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Von ihren Partnern entführt
Interstellare Bräute® Programm: Band 5
Grace Goodwin


Inhalt

Willkommensgeschenk!

Interstellare Bräute® Programm

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Willkommensgeschenk!

Interstellare Bräute® Programm

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Über Die Autorin

Von ihren Partnern entführt Copyright © 2020 durch Grace Goodwin

Interstellar Brides® ist ein eingetragenes Markenzeichen

von KSA Publishing Consultants Inc.

Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Autors weder ganz noch teilweise in jedweder Form und durch jedwede Mittel elektronisch, digital oder mechanisch reproduziert oder übermittelt werden, einschließlich durch Fotokopie, Aufzeichnung, Scannen oder über jegliche Form von Datenspeicherungs- und -abrufsystem.

Coverdesign: Copyright 2020 durch Grace Goodwin, Autor

Bildnachweis: Deposit Photos: amoklv, sdecoret

Anmerkung des Verlags:

Dieses Buch ist für volljährige Leser geschrieben. Das Buch kann eindeutige sexuelle Inhalte enthalten. In diesem Buch vorkommende sexuelle Aktivitäten sind reine Fantasien, geschrieben für erwachsene Leser, und die Aktivitäten oder Risiken, an denen die fiktiven Figuren im Rahmen der Geschichte teilnehmen, werden vom Autor und vom Verlag weder unterstützt noch ermutigt.

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Interstellare Bräute® Programm

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1


Jessica Smith, Abfertigungszentrum für Interstellare Bräute, Erde

Der dunkle, holzige Duft der Haut meines Liebhabers tränkte meine Sinne, als ich mein Gesicht in die Mulde an seinem Hals drückte. Meine Augen waren verbunden, aber er war mir vertraut. Ich brauchte meine Augen nicht, um zu wissen, dass er mir gehörte. Ich erkannte seine Berührung. Ich erkannte das weiche Gleiten seines goldenen Haares unter meinen Fingern und das Gefühl, von seinem riesigen Schwanz weit gedehnt zu werden, wenn er mich hart und kräftig fickte. Ich erkannte die Kraft seiner Arme, die mich an den Hüften hochhoben und meine feuchte Mitte über sich platzierten, wissend, dass ich ihn tief in mir aufnehmen und seinen Namen schreien würde, wenn er mir endlich gestattete, Erlösung zu finden.

Ich schlang meine Beine um seine Hüften und warf den Kopf zurück, und er füllte mich völlig aus. Er stand stark und aufrecht da, der wahre Krieger, als den ich ihn kannte.

Hoch und nieder hob er mich, dann ließ er mich los, sodass ich über seinen harten Schaft glitt. Ein weiteres Händepaar, die sanfte Berührung meines zweiten Gefährten, streichelte den Kragen um meinem Hals. Ich erkannte das Gefühl seiner Hände, wusste, dass er in einem Moment zärtlich und sanft sein konnte, und im nächsten schon unnachgiebig und fordernd.

Ich wusste, dass ich ihnen gut gefiel, der Anblick meiner Pussy, die weit offen und gedehnt war, und meines Hinterns, der frei zur Schau stand. Sein Verlangen blitzte in meiner Wahrnehmung auf, über die gedankliche Verbindung, die der Kragen schuf. Doch was mich so richtig in den Wahnsinn trieb, war die feuchte Hitze, die sich in meinem Inneren aufbaute, als mein erster Gefährte sich tief in mir vergrub. Ich drückte ihn mit meinen inneren Muskeln, sein Hunger so deutlich in der Dringlichkeit seiner wilden Stöße.

Ich konnte ihre Emotionen ebenso fühlen wie ihre körperlichen Bedürfnisse; die Verbindung, die durch die Kragen geschaffen wurde, die wir alle drei trugen, war tief und völlig ungehemmt. Es gab keine Lügen, kein Leugnen von Lust oder Begehren oder Bedürfnissen. Es gab nichts als Wahrheit, Liebe und Lust. So viel Lust.

