Zahlensprache

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Der Mensch wird damit gleichzeitig zur 20 als 10 + 10, zur 1000 als 10 x 10 x 10 und zur 101. Diese 3 Zahlen bringen dasselbe zum Ausdruck und sind Synonyme für die Rückverbindung mit der 1 in einer neuen Ganzheit. In der 101 stehen sich jeweils eine 1 gegenüber und ihre verbindende Mitte bildet die beiderseitige Bereitschaft, gegen 0 zu gehen.

Die gemeinsame Absicht der 101 und aller ihr vorausgehenden Zahlen zeigt sich als Addition und ergibt die Zahl 5151, die auf andere Weise noch einmal das gleiche er-zählt: Das Feld der 101 möchte als Spiegel- und Begegnungsfläche erfahren werden für Individuen, die als 50 in enger Verbindung mit der 1 leben. Sie haben sich durch ganz persönliches Einsehen während ihres Daseins im Zeitlichen der 40 als 10 erfahren. Jetzt erleben sie sich als 50 = 10 + 40 und nehmen in dieser Existenz Impulse der 1 wahr, die sie bewusst erfassen und von denen sie sich leiten lassen.

Das Alte Wissen bestätigt diese veränderte Art der Lebensführung über den Begriff „essen“, achol, 1–20–30 mit dem Äußeren Wert 51; er bedeutet gleichzeitig „vollenden, vervollständigen“. Nach dem Alten Wissen ist damit gemeint, dass man die Dinge, die man isst, zu einem Ganzen mit sich werden lässt. Jede Nahrung im weitesten Sinn, die der 50 begegnet, wird als von der 1 kommend gesehen und ist von Bedeutung. Impulse der 1, die eine individuelle 50 „isst“, indem sie sie mental erfasst, vervollständigt und vollendet sie durch ihre Reaktion darauf. Nahrung in diesem Sinn ist jede Begegnung, jedes Erleben, alle Gedanken und Gefühle. Essen bedeutet integrieren und entspricht der verbindenden Funktion der 6. Das bedeutet aber nicht, sich alles unkritisch einzuverleiben, zu allem „ja“ zu sagen für das eigene persönliche Leben. Ein bewusstes und gleichzeitig beobachtendes Wahrnehmen ist damit gemeint und ein Reagieren darauf entsprechend der eigenen Intuition.

Diese veränderte Art der Lebensführung geschieht innerhalb der gewohnten Umgebung, innerhalb der Kreisläufe und Gesetzmäßigkeiten der materiellen Welt, die von Dualität geprägt ist. Die Materie verändert sich nicht, nur der Blick darauf.

Die Zahl 24 steht einerseits für die Zyklen dieses Leben und andererseits auch für eine Wahrnehmung, die sich darauf begrenzt. Primzahlen, die der 24 vorausgehen, enthalten aber bereits das Angebot, über sie hinauszublicken. Die 13 durchbricht den Kreislauf der 12 und erhellt allmählich, was bisher für die bewusste Wahrnehmung im Dunkeln lag. Dieser geistige Prozess findet seine physische Entsprechung innerhalb der 24 Stunden des Tages, der ebenfalls je zur Hälfte aus einer dunklen und einer hellen Phase besteht. Im übertragenen Sinn könnte man sagen: Ab der 13 setzt die Morgendämmerung ein.

Mit der Primzahl 23 bereitet sich ein neuer, unbekannter Zyklus vor. Im zeitlichen Sinn beginnt um 23 Uhr die letzte Stunde vor Mitternacht, dann geht der Tag zu Ende und der nächste beginnt. Im Alten Wissen endet mit der 22 die Folge der diesseitigen Zahlen und mit 23 beginnt schon ein Bereich, in den es noch keinen Einblick gibt.

Diese 23 ist jedoch eine Zahl, die noch innerhalb des Zyklus der 24 liegt, d. h. noch im Leben in der Dualität tut sich dieser Bereich auf, für den das hebräische Alphabet keinen Buchstaben mehr kennt, weil er nicht der Welt der Erscheinung zuzurechnen ist. Über die Primzahlen zeigt sich, nicht erst in einem Jenseits, in einem Leben nach dem Tod ist dieses Absolute erfahrbar, sondern noch hier im Dasein in Zeit und Raum. Die Primzahlen weisen auch darauf hin, dass dieser Zyklus der 24 nicht alles ist, sondern die Basis darstellt für weitere Erfahrungen, die sich ab 25 eröffnen. 13 und 23 charakterisieren gemeinsam die 10, die diese Erfahrungen macht.

