Wochenend und Radelglück – Kleine Fahrrad-Auszeiten in Oberbayern

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KLEINE FAHRRAD-AUSZEITEN IN

-OBERBAYERN-


BERNHARD IRLINGER

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INHALT

EINLEITUNG

Genuss am Fuss der Alpen

Mit dem Fahrrad durch das südliche Oberbayern

1 Stadtschönheit am Lech

Landsberg am Lech

2 Kultur und Natur am Lech

Schongau

3 Schlösser, Kirchen, Lüftelmalerei

Oberammergau

4 Im malerischen Pfaffenwinkel

Weilheim in Oberbayern

5 Moore und Seen im Blauen Land

Murnau

6 Badeseen mit Alpenblick

Iffeldorf

7 Im Herzen des Isarwinkels

Bad Tölz

8 Durch das Bayerische Oberland

Miesbach

9 Rund um Mangfall, Inn und Glonn

Bad Aibling

10 Rund um die Innschönheit

Wasserburg

11 Am Nordufer des Chiemsees

Seebruck

12 Rund um die Chiemgaumetropole

Traunstein

13 Im stillen Rupertiwinkel

Laufen

Orts- und Sachregister

Impressum


In der bezaubernden Altstadt von Landsberg

ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN


Tour
Tourenvariante
Richtungspfeil
Ausgangs-/Endpunkt der Tour
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Autofähre
Personenfähre
Flugplatz
Kirche
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste

DIE ZIELE IM ÜBERBLICK

Landsberg am Lech

 

Schongau

Oberammergau

Weilheim in Oberbayern

Murnau

Iffeldorf

Bad Tölz

Miesbach

Bad Aibling

Wasserburg

Seebruck

Traunstein

Laufen

GENUSS AM FUSS DER ALPEN
Mit dem Fahrrad durch das südliche Oberbayern


Im Starnberger See spiegelt sich der blaue Himmel.

Das südliche Oberbayern begeistert mit einer Landschaft, die verschiedene Facetten zu einem harmonischen Gesamtbild vereint. Sattgrüne Wiesen, dunkle Wälder und blaue Seen werden von sanften Hügeln und hohen Bergen eingerahmt. Diese Naturschönheiten werden aufs Vortrefflichste ergänzt durch malerische Dörfer, zwiebelturmgekrönte Kirchen und Klöster sowie altehrwürdige Städte.

Das oberbayerische Alpenvorland, das vom Lech im Westen bis zur Salzach im Osten reicht, setzt sich aus einem Puzzle unterschiedlicher, historisch gewachsener Gebiete zusammen. Ein Wochenendausflug führt uns nach Landsberg ins Lechrain, das die Grenze zu Schwaben markiert. Weiter geht es in den beschaulichen Pfaffenwinkel, der seinen Namen den zahlreichen Kirchen und Klöstern verdankt. Die stillen Runden führen uns hier an vielen Teichen vorbei, die einst die Mönche in den Fastenzeiten mit Fisch versorgten. Südlich davon liegt das Blaue Land, das seinen Namen den Lichtstimmungen verdankt, die vor 100 Jahren berühmte expressionistische Maler anzogen. Touren im Fünfseenland, der Badewanne der Münchner mit ihren kleinen und großen Seen, dürfen natürlich nicht fehlen. Anschließend erkunden wir im Tölzer Land und im Bayerischen Oberland die Täler von Isar und Mangfall und dringen von Miesbach aus in die Bergwelt des Mangfallgebirges vor.