„Nimmst du meine Besitznahme an, Gefährtin? Gibst du dich mir und meinem Sekundär frei hin, oder wünscht du, einen anderen primären Gefährten zu wählen?“

Die tiefe Stimme forderte eine Antwort, und ein Schauer lief mir über die Haut und brachte meine Pussy dazu, sich mit nahezu brutaler Gewalt um seinen Schwanz herum zusammenzuziehen. Er stöhnte auf vor Lust, und ich biss mir auf die Lippe, um ein selbstzufriedenes Grinsen zu unterdrücken. Mein erster Gefährte hatte den Anspruch auf meine Pussy, bis ich sein Kind trug, aber mein zweiter? Er hatte gewartet, geduldig dafür gesorgt, dass mein Körper bereit war, von beiden meiner Gefährten zugleich gefüllt zu werden.

Nicht gewillt, auf Antwort zu warten, küsste mich mein zweiter Gefährte auf die Schulter und rieb mir mit einer Hand über den Hintern, gefährlich nahe an der verbotenen Stelle, die er in Besitz nehmen würde. Seine andere Hand legte sich mit sanftem Druck um meinen Hals, wodurch ich mich hilflos fühlte, schwach und ihnen völlig ausgeliefert. „Willst du, dass wir beide dich ficken, meine Liebe? Oder nicht?“

Meine Pussy zog sich wieder zusammen, und mein erster Gefährte fluchte und stieß mich mit einer zielstrebigen Intensität, die ich inzwischen sehnsüchtig erwartete, an seinem Schwanz entlang nach unten.

„Ja. Ich nehme eure Besitznahme an, Krieger.“ Die förmlichen Worte glitten mir mit einem Seufzen über die Lippen, und ich kippte meine Hüften, um meinen Kitzler am Körper meines ersten Gefährten zu reiben, während ich zugleich meinem zweiten meinen Hintern darbot. „Ich will euch beide. Ich will euch jetzt gleich.“

Die Worte brachen aus meiner Kehle hervor, aber sie gehörten nicht zu mir. Ich hatte keine Kontrolle über die Frau, deren Sinne ich teilte; ich konnte nur zusehen und zuhören... und mitspüren.

Mein erster Gefährte hielt unter mir still, und ich wimmerte, als mir die wilden Stöße seines Schwanzes in meine sehnsüchtige Pussy versagt wurden. „Ich nehme dich in Besitz, durch das Ritual der Benennung. Du gehörst mir, und ich werde jeden anderen Krieger töten, der es wagt, dich anzurühren.“

Mir war egal, wen er töten musste. Ich wollte nur, dass er mich für immer zu seinem Eigentum machte.

Mein zweiter Gefährte küsste mich weiter an meinem Rückgrat entlang. Seine nächsten Worte erforderte nicht das Ritual, sie waren für mich bestimmt. Nur für mich.

„Du gehörst mir, Gefährtin. Ich werde jeden anderen Krieger töten, der es wagt, dich auch nur anzusehen.“ Mit diesen Worten arbeitete er vorsichtig einen gut geölten Finger in meinen Hintereingang hinein, und ich schrie auf. Unser erstes Mal würde schnell gehen, denn unsere Leidenschaft brannte zu heiß, um sich lange zurückzuhalten.

 

Ich wollte, dass sie mich fickten, mich mit ihrem Samen füllten. Und dann wollte ich meine Gefährten wieder in unserem Quartier haben, nackt und völlig alleine. Ich wollte mir mit ihnen Zeit lassen. Ich wollte mich über ihre Körper reiben, ficken und schmecken und erkunden, bis unsere Gerüche zu einem verschmolzen, bis mein Körper so sehr schmerzte, dass ein Weitermachen keine Freude mehr bereiten würde.

Dieser Gedanke brachte mich für einen kurzen Augenblick wieder zu mir selbst zurück, und ich erkannte, dass die drei Liebenden nicht alleine im Raum waren. Männerstimmen erfüllten den Rand meiner Wahrnehmung mit leisem Sprechgesang. Ich hatte mich so stark auf meine Gefährten konzentriert, dass ich sie völlig ignoriert hatte; bis jetzt, wo sich ihre vereinten Stimmen erhoben und das Zimmer mit den Worten erfüllten:

„Mögen die Götter euch bezeugen und beschützen.“

Als mein zweiter Gefährte seinen Finger aus meinem Hingerausgang zog und mit der Spitze seines Schwanzes gegen mein jungfräuliches Loch stupste, waren die anderen völlig vergessen. Er presste sich vorwärts und dehnte mich weit... weiter... immer weiter, und nun füllten mich zwei Schwänze. Da wusste ich, dass ich wahrhaftig in Besitz genommen war.