Primzahlen können zwar nicht berechnet werden, haben aber doch einen geordneten Bezug zum Zyklus der 24. Sie stehen also nicht außerhalb der Gesetzmäßigkeiten der Dualität, sie haben dazu nur eine spezielle Beziehung. Was ihre Individualität ausmacht, ist ihr einzigartiges Verhältnis sowohl zur Einheit als auch zur Dualität und das gilt auch in ihrer Symbolik für das menschliche Bewusstsein.

Jede Primzahl mit sich selbst multipliziert ergibt eine Zahl, die durch 24 teilbar ist, wenn davon vorher 1 subtrahiert wurde, z. B.: 13 x 13 = 169 – 1 = 168 : 24 = 7 oder 23 x 23 = 529 – 1 = 528 : 24 = 22 oder 1009 x 1009 = 1,018.081 – 1 = 1,018.080 : 24 = 42.420.

Diese Beispiele zeigen einen Grundsatz, den Primzahlen stellvertretend für das menschliches Bewusstsein zum Ausdruck bringen: Ein Individuum, das seinen ganz persönlichen und direkten Bezug zur 1 einsieht und erlebt, erkennt damit etwas, das bisher unerkannt in ihm existierte. Die einzelne 10 erlebt die eigene Person als 10, diese Selbsterkenntnis wird ausgedrückt durch die Multiplikation der Primzahl mit sich selbst. Das individuell wahrgenommene Wirken der 1 wird rechnerisch dargestellt durch -1. Das bringt als Ergebnis eine neue Sichtweise, die den Alltag innerhalb der Zyklen der 24 anders erfahren lässt und sich darin immer wieder bestätigt. Die Division durch 24 weist darauf hin.

Die Besonderheit der Null

In Zusammenhang mit den Primzahlen zeigt sich die Zahl 0 wieder als wesentlicher Faktor für eine veränderte Art der Wahrnehmung. In Kombination mit 1 bringt 0 zum Ausdruck, wie und inwieweit die 1 bewusst erfassbar wird. 101 führt über die 0 eine Spiegelung der 1 vor Augen und ist gleichzeitig eine Kombination von 10 und 1. In 101 fungiert 0 als Spiegelfläche für 1 und definiert gleichzeitig den Unterschied zwischen 10 und 1; 0 nimmt in 101 eine ähnlich trennende und gleichzeitig verbindende Rolle ein wie 6 im Schriftbild der Aleph.

Bereits im Schriftbild der 1, der Aleph, in der sich die 10 doppelt zeigt, kommt das Prinzip der 0 zum Ausdruck. Die 1, die Einheit, nimmt mit Schaffung der Dualität das eigene Nicht-Sein in Kauf. Die 1 geht selbst gegen 0, denn sie zieht sich zurück und wird nicht mehr wahrgenommen. Das geschieht im Wissen und Vertrauen darauf, dass die in ihr angelegte 10, der Mensch, den Weg allein zurückfindet. Das ist eine grundlegende Aussage der beiden 10 im Schriftbild der 1, der Aleph.

Gleichzeitig wird damit der Weg zurück beschrieben, denn für den Menschen gilt dasselbe. Für ihn ist es im wahrsten Sinne des Wortes not-wendig = not-wendend, gegen 0 zu gehen. Nur auf diese Weise kommt er in Kontakt mit der 1. Im Alten Wissen bringt 0 generell die Bereitschaft des Menschen zum Ausdruck, selbst gegen 0 zu gehen im Vertrauen auf die 1. Damit ist im Extremfall gemeint, das eigene Nicht-Sein in gesellschaftlicher oder physischer Hinsicht in Kauf zu nehmen im Glauben an das Absolute. Bewusst der 1 zu folgen, heißt, der eigenen Intuition zu folgen und damit dem, was als wahr und richtig empfunden wird. Diese Wahrheit wichtiger zu nehmen als äußere und innere Widerstände, ist der Schritt, den der individuelle Mensch vollzieht, um sich als 10 zu erkennen, bewusst zur 10 zu werden und als solche zu leben.

Dieser Schritt ist der Ausdruck einer Haltung und Lebenseinstellung und besteht aus vielen kleinen Schritten. Der Mensch macht sie, weil er sie intuitiv als richtig erkennt und nicht, um damit etwas zu erreichen. Jedes Erreichen-Wollen, jede Absicht, alles Plan- und Gesetzmäßige scheitern. Der Sprung zur bewussten 10 kommt überraschend und es kann ihm durchaus eine schmerzliche oder spannungsgeladene Phase der 9 vorausgehen.

