Küsse im Paradies mit dir: Liebe und Schicksal Großband 3 Romane 10/2021

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Küsse im Paradies mit dir: Liebe und Schicksal Großband 3 Romane 10/2021

A. F. Morland

Published by CassiopeiapressAlfredbooks, 2021.

Inhaltsverzeichnis

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Küsse im Paradies mit dir: Liebe und Schicksal Großband 3 Romane 10/2021

Küsse im Paradies mit dir: Liebe und Schicksal Großband 3 Romane 10/2021 | von A.F.Morland

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Ins Paradies ohne Rückfahrtschein

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Mit seinem Kuss auf den Lippen

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Mit seinem Kuss auf den Lippen

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Redlight Street #158: Eine Schriftstellerin in Gefahr

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Eine Schriftstellerin in Gefahr

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Die Hauptpersonen des Romans:

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Also By A. F. Morland





Küsse im Paradies mit dir: Liebe und Schicksal Großband 3 Romane 10/2021
von A.F.Morland


Über diesen Band:

Dieser Band enthält folgende Romane:

Ins Paradies ohne Rückfahrschein (A.F.Morland

Mit seinem Kuss auf den Lippen (A.F.Morland)

Eine Schriftstellerin in Gefahr (A.F.Morland)

Vanessa Brem ist der neue Star am deutschen Filmhimmel. Trotz ihrer Jugend ist sie ungemein erfolgreich. Das Glück bleibt ihr treu, denn schon bald interessiert sich Hollywood für sie. Doch dann kommt der Tag, an dem Vanessas heile Welt zerbricht: Dr. Sören Härtling stellt bei seiner jungen Patientin einen Eierstock-Tumor fest. Krebs. Bösartig. Gemein. Hinterhältig und gefährlich. Und es gibt nur einen Weg, gesund zu werden die sofortige Operation. Aber zu Dr. Härtlings Entsetzen verweigert die schöne Patientin ihre Einwilligung zu diesem Eingriff...




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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker (https://www.lovelybooks.de/autor/Alfred-Bekker/)

© Roman by Author /

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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Ins Paradies ohne Rückfahrtschein






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UPDATE ME




Ins Paradies ohne Rückfahrtschein


Arztroman von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 94 Taschenbuchseiten.

Urlaub für Dr. Kayser! Endlich kann der vielbeschäftigte Arzt sich einen langgehegten Wunsch erfüllen und mit seiner Freundin Solveig Urlaub in der Südsee machen. Die Cook Islands sind ihr Ziel, und als sie die märchenhafte Landschaft sehen, glauben sie sich am Ziel aller Wünsche. Vergessen ist das Waldhotel, das Solveig leitet, und auch die Grünwalder Arztpraxis scheint in weite Ferne gerückt. Aber schon bald müssen Dr. Kayser und seine Liebste einsehen, dass das Paradies von heute nicht ohne graue Wolken ist, denn das Leben der beiden Urlauber gerät in höchste Gefahr...




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© COVER STEVE MAYER

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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1


„Südsee“, sagte Schwester Gudrun sinnend. „Sonne, Sand und Meer. Blauer Himmel. Palmen, die sich leise rauschend im Wind wiejen. Allet schön und jut. Ick will ja ooch nich sajen, dat mir det nich jefallen würde, aber so ’ne lange Flugreise würde ick mir nie im Leben antun. Nordsee und Ostsee sind ooch nich schlecht, und da kann ick mit’m Zug hinfahren.“

 

Dr. Sven Kayser sah die rundliche Arzthelferin mit den grauen Löckchen schmunzelnd an. „Haben Sie vor, mir meinen Urlaub madig zu machen, Icke?“

„Nüscht liegt mir ferner als dat, Chef“, beteuerte die wohlbeleibte Sprechstundenhilfe. „Ick sage bloß, wie ick persönlich zu so ’ner Südseereise stehe. Darf ick dat nich?“

„Aber ja“, gab der Grünwalder Arzt freundlich lächelnd zurück. „Sie dürfen bei mir alles. Das wissen Sie doch.“

„Mit anderen Worten: Ick jenieße bei Ihnen Narrenfreiheit.“

Dr. Kayser grinste. „Das haben Sie gesagt.“

„Und Sie widersprechen mir nich.“ Sven Kayser hob die Hände. „Ich werde mich hüten.“

„Bin ick so een unausstehlicher Drachen?“

Der Grünwalder Arzt lachte. „He, was ist denn mit Ihnen los, Icke? Sie kriegen heute ja alles in den falschen Hals.“ Er schlug einen versöhnlichen Ton an. „Ich schlage vor, wir vertragen uns wieder, und Sie rufen den nächsten Patienten herein. Wie viele sind denn noch draußen?“

„Dreie“, antwortete Schwester Gudrun. „Frau Heinwein, Frau Klausnitz und Herr Hübner.“

„Und wie viele Hausbesuche stehen auf dem Programm?“, erkundigte sich Sven Kayser.

