In die Mündung geschaut: Thriller Doppel

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In die Mündung geschaut: Thriller Doppel

von Alfred Bekker

Über diesen Band:

Dieser Band enthält folgende Thriller:

Kommandounternehmen Angkor (Alfred Bekker)

Killer ohne Namen (Alfred Bekker)

Inhaltsverzeichnis

Titelseite

In die Mündung geschaut: Thriller Doppel

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Jack Raymond Thriller - Kommandounternehmen Angkor: Military Action

Kommandounternehmen Angkor

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Killer ohne Namen: Thriller (Alfred Bekker, #10)

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Also By Alfred Bekker

Reilly richtete sich auf.

Er sah gerade noch, wie die Leder-Lady nach ihrer Handtasche griff, die sie auf einem Stuhl abgelegt hatte. Sie öffnete die Tasche. Etwas Dunkles, Längliches kam zum Vorschein.

Eine Pistole mit Schalldämpfer.

Reilly öffnete den Mund. Seine Augen waren schreckgeweitet.

Er brachte keinen Ton heraus.

Die Leder-Lady streckte den Arm aus und zielte. Ein kurzes 'Plop!' ertönte. Rot züngelte für einen Sekundenbruchteil das Mündungsfeuer aus dem Schalldämpfer.

Mitten auf Reillys Stirn bildete sich ein roter Punkt, der rasch größer wurde. Reilly wurde nach hinten gerissen.

Ein zweiter Schuss traf ihn im Oberkörper und verursachte ein letztes Zucken.

Reillys tote Augen blicken fragend gegen die Decke.

Die Leder-Lady trat noch einmal etwas näher an ihn heran, um sich davon zu überzeugen, dass er auch wirklich nicht mehr lebte.

"Tut mir leid, Darling", murmelte sie dann. "Aber dich am Leben zu lassen hätte einfach ein zu großes Risiko bedeutet."




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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker (https://www.lovelybooks.de/autor/Alfred-Bekker/)

© Roman by Author / COVER TONY MASERO

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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Jack Raymond Thriller - Kommandounternehmen Angkor: Military Action



Jack Raymond Thriller - Kommandounternehmen Angkor: Military Action

Alfred Bekker

Published by Alfred Bekker, 2019.

Table of Contents

UPDATE ME







Kommandounternehmen Angkor



von Alfred Bekker

Der Umfang dieses Buchs entspricht 140 Taschenbuchseiten.

Kambodscha hatte unter der Schreckensherrschaft der Roten Khmer zu leiden, die ein Viertel der Bevölkerung umbrachten. Seitdem hat sich das Land noch nicht von den Nachwirkungen dieser Zeit erholt.

Am Oberlauf des Stoeng Sen, eines Nebenflusses des Mekong, beginnt eine Guerilla-Gruppierung zu operieren, die sich als Neue „Khmer Rouge“ bezeichnen. Weite Gebiete stehen schon unter Kontrolle dieser Guerilla, bei der völlig unklar ist, wer dahinter steckt. Zwar sind unter gefallenen KR-Kämpfern auch ehemalige und bekannte Khmer Rouge-Aktivisten dabei, aber andererseits scheint kein politisches Konzept oder Ziel hinter den Aktionen dieser Gruppe zu stehen. Die Bewaffnung ist ultramodern, was bedeutet, dass jemand sehr Mächtiges diese Terroristen ausstattet.

Die bekannten Tempelanlagen von Angkor Wat und Angkor Thom werden von angeblichen Touristen als Übergabeplätze für Bargeld und Drogen benutzt. Es liegt die Vermutung nahe, dass die neuen Roten Khmer nichts anders als eine Söldnertruppe eines Drogensyndikats sind.

Colonel Vanderikke und seine Einheit von Elite-Kämpfern begeben sich mit Zustimmung der kambodschanischen Regierung ins Krisengebiet (denn die Regierung wird der Lage schon längst nicht mehr Herr), um den Hintermännern das Handwerk zu legen.