Dieser große Schritt zur 10 ist der letzte nach vielen kleinen. Der Mensch macht sie, indem er sein Leben nicht ausschließlich danach ausrichtet, es so angenehm wie möglich zu gestalten, Ansehen oder materiellen Wohlstand zu erreichen. Das „Tun umsonst“, wie es das Alte Wissen nennt, ist nicht von persönlichem Vorteil und Gewinn motiviert. Es ist als Aspekt der 0 begleitet von der Haltung, selbst nicht so wichtig zu sein. Der Mensch stellt sich nicht selbst in den Vordergrund, er dient – einer Sache, anderen Menschen, im Grunde dem, was er als wahr, wichtig und richtig auffasst. Diese Motivation und Einstellung äußert sich in der Bereitschaft zu tun, was die Situation gerade verlangt und dabei sein Bestes zu geben. Die Veranlassung zum Handeln mag von außen angestoßen sein, aber diese Art des uneigennützigen Aktivseins ist eine von innen geleitete.

Generell bedeutet dieses Gegen-Null-Gehen, den Fokus nicht ausschließlich auf die 2 oder 2 x 2 und ihre Vielfachen zu richten, sondern auch in die Gegenrichtung zu schauen. Zahlen demonstrieren diese konträren Richtungen mit Addition und Subtraktion. Grundsätzlich beschreiben beide Rechenarten eine Kombination mit 1, denn jeder Schritt im Leben hat mit der 1 zu tun und wird von ihr verursacht. Das gilt sowohl für +1 als auch für -1, bleibt aber lange Zeit unerkannt. In der Addition wird die 1 nicht als solche erfassbar.

Die Subtraktion ermöglicht ihre bewusste Wahrnehmung. Indem der Mensch bereit ist, sein eigenes Null-Sein in Kauf zu nehmen, steuert er auf 0 zu. Er erlebt aber nicht wirklich dieses Null-Sein, das er in Kauf genommen hat. Unerwartet und überraschend tritt ihm als letzte Zahl vor der 0 die 1 entgegen. Die 1 wird für ihn tatsächlich unmittelbar erlebbar, indem er sich auf sie ausrichtet und bereit ist, dabei gegen 0 zu gehen. Diese Art der Kombination von 1 und 0 ermöglicht die Selbstwahrnehmung als 10.

10 aus 1 + 0 definiert den Menschen, dem diese Wahrnehmung möglich ist:

Die Subtraktion bringt die Bereitschaft, gegen 0 zu gehen, mit 2 – 2 = 0 zum Ausdruck. Jeder einzelne, dem seine innere Wahrheit wichtiger ist als äußere Sicherheit in der Welt der 2 und der den Mut aufbringt, dazu zu stehen, ist bereit zu 2 – 2 = 0. Was er intuitiv als wichtig und richtig wahrnimmt, ist die 1, auf die er in sich selbst hört. Indem er ihr folgt, reduziert diese innere 1 die Macht und den Einfluss der 2, was 2 – 1 = 1 auf den Punkt bringt. Gleichzeitig zeigt 2 – 1 = 1, worauf diese Haltung hinausläuft: Sie führt zur Einsicht, dass innere 1 und absolute 1 miteinander korrelieren und im Grunde identisch sind.

 

Das einfache Prinzip von Addition und Subtraktion macht nachvollziehbar, dass der Mensch als 10 definiert ist und erklärt, wie er sich dessen bewusst wird. Zahlen bringen präzise zum Ausdruck, was menschliches Bewusstsein ist und erläutern Abläufe innerhalb dieses Bewusstseins.

Gegen 0 zu gehen und dadurch die 1 zu finden, ist eine Veranlagung, die jeder Mensch in sich trägt. Sie begleitet ihn täglich und prägt seine unzähligen individuellen Erfahrungen.

Das Wesen der Dualität bringt es mit sich, dass jedes +1 ein -1 zur Folge hat, wenn auch nicht unmittelbar und direkt. Insgesamt summieren sich unendliche viele +1 zu einer Zahl, die das Alte Wissen mit 400 beschreibt, aber nicht mengenmäßig damit begrenzt.

Gleichzeitig vollzieht sich im Bewusstsein ein Prozess, der über unendlich viele -1 gegen 0 führt und darauf abzielt, die 1 in die klare mentale Sicht zu bringen. Was dabei gegen 0 geht, ist jedes Festhalten an äußeren Vorgaben, an traditionellem Denken, an allen Begrenzungen durch die 400, wenn sie dem widersprechen, was die innere 1 als wahr und richtig empfinden lässt. Am Ende dieses Prozesses verbindet sich die vom Menschen gelebte 0 mit der 1 in ihm zu 10. Die Bereitschaft der unbewussten 10, bewusst gegen 0 zu gehen, führt zur Ein(s)-Sicht = zum Sehen der 1 und zur bewussten 10.