„Ooch dreie.“

„Das hört sich gut an. Da steht einem gemütlichen Abend mit Solveig Abel wohl nichts im Wege.“

Schwester Gudrun ging zur Tür. Das Telefon läutete. Die korpulente Sprechstundenhilfe blieb stehen und drehte sich um. Der Arzt nahm den Hörer ab und meldete sich.

„Dr. Kayser.“

„Hallo, Sven“, kam eine warme, sympathische Frauenstimme aus dem Hörer.

„Solveig.“

Schwester Gudrun verließ das Behandlungszimmer.

„Störe ich?“, fragte Solveig Abel, die Besitzerin des gemütlichen Waldhotels.

„Nein“, antwortete der Grünwalder Arzt. „Ich habe soeben von dir gesprochen.“

„Ach ja?“, sagte Solveig. „Wir haben uns für heute Abend verabredet“, erinnerte sie den Mann ihres Herzens.

„Weiß ich doch“, gab Dr. Kayser lächelnd zurück.

„Wirst du pünktlich sein?“

„Selbstverständlich.“

„Na“, sagte Solveig skeptisch, „bei einem Arzt verlässt man sich besser nicht allzu sehr darauf. Ich musste da schon so manche schlechte Erfahrung machen.“

„Heute sind uns die Gestirne hold“, erklärte Sven Kayser heiter. „Im Wartezimmer sitzen nur noch drei Patienten.“

„Und wie viele Hausbesuche hast du anschließend zu absolvieren?“

„Nur drei.“

„Dann schaffst du’s.“

„Sag’ ich doch“, gab Sven Kayser zurück.

„Ich freue mich auf dich.“

Sven lachte leise. „Freut mich, dass du dich freust. Soll ich dir noch schnell etwas verraten, bevor ich auflege?“

„Was?“

„Ich liebe dich“, sagte Dr. Kayser und beendete das Gespräch.




2


Bea Klausnitz war die vorletzte Patientin. Die schöne Frau war nicht glücklich, das sah man ihr an. Sie hatte schulterlanges sandfarbenes Haar und makellose Gesichtszüge, doch ein Ausdruck tiefer Melancholie lag in ihren samtbraunen Augen. Sie war seit drei Jahren mit dem Filmproduzenten Carl Klausnitz verheiratet, und es war ein offenes Geheimnis, dass die Ehe ziemlich brüchig war, weil Herr Klausnitz es mit der Treue nicht allzu genau nahm.

Junge, hübsche Schauspielerinnen, die von ihm eine Rolle bekommen wollten, mussten sich diese auf eine sattsam bekannte Weise verdienen. Und da sehr viele Starlets nach oben kommen wollten und bereit waren, dafür alles, wirklich alles, zu tun, war Klausnitz’ Besetzungscouch, zum Leidwesen seiner Frau, stets stark frequentiert.

Bea Klausnitz nagte nervös an der Unterlippe, während Dr. Kayser sich das EKG seiner Patientin genau ansah. „War es ein Infarkt, Herr Doktor?“, fragte sie gepresst, als sie die Spannung nicht länger ertrug.

Der Arzt legte den Streifen mit den Zacken und Kurven beiseite. „Nein, Frau Klausnitz“, beruhigte er die attraktive Patientin. „Das Elektrokardiogramm zeigt keine Auffälligkeiten.“

Bea Klausnitz atmete erleichtert auf. „Gott sei Dank. Ich dachte schon...“

„Haben Sie sich über irgend etwas aufgeregt, bevor Sie diese Herzschmerzen hatten?“

Bea Klausnitz nickte. „Über meinen Mann. Seit drei Jahren rege ich mich über ihn auf. Sie wissen, warum. Ich kann mich einfach nicht an Carls Untreue gewöhnen. Wenn er mir gleichgültig wäre... Aber das ist er mir nicht.“