„Miss Smith.“

Nein, diese Stimme gehörte keinem meiner Gefährten. Ich wischte sie geistig beiseite.

„Miss Smith.“

Die Stimme ertönte erneut. Es war eine Frauenstimme, und zwar eine strenge.

„Jessica Smith!“

Da schrak ich auf, mein Verstand wurde weggezerrt von den zwei Männern um mich herum, hin zu... nein, keine Männer waren um mich. Ich war im Abfertigungs-Zimmer. Ich hatte keinen Schwanz in meinem Hintern oder meiner Pussy. Ich hatte keine zwei muskulösen Körper um mich herum. Ich konnte ihre Hitze nicht spüren, ihren kraftvollen Duft nicht einatmen. Das Gewicht ihres Kragens lag nicht um meinen Hals.

Ich öffnete die Augen und blinzelte. Einmal, zweimal. Ach ja. Aufseherin Egara. Die steife und förmliche Frau ragte über mir auf.

„Ihr Test ist abgeschlossen, und ihre Zuordnung ist erfolgt.“

Ich leckte mir über die trockenen Lippen und versuchte, mein rasendes Herz zu beruhigen. Ich konnte die Männer immer noch spüren, aber es verblasste zunehmend. Ich wollte nach ihnen greifen und sie packen, mich mit aller Kraft festhalten. Es war das erste Mal gewesen, dass ich mich sicher und geborgen fühlte, geschätzt und begehrt. Dabei waren sie nicht einmal meine Männer.

Da lachte ich trocken auf, und die Aufseherin zog eine dunkle Braue hoch.

Das einzige Mal, dass ich mich geborgen gefühlt hatte, war in einem Traum gewesen. Die Wirklichkeit, tja. Die Wirklichkeit war beschissen.

„Ist es vorbei?“, fragte ich. Meine Stimme war ein wenig heiser, als hätte ich im Traum vor Lust geschrien. Gott, das hoffte ich ja doch nicht. Das wäre, wie neben einem neuen Liebhaber zu schnarchen, nur schlimmer. So viel schlimmer.

Sie gab sich wohl mit dem zufrieden, was auch immer sie in meinem Gesicht las, denn sie nicke knapp und ging um den schlichten Tisch herum, um sich hinzusetzen. Während sie sich auf dem einfachen Metallstuhl niederließ, war ich immer noch an den Abfertigungs-Stuhl geschnallt und trug ein schlichtes Krankenhaus-Nachthemd, auf dessen grauen Stoff das Logo des Bräuteprogramms als Muster aufgedruckt war. Ich blickte hinunter und konnte durch den dünnen Stoff hindurch meine steif aufgerichteten Nippel sehen. Es gab keinen Zweifel, dass auch die Aufseherin sie sehen konnte, aber sie sagte nichts.

„Nennen Sie bitte Ihren Namen fürs Protokoll.“

„Jessica Smith.“ Ich rückte mich im Stuhl zurecht und bemerkte, dass mein Nachthemd unter mir feucht war.

„Miss Smith, sind Sie derzeit, oder waren Sie jemals, verheiratet?“

„Nein.“

„Haben Sie jeglichen biologischen Nachwuchs?“

„Die Antwort kennen Sie bereits.“

„Das stimmt, aber vor dem Transport ist eine verbale Aufzeichnung notwendig. Beantworten Sie bitte die Frage.“

„Nein, ich habe keine Kinder.“

Sie tippte ein paar Mal auf ihrem Bildschirm herum, ohne zu mir aufzusehen. „Ich bin verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, Miss Smith, dass Sie dreißig Tage Zeit haben, den Gefährten, der Ihnen von unserem Zuordnungsprotokoll zugewiesen wurde, anzunehmen oder abzulehnen.“ Sie blickte mich an. „Sie sind die dritte Erdenfrau, die auf diesen Planeten zugewiesen wird. Hmm.“

Ich hatte meine Zweifel über die Tests und darüber, dass sie wirklich den Passenden finden konnten. Ich hatte auf der Erde keinen Mann gefunden, der an mir interessiert war, also war es ein wenig deprimierend, dass ich das gesamte Universum nach ihm absuchen musste.

Aber warum waren in meinem Test-Traum dann zwei Männer gewesen? Was stimmte nicht mit mir, dass ich solche Träume hatte? Bestimmt würde mein Gefährte nicht begeistert davon sein, dass ich perverse Träume mit mehr als nur ihm hatte.