Diese Bereitschaft basiert auf der ernsthaften Motivation, in der 2 die 1 zu suchen und alles nur Menschenmögliche zu tun, um sie schließlich zu finden. Damit ist eine Ausrichtung gemeint, die das Leben als grundlegender Faktor begleitet und die letztlich stark genug ist, um die 1, ihre Wahrheit und intuitive Führung über alle Zweifel, Ängste und mögliche persönliche Unannehmlichkeiten zu stellen.

Bis es so weit ist, zeigen sich +1 und -1 in den unterschiedlichsten Facetten im Alltag. Die Richtung hin zu 0 wird lange Zeit unbewusst und oft auch ungewollt erlebt. Denn gerade schwierige Phasen und schmerzhafte Momente sind es, die eine Perspektivenänderung bewirken und die Aufmerksamkeit auf das eigentlich Wesentliche lenken, auf das eigentliche Wesen des Ich.

Wenn der Mensch durch schwierige oder gar ausweglose Situationen auf sich selbst zurückgeworfen wird und er sein Ich davon existenziell bedroht sieht, wechselt er mental die Richtung. Sein Interesse schwenkt um von +1 zu -1, weg vom Äußerlichen nach innen, hin zum Wesentlichen. Komponenten wie Geld, Besitz und oder spezielle Pläne und Wünsche, die sich in der äußeren Existenz so dominant in den Vordergrund rücken, verlieren in Momenten großer Not an Bedeutung oder werden ganz ausgeblendet. Der Wechsel von +1 zu -1 ist not-wendig, er wendet die Not.

Die Aufmerksamkeit ändert dann ihre Richtung auch von unten nach oben. Im Alltag ist das Denken mit einer Vielzahl von Erledigungen, Pflichten und Vorhaben beschäftigt und damit zur Materie hin orientiert. In Ausnahmesituationen gehen die Gedanken nach „oben“ und damit hin zu einer Instanz, von der man hofft, dass sie das irdische Geschehen zum Guten wendet. Nicht immer wird diese Hoffnung erfüllt und letztlich ist das Ende des körperlichen Lebens für jeden Menschen eine unausweichliche Tatsache. Der Gläubige verbindet den physischen Tod mit der Hoffnung auf ein Weiterleben im Absoluten. Er verkörpert die menschliche 2, die über den physischen Tod gegen 0 geht und sich danach eine Begegnung mit der 1 erwartet.

Diese Vorstellung entspricht der Weltsicht der 400 und damit der 10, die ihre Existenz auf das Zeitliche der 40 begrenzt. Für sie existiert die 1 auf „der anderen Seite“ und damit der 400 gegenüber. Aus dieser Perspektive ist die 1 im Irdischen nicht erfahrbar, weil sich Zeitloses und Zeitliches, formloses Geistiges und geformte Materie in dieser polaren Welt gegenseitig ausschließen.

Die menschliche 2, deren Vertrauen in die intuitive Führung durch die 1 größer ist als die Angst vor dem Tod, erlebt die 0 nicht als Tod, im Gegenteil. Das Gegen-Null-Gehen endet nicht bei Null, sondern beim Finden der 1. Die Null gibt nur die Richtung vor und ist nicht selbst das Ziel. Dieser Mensch wird zur 3, die aus 2 + 1 besteht und in deren Leben beide Aspekte Platz haben. Damit geht eine Lebenseinstellung einher, in der die eigene physische Existenz weder überbetont noch abgelehnt wird. Dieser Mensch lebt als 3 und gleichzeitig als 1000 innerhalb der bekannten und unveränderten Welt der 400. Seine maximale Bereitschaft, gegen 0 zu gehen, zeigt als Frucht eine dreifache 0 in Verbindung mit der 1, eben eine 1000.

4. Kapitel: Die Besonderheit der Zahl 1000

Der Mensch trägt in sich die Veranlagung zum Erkennen der 10, was sich auch über das Prinzip 10–5–6–5 darstellt. Die Verbindung von 5–6–5 zu 10 bringt mit sich, dass diese 10 im Denken und Empfinden Realität wird. Was als 5–6–5 verborgen und unbewusst war, wird als bewusste 10 wahrnehmbar.