„Lieben Sie ihn?“

„Liebe ist ein sehr großes Wort, Herr Doktor. Ich finde, man sollte damit behutsam umgehen. Ich empfinde sehr viel für meinen Mann. Ich möchte ihn nicht verlieren. Ich möchte mit ihm zusammenbleiben. Deshalb habe ich den Gedanken an Scheidung bisher auch immer wieder beiseite geschoben.“ Bea Klausnitz seufzte deprimiert. „Gott, was gäbe ich darum, wenn ich mit Carl endlich eine normale Ehe führen könnte. Er behauptet zwar immer wieder, endlich ernsthaft versuchen zu wollen, standhaft zu bleiben, aber wenn sich ihm dann ein blutjunges Ding willig an den Hals wirft, wird er doch immer wieder schwach.“ Sie schlug die Augen nieder. „Ich weiß nicht, wie lange ich das noch ertragen kann.“

„Soll ich ihm mal ins Gewissen reden?“, fragte der Grünwalder Arzt. „Nein.“

„Vielleicht hört er auf mich.“

Bea Klausnitz schüttelte den Kopf. „Danke für Ihr Angebot, Herr Doktor, aber nein, ich möchte das allein in Ordnung bringen.“

Sven Kayser zuckte die Schultern. „Wie Sie wollen. Sie können auch zu jedem späteren Zeitpunkt auf mein Angebot zurückkommen. Ich halte es aufrecht.“

„Vielleicht kann unsere Ehe sich im Urlaub normalisieren und festigen. Mein Mann ist ein Workaholic, wie Sie wissen. Er hat sich in den vergangenen drei Jahren keinen einzigen Tag Pause gegönnt. Immer arbeitet er. Ständig tüftelt er an neuen Filmprojekten herum. Kinofilme. Fernsehfilme. TV Serien... Wir haben noch nicht einmal eine Hochzeitsreise gemacht. Aber das werden wir nun endlich nachholen. Ich musste meinen Mann ziemlich lange beknien, bis er einwilligte, diese Traumreise mit mir zu machen.“

„Wohin soll’s denn gehen?“, erkundigte sich Sven Kayser.

„Direkt ins Paradies.“

„Und wo ist das?“, fragte Dr. Kayser schmunzelnd.

„In der Südsee.“

„Wo da genau?“, wollte der Grünwalder Arzt gespannt wissen. „Kennen Sie die Cook Islands?“ „Selbstverständlich.“

„Eine der Inseln heißt Aitutaki“, sagte Bea Klausnitz. „Auf ihr werden mein Mann und ich drei, hoffentlich traumhaft schöne Wochen verbringen.“

„Und wann?“

„In vierzehn Tagen reisen wir ab.“

Dr. Kayser schüttelte lächelnd den Kopf. „Was für Zufälle es doch gibt.“

„Wieso?“

„Ich werde zur selben Zeit auf den Cook Islands sein.“

Bea Klausnitz’ braune Augen weiteten sich überrascht und erfreut. „Ebenfalls auf Aitutaki?“

„Auf der Hauptinsel Rarotonga“, antwortete Sven Kayser.

„Allein?“

„Mit meiner langjährigen Freundin“, sagte Dr. Kayser.

„Wir müssen uns da mal treffen.“

„Unbedingt“, nickte Sven Kayser. „Und was Ihr Herz angeht, es wird sich in der Südsee mit Sicherheit prächtig erholen.“




3


Harry Dengler war Drehbuchautor. Er arbeitete mit Carl Klausnitz seit acht Jahren zusammen, und sie hatten schon so manchen beachtlichen Treffer gelandet.

Harry hatte Bea zuerst kennengelernt, und er bereute es, so naiv gewesen zu sein, sie seinem skrupellosen Freund vorzustellen, denn Carl Klausnitz hatte nichts Eiligeres zu tun gehabt, als sie ihm augenblicklich auszuspannen. Harry Dengler war zwar Freund des Hauses, aber nicht Beas Hausfreund. Auf diesen Unterschied legte sie großen Wert. Es gab Zeiten, da sah sie Harry öfter als ihren Mann, und wenn sie eine Schulter zum Ausweinen brauchte, kam sie auch immer zu ihm. Er war zwar sehr gerne ihr Freund, wäre aber viel lieber mehr gewesen, doch das ließ Bea bedauerlicherweise nicht zu. Solange sie mit Carl verheiratet war, durfte kein anderer Mann sie berühren.

Nach ihrem Arztbesuch fuhr sie zu Harry, weil sie wusste, dass Carl nicht zu Hause war und weil sie nicht allein sein wollte. Harry besaß ein Haus in Münchens Westend. Er öffnete auf ihr Läuten und freute sich über ihren Besuch.