„Es gibt keine Rückkehr zur Erde, falls Sie nicht zufrieden sind. Sie können nach dreißig Tagen einen neuen primären Gefährten beantragen... aber weiterhin auf Prillon Prime. Sie können diesen Prozess wiederholen, bis Sie einen Gefährten finden, der Ihnen zusagt.“

„Prillon Prime?“

Davon hatte ich noch nie gehört, aber das hieß nicht viel. Ich hatte von vielen der anderen Planeten und der Rassen, die auf ihnen ansässig waren, noch nie gehört. Ich war mit meiner Arbeit zu beschäftigt gewesen, meinem Leben auf der Erde, um überhaupt an das All zu denken. Aber das hatte sich verdammt schnell geändert.

„Ich fühle mich wie ein Häftling. Gibt es einen Grund dafür, dass ich immer noch festgeschnallt bin?“ Ich knickte die Handgelenke und ballte die Hände zu Fäusten.

„Viele unserer Freiwilligen sind, wie Sie wissen, Häftlinge.“

„Also sind sie nicht wirklich Freiwillige“, entgegnete ich.

Sie spitzte die Lippen. „Ich werde mich mit Ihnen nicht um die Wortwahl streiten, Miss Smith, aber durch Ihre Militärerfahrung muss Ihnen bewusst sein, dass es manchmal im besten Interesse einer Person sein kann, in ihrer Bewegung eingeschränkt zu sein. Während unserer Tests werden Frauen oft...unruhig. Wir müssen für ihre Sicherheit sorgen.“

„Und jetzt?“, fragte ich.

Sie blickte auf meine Fäuste. „Jetzt ist es dafür gut, dass Sie stillhalten, während eventuell notwendige Präparationen oder Körpermodifikationen für den Transport vorgenommen werden.“

„Körpermodifikationen? Aufseherin, befreien Sie mich auf der Stelle von diesen Fesseln.“ Ich hörte die Härte in meiner Stimme und hoffte, sie wusste, dass ich nicht mit mir spaßen ließ.

Sie zuckte mit keiner Wimper. „Keine Sorge, Sie werden nicht bei Bewusstsein sein, wenn diese vorgenommen werden. Sie haben die Dokumente bereits unterschrieben, und die Zuordnung hat stattgefunden, Miss Smith. Aus diesem Grund sind Sie nicht länger Bürgerin der Erde, sondern eine Kriegerbraut auf Prillon Prime, und als solche unterliegen Sie den Gesetzen und Bräuchen Ihrer neuen Welt.“

„Gehört dazu, gefesselt zu sein?“

Sie legte den Kopf schief. „Wenn Ihr Gefährte das so wünscht.“

„Ich will keinem Mann zugeordnet werden, der mich festbindet!“

„Sie sind zugeordnet worden, Jessica, und zwar einem tapferen Krieger von der dortigen Welt. Sie sollten stolz darauf sein, sich ihm hinzugeben.“

„Sie denken, nur, weil er Soldat ist, soll ich mich ihm beugen? Was war dann ich? Ich habe gekämpft. Ich habe getötet.“

Die Aufseherin stand auf und kam um den Tisch herum.

„Das weiß ich, aber manchmal ist es ausgesprochen schwer für so starke Frauen wie Sie, einen Gefährten zu finden, der dominant genug ist, um mit Ihren... ähm... Bedürfnissen zurechtzukommen.“

Ach du liebe Scheiße, wurde sie etwa rot? Die schmallippige Aufseherin lief in drei verschiedenen Rottönen an. Was zum Teufel wollte sie damit sagen?

„Denken Sie daran, Jessica: er ist ebenso Ihnen zugeordnet worden. Was Sie brauchen, das wird er Ihnen geben. Es ist sein Recht, seine Pflicht, und vor allen Dingen sein Privileg.“ Dann lächelte sie, mit einem wehmütigen Ausdruck in den Augen. „Kein Verstecken mehr. Sie werden sich gegen ihn wehren, das merke ich schon, aber ich verspreche Ihnen, er wird den Preis wert sein, den Sie bezahlen werden.“

„Welchen Preis?“ Wohin zur Hölle schickte sie mich da? Ich hatte nicht eingewilligt, mich von irgendeinem Mann dominieren zu lassen. Meine Pussy zog sich zusammen bei der Erinnerung an die kräftige Hand um meine Kehle in der Abfertigungs-Simulation, aber der Mann, der stark genug war, um mich zu nehmen und meinen Willen zu beugen, war mir noch nicht begegnet. Ich bezweifelte, dass ein solcher Mann existierte.