Indem der Mensch das direkte Wirken der 1 in seinem ganz persönlichen Leben in der Welt der 2 x 2 = 4 erlebt, verbindet er 4 + 1 zu 5. Diese 5 ist mit der Einsicht verbunden, dass irdisches Geschehen einer Instanz entspringt, die abstrakt und doch real ist. Die Erfahrung 5 aus 4 + 1 belegt, dass eine absolute Instanz irdisches Geschehen verursacht, das von ihr ausgeht und genau so gewollt ist. Was sich in der irdischen Existenz mit den Sinnen erfahrbar macht, ist Abbild eines absoluten Wollens. Wenn dem Menschen 4 + 1 = 5 bewusst wird, dann deshalb, weil es im Absoluten so verursacht ist. 5–6–5 bildet ab, dass der kognitive Prozess, der auf 5 hinausläuft, einer absoluten Absicht folgt. Die vom Menschen erlebte 5 entspricht der 5, die für ihn vorgesehenen ist. 5–6–5 lässt wissen, dass beide 5 darauf warten, gedanklich verbunden zu werden.

Der Mensch, der 5–6–5 zu 5 + 5 = 10 verbindet, erfasst als bewusste 10 diesen Zusammenhang. Er erkennt sich selbst als 10 und sieht gleichzeitig ein, dass er eigentlich immer eine 10 war, weil er als 10 konzipiert war. 10 x 10 bringt zum Ausdruck, dass die bewusste 10 der bisher unbewussten 10 begegnet und der Mensch erkennt, was er ist und immer war. 10 x 10 ist Ausdruck von Selbsterkenntnis.

Mit dieser neuen Sicht der 10 auf sich selbst ist verbunden, sich auch identisch zu sehen mit der bereits vorhandenen 10 in 10–5–6–5. Diese 10 „oben“ steht für das Prinzip 10, das im Absoluten die Basis jeder menschlichen Existenz bildet.

Damit erfährt sich die 10 in einem dreifachen Sinn, als 10 x 10 x 10. Die bewusste 10 erkennt sich als bisher unbewusste 10 und gleichzeitig in Übereinstimmung mit jener 10, als die sie von „oben“ gewollt ist. 1000 aus 10 x 10 x 10 umfasst alle 3 Aspekte der 10 und steht für ein Bewusstsein, in dem diese 3 Aspekte jetzt ein Ganzes bilden. Den Menschen als 3-fache 10 beschreibt 1000 ebenso wie 3 x 10 = 30; in ihrer qualitativen Funktion machen die Zahlen 1000 und 30 synonyme Aussagen.

Ausgangsbasis für die 3-fache 10 ist die Erkenntnisfähigkeit der 19; das 19. Zeichen im hebräischen Alphabets ist Kof = 100. 19 bewirkt, dass der Mensch die 1 erfährt und sich selbst als 10. 10 x 10 = 100 bringt die Selbsterkenntnis ebenso zum Ausdruck wie 20 aus 10 + 10, wozu sich 10–5–6–5 letztlich verbindet. Die Zahlen 20 und 100 machen für den Erkenntnisprozess des Menschen synonyme Aussagen.

Das Selbst-Erkennen der unbewussten durch die bewusste 10 und die Einsicht, dass 10 als Prinzip des Menschseins gilt, verändert nicht nur die Eigenwahrnehmung. Das grundsätzliche Verständnis des Menschen als 10 färbt auch die Wahrnehmung der Mitmenschen und unterstützt ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die 3-fache 10 weiß, dass jedes Mitglied der Menschheitsfamilie auf einzigartige Weise das Prinzip 10 verkörpert.

Das Alte Wissen sagt: Wenn sich eine Zahl 3-mal selbst begegnet, dann ist sie im 3-Dimensionalen erfüllt, dann hat sie einen Prozess abgeschlossen, dann ist eine Antwort da auf das Leben in der Dualität. 10 x 10 x 10 = 1000 steht für die Zielsetzung der 10, für die äußerste Möglichkeit des menschlichen Bewusstseins im 3-dimensionalen Leben.

In Vorbereitung darauf steht die 10 dem Menschen unerkannt in 5–6–5 zur Verfügung. Die in 5–6–5 vorbereitete 10 ist vergleichbar mit dem Samen einer Pflanze, der keimt und sein komplettes Potenzial zur Umsetzung bringt. Die Frucht daraus ist Selbst-Erkenntnis in Form einer Sichtweise, die mit 10 x 10 x 10 alle 3 Aspekte der 10 umfasst.