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Ein CassiopeiaPress Buch

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© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

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1



Roy McConnery trat aus dem Schatten des uralten Tempelgemäuers hervor. Schweißperlen glänzten auf seiner Stirn. Seine Hand griff unter das verschwitzte, fleckige Hemd und riss eine automatische Pistole vom Typ Sig Sauer P226 hervor.

Es war Nacht. Der Mond stand als großes, leuchtendes Oval über den Baumwipfeln und tauchte die Ruinen von Angkor Wat in ein fahles Licht.

Ein vielstimmiges Konzert tierischer Laute erfüllte den dichten Regenwald, der die verfallenden Gemäuer an manchen Stellen regelrecht überwucherte. Irgendwo da draußen in dem Labyrinth der verfallenden Mauern lauerten seine Verfolger. McConnery wusste, dass ihn Schlimmeres als der Tod erwartete, wenn er lebend in ihre Hände fiel...

 







2



Ein Geräusch ließ McConnery herumfahren. Schattenhaft tauchte eine Gestalt hinter einer Mauerecke hervor. Für Sekundenbruchteile fiel das Mondlicht auf einen maskierten Mann in olivgrünem Kampfanzug. Er hielt eine MP7 im Anschlag, richtete den Lauf in McConnerys Richtung und feuerte. Blutrot leckte das Mündungsfeuer aus der kurzen Mündung der Maschinenpistole heraus.

McConnery warf sich zur Seite. Eine MPi-Salve von mindestens dreißig Schuss knatterte größtenteils dicht an ihm vorbei. Nur zwei Projektile erwischten ihn am linken Arm.

McConnery feuerte noch während er fiel. Die P226 wummerte zweimal kurz hintereinander los, bevor McConnery mit einem dumpfen Geräusch auf dem weichen, von Moosen und Schlingpflanzen überwucherten Waldboden aufschlug.

McConnery war ein ausgezeichneter Schütze.

Ein Schuss hatte den Maskierten in der Bauchgegend erwischt, war aber von der Kevlarweste abgefangen worden. Für den getroffenen glich die Wirkung einem sehr kräftigen Tritt. Aber das Projektil konnte durch die dicht gewebten Schichten des kugelsicheren Materials nicht in den Körper eindringen.

Der zweite Schuss war allerdings tödlich. Die Kugel durchschlug den Hals. Röchelnd und blutüberströmt sank der Maskierte zu Boden.

McConnery rappelte sich auf.

Sein Arm schmerzte höllisch. Das Hemd war blutdurchtränkt. Er hörte Äste knacken. Eine Bewegung. Ein weiterer Schatten hinter einem Mauervorsprung. MPi-Feuer blitzte auf. Eine Garbe von zwanzig Schüssen kratzte über das uralte Tempelgemäuer, sprengte Stücke aus den vor tausend Jahren in den Stein gehauenen Reliefs. Die fratzenhaften Göttergesichter wurden reihenweise entstellt. Was der Zahn der Zeitalter in Jahrhunderten nicht vermocht hatte, das schafften diese relativ kleinkalibrigen Projektile innerhalb von Sekunden.

McConnery tauchte hinter einen Mauervorsprung. Die Tempelstädte des alten Khmer-Reichs, dessen Blüte schon über tausend Jahre zurück lag, glichen gewaltigen Labyrinthen aus Steinbauten, die im Lauf der Zeit mehr oder minder vom Dschungel überwuchert worden waren.

Eigentlich ideale Bedingungen also, um Deckung zu finden und sich zu verstecken.

McConnery riss den Lauf der Pistole empor und feuerte in die Dunkelheit hinein. Er orientierte sich am Mündungsfeuer seines Gegners. Ein Schrei gellte.

Das dumpfe Geräusch eines menschlichen Körpers, der auf dem Boden aufschlug folgte.