„Geben Sie nach.“ Während sie sprach, drückte die Aufseherin einen Knopf am Ende meines Stuhles, und eine grelle blaue Öffnung erschien in der Wand. Immer noch festgeschnallt, war ich machtlos, als eine lange, ausgesprochen große Nadel erschien. Ich versuchte, mich davonzuwinden, mich dagegen zu wehren, aber ich konnte mich nicht rühren. Die Nadel war an einem langen Metallarm an der Wand befestigt.

„Leisten Sie keinen Widerstand, Jessica. Ihnen wird nichts geschehen. Das Gerät implantiert Ihnen nur Ihre dauerhaften NPUs.“

Die Nadel brannte, als sie mir in die Schläfe fuhr, aber sonst nichts weiter. Eine weitere kam aus der gegenüberliegenden Wand hervor und wiederholte die Aufgabe an meiner anderen Schläfe. Ich fühlte mich nicht anders als vorher, also atmete ich tief auf. Der Stuhl senkte sich, ähnlich wie beim Zahnarzt, aber ich wurde in eine Art warmes Bad eingetaucht. Blaues Licht umgab mich.

„Wenn Sie aufwachen, Jessica Smith, wird Ihr Körper auf die Paarungsbräuche von Prillon Prime sowie auf die Erfordernisse ihres Gefährten hin vorbereitet worden sein. Er wird auf Sie warten.“ Sie klang eintönig, als hätte sie denselben Satz bereits unzählige Male ausgesprochen.

Prillon Prime. „Jetzt gleich?“

„Ja, jetzt gleich.“

Aufseherin Egaras knappe Stimme war das Letzte, was ich über das leise Surren der elektrischen Gerätschaften und Lichter hinweg hörte. „Ihre Abfertigung beginnt in drei... zwei...“

Ich spannte mich an, wartete darauf, dass sie das Ende ihres Countdowns erreichte, aber ein rotes Licht blitzte über mir auf, und ihr Kopf fuhr herum und starrte auf einen Bildschirm, den ich nicht sehen konnte.

„Nein. Das kann nicht stimmen.“ Ihr Stirnrunzeln wandelte sich zu Schock, dann Verwirrung, während ich die ganze Zeit über nackt in dem dämlichen blauen Badewasser wartete—wann war ich denn nackt geworden, und was war mit meinem Nachthemd passiert?—und mich fühlte, als wäre ich zu drei Vierteln besoffen.

„Was ist los?“

„Ich weiß es nicht, Jessica. Dies ist noch nie zuvor passiert.“ Sie blickte finster auf das Programm-Tablet in ihrer Hand hinunter. Ihre Finger flogen über den Bildschirm, als tippte sie gerade eine ausgesprochen lange, äußerst komplizierte Nachricht.

„Was ist denn?“

Sie schüttelte den Kopf, ihre Augen groß und verwirrt. „Prillon Prime hat Ihren Transport verwehrt.“

Was zur Hölle sollte das denn heißen? Meinen Transport verwehrt? Was wollten die denn von mir, dass ich in ein Raumschiff steige? War ihr Transporter kaputt, oder war ihnen was auch immer für eine Stromquelle dafür ausgegangen? „Ich verstehe nicht.“

„Ich auch nicht. Die haben das Protokoll von ihrer Seite aus abgewürgt. Sie wollen Ihre Ankunft nicht anerkennen, und auch nicht Ihr Recht, Ihren Gefährten in Besitz zu nehmen.“

2


Jessica

Am Tisch festgeschnallt musste ich untätig zusehen, wie Aufseherin Egara wütend auf ihrem Tablet herumtippte. Ich zerrte an meinen Fesseln, aber ich wusste, dass meine Bemühungen vergebens waren. Mit jedem Pling ihres Tablets, wenn eine neue Nachricht eintraf, runzelte sie noch tiefer die Stirn und bewegte die Finger noch schneller, mit ruckartigen, hastigen Bewegungen, als würde sie demjenigen, mit dem sie da quer über die Weiten des Weltalls hinweg kommunizierte, am liebsten eine verpassen.