1000 ist eine 3-dimensionale 10 und bringt das Ziel des Menschseins in einer 3-dimensionalen Welt zum Ausdruck. 1000 ist das zu erreichende Maximum der 10 in Zeit und Raum. 1000 steht für bewusstes Menschsein in der 3-dimensionalen Welt. 1000 ist mit 100 + 200 + 300 + 400 in 400 bereits angelegt; 400 zielt darauf ab, 1000 zu erleben.

1000 macht auch eine Aussage als 2 x 500 und steht für das Erleben von 500 in der Dualität. Für die Zahl 500 existiert kein hebräisches Schriftzeichen, weil sie auf etwas jenseits von Raum und Zeit Liegendes hinweist. 500 kann irdisch nicht definiert werden kann, aber im Irdischen erfahrbar sein. Sie ist die letzte Station auf dem Weg durch das weltliche Leben, das beschrieben ist mit 22 hebräischen Schriftzeichen. Mit der 400 hört das Zähl- und Messbare auf und wird abgelöst vom Vertrauen in eine andere Instanz, die zunehmend als real erfahren wird. Durch ganz persönliche Erlebnisse stärkt sich die Gewissheit, dass die eigene Existenz im Zeitlichen von einem Wirken außerhalb des Zeitlichen bestimmt und gelenkt wird. Wird diese Erfahrung zu einer wesentlichen Orientierung im individuellen Leben, erschließt sich damit die 500 aus 400 + 100 oder 4+1 x 100. Auf jeden Fall ist die 100 als Nadelöhr zu passieren, nämlich die Anerkennung der 10 durch sich selbst.

Ist diese 500 in der individuellen irdischen Existenz zur Realität geworden, dann verbindet sie sich mit dem Prinzip 500, das im Absoluten existiert. Gemeinsam summieren sie sich zu 1000 als Ziel der 400, dem Leben in Zeit und Raum. Das geschieht nach demselben Prinzip, wie sich 5 + 5 zu 10 vereinen. Durch die volle Anerkennung einer gleichwertigen und einander entsprechenden Existenz in beiden Welten, ausgedrückt durch jeweils 500, wird die 1000 erfahrbare Wirklichkeit.

Diese 1000 aus 500 + 500 ist dieselbe wie jene, die sich aus (5 + 5) x 10 x 10 ergibt. Das menschliche Leben als 3-dimensionale 1 + 0 bleibt im einzelnen Bewusstsein so lange ungesehen, bis sich die 1 mit 1000 erfahrbar macht. Aleph, die 1, und Elef, die 1000, teilen sich dasselbe Schriftzeichen. Aleph bringt damit das angelegte Prinzip des Menschseins zum Ausdruck, Elef die Umsetzung und das Erkennen dieses Prinzips.

Voraussetzung für die Erfahrung der 1 mit 1000 ist die 3-fache und damit maximale Bereitschaft des individuellen Bewusstseins, selbst gegen 0 zu gehen. Damit ist gemeint, dass das Vertrauen in etwas als absolut wahr Empfundenes stärker ist als jeder Widerstand dagegen. Jede Angst, jeder Zweifel, jedes Sicherheitsdenken und jedes Festhalten an der 3-dimensionalen Existenz, ihren Gesetzmäßigkeiten und ihrem Weltbild wird aufgegeben zugunsten dieser inneren Wahrheit; dafür steht die 3-fache 0 in Kombination mit der 1.

„Dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag“, wie es die Bibel formuliert, meint nicht ein verschobenes Zeitmaß im Jenseitigen. Das Alte Wissen sagt vielmehr, dass die Einheit, die 1, die für Gott steht, bereits die 1000 als Erfüllung der 1 in sich trägt. Aleph und Elef bringen diesen Umstand mit ihrem Schriftbild zum Ausdruck.

1000 ist aber nicht der Zahlenwert für dieses Optimum in der Welt der Dualität. Hier ist die 2 ausschlaggebend, hier kommt die 1 als 2 in Erscheinung und die 1000 als 2000. Das Prinzip 10 x 10 wird gelebt von einem Menschen, der 10–5–6–5 zu 20 verbunden hat; er kombiniert 100 x 20 zu 2000.

Im Alten Wissen wird gesagt: „Die 2000 ist der Ausdruck der Elef, der 1000, in der Welt der Zweiheit. In der Zweiheit zählt man mit 2000 anstatt mit 1000.“ (Weinreb, „Wie sie den Anfang träumten“, S. 146)

Auf jeder Ebene markiert der Sprung von 1 zu 2 einen Schritt von der Unbewusstheit zur Bewusstheit. Was bis zur 19 unbewusst gelebt wird, kommt mit 20 in eine bewusste Umsetzung. Dieses Prinzip gilt für alle Ebenen, für die Stufe von 199 zu 200 und ebenso von 1999 zu 2000. Die 2000 steht damit für ein menschliches Aktiv- und Bewusst-Sein auf ganz neuem Niveau.

