe geschlafen und sie ist nicht hier.“ Ich höre, wie heiser ich bin und vor allem, wie falsch das klingt. Es wird dadurch nicht besser, dass Noora offenbar neben mir gerade einen Lachanfall unterdrücken muss. Mit einer Hand sucht sie nach meinem Schwanz und ich hebe mein Bein noch etwas weiter hoch. Ich kann ein Wimmern nicht unterdrücken, als Noora die Vorhaut zurückzieht und einen Daumen an die Sehne legt.

„Geht’s dir gut?“

„Super … Aber, Jessica, ich würde mich gern noch ein bisschen ausruhen. Kannst du Noora bitten, noch mal reinzusehen? Ein bisschen später?“

„Klar, das mache ich.“ Jessica zieht die Tür ein Stückchen weiter zu. „Entschuldige, wenn ich dich gestört habe.“ Jetzt flüstert sie fast. Als ich gerade denke, dass es vorbei ist, schiebt sie die Tür wieder auf. „Soll ich den Essenswagen nicht mitnehmen? Es riecht hier ein bisschen komisch.“

„Nein, ich bin noch nicht ganz fertig damit.“

„Aber …“

„Nein, danke! Das passt schon so.“

Während Jessica ihren Mund öffnet und schließt, scheint Noora mich wörtlich zu nehmen, als ich sage, dass es schon so passt, denn sie kreist immer schneller mit dem Daumen über meine empfindlichste Stelle. Es kribbelt und zieht im Schwanz und es wird nicht mehr lange dauern, bis mein zweiter Orgasmus mich reiten wird. Außerdem, und darüber wundere ich mich selbst, ist es verdammt erregend, wenn Noora mich heimlich anfasst, während jemand unwissend dabei zusieht.

„Okay, okay. Ich suche nach Noora, aber wenn ich sie nicht finde, komme ich wieder und mache Ordnung in deinem Zimmer.“ Sie sieht eine Sekunde zu lange auf das unordentliche Bett und über ihrer Nase bildet sich eine kleine Falte. „Fünf Minuten.“

„Mhm …“

Die Tür schließt sich und Noora wirft die Decke von uns. Sie kniet sich zwischen meine Beine. Sie macht den Mund weit auf und ihre Augen blitzen.

„Was für eine Show!“

Ich kann nur nicken. Sie befriedigt mich weiter, als wäre es das Natürlichste auf der Welt in so einer Situation. Sie schiebt die Vorhaut zur Seite und gleichzeitig fest zurück. Als ich spüre, wie es zu pochen und pulsieren beginnt, kann ich ein tiefes, unterdrücktes Stöhnen nicht zurückhalten, das tief aus meinem Bauch kommt.

Noora lacht leise, kichert fast, und legt mir ihre weiche Hand auf den Mund. Ich schreie mein Verlangen und Glück, dass ich das mit ihr erleben darf, leise in ihre zarte Handfläche.

„Psst!“, sagt sie und schlägt mich auf die Schulter. „Wir müssen leise sein.“

„Das sagst ausgerechnet du!“, keuche ich in das hübscheste Gesicht, das ich je gesehen habe.

Wir küssen uns und schmecken einander und freuen uns, dass wir es geschafft haben. Mehr als knapp, aber geschafft.

„Fünf Minuten … du hast sie gehört.“ Ich streiche mit dem Zeigefinger über Nooras sinnliche Lippen.

„Mmh, hilfst du mir mal mit den Haaren?“

Wir ziehen uns so schnell wie möglich an und dann helfe ich ihr, aus den Wuschelhaaren einen einigermaßen brauchbaren Zopf zu machen.

Ehe sie geht, setzt sie sich auf die Bettkante und streicht mir über die Wange. Ihre Hand riecht nach unserem Stelldichein. „Danke, Ben. Das war großartig. Und spannend!“

„Danke, gleichfalls.“

„Willst du …?“ Ihr Gesicht verfärbt sich rosa. Die drei Sommersprossen auf der Oberlippe werden sichtbar. „Willst du das irgendwann mal wieder machen?“

„Äh, ja. Ja! Total. Ich dachte schon, du fragst nie. Ich will es noch ganz oft machen.“

„Super.“ Sie legt die Hand von meiner Wange auf meinen Schritt und wölbt sie über die Decke. Mein Schwanz zuckt sofort interessiert. „Ich kann immer mal einen Hausbesuch machen. Sie haben gesagt, dass ab und zu mal jemand bei dir reinsehen sollte, damit du auch wirklich zu Hause klarkommen kannst … aber ich weiß nicht. Glaubst du, dass das nötig ist?“

„Ich glaube wirklich, dass das sehr nötig ist.“

„Dann sorge ich dafür.“ Sie beugt sich nach vorn und gibt mir einen federleichten Kuss auf die Lippen. Ein Versprechen nach mehr. „Aber nur, wenn du mit Tania Schluss machst.“

„Kein Ding, ich rufe sie heute Abend an.“

„Ich will dich nämlich nicht mit jemandem teilen. Diese Krankensystem verlangt, dass man den Patienten … ganz für sich … allein … hat.“

Sie blinzelt und drückt noch ein letztes Mal meinen Schwanz, ehe sie mir zuzwinkert und zur Tür geht. Sie geht ein wenig wankend, und als sie sich umdreht, um mich noch einmal anzusehen – mit diesem grünen, feurigen Blick – sehe ich, dass ihr Krankenhauskittel diverse Spermaflecken hat. Sie haben fast dieselbe Farbe wie der Stoff, aber ein bisschen gelblicher. Sie vergisst außerdem den Teewagen mit dem Geschirr. Aber das ist auch gut, denn dann schöpft Jessica keinen Verdacht.

Ich will ihr das sagen, aber sie ist schon draußen. Die Tür geht zu und ich stöhne leise. Ich habe schon wieder einen Ständer.