Ich hatte während meiner Zeit beim Militär, und danach als Enthüllungsreporterin, auf die harte Tour gelernt, geduldig zu sein. Ich konnte meiner Beute tagelang auflauern, und ich wurde der Jagd nicht müde. Ich wusste, wann ich warten musste, und wann ich besser als Erste schießen sollte. Aggressionen würden mir in dieser Situation keine Punkte verschaffen, besonders, da ich gefesselt war—selbst wenn mein Frust so groß war, dass ich die Fesseln wie der unglaubliche Hulk vom Stuhl reißen wollte.

 

„Aufseherin, bitte sagen Sie mir doch, was los ist.“

Ja, das klang ruhig. Gut gemacht.

Die Aufseherin biss sich auf die Lippe und sah mit einem Mal aus wie die junge Frau Mitte Zwanzig, die sie ja auch war. Ihre Schultern sackten zusammen, als trüge sie eine große Bürde und Verantwortung. Vielleicht war es auch so. Es war ihr Job, dafür zu sorgen, dass alle Frauen—egal aus welchem Grund—gut und sicher zugewiesen und an ihren Zielort überstellt wurden, wo auch immer im Universum das war. Als sie schließlich ihren Kopf hob und mich direkt anblickte, erkannte ich an den dunklen Wolken in ihrem Blick, dass es keine guten Nachrichten gab, zumindest für mich nicht.

Ein dunkles, öliges Bangen füllte meinen Bauch.

„Die Ablehnung bezog sich speziell auf Sie, nicht auf Erdentransporte generell.“ Sie seufzte, und ich fühlte mich, als hätte mir gerade jemand gesagt, ich wäre das hässlichste Mädchen der Klasse. Jep, das Gefühl war genau dasselbe. Ich hatte es zuvor bereits verspürt, viele Male, wenn mir etwas verweigert worden war. Freunde, Geliebte, Jobs, Familie. Ich sollte es gewohnt sein, aber das war ich nicht. Das hatte mich so idiotisch sein lassen, trotzdem Hoffnung zu haben. Mir war nicht klar gewesen, wie sehr ich jemandem zugewiesen werden wollte—jemandem, der nur für mich bestimmt war. Bis ich abgelehnt worden war. Wie üblich.

„Genau in diesem Moment wird ein Transport von unserer Bräute-Abfertigungseinrichtung in Asien durchgeführt, also weiß ich, dass es nicht am System liegt. Aus irgendeinem Grund wird Ihnen die Reise nicht genehmigt. Die Nachricht kam vom Primus höchstpersönlich.“

Dem Primus? Was zum Teufel war ein Primus?

„Sie meinen meinem Gefährten?“

Sie schüttelte abwesend den Kopf. „Nein. Dem Primus. Dem Herrscher des dortigen Planeten. Dem Herrscher von Prillon Prime.“

Sein Titel war nach dem Planeten selbst benannt, und ich wurde von ihm abgewiesen. Na toll.

„Sowas wie ihr König?“ Du liebe Scheiße. Ihr König erlaubte mir nicht, meinen Gefährten in Besitz zu nehmen? Ich war diesem Krieger, dem ich zugeordnet worden war, noch nie begegnet, aber er sollte doch mir gehören. Und nun, da ich abgewiesen wurde, war dieses kleine Fünkchen Hoffnung, ja, es war Hoffnung gewesen— Kacke—diese Hoffnung, die ich in meiner Brust getragen hatte, war verzischt und verflogen. Das tat weh.

„Ja. Er ist Herrscher über mehrere Planeten, genau gesagt, und der Kommandant der gesamten interstellaren Flotte.“ Sie murmelte und wandte den Blick ab, unfähig, meinem Blick zu begegnen.

Ich zog mich innerlich zusammen, und bei ihren Worten stieg mir die Galle in den Hals. Ich war vom außerirdischen König eines gesamten Planeten abgewiesen worden? War ich so schrecklich? Ich war ein wenig herrisch und wahrscheinlich ein bisschen eine Nervensäge. Etwas hart für eine Frau, aber welche Frau schoss nicht gerne mit Waffen und bekämpfte Bösewichte? Kacke. Der Primus wollte irgendein zartes Weiblein für eine Zuordnung nach Prillon. Das war es wohl. War es das?