Nur einen Sekundenbruchteil später zuckte McConnerys Körper wie unter elektrischen Schlägen. Hinter ihm blitzten die Mündungsfeuer mehrerer MPis auf. Dutzende von Treffern zerfetzten seinen Rücken. McConnery drehte sich noch halb herum, kam aber nicht mehr dazu, auch nur einen einzigen Schuss aus seiner Waffe abzufeuern.

Schwer schlug er auf dem Boden auf und blieb regungslos liegen.

Maskierte Bewaffnete in olivgrünen Kampfanzügen traten aus der Dunkelheit hervor.

Einer von ihnen drehte den am Boden liegenden Toten mit der Stiefelspitze herum.

„Ein dreckiger CIA-Agent!“, knurrte er voller Verachtung. „Soll er ein Fraß für Maden und Flussratten werden!“

Einer der anderen Männer lachte.

„Gut, dass er tot ist“, sagte er. „Gut für ihn!“







3



UNO-Hauptquartier, New York, Büro des Generalsekretärs, Mittwoch, 1106 OZ

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen musterte kurz die Anwesenden. Es handelte sich um die UNO-Botschafter einiger Mitglieder des Sicherheitsrates.

„Gentlemen, ich möchte vorab betonen, dass dies ein informelles Treffen ist. Es dient einfach dazu, gegenseitig die Standpunkte des anderen in einer bestimmen Frage kennen zu lernen und die Chancen für die Vereinten Nationen und ihren Sicherheitsrat auszuloten, in dieser Sache tätig zu werden.“

Ein Mann mit kantigem Gesicht und grauem, aber noch sehr dichtem Haar schlug die Beine übereinander.

Er griff in die Westentasche seines dreiteiligen, sehr konservativ wirkenden Anzugs und warf einen Blick auf eine Taschenuhr. „Meine Zeit ist knapp, ich schlage daher vor, dass wir rasch zur Sache kommen!“

„Das ist ganz in meinem Sinn“, erwiderte der Generalsekretär mit einem leicht säuerlichen Lächeln. „Es geht um die Lage in Kambodscha. Nach allem, was uns an Erkenntnissen zur Verfügung steht, braut sich da etwas zusammen, das uns mittelfristig um die Ohren fliegen könnte.“

„Ist das nicht etwas übertrieben?“, meldete sich ein Mann mit Halbglatze und sehr markantem Profil zu Wort. „Zur Zeit der roten Khmer wurde fast ein Viertel der Bevölkerung umgebracht und eine Bande von wahnhaften Utopisten haben versucht, ein ganzes Land zurück in die Steinzeit zu zwingen. Und natürlich kann es da niemandem gefallen, wenn eine Organisation von sich reden macht, die sich als die Neuen Roten Khmer bezeichnet! Aber unseres Erachtens nach ist das ein lokal begrenztes Problem.“

„Es existiert ein offizielle Hilfeersuchen der kambodschanischen Regierung an die Vereinten Nationen“, gab der Generalsekretär zu bedenken. „Darin ist davon die Rede, dass bereits ein großer Teil des Landes nicht mehr unter der Kontrolle der Regierung steht.“

„Wäre das etwas Neues?“, fragte ein dritter Botschafter. Das Auffälligste an seinem Gesicht war der markante Oberlippenbart. „Wann hatte den denn die Regierung in Phnom Pen im Verlauf der letzten dreißig Jahre schon einmal das Land vollkommen unter Kontrolle? Jedenfalls sehe ich keinen Grund für ein Eingreifen der UNO. Mein Land wird hier sicherlich keine Initiative im Sicherheitsrat einleiten.“

Der Generalsekretär hob die Augenbrauen.

„Würde Ihr Land denn einen Beschluss des Sicherheitsrates blockieren?“

Der Mann mit dem Oberlippenbart lächelte.