INNTAL, CHIEMGAU UND RUPERTIWINKEL

Die Mangfall leitet uns dann auch weiter Richtung Inn. Angenehme Wege führen uns durch die sanfte Landschaft rund um Bad Aibling, die uns herrliche Blicke bis hin zu den Alpen gewährt. Und innabwärts bietet uns Wasserburg mit seiner wundervollen mittelalterlichen Altstadt einen eindrucksvollen Ausgangspunkt für zwei recht anspruchsvolle Touren. Nun ist es nicht mehr weit zum Bayerischen Meer, dem herrlichen Chiemsee, der das Herz des Chiemgaus bildet. Von seinen Ufern führen uns stille Wege zu zahlreichen kleinen Seen und zu sehenswerten Klöstern. Die Chiemgaumetropole Traunstein ist Ausgangspunkt für zwei Touren mit ganz unterschiedlichem Charakter. Die eine führt uns durch die Täler der Traun in die Bergwelt der Chiemgauer Alpen, die andere rund um den wundervollen Waginger See, der als einer der wärmsten Badeseen in Oberbayern gilt. Er liegt schon im Rupertiwinkel, der bis vor 200 Jahren zu Salzburg gehörte. Die Salzach umspült hier den alten Handelsort Laufen. Eine Tour führt uns von dort durch beschauliche Moorlandschaften, eine zweite an der Salzach entlang nach Tittmoning mit dem herrlichen Stadtplatz, der von einer mächtigen Burg überragt wird.

OBERBAYERN MIT DEM RAD – STRESSFREI

Die Schönheit des oberbayerischen Alpenvorlandes ist schon lange weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Wahre Besuchermassen überfluten an sonnigen Tagen die bekanntesten Ausflugsziele und so manch genervter Ausflügler verbringt gefühlt mehr Zeit im Stau oder bei der Parkplatzsuche als in der Natur. Um diesen Stress zu vermeiden, bietet dieses Buch zwei Strategien an.

Zum einen werden Touren beschrieben, die meist abseits der Hauptrouten liegen und auch die weniger bekannten Schönheiten der Region auf dem Programm haben. So kann man jenseits der großen Touristenströme stille Moore, einsame Seen oder weniger bekannte Kirchen und Klöster besuchen. Und zum Zweiten sind zu jedem der dreizehn beschriebenen Standorte zwei Touren angegeben. Mit einer Übernachtung können so verschiedene Ziele angesteuert werden. Man kann abends die Tour gemütlich ausklingen lassen und dabei in aller Ruhe die Orte erkunden. Die Ausgangspunkte sind allesamt für sich selbst eine Sehenswürdigkeit und bieten meist genug Abwechslung und Sehenswürdigkeiten, um dort mindestens einen weiteren Tag zu verbringen. Wenn die Tagesausflügler im Rückreisestress sind, sitzt man selbst gemütlich in einem der zahllosen schönen Gasthöfe und erholt sich in aller Ruhe von den Anstrengungen der Tour, lässt die Eindrücke des Tages Revue passieren und genießt die Vorfreude auf den nächsten Radtag.

DAS BESTE FÜR DIE REGION

Von einem Radelwochenende profitiert man durch den vermiedenen Stress nicht nur selbst, sondern auch die Umwelt wird es einem danken. Mit einer Übernachtung zwischen zwei Radeltagen halbiert man die Anfahrtskilometer und die damit verbundene Umweltbelastung. Und wer es besonders gut mit der Natur meint, der erreicht alle Ausgangsorte auch bequem mit der Bahn. Die Übernachtungskosten kann man so mit den Kosten der reduzierten Bahnfahrten verrechnen und die teils etwas komplizierte Anreise lohnt sich doppelt. Und nicht zuletzt profitieren auch die bereisten Regionen, die so manches Mal unter der Last der Tagesausflügler leiden. Das Geld, das man für Einkehr und Übernachtung ausgibt, kommt den Städten und Dörfern direkt zugute. Mit weniger Stress für den Radler, einem zusätzlichen Nutzen für die Umwelt und der Stärkung der örtlichen Wirtschaft schafft man so eine Win-win-win-Situation, die für alle Seiten nur Vorteile hat. Einem Mehrtages-Radausflug in einer der schönsten Regionen Deutschlands steht also nichts mehr im Weg.


An den wundervollen Osterseen


Gut ausgeschildert geht’s durchs Alpenvorland.


Abseits der Straßen ist Radfahren am schönsten.

STADTSCHÖNHEIT AM LECH
Landsberg am Lech


Die malerische Altstadt von Landsberg spiegelt sich im Lech.