„Bea“, sagte der gutaussehende Neununddreißigjährige überrascht. Er trug ein anthrazitfarbenes Strickhemd, in dessen Halsausschnitt sich eine knallgelbe Schalkrawatte bauschte.

„Hallo, Harry. Hast du ein bisschen Zeit für mich?“

„Klar.“ Er gab die Tür frei. „Komm rein. Warst du bei Dr.Kayser?“

„Ja“, sagte sie, während sie eintrat.

Harry schloss die Tür. „Was sagt er?“, wollte er wissen. Bea hatte mit ihm telefoniert und ihm von ihren Beschwerden erzählt.

„Mein Herz ist in Ordnung“, berichtete sie ihm nun.

„Da bin ich aber froh.“ Er ging mit Bea ins Wohnzimmer. „Es würde deinem Herzen wesentlich bessergehen, wenn du mir mehr Platz darin einräumen würdest.“

„Bitte,Harry“, sagte Bea ernst, „fang nicht wieder so an, sonst muss ich gehen.“

„Das will ich auf keinen Fall riskieren. Ich bin schon still“, versprach Harry Dengler lächelnd. „Weiß Dr. Kayser, was deine Herzschmerzen ausgelöst hat?“

Bea Klausnitz machte eine kleine vage Handbewegung. „Aufregung.“

Harry nickte mit finsterer Miene. Er wusste, worüber sich Bea so sehr aufgeregt hatte: Sie war dahintergekommen, dass ihr Mann eine monatelange Affäre mit der Hauptdarstellerin seines letzten Films gehabt hatte.

„Setz dich“, sagte er und zeigte auf das Sofa. „Was möchtest du trinken?“

Bea nahm Platz.

„Irgend etwas Alkoholfreies.“

„Okay.“ Er füllte zwei Gläser mit einem Multivitamindrink. In seinen tat er einen Schuss Whisky.

„Was tust du gerade?“

Harry setzte sich neben sie. „Ich sauge mir einen neuen Filmstoff aus dem Finger.“

„Worum geht es?“

„Ein Mörder und ein Kinderschänder sitzen im Gefängnis. Der Kinderschänder soll morgen entlassen werden. In dieser letzten gemeinsamen Nacht erzählt der Mörder dem Zellengenossen seine Lebensgeschichte, bis hin zum Mord... Ein brandaktuelles Thema.“

„Wirst du es Carl anbieten?“, fragte Bea.

„Weiß ich noch nicht.“ Harry trank. „Vielleicht mache ich den Film mit einem anderen Produzenten. Mir fällt es immer schwerer, mit Carl zu arbeiten.“

„Warum?“ Überrascht sah Bea den langjährigen Freund an.

„Er hat dir schon zu oft wehgetan. Es ist mir unbegreiflich, dass du ihm immer wieder verzeihst.“

Sie hob warnend den Finger.

Er winkte ab. „Ja, ja, schon gut. Ich sage nichts mehr.“

Sie schwiegen eine Weile. Dann sagte Bea: „Ich verspreche mir von unserer Reise in die Südsee sehr viel. Carl wird endlich einmal abschalten und sich rund um die Uhr ausschließlich mir widmen. Das kann unserer Ehe aus der Krise helfen.“

„Ich glaub’s nicht.“

„Weil du ein notorischer Schwarzseher bist.“

„Der Kater lässt das Mausen nicht“, knurrte Harry Dengler. „Ich bin eventuell bereit, Carl zuzugestehen, dass er wirklich die ehrliche Absicht hat, sich zu ändern, aber es wird ihm nicht gelingen, und weißt du, warum nicht? Weil Carl ein willensschwacher Mensch ist. Er hat Tag für Tag mit den hübschesten Mädchen zu tun, die ihm für eine Rolle jeden, selbst den geheimsten, Wunsch bereitwilligst erfüllen.“ Er nahm einen Schluck von seinem alkoholisch angereicherten Vitamingetränk. „Ein offenherziges Dekolleté. Ein vielversprechender Blick. Ein aufreizendes Wackeln mit dem Po... Und schon wirft Carl alle guten Vorsätze über Bord und wird rückfällig.“

„Ich muss ihm diese Chance geben“, sagte Bea Klausnitz ernst.

„Und was tust du, wenn er sie nicht nutzt?“

Bea seufzte. „Daran möchte ich im Augenblick lieber nicht denken.“