Die Entscheidung für diese Ebene stellt den dafür reifen Menschen vor eine riesige Herausforderung. Denn mit der Erkenntnis der 10 und ihrer Maximierung zur 1000 wächst in der Welt der Dualität auch der Widerstand dagegen und es stehen sich innerhalb des eigenen Denkens zwei extreme Positionen machtvoll gegenüber. Das Alte Wissen kennt die Erzählung von den 2 Riesen, die die Grenze zum Gelobten Land bewachen und deren Namen miteinander den Zahlenwert 1000 bilden.

 

Das Festhalten am Vertrauten und am „Normalen“ bäumt sich noch einmal zu einem immensen Widerstand gegen die neue Sichtweise auf; er scheint unüberwindlich. Der mögliche Untergang steht einer möglichen Erlösung 1 zu 1 oder besser gesagt 1000 zu 1000 gegenüber. Schließlich können diese Riesen, die die Schwelle von 400 zu 1000 bewachen, vom Menschen besiegt werden, wenn er seiner Intuition absolut vertraut und den wiederholten Attacken von Angst, Zweifel und Unsicherheit entschlossen entgegentritt.

Das Bild vom Nadelöhr im Bibelzitat – „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt“ – beschreibt diese Phase. Das Kamel, die Gimmel, die 3, geht durch das Nadelöhr von 10 x 10, weil ihr Bezug zur 1 stark genug ist. Der „Reiche“ hat seinen Besitz nicht nur im Materiellen, sondern auch in vertrauten Überzeugungen. Er hält fest an dem, worauf sein bisheriges Leben sowohl äußerlich als auch gedanklich basiert, kann nicht genug Vertrauen aufbringen, um in jeder Hinsicht gegen 0 zu gehen. Damit verschließt er sich dem inneren Reichtum, der sich hinter dem Nadelöhr auftut. Es manifestiert sich für ihn die zweite Bedeutung der 100, des Zeichens Kof: Er wird zum „Affen“, der nachäfft, was die Vielen tun und andere ihm vorsagen.

Der „Arme im Geiste“ lässt alle vermeintlichen Sicherheiten los im Vertrauen auf die 1, die er als ganz persönliche intuitive Führung wahrnimmt. Er anerkennt, dass er selbst in direktem Kontakt steht mit einer Ebene, die über das Irdische hinausgeht. Er als 10 begegnet bei wachem Verstand einer anderen 10 in sich selbst. Er nimmt zusätzlich zur alltäglichen äußeren Wirklichkeit eine innere Wirklichkeit wahr; beide ergänzen und bestätigen sich gegenseitig. Sich darauf einzulassen, entspricht der 100 und sie kann sich in der Welt der Dualität als 2 x 100 zu 200 kombinieren. 200 steht für die Erfahrung, dass Begegnungen mit anderen, aber auch das eigene Denken, Sinneseindrücke, das Tun und Sprechen „von oben“ geleitet werden und in der persönlichen Existenz „oben und unten“ zusammenwirken. Diese 10 erfasst bewusst beide Ebenen als real und kann sie zu 20 verbinden. 20 und 200 sind Prinzipien, die in der 2000 ihr Maximum zum Ausdruck bringen.

Das menschliche Bewusstsein (= 10) steuert darauf zu, dieses Maximum als 10 x 10 x 10 = 1000 in der Welt der Dualität (= 2000) zu leben, das ist seine grundsätzliche Veranlagung. Jedes Individuum tut das für sich, auf seine ganz persönliche Art und in seiner eigenen Geschwindigkeit. 2000 markiert im Zeitlichen diese Möglichkeit als Prinzip und hat als Zahl diese qualitative Aussage.

2000 ist damit die zeitliche Markierung für einen Prozess, der in der Dualität seinen Abschluss findet, indem 1000 als Prinzip und 1000 als bewusste Erfahrung einander begegnen. Diese Zahl als qualitative Zeitmarke legt fest, dass der Mensch individuell fähig wird, diesen Prozess für sich abzuschließen und das Prinzip 1000 selbst zu erfahren.

Das Jahr 2000 nach Christi Geburt hat in diesem Sinn eine Bedeutung. Im christlichen Glauben wird Jesus Christus als Sohn Gottes bezeichnet und als menschliche Manifestation des Göttlichen im Irdischen gesehen. Christus lebte als Mensch in Zeit und Raum und war sich dabei seines göttlichen Ursprungs bewusst. In Zahlen ausgedrückt lebte er als bewusste 10 das Prinzip 1000.