1

An einem wichtigen Übergang über den Lech entstand im 12. Jahrhundert die Stadt Landsberg. Bis heute begeistert die an der Romantischen Straße gelegene Stadt mit ihren bestens erhaltenen historischen Bauwerken. Und auch das Umland bietet so manche Sehenswürdigkeit.

Im 12. Jahrhundert wurde Landsberg an einem strategischen Lechübergang von Heinrich dem Löwen gegründet und entwickelte sich schnell zu einer wichtigen Handelsstadt. Heute begeistert das an der Romantischen Straße gelegene Landsberg mit seiner mittelalterlich-barocken Altstadt, die zu den schönsten in Oberbayern zählt. Am malerischen Hauptplatz steht das prächtige Rokoko-Rathaus. Die herrliche Stuckfassade schuf Dominikus Zimmermann, Bürger und Bürgermeister von Landsberg. Als bedeutendste Teile der weitgehend erhaltenen Stadtbefestigung gelten der im 14. Jahrhundert erbaute Schöne Turm und das sehenswerte Bayertor (1425) am oberen Rand der Altstadt. Sakrale Kunst findet man in der gotischen Stadtkirche Maria Himmelfahrt mit ihrer wertvollen mittelalterlichen und barocken Ausstattung. Die Malteser- und die Johanneskirche sind im Inneren in verschwenderischem Rokoko gestaltet.

 

IN DEN CAFÉS und Lokalen, die in der Landsberger Altstadt am Ufer des Lechs liegen, kann man nach der Tour im sanften Abendlicht entspannen. Besonders beliebt ist der Lechgarten am Klösterl südlich der Lechbrücke mit seinem idyllisch am Ufer gelegenen Biergarten (lechgarten.de).

IM SÜDEN VON LANDSBERG – BERGBLICK UND WALLFAHRTSKIRCHE

Vom Hauptplatz in der Altstadt von Landsberg schieben wir die Räder durch den Schmalzturm und dann auf der steilen Alten Bergstraße zum Bayertor hinauf. Nun geht es über den nahen Kreisverkehr geradewegs in die Weilheimer Straße und nach 200 Metern links nach Reisch. Wir treffen vor dem Dorf auf eine Vorfahrtsstraße, radeln rechts in den Ort und auf der Kapellenstraße links an der Kirche vorbei. Nach kurzer Fahrt biegen wir rechts auf die schmale Angerstraße ab und radeln geradeaus in den Wald. Dort folgen wir an einer Gabelung den Radwegweisern nach rechts und radeln nach einem etwas steileren Anstieg an einer Wegkreuzung rechts Richtung Hagenheim. Wir fahren bald über Felder zur Kreisstraße, auf ihr wenige Meter nach links und dann rechts zu einem geteerten Wirtschaftsweg. Hier geht es links zu einer Straße am Ortsrand von Hofstetten. Auf ihr fahren wir nach rechts und bei nächster Gelegenheit links in das Dorf. Nun geht es geradewegs bis zu einer Kreuzung mit verschiedenen Radwegweisern.

ZUR BAROCKEN WALLFAHRTSKIRCHE

Den Wegweisern Richtung Obermühlhausen folgend, halten wir uns nun an mehreren Gabelungen jeweils rechts. Im Auf und Ab gelangen wir bis zu einer Kreuzung vor einem Berg und radeln nach links ins nahe Obermühlhausen. Dort fahren wir rechts auf der Bergstraße zur Landstraße hinauf, auf ihr nach rechts und nach 200 Metern links in das Sträßchen Kronberg. An der ersten Kreuzung in den Feldern biegen wir rechts ab. An der folgenden Gabelung halten wir uns links und folgen der schmalen Teerstraße, bis wir auf eine Vorfahrtsstraße treffen. Auf ihr geht es 400 Meter nach links und dann bei erster Gelegenheit rechts auf eine schmale Teerstraße, der wir nach Thaining folgen.


Über Hofstetten geht der Blick zur Zugspitze.

