Wintergedichte

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Wintergedichte

Inhaltsverzeichnis

Der Winter

Winter

Winterlied

Wintermorgen

Winter-Landschaft

Der Winter

Wintersaat

Wintermärchen

Erster Schnee

Wintersturm

Erster Schnee

Impressum


Der Winter

Der Winter, ein schlimmer Gast, sitzt bei mir zu Hause;

blau sind meine Hände von seiner Freundschaft Händedruck.

Winter

Die Bäume glitzern rings im Eise,

Unheimlich lautlos rieselt Schnee.

Die weichen Flocken decken leise

Der Blumen letztes Todesweh.

Nur zwischen starren Zweigen hangen

Noch rote Beeren, frisch und licht,

Ein täuschend Leben! Rosenwangen

Auf einem Leichenangesicht.

Die gold'ne Sonne strahlt wie immer,

Doch wärmt sie nicht das öde Land.

An Menschenaugen mahnt ihr Schimmer,

Die falsch und treulos man erkannt.

E. Marlitt (1825 - 1887)