„Nun, möglicherweise wäre meine Regierung zu einer Stimmenthaltung bereit.“

In den Augen des Generalsekretärs blitzte es. Ein verhaltenes Lächeln spielte um seine Lippen. „Na, das ist doch immerhin schon einmal ein Wort.“ Er lehnte sich etwas in seinem Sessel zurück und fuhr fort: „Die so genannten Neuen Roten Khmer verfolgen den Erkenntnissen mehrerer Geheimdienste nach keinerlei politische Ziele und sie haben mit den Nachfolgern der kommunistischen Guerilla, die nach dem Sturz ihres Schreckensregimes wieder in den Untergrund gingen, nur wenig gemeinsam. Außerdem sind sie hervorragend ausgerüstet. So gut, dass sie es an Kampfkraft mit jeder Armee der Welt aufnehmen können. Die regulären kambodschanischen Truppen haben sich an ihnen die Zähne ausgebissen!“

„Und da sollen ausgerechnet Blauhelme dafür sorgen, dass sie in die Schranken gewiesen werden“, fragte der Mann mit den grauen Haaren mit deutlich erkennbarem Spott. „Das hat doch schon Anfang der Neunziger nicht geklappt, als die UN-Truppen die Wahlen überwachen sollten. Die Roten Khmer wussten damals ganz genau, dass sie auf Zeit spielen konnten. Schließlich war das UNO-Mandat auf achtzehn Monate begrenzt und nach Abzug de Blauhelme konnten sie dann wieder aktiv werde und ihren schmutzigen Guerilla-Krieg weiter führen.“ Er schüttelte entschieden den Kopf. „Das ist ein Fass ohne Boden. Meine Regierung hat kein Interesse, sich da zu engagieren.“

„An einen Einsatz von UNO-Truppen denkt derzeit wirklich niemand.“

„Und woran wird derzeit gedacht?“

Der Generalsekretär hob die Augenbrauen. „Ich meine, dass dies ein Fall für die International Security Force One wäre.“







4



Mark Fellmer rollte sich über den Boden ab. Er riss danach augenblicklich den Lauf der MP7 empor und feuerte als wie aus dem Nichts ein Bewaffneter auftauchte.

Die MP7 in Fellmers Händen ratterte los.

Mündungsfeuer leckte aus dem Lauf heraus.

Ein gutes Dutzend Kugeln schalteten den Gegner aus, bevor dieser seinerseits das Feuer eröffnen konnte. So schnell er konnte, rappelte sich Fellmer auf und hechtete sich hinter die nächste Deckung.

Irgendwo vor ihm im Halbdunkel zwischen den Hauseingängen blitzte Mündungsfeuer auf. Eine MP ratterte und gab Dauerfeuer.

Fellmer wartete ab bis der Geschosshagel etwas nachgelassen hatte. Die roten Laserstrahlen von Zielerfassungsgeräten tanzten durch die Luft.

Der Lieutenant tauchte hinter seiner Deckung hervor, die MP7 im Anschlag. Urplötzlich erschien eine Gestalt: Ein breitschultriger Mann im olivgrünen Kampfanzug mit Splitterweste und einer Kalaschnikow im Anschlag. Fellmer feuerte. Der Mann auf der anderen Seite konnte gerade noch den Lauf seiner Waffe empor reißen, aber es war zu spät für ihn. Mindestens drei Kugeln fetzten ihm in den ungeschützten Kopfbereich hinein und schalteten ihn aus.

Ein zweiter Gegner kam hinter einem Mauervorsprung hervor, auch er im olivgrünen Kampfanzug und mit einer Kalaschnikow bewaffnet.

Fellmer zögerte. Das Gesicht, er kannte es nur zu gut. Es gehörte Colonel John Vanderikke, seinem Kommandanten beim Alpha-Team der UNO Spezialeinheit International Security Force One.

Für den Bruchteil einer Sekunde gerieten Fellmers sorgfältig geschulte Reflexe ins Stocken.

Ein Zögern, das den Tod bedeutete.

Vanderikke feuerte.

„Sie sind tot, Fellmer“, hörte er die Stimme seines Kommandanten noch sagen.