Meine Gedanken waren wie benebelt, als ich die einzige Frage stellte, die mir einfiel. „Warum? Liegt es daran, dass sie mich für eine Drogenhändlerin halten?“

Ich würde lieber als angebliche Drogenhändlerin abgewiesen werden, als als Mannsweib.

„Miss Smith, die halten Sie nicht für eine Drogenhändlerin. Sie wissen, dass Sie eine verurteilte Drogenhändlerin sind. Aber nein, ich habe bereits verurteilte Mörderinnen vom Planeten geschickt. Ich weiß nicht, warum sie das tun.“

Sie schüttelte traurig den Kopf und drückte an einer Reihe von Knöpfen auf ihrem Tablet herum. Ich wurde weiter aus dem Wasser gehoben und war vom seidigen Gleiten auf der Haut abgelenkt, bevor ich an mir hinunterblickte und entdeckte, dass meine gesamte Behaarung fort war. Mein Kopf tat von den neuen Implantaten in meinem Schädel höllisch weh, und in meinem Hirn summten Geräusche ähnlich dem statischen Rauschen in einem Lautsprecher.

Während mein Körper wieder auf den Untersuchungsstuhl heruntergelassen wurde, brachte mir Aufseherin Egara eine trockene graue Decke, die sie über mich breitete. „Es tut mir so leid, Jessica. So etwas ist hier noch nie passiert. Ich werde ein formelles Ansuchen an die Interstellare Koalition richten müssen, um herauszufinden, was passiert ist.“

Ich war nackt, bläuliches Wasser tropfte an mir herunter, ich war in eine kratzige Decke gewickelt und immer noch an den dämlichen Tisch geschnallt. Wie viel elender konnte es noch werden? „Wie lange wird das dauern?“ Das Surren in meinem Kopf wurde lauter.

„Mindestens ein paar Wochen.“ Ihre leisen Worte waren plötzlich laut wie aus einem Megaphon zwei Zentimeter neben meinem Ohr, und ich zuckte zusammen.

Sie legte den Kopf schief, als ich mich zusammenkrampfte, und ließ mich einen Moment alleine, bis sie mit einer Injektionsröhre daherkam, die sie mir seitlich an den Hals presste. Ich zuckte zusammen.

Der kurze Stich war es aber wert, denn der Schmerz in meinem Kopf verflog in Sekunden.

„Es tut mir leid, dass das für Sie so unangenehm ist. Die meisten Bräute schlafen durch den Neurostim-Integrierungsvorgang.“ Sie beobachtete mich mit sanften runden Augen, freundlicher, als ich sie je zuvor gesehen hatte. Ich blinzelte über die Veränderung, dann erkannte ich, dass sie mir keine Besorgnis entgegenbrachte, sondern Mitleid. Ich konnte nicht einmal vom Planeten geschippert werden, ohne dass es ein Problem gab.

„Was ist ein Neurostim?“

„Es ist ein Gehirn-Implantat, das es Ihrem Verstand ermöglicht, neue Sprachen und Bräuche aufzunehmen. Sie werden nun innerhalb nur weniger Minuten in der Lage sein, jegliche neue Sprache zu verstehen und zu sprechen, einschließlich aller Sprachen auf der Erde. Diese Technologie ist nur für jene bestimmt, die den Planeten verlassen, aber da Sie scheinbar hierbleiben, würde ich das als gehörigen Vorteil ansehen.“

Ich blinzelte und versuchte, zu verarbeiten, was sie mir gerade gesagt hatte. Ein Vorteil? Dies war mein Trostpreis, die Fähigkeit, andere Sprachen zu sprechen und zu verstehen? „Jede Sprache?“

Sie nickte knapp, sichtlich begeistert von der Technologie, aber auch immer noch verwirrt und enttäuscht über meine Ablehnung. „Absolut. Von überall auf der Erde und innerhalb der Koalition.“

Da ich nicht länger auf einen Koalitionsplaneten unterwegs war, glaubte ich nicht, dass ich viel Nutzen davon haben würde. Ich hatte eine Art Super-Chip in meinem Kopf, mit dem ich ausländische Fernsehserien und Touristen am Flughafen verstehen konnte. Na toll. Genau davon hatte ich schon immer geträumt. Ich hätte lieber ein Auto geschenkt bekommen, oder eine Reise nach Hawaii. Etwas Geld vielleicht.