Am Hauptplatz von Landsberg


Das mittelalterliche Bayertor in Landsberg

Im Ort fahren wir an einer Doppelkreuzung links auf dem Mühlenweg zur Ortsdurchfahrt und biegen dort nach links ab. Kurz vor dem Ortsende geht es links in den Postweg. Wir radeln geradewegs über die Umgehungsstraße nach Issing. An der ersten Kreuzung fahren wir nach rechts zur Durchgangsstraße und auf ihr nach links. Vor dem Kirchhügel geht es rechts auf der Reichlinger Straße aufwärts zum Ortsrand. Hier fahren wir rechts auf der Vilgertshofer Straße zur Umgehungsstraße, die wir überqueren. Jenseits geht es auf dem Radweg kurz nach rechts und dann links auf die Straße, die uns über eine Vorfahrtsstraße zur berühmten Barockkirche von Vilgertshofen führt.


DIE WALLFAHRTSKIRCHE in Vilgertshofen zählt zu den eindrucksvollsten Barockkirchen in Oberbayern. Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie vom Wessobrunner Baumeister Johann Schmutzer errichtet, der auch den Innenraum mit prächtigen Stuckarbeiten verzierte. Der Hauptaltar umrahmt das spätgotische Gnadenbild einer Pieta.


In der prunkvoll ausgestatteten Wallfahrtskirche von Vilgertshofen


AM LECH ENTLANG NACH LANDSBERG

Wir radeln geradewegs an der Kirche vorbei und folgen nun immer den Wegweisern des Radweges Romantische Straße. Im Rechts-Links-Knick leiten sie uns durch Stadl und geradewegs weiter nach Stoffen. Dort geht es links in die Pitzlinger Straße und bald abwärts ins Lechtal. Vor der Kirche von Pitzling biegen wir rechts in die Seestraße und radeln am Lech entlang zurück nach Landsberg.


In Vilgertshofen begeistert die wundervolle Barockkirche.

ZWISCHEN BAYERN UND SCHWABEN – IM LECHRAIN

Am Hauptplatz in Landsberg fahren wir links in die für Radler freigegebene Fußgängerzone. Bis Kaufering weisen uns nun die Schilder des Radweges Romantische Straße die Richtung. Es geht geradewegs aus der Altstadt, nach der Lechbrücke rechts auf einen Radweg und am Fluss entlang zur Lechbrücke von Kaufering. Wir überqueren den Fluss und biegen nach der Brücke links in den Brückenring. Er knickt bald scharf nach rechts ab und bringt uns zu einer Kreuzung, an der wir links auf die Scheuringer Straße schwenken. Am Ende eines kurzen Anstieges fahren wir rechts auf einen Feldweg und an der folgenden Kreuzung nach links zu einer sternförmigen Kreuzung vor einem Hof. Hier geht es halbrechts auf einen Wirtschaftsweg, dem wir nun geradewegs drei Kilometer über die aussichtsreichen Felder folgen. Anschließend halten wir uns an einer Kreuzung nach einem kurzen Waldstück rechts und radeln über eine kleine Kuppe geradewegs auf schmaler Straße nach Weil.


Die neugotische Abteikirche überragt Kloster St. Ottilien.

Typisch oberbayrisch – Barockkirche und Maibaum in Eresing

ZUM SCHLOSS DER WITTELSBACHER

Wir biegen links in die Wolfgangstraße und danach rechts in den Kreuzweg. Auf der folgenden Vorfahrtsstraße geht es rechts zur Landstraße, wenige Meter nach links und dann rechts auf der Geretshausener Straße nach Geretshausen. Nach einem kurzen Stück aufwärts biegen wir links nach Petzenhausen ab. Wir halten uns auf der Oberen Bergstraße links, kommen in den Ort und wechseln nach einem Rechtsknick geradewegs auf die untergeordnete Schlettstraße. An der Gabelung am Ortsrand halten wir uns links und treffen in Jedelstetten auf eine Querstraße. Kurz fahren wir nach links, dann rechts zur Kreisstraße und auf dem Radweg wieder nach rechts. An seinem Ende geht es über die Hauptstraße in die nach Kaltenberg ausgeschilderte Nebenstraße und bald über eine Vorfahrtsstraße geradewegs zum Schloss Kaltenberg.

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