Die Schöpfungsgeschichte im Alten Testament sagt, dass der Mensch im Bild und Gleichnis Gottes geschaffen wurde. Christus bezeichnet sich selbst als Sohn Gottes und gleichzeitig die Menschen als seine Brüder und Schwestern. Diese Aussagen betonen, dass jeder Mensch einen Aspekt dieses Göttlichen und Absoluten darstellt.

Jesus Christus verkörpert erstmals die 1000 in der Welt der Dualität und setzt damit einen bedeutenden Impuls. Mit seiner Geburt beginnt die konkrete Umsetzung des abstrakten Prinzips 1000. Er ist der 1. Mensch, der 1000 bewusst lebt. Seine Geburt markiert den Beginn für die konkrete Umsetzung des Prinzips 1000 durch die Menschheit. Die Geburt Christi setzt den Impuls dafür und dieser Impuls ist so wesentlich, dass er die irdische Zeitrechnung bestimmt.

Wer anerkennt, dass sich im Irdischen das Absolute direkt zum Ausdruck bringt und dass Zahlen eine qualitative Aussage machen, für den ist nachvollziehbar, dass diese Art der Zeitrechnung etwas zu sagen hat.

Die christliche Zeitrechnung findet inzwischen auf der ganzen Welt im internationalen Miteinander Anwendung und stellt auf diese Weise für alle Menschen einen Bezug zu Jesus Christus und seiner Geburt her. Eine grundsätzliche Verbindung jedes Menschen zu ihm und dem von ihm gesetzten Impuls bestätigen die großen Weltreligionen, denn direkt oder indirekt haben auch sie Bezug zu Jesus Christus:

Das Judentum lehnt ihn als den erwarteten Messias ab, weil er die Erlösung Israels aus dem Unheil im irdischen Sinn nicht erfüllt. Dadurch kommt es zur Spaltung zwischen Juden und Christen. Der Islam kennt „Jesus, Sohn der Maria“ als wichtigen Propheten und nennt ihn „Gottes Wort der Wahrheit“. Im Hinduismus weist die göttliche Gestalt Krishna deutliche Parallelen zu Christus auf.

Durch Jesus Christus erfährt die Menschheit, dass sie aus Söhnen und Töchtern Gottes besteht. Seine Aussage „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ gilt daher auch für seine Brüder und Schwestern, als die er die Menschen bezeichnet; jeder Mensch ist nicht im Irdischen zu Hause, sondern im Absoluten.

Christi Geburt hat eine Bewusstseinsentwicklung in Gang gesetzt, die auf eine Wiederkunft des Messias hinausläuft. Christus kündigt seine Wiederkunft in der Johannes-Offenbarung wiederholt an und betont: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“

Das Alte Wissen sagt von den Heiligen Schriften, dass sie beschreiben, was zeitlos im Menschen lebt. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das darin Geschilderte nicht etwas ist, das sich außerhalb befindet, weit weg, sowohl räumlich wie zeitlich, sondern ganz nah. Es lebt im Menschen und er selbst ist dieses Geschehen.

Jeder einzelne, der diese Sichtweise akzeptiert und für sich annimmt, kann auch den Gedanken der Wiederkunft in sich selbst annehmen und zulassen. Er ist fähig sich darauf einzustellen, dass die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins eine Art Wiederkunft der von Jesus Christus gelebten 1000 zum Ziel hat. Der mit Christi Geburt gesetzte Impuls zur 1000 läuft darauf hinaus, sich in jedem einzelnen Menschen umzusetzen und bewusst erfahrbar zu machen.

Es kann also davon ausgegangen werden, dass die Wiederkunft Christi im Menschen selbst angelegt und vorgesehen ist. Die Lebensgeschichte des Gottessohnes im Neuen Testament beschreibt somit einen Prozess im einzelnen menschlichen Bewusstsein, das diese Wiederkunft in sich erlebt. Die Phasen im Leben Christi, von der Geburt über die Kreuzigung bis zur Auferstehung, sind symbolische Bilder für eine Erfahrung, die das einzelne Bewusstsein in ganz individueller Ausprägung macht.

Nicht zufällig ist die globale Zeitrechnung daher am Zeitpunkt der Geburt Christi festgemacht. Sie und die darauf basierende Zeitrechnung gelten für alle Menschen und sind ausgelegt auf die Wiederkunft der 1000. Gemäß der Johannes-Offenbarung ist diese Wiederkunft am Ende der Welt zu erwarten, am Ende der Welt der 400.

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