Viel besser wäre es gewesen, transportiert zu werden und meinen eigenen realen Traum zu leben. So wie den Abfertigungs-Traum, in dem zwei mächtige Männer meinen Körper bedeckten und mich fickten, als wäre ich die begehrenswerteste Frau, die ihnen je begegnet war. Wo ich mich schön fühlte. Begehrt. Geliebt.

Nein. Ich bekam einen dämlichen eingebauten Übersetzer.

Ich hatte meine Freunde in der Nachrichtenagentur im Stich gelassen, meine Freunde bei der Polizei, hatte es nicht geschafft, meine Unschuld vor Gericht zu beweisen, und nun war ich es nicht einmal wert, einen außerirdischen Gefährten zu bekommen, der so scharf auf eine nasse, heiße Pussy war, dass er sogar eine Diebin oder Mörderin zur Gefährtin nehmen würde, die er noch nie gesehen hatte. Frauen—Kriminelle—waren zu Hunderten über die letzten paar Jahre ans interstellare Bräute-Programm geschickt worden. Die Frauen, die festgenommen und abgefertigt wurden, kamen aus allen Gesellschaftsschichten, waren drogenabhängig oder Verräterinnen. Diebinnen und Mörderinnen.

All diese Frauen waren in die Sterne geschickt worden, hatten ein neues Zuhause gefunden und ein neues Leben mit außerirdischen Gefährten, die verzweifelt genug waren, um sich über das Programm eine Braut zu holen. Diese Frauen hatten einen völligen Neustart gewährt bekommen.

Aber ich? Ich natürlich nicht. Ich hatte Bestechungsgelder abgelehnt, wurde eines Verbrechens beschuldigt, das ich nicht begangen hatte, und nun war ich nicht nur von meinem zugewiesenen Gefährten abgelehnt worden, sondern vom verdammten König seines gesamten Planeten?

Nicht gerade mein bester Tag.

„Und was mache ich jetzt?“

Aufseherin Egara legte den Kopf schief und seufzte. „Nun, Ihre freiwillige Meldung zum Bräute-Programm war die einzig notwendige Voraussetzung, um die Bedingungen Ihrer Verurteilung zu erfüllen. Da noch nie zuvor jemand abgelehnt wurde, fallen Sie hiermit durch ein Schlupfloch, das nun bestimmt geschlossen wird. Ich gehe davon aus, dass in Zukunft eine abgelehnte Frau stattdessen ins Gefängnis muss. Aber derzeit gibt es keine Regeln für alternative Bestrafungen, daher haben Sie alle Auflagen Ihrer Verurteilung erfüllt.“

„Sie meinen—“

„Sie sind frei, Miss Smith.“

Sie hob eine Ecke der Decke hoch und wischte mir ein paar Tropfen der blauen Flüssigkeit aus dem Augenwinkel, wo sie sich angesammelt hatte und mir über die Wangen lief wie Tränen.

Ich war frei. Keine Verurteilung. Kein Gefängnis. Kein scharfer Kerl von einem anderen Planeten.

„Gehen Sie nach Hause.“

Ich wollte nicht nach Hause. Ich hatte kein Zuhause. Keinen Job, keine Freunde und keine Zukunft. Da ich in einer weit, weit entfernten Galaxis sein sollte, war mein Bankkonto leergeräumt und mein Haus verkauft worden. Wenn eine Frau den Planeten über das Bräute-Programm verlässt, wird ihr Hab und Gut aufgeteilt, als wäre sie verstorben. Tot und vorbei, kein Weg zurück. Ich hatte niemanden, der meinen Toaster oder meine abgewetzte Couch haben wollen würde, also musste ich annehmen, dass alles wohltätigen Zwecken zugekommen war.

Ich war die erste Braut, die je wie ein geprügelter Hund zurück nach Hause geschickt wurde, mit eingezogenem Schwanz, eines außerirdischen Gefährten unwürdig.

Wenn ich aus dem Abfertigungs-Zentrum spazieren und mich in der Stadt sehen lassen würde? Nun, die Schurken, die mich in diese Lage gebracht hatten, würden ihre Schläger schicken, um zu beenden, was sie angefangen hatten. Sobald die erfuhren, dass ich noch auf der Erde war, würden sie innerhalb von Stunden ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt haben.